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Merklap
Mustermuster gestickt von Dirkje Termaaten in Leusden im Jahre 1894 (13 Jahre alt)

EIN Sampler ist ein Stickerei die oft als Test der eigenen Fähigkeiten in der Handarbeit. Der Sampler besteht in der Regel aus einem Stück Stoff, auf dem alles bestickt werden kann, wie Figuren, die Alphabet, Motive oder Dekorationen. Es hat normalerweise keinen Hintergrund.

Geschichte

Mustertuch aus Wollmusselin, Amsterdam 1698
Mustertuch mit Seidenstickerei von Gooitie Cornelis, Hindeloopen 1701
Mustermuster bestickt von A.M. Mittagessen in Brüssel um 1870-1880

Die Kunst des Stickens gibt es schon lange vor unserer Zeitrechnung. Es hat seinen Ursprung im Osten, wo zum Beispiel im Antikes Ägypten und Babylonien bereits sehr hochwertige Stickereien produziert. Im Westeuropa habe die Stickerei in der Mittelalter einen enormen Schub durch die hohe Nachfrage nach Stickereien aus dem Kirche. Geistliche trugen zu dieser Zeit oft ein schmales Band mit allerlei gestickten Figuren über ihrer Kleidung, genannt Kölner Borten. Die Figuren (Eichen, Gänseblümchen etc.) auf diesem Kölner Borten ähneln stark den Figuren auf den späteren Samplern. Die Kölner Borten gelten daher auch als Vorläufer der Figuren auf Samplern.

In dem Spätmittelalter waren da getrennt Gilden für Stickerei gegründet. In dem Nördliche Niederlande gab es sie zum Beispiel? Lukasgilde, kombiniert mit Malerei und Skulptur. Obwohl Frauen schon immer gestickt haben, waren die wirklichen Stickerinnen in diesen Gilden oft Männer. Sie zeichneten die zu stickende Figur auf den Stoff, füllten die wichtigsten Stellen aus und ließen den Rest von den Schülern und Frauen ausfüllen. Obwohl das Gebiet sehr alt ist und die Menschen fast immer auf separaten Stoffstücken geübt haben, um das Handwerk zu erlernen, stammen die ältesten Stücke, die als Musterstücke bezeichnet werden, aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

In den Niederlanden wurden Mitte des 16. Jahrhunderts Haushaltstextilien als Erkennungszeichen weit verbreitet. Dieses Zeichen bestand oft aus den Initialen des Besitzers mit der Marke der Familie dazwischen. Eine Familienmarke war ein Symbol aus geraden Linien. Die Kennzeichnung von Heimtextilien und Bekleidung entwickelte sich schließlich zu einem echten Modephänomen. Die Mädchen aus einer Familie haben es gelernt Alphabet und andere Figuren zum Aufsticken auf separate Übungsaufnäher, damit sie beim Markieren von Stoffen helfen können. Diese Übungsstücke wurden dann Sampler genannt. Die älteste erhaltene niederländische Kopie stammt aus dem Jahr 1608.

Das Besticken von Samplern erfolgte oft mit Muster aus Musterbüchern. Das erste Musterheft ist das des Verlegers Johann Schönsperger aus dem Jahr 1523. In den Musterheften des 16. Jahrhunderts wurde dem Alphabet und anderen Stickmustern, wie Zierborten und Motive. Musterbücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert enthalten durchgehend Europa meist die gleichen Muster. Dadurch sind sich die Sampler aus verschiedenen Ländern der damaligen Zeit sehr ähnlich. Sie enthalten hauptsächlich das Alphabet, zusammen mit religiösen und moralischen Darstellungen. Einige der häufigsten Motive aus dieser Zeit sind Bäume des Lebens, Tiere, Blumen, Engel und menschliche Figuren.

Im 18. Jahrhundert sahen Mustermuster immer mehr wie Gemälde aus. Die dekorative Bordüre wurde immer wichtiger und der Grundriss symmetrisch angeordnet. Den Marken und dem Alphabet kam eine untergeordnete Rolle zu. Auch neue Motive erschienen, wie die Niederländischer Löwe im holländischen Garten, Greife, Orangenbäume und Laternen.

Im 19. und 20. Jahrhundert kamen andere, eher romantische Motive in Mode, wie Hunde und Katzen, Darstellungen von Häusern im Wald mit Hirschen im Vordergrund oder Darstellungen von Hirtenfiguren mit ihren Schafen. Auch der Boden, auf dem die Figuren saßen, wurde immer dargestellt. Auch die verwendeten Farben waren oft heller als zuvor. Wo Mustermuster immer mehr wie Gemälde aus dem 18. Jahrhundert aussahen, wurden sie im 19. Jahrhundert sogar regelmäßig als Gemälde aufgehängt.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Fokus auf die Bildung und damit auch auf die handwerkliche Bildung schärfer. Handarbeitsführer für Frauen von T. van den Berg-Stomp aus dem Jahr 1879 war das erste methodische Handbuch für die handwerkliche Ausbildung in den Niederlanden. Viele Handbücher folgten. Es wurde eine Methode entwickelt, bei der die Mädchen lernten, verschiedene Handwerke mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad herzustellen. Dazu gehörte auch der Sampler, oft in Form sogenannter Red School Patches.Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Widerstand gegen den Einsatz von Samplern. Man hatte das Gefühl, dass der Sampler die Kinder nicht genug zur Kreativität anregte und zu wenig Erfahrung in der Herstellung von Kleidung vermittelte. Die Sampler wurden jetzt wegen der vielen Fehler auf ihnen oft als "Brudderlaps" bezeichnet. Aufgrund der Kritik und der Ankunft der Nähmaschine der Sampler wurde immer seltener.

