WikiDer > Marta Heimeran
Marta Heimeran (Nürnberg, 2. Oktober1895 - Arlesheim, 2. Mai1965) gehörte zum Kreis der 45 Gründer von Die christliche Gemeinschaft und war eine von drei Frauen in dieser Partei. 1922 wurde sie a Priester und bekleidete dieses Amt bis zu ihrem Tod.
Biografie
Marta Heimeran wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Sie erschreckte ihren Vater, indem sie sich vom bürgerlichen Umfeld verabschiedete und am freien Leben der of teilnahm Wandervogel.
Im 1919 sie lernte Alfred Heidenreich kennen, den sie für Anthroposophie interessierte. Beide haben den ersten Theologenkurs Rudolf Steiners nicht gemacht, sie wollten nichts mit einer Kirche zu tun haben. Erst als andere begeistert von den Kursinhalten erzählten, nahmen sie am zweiten Kurs in Dornach teil. Sie waren so inspiriert, dass sie sich intensiv mit der Gründung der christlichen Gemeinschaft beschäftigten. Marta diente bei den ersten Ordinationsgottesdiensten in der Gründungswoche im Goetheanum und war 17. September1922 selbst von Emil Bock zum Priester geweiht.
Im Frühjahr 1923 gründete Alfred Heidenreich eine Gemeinde Frankfurt und bat sie, zu kommen und zu helfen. Sie arbeiteten zusammen, aber nicht ohne Spannungen. Alfred war Lenker (Gouverneur) und reiste deshalb viel. Heimeran leitete dann die Community alleine.
1929 stellte sich in England die Frage, die christliche Gemeinde aufzubauen. Marta und Alfred beschlossen zu heiraten und gingen gemeinsam nach London. Ihr Sohn wurde 1932 geboren. Mit Hilfe von Cecil Harwood übersetzten Alfred und Marta den Kulttext aus dem Deutsche zum Englisch. Schnell stellten sich dann englische Kandidaten für die Priesterweihe vor und die Bewegung breitete sich im ganzen Land aus.
1939 war die Familie wieder in Deutschland. Marta arbeitete an ihrem Buch „Von der Religion des kleinen Kindes“. Alfred wurde zu einem Vortrag in die Niederlande eingeladen. Dann kam der Krieg über sie. Alfred konnte mit dem letzten Boot nach England zurückkehren. Marta wurde von der Gestapo gezwungen, mit ihrem Sohn in Deutschland zu bleiben. Sie führte mit Eduard Lenz und Gerhard Klein die Stadtverwaltung Dresden bis zum Verbot der Christengemeinschaft am 9. Juni 1941. Es folgten harte Wochen im Frauengefängnis Dresden. Nach ihrer Entlassung kehrte sie nach Nürnberg zurück und musste in den Kriegsjahren mit Übersetzungen ihren Lebensunterhalt bestreiten, da es nicht möglich war, ihren Priesterberuf in der Öffentlichkeit auszuüben.
Aufgrund der erzwungenen Scheidung trennten sich Marta und Alfred, die Ehe wurde jedoch nie aufgelöst. Eine Rückkehr nach England kam jedoch nicht in Frage, obwohl Marta regelmäßig an Sitzungen der englischen Synode teilnahm.
Nach Kriegsende trug sie zum Wiederaufbau der christlichen Gemeinde in Deutschland bei und baute 20 Jahre lang eine große Gemeinde in Tübingen auf, in der sich Jung und Alt wohlfühlten.
1963 wurde sie zum Lenker ernannt. Zu Ostern 1965 feierte sie zum letzten Mal den öffentlichen Ordinationsgottesdienst, nach einem Schlaganfall starb sie am 2.