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Blefuscu
Illustration des Druckers Benjamin Motte im Stil des Kartographen Herman Mollo für Gullivers Reisen (1726). Lilliput ("entdeckt 1699") liegt hier südwestlich von Sumatra und nordwestlich von "Dimen's Land" (Van Diemen's Land, Tasmanien).

Blefuscu ist der Name einer imaginären Insel im Buch Gullivers Reisen von Jonathan Swift.[1] Blefuscu ist seit Jahren dabei Krieg mit der Insel Liliput zu einer Sinnlosigkeit: man hört a Ei auf die spitze oder die stumpfe Seite klopfen.[1] Dieses Problem ist ein Satire, möglicherweise über die religiösen Auseinandersetzungen britischer Protestanten untereinander, von Protestanten mit Katholiken und von England mit Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert.

Blefuscu befindet sich mit Lilliput ("entdeckt 1699") auf der fantasierten Karte im Roman (siehe Abbildung) südwestlich von Sumatra und nordwestlich von "Dimen's Land" (Van Diemen's Land, Tasmanien). Echte Inseln in der Nähe sind die Kokosinseln (Australien) und Weihnachtsinsel (Großbritannien) und weiter südlich das Paar Amsterdam (New Amsterdam, Île Amsterdam, Amsterdam Island, die nördlichste Insel) und Sankt Paul (Île Saint-Paul) 85 km von Amsterdam entfernt, die den Zwillingsinseln Blefuscu bzw. Lilliput im Roman Gullivers Reisen ähneln.

Hermann Möll: Eine Weltkarte, die den Verlauf der Reise von Mr. Dampiers von 1679 bis 1691 zeigt, London 1697. Ausgeschnittenes Gebiet in der Nähe des fiktiven Inselpaares Lilliput und Blefuscu, das Amsterdam und St. Paul in der Mitte links ähnelt. Swift war mit Moll befreundet und erwähnt ihn sogar in Gullivers Reisen (1726), Kapitel 4, Stück 11.