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Awel
Gut
Gut
Geschichte
Etabliert1981
Struktur
FeldNiederländischsprachiges Belgien
PlatzAntwerpen, Brügge, Brüssel, Gent, Hasselt, Löwen, Mechelen & Turnhout
ZielKindern und Jugendlichen zuhören
Medien
Webseitehttp://www.awel.be/

Gut ist die Telefon- und Online-Helpline für Kinder und Jugendliche im niederländischsprachigen Belgien. Bis zum 17. Mai 2012 hieß die Helpline Kinder und Jongetelefoon (KJT). Awel ist über Chat, E-Mail, Telefon und ein Forum erreichbar.

Geschichte

Das Kinder- und Jugendtelefon wurde 1981 gegründet. Die auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Genter Theatergruppe Stekelbees erhielt nach ihren Aufführungen oft Fragen von Kindern. So entstand die Idee, ein Kindertelefon einzurichten.

Ursprünglich war das Telefon in den sechs Abteilungen besetzt Gent, Hasselt, Brüssel, Mecheln, Brügge und Antwerpen, jeweils mit eigener Telefonnummer. Der nächste Schritt war die Einführung einer gemeinsamen Nummer für alle Abteilungen: 078/151413. Diese Nummer war jedoch nicht gebührenfrei zu erreichen. Das Kabinett des flämischen Sozialministers strebte eine niedrigere Schwelle an, zunächst durch die gebührenfreie 0800-Nummer (2004), später durch die endgültige Zuteilung der kostenlosen „Notrufnummer“ 102 an das Kinder- und Jongetelefoon für ganz Niederlande -sprechendes Belgien. Zu dieser Zeit wurden auch Abteilungen in Leuven und Turnhout eingerichtet.

Kinder konnten auch Briefe an das Kinder- und Jeugdtelefoon schreiben. 1999 erreichte die Popularität des Briefschreibens einen Tiefpunkt und der Briefdienst wurde abgeschafft. In diesem Jahr unternahm die Helpline die ersten Schritte in Richtung E-Mail-Hilfe. Auch heute noch können Kinder und Jugendliche über die E-Mail-Adresse auf der Website eine E-Mail an Awel senden. 2005 fügte das damalige Kinder-en Jeugdtelefoon seinen Kanälen einen Chat hinzu.

Kinder und Jugendliche können auch ein Online-Forum nutzen, ein Ort ausschließlich für und von Jugendlichen. Wo das Forum früher von Erwachsenen moderiert wurde, wird es seit 2017 von J-Awel moderiert, minderjährigen Antwortern, die von Awel geschult wurden. Auf diese Weise möchte Awel den Kontakt zu Leidensgenossen unterstützen.

Ziel und Betrieb

Awel hört Kindern und Jugendlichen mit einer Frage, einer Geschichte und/oder einem Problem zu. Alle Kinder und Jugendlichen können sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten anonym an Awel wenden. Awel ist für sie da, indem er zuhört, fühlt und mitdenkt.

Awel möchte eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein, über einen offensichtlichen, kostenlosen und leicht zugänglichen Kontaktkanal. Awel glaubt fest an die Kraft von Kindern und Jugendlichen und nimmt sie ernst. Bei Bedarf identifiziert Awel Trends, zum Beispiel anhand einer jährlichen Umfrage zu einem beliebten Diskussionsthema oder durch die Veröffentlichung und Gestaltung der Jahreszahlen. Die Organisation hat bereits qualitative Untersuchungen zu den Diskussionsthemen Eltern-Kind-Beziehung, Selbstmord, Bewältigung und Resilienz, Scheidung und Verliebtheit und Beziehungen durchgeführt.

Die Jugendlichen versuchen jedoch, so viel wie möglich selbst eine Antwort zu geben. Das erwarten auch junge Leute, die anrufen, und wer den Mut aufbringt, anzurufen, wird oft als Enttäuschung bezeichnet. Manchmal ist eine Überweisung an einen spezialisierteren Dienst oder eine speziellere Hilfe erforderlich. Gestalten Sie die Überweisung jedoch so konkret wie möglich, indem Sie mit dem Jugendlichen abklären, ob er eine Vertrauensperson kennt, die eventuell in die spezialisiertere Hilfe mitgehen kann, oder indem Sie den nächsten Kontakt gemeinsam vorbereiten. Awel bietet auf seiner Website auch eine Liste mit interessanten Websites oder Adressen zu jedem Diskussionsthema an, auf denen der Jugendliche weitere Informationen zu weiteren Folgemaßnahmen erhalten kann. Die Organisation selbst gibt keine Gesprächsdaten an Dritte weiter, es sei denn, es handelt sich um einen außergewöhnlichen Notfall.

Die Responder der Kontaktkanäle sind vollkommen freiwillig. Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, sollte sich zu einem Informationsabend anmelden und an einem Beratungsgespräch teilnehmen. Es folgt ein etwa sechsmonatiges Intensivtraining, in dem der Kandidat Gesprächstechniken erlernt und mit der Welt der Kinder und Jugendlichen sowie beliebten oder aktuellen Diskussionsthemen vertraut gemacht wird. Teil der Ausbildung ist auch ein Praktikum: Der Kandidat liest oder hört während der Dauer eines erfahrenen Beraters und wird dann während der ersten eigenen Durchgänge von einem erfahrenen Berater beobachtet und betreut.

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