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Gegenpfosten oder Kontrapost ist ein Begriff aus dem bildende Kunst die eine bestimmte Haltung einer bemalten oder geformten Figur beschreibt.
Es rechtes Bein trägt das volle Gewicht, das linke Bein ist entspannt. Die resultierende Schräglage – die rechte Hüfte ist höher als die linke – wird durch die ausgeglichen Schultern und Waffen (die linke Schulter ist höher als die rechte). Die Entspannung des linken Beins kehrt zum rechten Arm zurück. Gegenüber liegen ein verspanntes rechtes Bein und linker Arm. Das Ergebnis ist eine lebendige Figur, die in Bewegung zu sein scheint.
Das Bein, das das Gewicht trägt, wird zum stehendes Bein genannt, das andere Bein es Spielbein. Die Haltung des Kontrapostos ähnelt einer vagen S-Form, bei der das Becken leicht kippt. Bei der Pose eine Gegenpostenposition einzunehmen ist entspannt. Die Pose kann lange gehalten werden.
Geschichte
Der große Dynamik wer die Kontraposthaltung in eine Figurdarstellung bringen kann, war schon im Griechische Antike. Das erste bekannte Beispiel ist das Kritiker Junge (kouros) von 480 v., eine leichte Kontraposthaltung, ein leicht geneigtes Becken und ein zögerndes Stand- und Spielbein. Nur dreißig Jahre später war der Kontrapost in der Skulptur in der Doryphoros von polykletos ab 440 v.
In dem Mittelalter der Gebrauch des Kontraposts nahm ab, je abstrakter die Figuren wurden. Im 12. Jahrhundert belebte sich langsam die Dynamik in der Figurendarstellung und der Kontrapost kam wieder zum Einsatz. Die Kontrapostpose wird seit dieser Zeit in der Darstellung einer stehenden Person verwendet.