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Ibeji
Ibeji-Figuren
weiblich

Ibejic sind Statuen des Volkes Yoruba. In der Sprache Yoruba bedeutet das Wort Zwillinge: ibi = geboren, eji = zwei. Dies sind Holzfiguren von 15 bis 25 cm Höhe.

Das Yoruba sind eine wichtige ethnische Gruppe in Afrika. In ihrer Kultur sind Zwillinge wichtig. In ihrer Religion gibt es Zwillingsgötter Orisha Ibeji.

eineiige Zwillinge treten bei 4 von 1000 Geburten auf. Die Anzahl der zweieiige Zwillinge ist in Afrika höher als anderswo und am höchsten in der Yaruba in Nigeria bei 45 pro 1000 Geburten. Die Stadt igboora kommt sogar auf 150 Zwillinge pro 1000 Geburten.

Wenn Zwillinge geboren werden, besuchen die Eltern a babalawo. Der Erstgeborene erhält den Namen Taiyewo, Tayewo, Taiwo, Taiye oder Taye, was so viel bedeutet wie der Erste, der die Welt sieht. Der zweite heißt Kehinde, der letzte, der kommt. Ein Kind, das nach Zwillingen kommt, heißt Idowu. Das Kind danach heißt Alaba. Als nächstes kommen Oni und Ola oder Idogbe.

Laut den Yoruba schickt Kehinde Taiyewo, um zu sehen, wie das Leben auf der Erde ist und um zu sagen, ob es gut ist. Taiyewo kommuniziert mit Kehinde durch seine Art zu weinen. Taiyewo gilt als ruhig, ruhig und introvertiert. Kehinde gilt als extrovertiert.

In der Tradition der Yoruba ist jeder Mensch eine Seele in der Linie der Ahnen. Zwillinge teilen die gleiche Seele.

Die Kindersterblichkeit ist in Afrika hoch. Wenn einer von ihnen stirbt, wenn ein Priester einen Holzschnitzer und bestellt eine Ibeji-Figur, die das tote Kind darstellen soll. Wenn beide Zwillinge sterben, werden zwei Ibeji-Figuren hergestellt.

Die Oberfläche der Figur hat eine glatte Oberfläche. Das Kind wird als Erwachsener dargestellt, was in der afrikanischen bildenden Kunst üblich ist. Nur das Geschlecht und eventuelle Narben sind auf der Figur originalgetreu wiedergegeben. Die weiblichen Figuren bekommen volle Brüste. Der Kopf ist so groß wie ein Drittel der Figur. Der Kopf ist mit dem Schicksal verbunden.

Die Eltern behandeln die Figur wie ihr Kind. Es wird gebadet, angezogen und gefüttert. Die Mutter hält die Figur in ihrem Bett und reibt sie mit Redwood-Pulver ein und streichelt sie liebevoll. Bei Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten werden Rituale durchgeführt und Gebete vor der Statue gesprochen.

Bücher

  • Bruno Claessens, "Honorary Ibeji: African Twin Statues", Delft 2013, ISBN 9789038922027
  • Fausto Polo, "Enzyklopädie der Ibeji", Ibeji-Kunst, 2008, ISBN 9781606438145