WikiDer > Drahtübertragung

Draadomroep
Lautsprecher und Wahlschalter des Drahtfunks im Niederländisches Freilichtmuseum in Arnheim (2009)
Verteilerkasten der Städtischer Rundfunkverteildienst in Utrecht (2010)

Drahtrundfunk, vorher Funkverteilung war eine Einrichtung zur Übertragung von Radioprogrammen über ein Kabel (Draht). Dies hatte den Vorteil, dass man keine Funkgerät und hatte auch einen viel besseren Empfang mit besserer Klangqualität. Der Drahtfunk ist ein Vorläufer des späteren Kabelfernsehen und die digitalen Netze für Kabel-Internet.

Die Niederlande

Der erste Impuls für den Drahtfunk in den Niederlanden kam 1921 durch den Funkamateur Janus Bauling von Koog aan de Zaan, der für einen Beitrag Sprecher bei seinen Nachbarn installiert, damit sie auch ohne eigenes Radio hören konnten. 1924 wurde Baulings drahtgebundene Sendung erstmals über fünf Verbindungen ausgestrahlt.[1] In den darauffolgenden Jahren gewann der Drahtrundfunk an mehreren Orten in den Niederlanden viele Abonnenten.[2]

Während der Zweiter Weltkrieg die deutsche Besatzer verbot den Besitz von Radios, was den Empfang insbesondere alliierter Radiosender erschwerte Radio Orange und der BBC. Der Empfang der von den Besatzungsbehörden genehmigten Sendungen über den Rundfunk war danach die einzige legale Möglichkeit des Hörens. Die Deutschen verfügten auch 1943, dass alle Funkverteilnetze, auch private, in den Niederlanden beim Staatsunternehmen der . untergebracht waren PTT. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war dies Monopol gepflegt.

Seit 1958 platziert die PTT sogenannte Standardanschlusspunkte. Die PTT-Buchse im Haus enthält neben dem Telefonanschluss auch einen Anschluss für kabelgebundenen Rundfunk.

Ein Abonnent des Drahtrundfunks erhielt einen Schaltkasten an der Wand. Es enthielt einen Vierwegeschalter zur Auswahl eines Senders und eine Steuerung für die control Lautstärke. An die Box war ein Lautsprecher angeschlossen. Energieversorgung war nicht nötig.

Der Abonnent konnte wählen aus Hilversum 1, Hilversum 2 und eine Auswahl von zwei ausländischen Sendern. Die Programmzeitschriften gaben bekannt, welche ausländischen Programme empfangen werden könnten. 1965 wurde einer der ausländischen Sender durch Hilversum 3 (3FM). Der vierte Kanal hatte normalerweise einen ausländischen Kanal mit klassischer Musik. Auch wegen der eingeschränkten Senderauswahl und der "knackigen" Erscheinung eines einfachen Lautsprechers an einem Draht mit Drehknopf wurde der kabelgebundene Rundfunk nicht immer als vollwertige Form des Radioempfangs angesehen. Trotz des oft besseren Empfangs der Sender über den Drahtfunk, wurde ein vollwertiges Radio mit freier Senderwahl noch immer von vielen geschätzt.

Das letzte Funkverteilnetz wurde am 31. Januar 1975 geschlossen. Übrigens wurde bereits 1964 entschieden, das System nicht mehr weiter auszubauen, vor allem wegen der begrenzten Anzahl möglicher Programme. Wire Broadcasting hat in anderen Formen in Form von zentralen Antenneneinrichtungen (cai) und Kabelnetze.

Der Holländer Zuerst und Repräsentantenhaus haben noch eine interne kabelgebundene Übertragung, die in den verschiedenen Büros im Gebäude zu hören ist. Die Drahtübertragung des Abgeordnetenhauses wird in den meisten niederländischen Kabelnetzen übertragen.

Auch einige Konfessionen weiterhin einen Drahtrundfunkdienst zu Gunsten von Kirchenradio für Behinderte und Kranke. Darüber hinaus gibt es verschiedene lokale Sender auf dem Land, auch AmateurKonzertkanäle, die als Drahtsender zur Verfügung gestellt wurden und als Kabelradiosender weiterlebten.

Siehe die Kategorie Drahtrundfunk von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.