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Justin Febronius (Trier, 27. Januar 1701 - Montquintin Biene Orval, 2. September 1790) war ein römisch-katholischer Bischof, Historiker und Theologe, dessen Schriften eine Bewegung namens febronianismus nannte sich..
Lebenszyklus
Febronius, mit seinem richtigen Namen Johann Nikolaus von Hontheim studierte an der Universität Leuven und wurde 1728 zum Priester geweiht. Er wurde Professor und Vizekanzler an der Universität Trier und 1748 Weihbischof des Erzbischof von Trier.
Er erlangte internationales Ansehen für das Buch, in dem er die weltliche Macht des Papstes angriff. Er machte auch Vorschläge, die Macht des Papstes über die Ortskirchen einzuschränken. Damit hoffte er, einigen Kritikpunkten der Protestanten zu begegnen und sie wieder in den Schoß der Kirche zu bringen. Er hat das Buch geschrieben in Latein, aber es wurde übersetzt in Französisch, es Deutsche, es Portugiesisch, es Spanisch und der Italienisch und hatte zahlreiche Neuauflagen. Es wurde zu einer der Schriften der Gegner des Ultramontanismus. Das Buch wurde 1764 in den Index aufgenommen, was nicht verhinderte, dass 1765 eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe erschien.
Febronius selbst war etwas erstaunt über die Polemik, die er entfesselt hatte, kehrte aber nur widerstrebend seine Schritte zurück. Pius VI bat den Bischof und Kurfürst von TrierClemens Wenzeslaus, um Febronius zu überreden, seine Schriften zu widerrufen. Erst Weihnachten 1778 wurde ein zufriedenstellender Text erstellt, den der Papst den Kardinälen übermitteln konnte. Febronius machte dies den Gläubigen des Bistums Trier bekannt. draußen sein Justini Febronii Jcti. Kommentar in Suam Retractationem Pio VI. Pont. max. Kalender Nov. anni 1778 (Frankfurt, 1781; Deutsche Übersetzung, Augsburg, 1781), und aus seiner späteren Haltung war klar, dass der Widerruf weder aufrichtig noch aufrichtig war.
Befürworter
Rückzug oder nicht, die Ideen von Febronius waren erfolgreich. Die katholischen Herrscher in Frankreich, Deutschland, Österreich-Ungarn, den österreichischen Niederlanden, Portugal, Spanien, Venedig, der Toskana nahmen sie eifrig an sich.
Die Ideen von Febronius wurden von Theologen und Kanonisten weiterentwickelt, die eine nationale Kirche befürworteten. Unter ihnen:
- In Deutschland:
- Franz Anton Haubs, Professor in Trier, Themata ex historiâ ecclesiasticâ de hierarchiâ sacrâ primorum V sæculorum, Trier, 1786
- Gleich, Systema primævum de potestate episcopali ejusque applicatio ad episcopalia quædam jura in specie punctationibus I. II. und IV. Kongress Emsani-Ausstellung, Trier, 1788
- Wilhelm Joseph Castello, Dissertatio historica de variis causis, queisccidentalis Romani Pontificis potestas sukzessive ampliata fuit, Trier, 1788.
- In Österreich, wo Joseph II. Febronius' Ideen einer Nationalkirche in die Tat umsetzte:
- Paul Joseph von Riegger, Institutiones juris ecclesiastici, 4 Bde., Wien, 1768-72; oft nachgedruckt,
- ähm, Prælectiones in jus ecclesiasticum universe,
- Johann Valentin Eibel, Introductio in jus ecclesiasticum Catholicorum, 4 Bde., Wien, 1777 (auf der Kartei 1784).
Auch an der Universität Leuven fand Febronius Unterstützer für seine Abschlussarbeiten.
Kritik
Die Schriften von Febronius führten zu vielen kritischen Veröffentlichungen und Widerlegungen, wie zum Beispiel:
- Das Judicium academicum von der Universität zu Köln (1765),
- Ballerinas, De vi ac ratione primatus Romanorum Pontificum et de ipsorum infallibilitate in definiendis controversiis fidei, Verona, 1766
- Gleich, Die kirchliche Potestate â Summorum Pontificum et Conciliorum generalium liber, una cum vindiciis auctoritatis pontificiæ contra opus Just. Febronii, Verona, 1768, Augsburg, 1770
- Zaccaria, Antifebronio, ossia apologia polemicostorica del primato del papa, contra la dannata Opera di Giust. febronio, 2 Bde., Pesaro, 1767; 2. Aufl., 4 Bde., Cesena, 1768-70; Deutsche Übersetzung, Reichenberger, Augsburg, 1768
- Gleich, Antifebronius vindicatus, 4 Bde., Cesena, 1771-2
- Gleich, Im tertium Justini Febronii tomum animadversiones Romano-catholicææ, Rom, 1774
- Mamachi, Epistol ad Just. Febronium de ratione regendæ christianæ reipublicæ deque legitimâ Romani Pontificis potestate, 3 Bde., Rom, 1776-78
Es gab auch Widerlegungen aus protestantischer Seite, die vor allem betonten, dass eine Einschränkung der päpstlichen Macht nicht sofort zur Wiedervereinigung der Kirchen führen würde, weil andere Gründe die Trennung bewirkt hätten. Unter ihnen:
- Karl Friedrich Bahrdt, Dissertatio de eo, an fieri possit, ut sublato Pontificio imperio reconcilientur Dissidentes in religione Christiani, Leipzig, 1763
- Johann Friedrich Bahrdt, Die Romanâ Ecclesiâ Unversöhnlichkeiten, Leipzig, 1767
- Karl Gottl. Hoffmann, Programm setzt die Prüfung regulæ exegeticæ ex Vincentio Lerinensi in Febronio repetitio fort, Wittenberg, 1768.
Veröffentlichungen
- Decas legum illustrium (...), Trier, 1736
- Historia trevirensis diplomatica et pragmatica (...), Trier, 1750
- Justini Febronii, juris consulti, De Statu Ecclesiae et Legitima Potestate Romani Pontificis (...), Bouillon, 1763
- Justini Febronii, juris consulti, Commentarius in suam retractationem Pio VI, pontifex maximus, submissam, Frankfurt, 1781
- Justin Febronius abbreviatus et emendatus, Köln und Frankfurt, 1777
Literatur
- Otto MEJER, Febronius, Weihbischof Johann Nicolaus von Hontheim und signalisieren Widerruf, Tübingen, 1880
- KÜNTZIGER, Fébronius et le Fébronianism, in: Mémoires couronnés et autres mémoires publiés par l'Académie Royale des sciences, des lettres et des beaux-arts de Belgique, Bd. XLIV, Brüssel, 1891.