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Herman Milikowski

Herman Philip Milikowski (Den Haag, 3. März1909 - Zaandam, 10. November1989)[1] war ein NiederländischSoziologe der unter anderem für seine Dissertation bekannt ist Lob der Fehlanpassung.

Leben und Arbeiten

Milikowski, Sohn des streng jüdisch-orthodoxen polnisch-russischen Ehepaares Levie Milikowski und Rachel Friedman, studierte für Rabbi. Nach zwei Jahren Haft in DeutscheKonzentrationslager, er entschied sich für ein Studium Soziographie im Amsterdam. Dort promovierte er 1961 mit einer Arbeit über die Bekämpfung von Unhöflichkeit. Anfangs wurde seine Arbeit wenig gewürdigt, aber nach einigen Jahren änderten seine Ansichten die Sichtweise der Sozialarbeiter auf unsoziales Verhalten. Seine Dissertation lebte unter dem Titel Lob der Fehlanpassung die zehnte Auflage 1977. Milikowski argumentierte in seiner Arbeit, dass nicht die unsozialen, sondern die sozialen Faktoren, die Insozialität verursachen, wie schlechte Wohnverhältnisse und soziokulturelle Deprivation, bekämpft werden sollten. Seine Arbeit hatte großen Einfluss auf die Ausbildung von Sozialarbeiter auf der Sozialakademien.[2][3]

Milikowski hat in den 1960er Jahren auch zum Problem der unverheirateten Mütter veröffentlicht 20. Jahrhundert. Er wandte sich gegen die Diskriminierung dieser Gruppe und plädierte für bessere Einrichtungen.[2]

Milikowski heiratete 1942 Roza Elburg. 1943 wurde ihr Sohn Rob Milikowski geboren. Roza Elburg überlebte den Krieg nicht.[4] Milikowski heiratete den bildenden Künstler 1947 Rick de Raat.[5] Ihr Sohn, Jahrgang 1947, ist Fotograf und Grafiker Efraim Milikowski. Milikowski starb am 10. November 1989 in Zaandam. Er wurde am 15. November 1989 eingeäschert Driehuis-Westerveld.[1]

Literaturverzeichnis

  • Lob der Fehlanpassung: eine Studie über soziale Anpassung, Nichtanpassung, Insozialität 10. Auflage 1977, Hrsg. Boom, Meppel, ISBN 90-6009-329-1 (zuvor erschienen 1961 als Dissertation von Van Loghum Slaterus, Arnhem unter dem Titel Soziale Anpassung, Nichtanpassung, Insozialität: auch ein Beitrag zur Diskussion um Problemfamilien)
  • Soziologie als Widerstand: zu KZ-Syndrom, familiären Problemen, sozialen und sexuellen Beziehungen und Aggression 1973, Hrsg. Van Gennep, Amsterdam, ISBN 90-6012-158-9
  • Von der Wohnungsnot zur Sozialsanierung: Praxisleitfaden als Ergebnis einer soziographischen Nachbarschaftsumfrage in Leiden 1956, Hrsg. Van Gorcum, Assen