WikiDer > Helmut Salden
Helmut Salden (Essen (Deutschland), 20. Februar1910 – Amsterdam, 2. Januar1996) war ein deutsch-niederländischer Schrift- und Buchgestalter.
Lebenszyklus
Er floh als Kriegsdienstverweigerer aus Deutschland. Im Studienjahr 1938-1939 besuchte er den Studiengang Werbedesign an der Königliche Akademie der Künste zu Den Haag angemeldet. Nach dem Krieg, den er teilweise in Lagern verbrachte, ließ er sich endgültig in den Niederlanden nieder. Er konzentrierte sich auf die Gestaltung von Büchern. Für die Verlage H. P. Leopold, das Hollandia Druckerei und em. Querido er designte Bindungen 1939 und 1940.
Obwohl Salden am Folkwang-Gymnasium im Essen ein Mitarbeiter des bekannten Modernisten Max Burchartz war, begann er, in eine eher klassische Richtung zu arbeiten. Sein Name ist besonders verbunden mit dem von G. A. aus Oorschot. Im Auftrag dieses Amsterdamer Verlegers entwarf er die Russische Bibliothek und viele gesammelte Werke. Saldens Stärke lag vor allem in seinen gezeichneten Schriftzügen, die er oft auf Einbänden aufbrachte. Einer der berühmtesten Schutzumschläge, die er entworfen hat, ist der für Das Hinterhaus von Anne Frank (1947). Ein Design, das er für a Blockbuchstaben wurde nie in Produktion genommen.
Salden erhielt mehrere Auszeichnungen. Zum Ende seiner Karriere erhielt er 1994 den Oeuvre-Preis der Fonds für bildende Kunst, Design und Architektur ausgezeichnet. Aus dem Jurybericht: „Mit dem Oeuvre-Preis möchte das Gremium noch einmal auf die außergewöhnliche Bedeutung seines gesamten Oeuvres aufmerksam machen. Sein Werk hat das Gesicht des niederländischen Buches bestimmt und bestimmt es noch immer weitgehend.' Nach Saldens Tod veröffentlichte seine Lebensgefährtin Katja Vranken ein umfangreiches Monographie über seine Arbeit, die nach Saldens Wunsch gestaltet wurde von Harry N. Sierman. Sein Archiv befindet sich im Museum des Buches.
Veröffentlichungen
- Tag am Meer, 1995
- ... und soviel Gramm Wurst, 1992
- Die Feuerprobe, 1991
- der pinkeln, 1988
- Durch dunkle Täler: Psalm 23, 1986
- Zwischenspiel, 1985
Literatur
- Katja Vranken [et al.], Helmut Salden: Schriftgestalter und Buchhalter (2003)
- Mathieu Lommen, 'Helmut Salden und sein Kunde Geert van Oorschot: "auf deinen Rücken typografischen Beinen".' Im: ZL: Literaturhistorische Zeitschrift, 4 (2004-2005), ep. 2 (Feb. 2005), S. . 190–203.