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Edmond Denys (Roeselare, 10. Mai1865 – Lichtervelde, 14. Februar1923), war Priester und Autor. Er ist am besten bekannt als Pastor der flämischen Saisonarbeiter in Frankreich, der sogenannten 'Franschmans’.
Biografie
Edmond Denys wurde in Roeselare als Sohn von Fabrikarbeitern geboren. Trotz seiner bescheidenen Herkunft gelang es seinen Eltern, ihn zum Studium zu bewegen Kleines Seminar danach ein Priesterstudium beginnen. Er wollte Missionar werden, aber der Bischof ernannte ihn zum Lehrer am Saint Louis College Brügge. Dort zeigte er sich eng mit der gesellschaftlichen und politischen Bewegung der Zeit verbunden. Der christliche Syndikalismus steckte noch in den Kinderschuhen.
1902 wurde Denys dennoch eine „Mission“ zugeteilt, wenn auch keine übliche. Er wurde verantwortlich für acht nördliche Abteilungen in Frankreich. Zu dieser Zeit arbeiteten Tausende Flamen als Saisonarbeiter in Nordfrankreich, hauptsächlich in der Landwirtschaft und in Ziegeleien. Es Sozialismus war in Frankreich auf dem Vormarsch. Um die 15.000 Westflemings vor dieser „gottlosen“ Bewegung zu schützen und bestimmte Tendenzen in der katholischen Kirche wie den Daensismus zu verhindern, wurde beschlossen, mit den Saisonarbeitern einen einheimischen Priester zu entsenden.
Durch seinen jovialen Charakter und seine Aufmerksamkeit für die Armen gelang es 'Pasterke Denys', das Vertrauen der 'Fransmans' zu gewinnen. Er besuchte sie überall in der französischen Landschaft und forderte sie auf, die örtliche Kirche zu besuchen. Er sprach alle vertraulich an und nannte sie "Kumpel". Seine Predigten in der westflämischen und französischen Kirche waren für das Publikum besonders inspirierend. Er warnte sie vor der Bosheit, Unmoral und Rauschtrinken so weit weg von zu Hause. Um den Kontakt zur Heimat aufrechtzuerhalten, gründete Denys mit einigen anderen wie such Achiel Denys und Edward Vermeulen (auch bekannt als Warden Onkel). Eine regelmäßig versandte Zeitung „Die Stimme des Vaterlandes“. Zur Unterstützung im Krankheits- und Todesfall gründete Denys zudem eine Krankenkasse.
Pasterke Denys wurde am 4. August 1914 vom Bischof zum Pfarrer ernannt Angestellte. An diesem Tag brach auch die Erster Weltkrieg von. Nach einigen Monaten in Klerken musste er das Dorf verlassen, ebenso wie die restliche Bevölkerung der Gemeinde an vorderster Front. Die Schilderung seiner Kriegserlebnisse hat er im Werk „Vertrieben“ festgehalten. Nach dem Krieg durfte er sich wieder um seine Franzosen kümmern. Allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Da sich seine Heimatstadt Roeselare noch im Wiederaufbau befand, ließ er sich in einem Haus in Lichtervelde nieder. Dort starb er ein Jahr später. 1929 wurde sein Leichnam auf den Städtischen Friedhof in Roeselare überführt, was auf großes Interesse stieß.
Im Rathaus von Roeselare gibt es noch ein Porträt von Pasterke Denys, gemalt von Gaston Täler. In den 1970er Jahren wurde eine Straße in Lichtervelde nach ihm benannt, Pastoor Denyslaan.
Quelle
- Rosa Vandenbulcke. "Pastertje Denys und seine Saisonarbeiter in einer sozioökonomisch schwierigen Zeit für Flandern" in: Mandeldal, 2009/2