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Andreas Hallén
Andreas Hallen

Johan Andreas Hallen (Göteborg 22.12.1846; Stockholm 11. März 1925) war ein Schwedisch Komponist, Dirigent und Kritiker. Seine Musik lässt sich in die (super)-Romantik. Er hatte großen Einfluss auf das Musikleben in Schweden, aber als Komponist wurde er unterschätzt und unterschätzt.

Bereits als Jugendlicher erhielt er Musikunterricht beim Organisten der Göteborger Kathedrale. Um weiter Musik zu studieren, wählte er Deutschland und besonders Leipzig (Lektion von Carl Reinecke); München (Joseph Rheinberger) und Dresden (Julius Rietz). Neben der Komposition begann er auch Dirigierunterricht zu nehmen. Bereits in Leipzig war eine seiner ersten Kompositionen erfolgreich: Om pagen och kungadottre (über Pagen und Prinzessinnen), eine Balladenserie, die er im Alter von 26 Jahren komponierte. Die Komposition erfordert 150 Sänger!
Nach seinem Studium reiste er wieder nach Schweden und wurde dort herzlich empfangen. Er gründete das Musiksällskapet neu und war dessen Dirigent von 1872 bis 1978. Er dirigierte das Orchester in großen Chorwerken. Er war nicht nur in Stockholm aktiv; außerdem wurde er Dirigent der New Choir Society (Nya Sängsällskapet) in Göteborg. Dort hatte er bereits 1869 sein Dirigierdebüt gegeben. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück, um 1883 dauerhaft nach Schweden zurückzukehren. Nach Stockholm und Göteborg war jetzt Malmö mit der Syd Svenska Filharmoniska Sällskapet (südschwedische Musikkompanie) ist es an der Reihe. Ab 1884 hat er verschiedene Auftritte mit Orchestern und Chören aller Art gegeben, u.a Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven, Oratorien von Franz Liszt, funktioniert aber auch von Richard Wagner.

Ab 1892 war er zweiter Dirigent an der Stockholmer Oper und gleichzeitig Resencent einer schwedischen Zeitschrift. Schließlich war er zwischen 1909 und 1919 Lehrer an der Stockholmer Musikakademie.

Hallén wird wegen seiner starren Haltung und unberechenbaren Stimmung nicht allgemein als Musiker und Pädagoge anerkannt. Nachdem er studiert hatte, war der Innovationsdrang komplett verschwunden und das zeigte er allen. Er verurteilte andere Komponisten, weil sie unverständliche Musik schrieben (er tat dasselbe als Kritiker). Studenten seiner Art Kurt Atterberg und Oskar Lindberg hielt nicht lange bei ihm. Obwohl er in fast allen Genres komponiert hat, hat sich sein Stil kaum weiterentwickelt.

Werk (selektiv)

  • (????): Romanze für Violine und Orchester opus 16;
  • (1872): Om pagen och kungsdottern (Balladen);
  • (1872): Fritiof och Ingeborg (Fritiof und Ingeborg); ein symphonische Dichtung;
  • (1881): Harald der Wikinger (Oper); (Uraufführung in Leipzig, dirigiert von Arthur Nikisch);
  • (1882): Zwei Rhapsodien;
  • (1895): Über den Herbst (Om hösten) opus 38 für Orchester;
  • (1896): Häxfällen (Hexenfalle) (Oper);
  • (1898): Todteninsel (Insel des Todes) (Orchester);
  • (1899): Schatz des Waldemar (Waldemarsskatten) (Oper); (60 Aufführungen in Stockholm!)
  • (1904): Weihnachtsoratorium;
  • (1905): Kugelklänge
  • (????): Eine Sommersaga
  • Orchestrierung von Ungarische Tänze von Johannes Brahms, Nr. 2 und 7.

und Schauspielmusik, u.a. mit Gustav Wasa (1896) von Daniel Fallström, später angepasst an die Gustaf Wasa Saga.

Quelle

  • Ausgabe von Sterling