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Herman Middendorp | ||||
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Middendorp um 1910 | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Schaden Middendorp | |||
| Geboren | 2. September 1888 | |||
| Geburtsort | wolfga | |||
| Verstorben | 12. März 1941 | |||
| Ort des Todes | Den Haag | |||
| Land | Die Niederlande | |||
| Beruf | Lehrer, Autor | |||
| dbnl-Profil | ||||
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Harm (Herman) Middendorp (wolfga, 2. September1888 – Den Haag, 12. März1941) war ein NiederländischAutor und Lehrer.
Leben und Arbeiten
Herman Middendorp schrieb schon in jungen Jahren Gedichte unter dem Einfluss der achtziger Jahre. Er debütierte 1910 mit 'Verzen' in Der Führer; seine erste Buchveröffentlichung war Via Dolorosa, ein Gedicht in drei Liedern.[1] 1918 wurde eine Sammlung von Versen unter dem Titel Flammen, 1919 folgte das Drama Mara. Dieses Theaterstück in Versform wurde aufgeführt von Die Bühne und hatte mehrere Auftritte. 1925 wurden zwei Theaterstücke aufgeführt: Das unbekannte Land und Das ewige Baby, beide bei Het Schouwtooneel (Amsterdam).
Middendorp erlangte aufgrund seiner Romane und Detektivgeschichten. Sein Debüt als Romanautor gab er 1916 mit Das schöne Geheimnis, das zuerst in De Gids erschien und später in Buchform nachgedruckt wurde. Mehrere Romane folgten, einige Detektive wurden in den 1920er Jahren ins Deutsche übersetzt. Middendorps Kriminalroman wurde 1935 veröffentlicht Der Mord in der Rheinbar, in die autobiografische Elemente einfließen. Herman Middendorp war ein Epigone des Kriminalautors Ivans (Pseudonym für Dr. Jacob van Schevichaven), die sich darauf stützte Arthur Conan Doyle mit seinem Holmes/Dr. Watson. Das war in Middendorp: Henry Crampton/Dr. Edward van Buuren. Sein anderer Held war der Amsterdamer Detektiv Bram Korff, bekannt aus Der Mord in der Rheinbar.
Middendorp schrieb kritische Beiträge in einer Reihe von Zeitschriften. Er stellte in den 1930er Jahren auch Schulbücher, meist zusammen mit anderen, zur Verfügung, darunter Das Wort und seine Bedeutung (1931-1935), Aus Vondels satirischen Gedichten (1933) und Geschichten aus der Bibel (1937). Er hat das Buch auch übersetzt Mädchen wohin? von Victoria Wolf (Mädchen wohin? ab 1935). Briefe von ihm sind im Literaturmuseum (Den Haag), der Koninklijke Bibliotheek (Den Haag), der Universität Amsterdam (UB) und der Universität Leiden (UB) ausgestellt.
Middendorp pflegte Kontakte zu Schriftstellern wie Willem Kloos (angehängt an Der neue Leitfaden), Frederik van Eeden und Jan Greshoff. Er war mit der Kinderbuchautorin befreundet Charles Krienen, sein Buch André der Exzentriker (1933) gab er ein Vorwort.
Nach langer Krankheit starb Middendorp am 12. März 1941 in den Niederlanden Krankenhaus des Roten Kreuzes in Den Haag, im Alter von 52 Jahren. Er unterrichtete Niederländisch an der "Derde Drie", der dritten dreijährigen HBS, Polderweg 10 in Amsterdam. Anlässlich seines Todes schrieb es Allgemeine Fachzeitschrift am 13. März 1941: „Herman Middendorp schrieb einen sorgfältigen, nachdenklichen Stil, der jede Wirkung vermied. Das Vaterland vom 13. März 1941 berichtet: "Seine Romane waren alle flüssig geschrieben, alle lesbar, aber keiner von ihnen zeigte ein echtes episches Talent. Middendorp war daher durchaus lyrischer Natur. Seine Figuren drückten seine eigenen Gefühle und Stimmungen aus. Aber er konnte schreiben und auch sagen." Middendorp wurde am Freitag, 14. März 1941 in der eingeäschert Krematorium Velsen.[2]
Middendorp war dreimal verheiratet. Mit seiner ersten Frau Paulina Nennstiehl – die er 1915 heiratete – bildete er von 1914-1916 die Redaktion der Zeitschrift Die Frau im XX. Jahrhundert.[3][4] Nach ihrer Scheidung heiratete er 1924 erneut Aaltje Lambert.[5] Nachdem auch diese Ehe geschieden wurde, heiratete er 1935 wieder Tonny de Leers.[6]
Literaturverzeichnis
Romane
- Das schöne Geheimnis (1916) Van Holkema & Warendorf, Amsterdam
- Die Kehle des Blutes (1916) P.N. van Kampen & Son, Amsterdam
- Der Wischkörper (1917) P.N. van Kampen & Son, Amsterdam
- Arent van Wijck (1918) Em. Querido, Amsterdam