Arten von Probenehmern

Sampler von Marie Duby, 1886
Sampler von Louise Nulle um 1900
Sampler von 1899 mit Namen, Wohnort und Jahr von der elfjährigen Marie Van der Stock aus Schloss (in der Nähe von Antwerpen)

Designer unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild durch das, was sie darstellen und welchen Stil sie verwenden. Markenschläge lassen sich daher in folgende Typen einteilen:

Lettermark Clap

Der Buchstabenmarker ist eine Art Sampler, der fast ausschließlich in Friesland erstellt wurde. Der Buchstabenmarker zeichnet sich durch das Bild mehrerer Buchstaben und Alphabete aus, aber auch geometrisch Motive, reguläre Mustermotive und Untergründe. Der Grund ist ein langer Streifen am unteren Rand des Stückes, in dem allerlei kleine Geschichten mit kleinen Motiven dargestellt werden. Die Geschichten sind oft typisch für die Region, in der der Sampler hergestellt wurde. Die Ursprünge von Lettermarks sind so leicht nachzuvollziehen. Auch in Nordholland wurden regelmäßig Plots erstellt, diese sind jedoch kleiner und schildern unterschiedliche Geschichten.

Stoplap

Der Stopffleck ist eine Art Mustertuch, auf dem man nicht so sehr gestickt, sondern, wie das Wort schon sagt, gelernt hat, Stoffe zu stopfen und zu reparieren. Stoplaps kam ab dem Ende des 17. Jahrhunderts in Mode. Es gibt mehrere Stopptechniken, wobei die Schwierigkeit mit zunehmendem Alter und Erfahrung der Mädchen allmählich zunimmt. Nach 1880 wurde an beschädigten Nähflicken gestopft und das Stopfpflaster verlor seine Funktion.

Stickflecken

Die ersten Stickflecken wurden Mitte des 18. Jahrhunderts hergestellt. Nachdem Mädchen gelernt hatten, verschiedene Marken zu sticken und die Stopftechniken beherrschten, lernten sie, auf einzelne Teile zu sticken. Dabei übten sie sich mit Motiven, die sie später auf Schuhe und Taschen und ähnliches aufbrachten.

angeben

Das Prunkstück ist eine geordnete Zusammenstellung aller Arten von Samplern mit unterschiedlichen Handwerkstechniken darauf. Die Mustertücher wurden an einem größeren Tuch befestigt und durch Häkeleinsätze voneinander unterschieden. Die ersten Prunkstücke entstanden Ende des 18. Jahrhunderts. Vor allem im Süden der Niederlande und in Belgien wurden sehr lange Prunkstücke hergestellt. Hier wurden sie auch „Souvenirs de ma jeunesse“ genannt, auf Niederländisch „Erinnerungen an meine Jugend“. Von den erhaltenen Prunkstücken sind einige nach dem gleichen strengen Zeitplan angeordnet.

rote Schullap

Die roten Schulflicken sind die Flicken, die die Leute von den 1870er Jahren bis weit ins 20. Jahrhundert in der Schule machen mussten. Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass die meisten Kopien mit rotem Faden auf einem weißen Baumwolltuch mit roten Rändern hergestellt werden. Zuerst wurden die Buchstaben mit geraden Streifen auf den Patches geübt (E-T-I-F-H-L), dann die Buchstaben mit Schrägstrichen (W-Y-A-K-Z-X-V-N-M) und schließlich die Buchstaben mit Rundungen (Q-R-U-O-P-S-D-G-J-C-B). Dann war es Zeit für die Zahlen. Neben den Buchstaben und Zahlen waren noch weitere Motive drauf und die Kanten wurden verziert. Die Herkunft der Aufnäher ist oft leicht nachzuvollziehen, da viele Mädchen ihren Namen, ihren Wohnort und den Namen der Schule eingestickt haben.

Erinnerungs-Patch

Erinnerungsaufnäher sind Aufnäher, auf die Darstellungen wichtiger Ereignisse aus einer Gemeinschaft oder Familie gestickt sind. Diese wurden ab dem zwanzigsten Jahrhundert hergestellt.

Marken heute

Sampler werden auch heute noch hergestellt. Für die Herstellung von Samplern gibt es spezielle Kits. Viele Muster sind im Internet zu finden.

Alte Sampler findet man oft noch in Museen.