WikiDer > Analphase
Das Analphase ist nach Freud, die zweite Phase im psychosexuelle Entwicklung und dauert etwa 15 Monate bis 3 Jahre. Es überschneidet sich also teilweise mit dem orale Phase. Ungefähr in diesem Alter (2 Jahre, aber das ist auch je nach Kultur unterschiedlich) über die üben aufs Töpfchen zu gehen, was bedeutet, dass das Kind von der erogenen Zone des Anus fasziniert ist. Dieses Stadium fällt mit dem Beginn der Fähigkeit zusammen, den Schließmuskel zu kontrollieren.
Die Analphase kollidiert mit der Es, es ich (Ego) und die Reich sein (Über-Ich). Dieser Konflikt wird dem Kind durch die Forderungen der Eltern präsentiert. Es handelt sich also tatsächlich um einen Konflikt zwischen Id, Ich, Uber-ich und den Forderungen der Eltern. Dieser Konflikt kann ruhig und unraumatisch sein, aber auch sehr intensiv und ungestüm. Dies hängt von der Reaktion der Eltern ab. Der erfolgreiche Abschluss dieser Phase hängt also davon ab, wie die Eltern beim Toilettentraining auf das Kind reagieren. Wird das Kind für den richtigen Toilettengang belohnt und gelobt, übersteht das Kind diese Phase oft problemlos. Wenn das Kind jedoch verspottet oder bestraft wird, kann es negativ reagieren. Es kann auf harte Anforderungen reagieren, indem es beispielsweise den Gang zur Toilette verweigert oder bösgläubig auf die Toilette geht. Dieses Verhalten kann zu einer reifen Veranlagung führen, die versucht, anale Aktivitäten zu vermeiden; ein analer Aasfressercharakter. Diese Menschen beschreiben sich selbst als unordentlich, chaotisch, rücksichtslos, fahrlässig und rebellisch. Wird die Taktik des Kindes verdorben, kann es zu einer sogenannten analen Hartnäckigkeit kommen. Dies ist das Gegenteil eines analen Reinigungscharakters und bedeutet, dass das Kind Freude daran hat, seinen Stuhl festzuhalten.
Die ideale Lösung ist, wenn ein Kind versucht, sich anzupassen und die Eltern gemäßigt sind. Das Kind lernt dann allmählich, wie wichtig Sauberkeit und Ordnung sind, was oft zu einem zurückhaltenden Erwachsenen führt. Ein Kind, das diese Phase erfolgreich durchläuft, wird in die nächste Phase in Freuds psychosexueller Entwicklung übergehen: die phallische Phase.
In dieser Phase scheint es hauptsächlich um Toilettentraining zu gehen, aber es geht auch um die Kontrolle von Verhalten und Trieben. Ein Kind muss in dieser Phase bestimmte Grenzen entdecken, damit es in Zukunft keinen Kampf mehr gibt, diese Grenzen zu überschreiten. Wenn sich die körperliche Fähigkeit zur Kontrolle des Schließmuskels verbessert, verlagert sich die Aufmerksamkeit des Kindes vom oralen Bereich auf den analen Bereich. Diese Veränderung bietet mehr Möglichkeiten für libidinöse Befriedigung und sorgt für den aufkommenden aggressiven Antrieb.
Das Konzept von Fixierung taucht auch hier auf. Zu viel Befriedigung in dieser Phase kann zur Entwicklung einer äußerst großzügigen, ungeordneten Persönlichkeit führen. Ohne Zufriedenheit kann der Einzelne sehr geordnet und organisiert werden.
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Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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