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Jos Smos
Jos Smos, Porträt als „singender Stadtführer“

Jos Smos, echter Name Joseph Eduard Hermans, (Antwerpen, 1. März1948) ist ein belgischer Musiker und Komponist. Bekannt wurde er als Mitglied der Gruppe Katastrophe.

Jugend

Jos Smos wurde in Antwerpen geboren. Seine Jugend verbrachte er im Arbeiterviertel Seewinkel. 1960 zog seine Familie (zwei Eltern und eine Schwester) in die Antwerpse linke Bank. Jos hat von einem Freund gelernt, Gitarre zu spielen. Seine erste Gruppe hieß „Polhymnia“, eine kleine Künstlergruppe mit zwei Jungen und ihren jeweiligen Freundinnen. Nach der Trennung wurde die Folkgruppe 'Plunk Incorporated' mit drei Nachbarn und einem Schatz gegründet. Nach seinem Studium Psychologie zum Universität Gent Jos war eine Weile musikalisch inaktiv, bis er auf einer Kanutour Rob Stafford (später 'Rob de Snob') traf. Einige Jahre später bildete dieses Treffen die Grundlage für die Gruppe Katastroof.

Katastrophe

Katastroof entstand im Herbst 1977, als vier junge Männer ihre Köpfe für ein einmaliges Folk- und Kabarettprogramm zusammensteckten. Dank einiger erfolgreicher Auftritte blieben sie zusammen und wählten den Gruppennamen 'Katastroof'. Damals spielten sie bei Kneipentouren und nächtlichen Streifzügen im unterirdischen Antwerpen Volkslieder und Volkslieder für ein paar Pints. Schon bald stellten sie ein abendfüllendes Programm mit eigenen Liedern im Antwerpener Dialekt zusammen. Diese Mitsingen wurden vom Caféleben inspiriert, aber es gab auch Protestlieder, die sich hauptsächlich gegen Religion und Politik richteten. Der eigentliche Durchbruch gelang, als die Gruppe von einem Plattenproduzenten überredet wurde, das erste Album „Shit aan de Marble“ (1978) aufzunehmen. Trotz wenig oder gar keinem Airplay wurde Katastroof zu einem bekannten Namen. Zjuul Krapuul, Jos Smos, Rob de Snob und Jimmeke 't Slimmeke wurden zu 'berüchtigten Flämischen'.

Jos Smos ist für die meisten Kompositionen verantwortlich. Die bekanntesten Titel sind: 'Mit de Wijven nichts als letztes', 'Paterkesdans', 'Im Bett von Tant' Jeanine', 'Den Boom in', 'The Faith', aber auch Balladen wie 'Tristige Plant “ und „Weerzien“.

Von Antwerpen aus wurde die Gruppe zu einer festen Größe in Chiroräumen, Gemeindesälen und Festzelten in Flandern. Jimmeke hat es Ende des 20. Jahrhunderts verlassen. Eine Überarbeitung von Zuipe!, einem der ältesten Katastroof-Songs, erreichte im Mai 2000 den ersten Platz in den flämischen Top 10 und brachte die Gruppe erneut ins Rampenlicht.

2002 wurde der Keyboarder und Multiinstrumentalist 'Stef Bef' eingestellt. Ende 2005 entschied sich Rob de Snob, die Gruppe zu verlassen. Katastroof ist jetzt ein Trio (Zjuul Krapuul, Jos Smos und Stef Bef) und produziert weiterhin Alben. Bei einer Aufführung auf dem Grote Markt in Antwerpen anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums (27.05.2017) wurden 5000 Fans gezählt. Derzeit sind 28 Alben unter dem Gruppennamen 'Katastroof' erschienen.

Soloprojekte

Von allen Mitgliedern von Katastroof hatte 'Jos Smos' die meisten Soloprojekte. Neben gelegentlichen Formationen waren diese Sidesteps seit Jahren eine Konstante:

  • Die Booz-Brüder
  • Das belgische Bocque Octet Belge
  • Die Antwerp Downtown Jazzband
  • Dull Elend, Tränensäcke Puppenhaus
  • Das Kätzchen des Heiligen Andreas
  • Die Schavisen
  • Das Krisenorchester
  • De Pekelteef (als Komponist/Begleiter)
  • Der Singende Stadtführer

Diskografie

  • Jos Smos im kahlen Tierwald (1996)
  • Sorgen und andere Lumpen (1997)
  • Jos Smos über den Glauben (1999)
  • Jos Smos und der frische Strauß (2002)
  • Die Geschichten des singenden Stadtführers (2014)
  • Fatty Flesh Folk-Songs (2015)

Der Singende Stadtführer

(nur bei den Stadtrundgängen verfügbar)

  • Spaziergang 1 (2012)
  • Spaziergang 2 (2013)
  • Spaziergang 3 (2014)
  • Spaziergang 4 (2017)

Die Essenz wurde in „Jos Smos – Die Geschichten des singenden Stadtführers“ veröffentlicht.

Krisenorchester

  • Recycelte Likes (2001)
  • Zinnschaden (2007)

Die Sole Hündin

(mit Jos Smos als Komponist/Begleiter)

  • Männer sind Schweine (2001)

Bücher

  • Jos Smos: "Katastrophe, die Geschichte eines Antwerpener Phänomens", 2012, Herausgeber C. De Vries - Brouwers Antwerp - Rotterdam
  • Jos Smos: "Katastroof, All our liekes, from Farewell to Zuipe!", 2017, Herausgeber C. De Vries - Brouwers Antwerp - Rotterdam
  • Jos Hermans: "Reincarnation, my quest for Past Lives", 2019, Herausgeber C. De Vries - Brouwers Antwerp - Rotterdam

Privatleben

Jos ist verheiratet und hat 2 Kinder. Sein Sohn ist ebenfalls Musiker und hat mehrere Kollaborationen mit Katastroof oder Soloprojekten gemacht.

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