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Kamp Conrad
Camp Conrad
Camp Conrad (Niederlande)
Camp Conrad
Inbetriebnahme1929
Geschlossendie Sechziger
OrtRouveen
Verantwortliches LandNazi Deutschland
Die Niederlande
Koordinaten52° 38′ N, 06° 11′ O
Administratorwv
RvdW

Camp Conrad in der Nähe von Rouveen (Niederländische Provinz Overijssel) in der Nähe des Conrad-Kanals war ein Arbeitslager, das ursprünglich arbeitslose Männer in Flurbereinigungen beschäftigen sollte.

Beschäftigung

1929 wurden zwei Kasernen an der Westseite des Conrad-Kanals im Rahmen der Beschäftigung. Nachdem das Lager unter die Nationales Amt für Arbeitserweiterung gefallen war, wurde die Kaserne 1940 auf die Ostseite des Kanals verlegt. Von 1929 bis April 1942 fanden in diesem Lager Arbeitslose, die in der Flurbereinigung beschäftigt waren, Unterschlupf. Das Camp wurde von einem Koch/Verwalter geleitet. Er wurde von einem Koch und einer Hausangestellten unterstützt.

Camp-Layout

Der ehemalige Standort des Camps befindet sich heute am Klaas Kloosterweg West. Das Lager bestand aus vier Wohnbaracken mit je acht Zimmern mit sechs Schlafplätzen, einer Baracke mit Haus, Büro und Küche des Verwalters. Weiterhin eine Kantine, einige Toiletten, ein Lager und Waschräume. Insgesamt konnten 192 Arbeitslose im Lager bleiben.

Jüdische Zeit

Ab dem 25. April 1942 nutzten die deutschen Besatzer das Lager als vorübergehenden Puffer für Westerbork und Arbeitslose mussten jüdischen Männern weichen. Juden, hauptsächlich aus Amsterdam, aber auch raus Staphorst und meppel, wurde pflichtbeschäftigt und damit gleichzeitig von ihren Familien isoliert. Im Lager De Conrad lebten insgesamt 340 jüdische Männer. Sie mussten bei Staphorst eine Straße, den Afschutsweg und einen angrenzenden Graben bauen. Diese Straße wird in der Umgebung noch Jodenweg und der Graben Jodensloot genannt. Am 3. Oktober 1942 (Jom Kippur) wurden die Männer abgeschoben zu Westerbork. Von dort wurden sie nach Osteuropa geschickt Todeslager geschickt. Nur vier von ihnen überlebten den Krieg.

Spätere Kriegszeit

Nach Oktober 1942 erhielt das Lager Conrad verschiedene Bestimmungsorte. Zuerst kamen die Arbeitslosen raus Rotterdam Leben. Spätere Evakuierte aus Zierikzee. Vorüberziehende deutsche Soldaten nutzten das Lager eine Zeitlang als Kaserne. Im letzten Kriegsjahr gab es Evakuierte aus den Küstenprovinzen, die für die Aktivitäten rund um die Atlantikwall.

Nach dem Krieg

Nach dem Krieg wurde das Lager als Internierungslager für NS B'er. Anschließend wurde darin eine landwirtschaftliche Schule eingerichtet. Schließlich, in den Jahren 1952 - 1960, 180 aus Indonesien im Dienst evakuiertMolukkenKNILSoldaten lebten mit ihren Familien. Eine der Kasernen wird seit langem auch als Kirche genutzt. 2007 wurde die letzte Baracke des Lagers Conrad abgerissen.

Erinnerung

Anfang 2011 wurde an der Lommertstraat in Staphorst eine angebliche ehemalige Baracke des Lagers gefunden.[1]Ende August 2011 entpuppte sich die zuvor entdeckte Baracke als Managementbaracke eines Bauunternehmers beim Bau des A28.[2]Am 24. September 2011, am Standort des ehemaligen Lagers, a Terwoldse Der Künstler Ruud Schilder hat einen vier Meter hohen Gedenkstein für die Molukken enthüllt.[3]Bei dieser Gelegenheit wurde die Geertjan Lassche Dokumentarfilm gemacht Fremde und Bewohner[4] erstmals der Öffentlichkeit in Rouveen gezeigt. Der Film rief in Rouveen viele Erinnerungen wach. Der Macher des Dokumentarfilms wurde 2011 mit Die Fliese. (Niederländischer Preis für Journalismus)

Siehe auch

Literatur

  • Jüdische Lager - Van der Oord, Niek. 2003 Kochcamps
  • der alte Stepper; Mai 2005; 26. Band Nr. 2 Teil 2; ISSN1384-0770
  • Zwangsarbeit in Staphorst, jüdische Arbeitslager in Staphorst und Rouveen, Westhoff, G.J.; IJssel-Akademie Kampen, 2012