WikiDer > Gruppenbeleidigung
Das Beleidigung einer Gruppe von Menschen Gruppenbeleidigung erwähnt. Gruppenverleumdung kann in einigen Rechtsordnungen strafbar sein, kann aber auch nur eine allgemeine Bezeichnung sein. Was genau mit Gruppenbeleidigung gemeint ist, ist stark kulturell abhängig.
Beleidigung einer kriminellen Gruppe
Laut Janssens und Nieuwenhuis gibt es in mehreren Ländern Strafbestimmungen, die die „Erzeugung von Feindschaft“ oder „Anstiftung zu Zwietracht zwischen Gruppen“ kriminalisieren.[1] Beispiele sind die Gruppenbeleidigung in den Niederlanden, Kollektivpolitik in Deutschland und Gruppenlibelle in einigen angelsächsischen Rechtsordnungen.
Deutschland
In Deutschland ist die Kollektivpolitik unter der allgemeinen Strafbarkeit wegen Beleidigung nach § 185 StGB.[2]Kollektive Richtlinie ist strafbar, wenn der Täter seine Beleidigung gegen einen klar definierten Personenkreis richtet. Es reicht nicht aus, nur eine allgemeine Gruppe (zB „die Polizei“) zu beleidigen. Es muss sich um eine überschaubare Gruppe handeln, die spezifische Merkmale aufweist, die sie deutlich von der allgemeinen Gruppe (zB „Polizei Frankfurt“) unterscheiden.[3]
Die Niederlande
In den Niederlanden ist es strafbar nach Artikel 137c Strafrecht eine Gruppe öffentlich, schriftlich oder bildlich zu beleidigen, basierend auf bestimmten Gruppenmerkmalen. Die Gruppenmerkmale sind im Gesetz ausführlich beschrieben und umfassen Rasse, Religion, Weltanschauung, heterosexuelle oder homosexuelle Orientierung, körperliche, psychische oder geistige Behinderung. Es reicht nicht aus, nur das Merkmal (zB Religion) für die Kriminalität zu beleidigen. Nur die Beleidigung einer Gruppe wegen eines der Merkmale ist strafbar.[4]
Vereinigte Staaten
In den Vereinigten Staaten haben einige Gerichtsbarkeiten strafrechtliche Sanktionen für Gruppenlibelle. Im Beauharnais gegen Illinois[5] dachte ich mir Bundesgericht die Kriminalisierung von Gruppenlibelle im Illinois nicht verfassungswidrig. Es dachte, dass Verleumdung als solche gegen eine Person gerichtet war nach Gewohnheitsrecht. Eine solche Verleumdung war daher von der Verfassung nicht als Meinungsfreiheit geschützt. Das Gericht entschied dann, dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass sie die Verleumdung einer Gruppe nicht kriminalisieren könnten, da Staaten die Verleumdung einer Person kriminalisieren könnten.
obwohl Beauharnais nie ausdrücklich widerrufen wurde, gilt dies als kein gültiges Recht mehr. In vielen Folgeurteilen hat der Bundesgerichtshof die Meinungsfreiheit weiter ausgeweitet, sodass es gegebenenfalls auch zu Verleumdungen kommt (Times gegen Sullivan)[6] und zu Gewalt aufstacheln (Brandenburg gegen Ohio)[7] fällt unter.[8]
Verweise
- ↑A.L.J. Janssens und A. J. Nieuwenhuis, Manifest, Deventer: Kluwer 2008, p. 147.
- ↑Deutscher Text § 185 StGB: „Die Police ist hinsichtlich der Freizeit hinsichtlich der Bestrafung des Geldes und der Verwendung der Police bis zum Ende der Tätlichkeit, mit der Freiheit, bis zu zwei Jahre zu zahlen oder der Bestrafung das Geld."
- ↑J. Wessels und M. Hettingen, Strafrecht besonderer Teil 1. Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte, C. F. Müller 2014, S. 156.
- ↑AGB Strafrecht, Kommentar zu Art. 137c Sr; Noyon/Langemeijer & Remmelink, Kommentar zu Artikel 137c Sr.
- ↑Beauharnais gegen Illinois 343 US 250 (1952).
- ↑New York Times Co. v. Sullivan 376 USA 254 (1964).
- ↑Brandenburg gegen Ohio 395 USA 444 (1969).
- ↑Beauhairnais gegen Illinois', Globale Meinungsfreiheit der Columbia University.