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Batist
Taschentuch aus Batist

Batist ist ein feinfädiges Gewebe in Leinwandbindung, ursprünglich aus Leinen-, später aber auch von Baumwolle oder wolle. Der Stoff ist mehr oder weniger durchscheinend und wird für Taschentücher, Blusen, Hüte und dergleichen verwendet. Auch edle Textilien in der katholischen Liturgie werden oft aus Batist hergestellt.

Der Name stammt vom Leinenweber Baptiste de Cambraic kommen, die im 13. Jahrhundert in Cambrai arbeitete. Dafür gibt es jedoch keine historischen Belege. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass es vom indischen Wort „bastas“ abgeleitet ist, was „weiße Baumwolle“ bedeutet.

Andere Namen für Batist sind Zimmertuch, Cambrics und nainsouk.

Typen

  • Baumwollbatist oder Wachsbatist. Für Unterwäsche und Taschentücher
  • Makobatist, aus gekämmter Mako-Baumwolle (feine ägyptische Baumwolle). Feiner und gleichmäßiger als Perkal-Baumwolle
  • Leinenbatist, auch Leinen genannt voile. Sanft glänzend und halbtransparent. Für Taschentücher
  • Wollbatist, aus Kammgarn. Falten weniger als Perkal, oft in der Strähne gefärbt. Für Damenbekleidung
  • Seidenbatist, aus Baumwolle, merzerisiert, kalandriert und mit Essigsäure behandelt. Für Blusen und Kleider
  • Glasbatist, aus Mako-Baumwolle, unter Spannung merzerisiert und behandelt mit Schwefelsäure. Hartes, steifes Gewebe. Für Kragen und Manschetten
  • Opal, aus Baumwolle, spannungsfrei merzerisiert und mit Schwefelsäure behandelt. Leicht transparent, weicher als Glasbatist

Quellen

  • Paassen, W.J.C. van und J. H. Ruygrok. Textilien. Groningen, Batavia 1941.
  • Dijkmeijer, E. Textilwissen. Amsterdam c. 1945-1950.
  • Fellhund, J.T. Wörterbuch des Herstellers. Stoffnamen und Handelsausdrücke. Groningen, Batavia 1947.
  • Hoytema, S.A. von Garn und gut. Denver 1947.