- Das schwarze Fenster (1923) Adi-Poestaka, Den Haag [im Letterkundig Museum (Den Haag): Anmerkung von Middendorp dazu; 1918-1919]
- Jugendsünde (1924) De Wereldpost, Amsterdam
- Im Sumpf (1928) Allert de Lange, Amsterdam
- Bengalischer Brand (1929) Leopold, Amsterdam
- Die stille Figur (1930) Nederlandsche Keurboekerij, Amsterdam
- Der zurückweichende Horizont (1937) Nederlandsche Keurboekerij, Amsterdam
Kriminalromane
- Das Geheimnis Kubas: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1922
- Der grüne Kreis: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1921
- Die Juwelen von Lombok: S.L. van Looy, Amsterdam, 1927
- Umkleidekabine Nr. 14: Allert de Lange, Amsterdam, 1932
- Die Kehle des Blutes: P.N. van Kampen & Sohn, Amsterdam, 1916
- Das Verbrechen am Roten Tor: Jacob van Campen, Amsterdam, 1924
- Der Mord in der Rijnbar: Allert de Lange, Amsterdam, 1935
- Das Geheimnis des gelben Umschlags: Sijthoff, Amsterdam, 1938
- Das Geheimnis der Hohlen Straße: Prometheus, Amsterdam, 1926
- Das Geheimnis des Mont St-Jacques: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1921
- Sechzig Millionen: Allert de Lange, Amsterdam, 1926
- Der Opium-Trust: Allert de Lange, Amsterdam, 1933
- Zehn Diamanten: Jacob van Campen, Amsterdam, 1924/1925
- Der Schatten von Capoulet: Nederlandsche Keurboekerij, Amsterdam, 1936
- Das Schloss auf der Amblève: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1923
- Das spanische Gold: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1922
- Das Spiel mit dem Tod: Vara, Rotterdam, 1930
- Das Geisterhaus in der Vendée: Allert de Lange, Amsterdam, 1931
- Die fehlenden Dokumente: Nijgh & Van Ditmar, Rotterdam, 1923
- Das Verschwinden von Herrn Perdrix: Allert de Lange, Amsterdam, 1928
Detektivgeschichten ins Deutsche übersetzt
- Das Geheimnis von Cuba: A.M. van den Broecke, Meißen, 1928
- Der Gespensterbrunnen: J. Singer, Leipzig, 1924 und J. Singer, Berlin, 1928
- Das spanische Gold: J. Singer, Leipzig, 1926 und J. Singer, Berlin, 1928
- Um sechzig Millionen (auf sechzig Millionen): A.M. van den Broecke, Meißen, 1928
- Die verschwundenen Dokumente: J. Singer, Berlin, 1929
Theaterstücke
- Clarinde: Ein Spiel in 5 Akten (Serie: Der neue Leitfaden; Band 302) [Middendorp, Herm./'s-Gravenhage, 1915]
- [Teil eins], Mara. Spiel in drei Akten und einem Prolog von Herman Middendorp: in Onze Eeuw; Band 19 (1919) [1. Auflage: Dixon, Apeldoorn, 1919, 2. Auflage: Dixon, Apeldoorn, 1924, 3. Auflage: Sijthoff, Amsterdam, 1929] [in der belgischen Stadt Gent das Stück wurde bei den städtischen Festlichkeiten von De Gezellen vans Gravensteen aufgeführt; ein Plakat erschien: publ. Gent: Hussein (Datum?)]
- Das ewige Baby (1925) [lustiges Spiel in drei Akten] [Datierung: Performance von Schouwtooneel, Amsterdam]
- Das unbekannte Land (1925) [Datierung: Performance von Schouwtooneel, Amsterdam]
Gedichte
- Verse: im Führer; Band 74 (1910)
- Verse: im Führer; Jahr 75 (1911)
- Verse von Herman Middendorp: In unserem Jahrhundert; Band 11 (1911)
- Verse für Mutter von Herman Middendorp: In Our Century; Band 12 (1912)
- Deus Romae: im Führer; Band 77 (1913)
- Lieder von Beatrijs: in Dietsche Warande und Belfort; Jahrgang 1913 (1913)
- Verse von Herman Middendorp: in Our Century; Band 13 (1913)
- Via Dolorosa. Ein Gedicht in drei Liedern. Von Herman Middendorp: in unserem Jahrhundert; Band 13 (1913)
- Verse von Herman Middendorp: in Our Century; Band 14 (1914)
- Verse von Herman Middendorp: in Our Century; Band 15 (1915)
- Schatten der Liebe: in The Guide; Band 81 (1917)
- Flames (Gedichtesammlung: Dixon & Co., Apeldoorn, 1918)
- September von Herman Middendorp: in Our Century; Band 20 (1920)
- Verse von Herman Middendorp: In unserem Jahrhundert; Band 20 (1920)
- Jacqueline van der Waals†von Herman Middendorp: in Our Century; Band 23 (1923)
- Verse von Herman Middendorp: In unserem Jahrhundert; Band 23 (1923)
- Mara (Dixon & Co, Apeldoorn 1924)
- [Verse], 1930: im Literaturmuseum in Den Haag
- Herman Middendorp: Nach links zielen (1932-1933)
- Spiegel der niederländischen Poesie durch alle Zeitalter, Dl.2: 1900-1940 (mit Gedichten von Herman Middendorp in dieser Anthologie: Meulenhoff, Amsterdam, 1953)
Quellen
Zeitungen
Nüsse
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