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Jan Fortuijn
Bild von Johan Braakensiek von 1894, um die Spaltung innerhalb der Sozialdemokratie zu veranschaulichen. Links im Vordergrund mit Hut Jan Fortuijn, rechts Domela Nieuwenhuis.

Jan Antoon (Jan) Fortuijn (ebenfalls Fortuyn) (Amsterdam, 3. September1855Castricum, 9. Oktober1940) war ein Niederländischsozialistisch und Freidenker. Er war einer der Gründer der SDAP.

Leben und Arbeiten

Fortuijn wurde 1855 als Sohn des Maurers Jan Fortuijn und Antoinetta Frederica Petronella van der Huur geboren. Da sein Vater in der Arbeiterbewegung aktiv war, kam Fortuijn von zu Hause aus mit dem Sozialismus in Kontakt. Er schloss sich dem an Sozialdemokratische Vereinigung und bei der Sozialdemokratische Union von Domela Nieuwenhuis. Er engagierte sich auch in Dämmerung, die Vereinigung der Freidenker. Während der Aalaufstand er wurde als Aktivist festgenommen und zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, eine Strafe, die schließlich von den Behörden aufgehoben wurde Hoher rat.

Er entfernte sich von den Ansichten von Domela Nieuwenhuis. 1894 war er einer der zwölf Apostel, die als Begründer der SDAP gelten. Danach spielte er auf nationaler Ebene innerhalb der SDAP keine herausragende Rolle, blieb aber in seiner Heimatstadt Amsterdam aktiv. Er war kurzzeitig Direktor von Die Menschen. Außerdem war er viele Jahre als Verleger und Buchhändler tätig. Er gab die Zeitschrift De Nieuwe Tijd heraus (mit ua Herman Gorter und Henriette Roland Holst als Redakteure) und war ab 1900 auch als Agent tätig.

Fortuijn war zweimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Trijntje Tolk im Jahr 1885 wurden drei Kinder geboren. Nach ihrem Tod 1920 heiratete er wenige Monate später Maria Johanna Elisabeth Mater, die er aus der Gewerkschaftsbewegung kannte. Von 1923 bis 1935 wurde er in der Provinzkrankenhaus Düne und Bosch in Castricum. Er starb im Oktober 1940 im Alter von 85 Jahren in seiner Heimatstadt Castricum.