WikiDer > Ludo Simons

Ludo Simons
Ludo Simons

Ludo Simonsgeboren Louis, (Turnhout, 20. Juli1939) ist ein BelgierProfessor, Bibliothekar und Autor.

Lebenszyklus

Simons studierte Germanistik an der Katholische Universität Löwen und erwarb 1960 das Lizentiat. Er promovierte mit einer Arbeit über die niederdeutsche Literatur des 19. Jahrhunderts.

Er wurde Kurator des Archivs und Museums für das flämische Kulturleben, später umbenannt in Haus der Buchstaben, und Direktor der Stadtbibliothek Antwerpen. Anschließend war er Professor für Buch- und Bibliothekswissenschaften an der Universität Antwerpen und der Katholische Universität Löwen und Chefbibliothekar der UFSIA.

In diesen Positionen spielte er eine wichtige Rolle als kultureller Verbindungsmann zwischen Flandern und Die Niederlande, unter anderem bei den Generalkonferenzen der niederländischen Literatur und im in Niederländische Sprachunion.

Er war viele Jahre Redaktionssekretär des Magazins Dietsche Warande & Belfort, die von seinem Freund Professor geleitet wurde, Albert Westerlinck, und aus dem flämisch-niederländischen Magazin Unser Erbe.

Er war auch eng an der Fusion der drei Antwerpener Universitäten beteiligt, bis die Universität Antwerpen. Außerdem war er Vorsitzender des Lenkungsausschusses für den interuniversitären Aufbaustudiengang „Information and Library Science“.

Simons fungierte oft als Jurymitglied bei der Vergabe von Literaturpreisen, zum Beispiel dem Goldene Eule Literaturpreis (für Sachbücher). 1986 war er auch Mitglied der Jury für die Preis der niederländischen Literatur, die verliehen wurde an Hugo Claus für sein gesamtes Werk. 2005 war er Teil der part Internationales Bewertungskomitee die einen Bericht über die Koninklijke Bibliotheek in Den Haag gemacht hat.

2004 wurde er emeritiert.

Er ist der Sohn von Joseph Simons und ist verheiratet mit Leentje Vandemeulebroecke, einer flämischen Dichterin unter dem Pseudonym Jo Gisekin.

Simons ist Mitglied der Königlich Flämische Akademie von Belgien für Wissenschaften und Künste. Er war Mitglied des Beirats der Enzyklopädie der Flämischen Bewegung (1973-1975) und für die Neue Enzyklopädie der flämischen Bewegung (1998).

Veröffentlichungen

Zu den wichtigsten Werken von Simons gehörenː

  • Geschichte des Verlagswesens in Flandern (Bd. 1: 1984, Vol. 2: 1987) und die überarbeitete zweite Auflage,
  • Das Buch in Flandern seit 1800. Eine Kulturgeschichte, Lannoo, Tielt, 2013,

und das ebenfalls zweiteilige

  • Flämische und niederdeutsche Literatur im 19. Jahrhundert, Königliche Akademie für Niederländische Sprache und Literatur, Gent, 1982.

Außerdem auch:

  • Bevor Flandern untergeht, in: Wissenschaftliche Nachrichten, 1966.
  • Ost-Nordost. Facetten des Erscheinungsbildes der flämischen Sprache und Literatur, De Nederlandsche Boekhandel, Antwerpen, 1969.
  • Was ist die flämische Bewegung?, in: Het Pennnoen, 1974.
  • Kultur und Toleranz: Blaupause für praktische Toleranz, Lannoo, Tielt, 1976.
  • Von Dünkirchen bis Königsberg, Geschichte der Aldiet-Bewegung, Orbis und Orion, 1980.
  • Eine Nationalbibliothek für Flandern, Flämischer Verband für Bibliothek, Archiv und Dokumentation , 1984.
  • Die Schlucht zwischen Essen und Roosendaal, Kritak, Löwen, 1990.
  • Ein Grab in Westende. Literaturhistorische Peripherie, Pelckmans, Kapellen, 1993.
  • Antwerpen-Den Haag Rückkehr. Überall in den Nationen, die durch dieselbe Sprache getrennt sind, Lannoo, Tielt, 1999.
  • Das Schicksal und das Unglück des Buchverlegens in Flandern, In: Lotte Hellinga ua (Hrsg.) The Bookshop of the World. Die Rolle der Niederlande im Buchhandel 1473-1941, ’t Goy-Houten, Hes & De Graaf, 2001.
  • Über die Nützlichkeit von Universitätsbibliotheken, UFSIA: Antwerpen, 2001.
  • Flämische Bewegung: Welche Zukunft?, Davidsfonds, Löwen, 2002.
  • Repository-Bibliotheken in Flandern. Ideen für eine entsprechende Politik, Brüssel: Kulturbiographie Flandern, 2005.
  • Über königliche und andere Bibliotheken: Das Buch als Erbe im 21. Jahrhundert, Amsterdam University Press, 2006.
  • Buchen! Über Bücher und Buchmenschen, Pelckmans Verlag, 2014.
  • Autobiographisches Literaturlexikon - Jotie T'Hooft, Godfried Bomans - Fabiola y Aragon - Albert Westerlinck, in: Säurefrei, Juni 2019.
  • Autobiographisches Literaturlexikon - Camille Huysmans - Anton van Dunkerque - Norbert (Max) Wildiers - Stijn Streuvels, in: Säurefrei, Dezember 2019.
  • Autobiographisches Literaturlexikon - Joris Diels - Günter Grass - Jozef van Mierlo - Aad Nuis- in: Säurefrei, Juni 2020.

Auszeichnungen

Er hat unter anderem zahlreiche Auszeichnungen erhalten

Literatur