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Novell NetWare

Novell NetWare ist ein Betriebssystem vor dem Dateiserver. Um 1990 gab es fast ein Monopol im Markt für Netzwerkbetriebssysteme mit a Marktanteil von 90%. Es wurde für seine Handhabbarkeit und Einfachheit geschätzt. Nach der Einführung des NDS (NetWare Directory Services) ging es bergab und der Marktanteil wurde langsam von der Server-Version von übernommen MicrosoftFenster. Dies war hauptsächlich auf drei Hauptgründe zurückzuführen: 1) das NDS-Konzept hat sich nicht durchgesetzt, 2) Windows könnte viel besser funktionieren als Anwendungsserver und 3) am Arbeitsplatz war kein 'NetWare Client' erforderlich. Darüber hinaus hatte Windows auch die exklusiven Vorteile von NetWare aufgeholt. Im Dezember 2010 wurde die Weiterentwicklung von NetWare eingestellt und spielt keine wesentliche Rolle mehr.

Protokolle

Die ersten verwendeten Versionen von NetWare IPX/SPX als Netzwerkprotokoll. Mit dem Aufschwung des Internets führte NetWare 4.11 die TCP/IPProtokoll hinzugefügt. NetWare verließ sich jedoch weiterhin für bestimmte Funktionen auf IPX/SPX. Ab NetWare Version 5 ist es möglich, für alle Funktionen sowohl IPX/SPX als auch TCP/IP als Protokolle zu verwenden.

Verzeichnisdienste

Mit NetWare 4.0 wurde auch NDS (Novell Directory Services) eingeführt, der NDS ist ein X.500 / X.520 konformer 'Directory Service'. Damit war es erstmals möglich, dass Benutzer den Zugriff auf persönliche Dateien selbst kontrollieren und einen vollständigen Schutz auch vor den allmächtigen Netzwerkadministratoren erreichen. Letztere existieren auch nicht mehr unter NDS und später eDirectory.

Das Prinzip des eDirectory

eDirectory ist eine hierarchische objektorientierte Datenbank, die verwendet wird, um alle organisationsbezogenen IKT-Objekte in einer logischen Baumstruktur zu organisieren. Die Objekte repräsentieren unter anderem: Länder, Organisationen, Abteilungen, Personen, Gruppen, Funktionen, Positionen, Dienste, Workstations, Anwendungen, Server, Volumes und Drucker.
Das Prinzip bei eDirectory ist, dass Objekte ihre Rechte, Möglichkeiten und Einschränkungen durch Vererbung von den übergeordneten Containerobjekten in der Baumstruktur erhalten. Ein Container-Objekt ist ein Objekt, das weiter verzweigt werden kann und auch andere Objekte enthalten kann. Die einzigen Containerobjekte sind: Baum [Root], 'Land' (C), 'Organisation' (O) und 'Organisationseinheit' (OU). Diesen Objekten können Rechte und Dienste zugewiesen werden, die dann an das zugrunde liegende Objekt vererbt werden. Die anderen Objekte sind Objekte, die selbst nicht weiter verzweigt werden können, die sogenannten 'Leaf Objects'. Diese Objekte sind (in alphabetischer Reihenfolge): 'AFP 'Server'; 'Alias'; 'Anwendung'; 'Computer'; "Verzeichnisordner"; 'Gruppe'; "Lizenzzertifikat"; Organisatorische Rolle; "Druckerwarteschlange"; "Druck Server"; 'Drucker'; 'Profil'; 'Server'; 'Vorlage'; "Unbekannt"; 'Benutzer' und 'Lautstärke'.

Ersteinrichtung

Die Einrichtung von eDirectory sollte die Organisationsstruktur abbilden. Ziel ist es, den Mitarbeitern durch rein organisatorisch verwandte Themen wie: primäre Organisationseinheit; Abteilung; Arbeitstyp; Funktion; Position (Geschäftsführung, Abteilungsleiter, Manager, Chef, Teamleiter etc.), Standort und Kapazität (wie: Praktikant, Volontär, Zeitarbeiter etc.). Da Netzwerkadministratoren und selbst Kursleiter dies nicht gut verstanden, wurde NDS/eDirectory oft unlogisch aufgebaut.

Kein ultimativer Administrator

NDS/eDirectory-Beispiel (basierend auf dem X.500 Standard

Bei eDirectory gibt es keinen „allmächtigen“ Netzwerkadministrator wie einen „Enterprise Administrator“ (Windows), „Supervisor“ (Novell NetWare < V4) oder „Root“ (UNIX). Bei der Erstinstallation wird oben in der Baumstruktur (Verzeichnisbaum) ein Benutzer 'Admin' angelegt, der alle 'Objekt-' und 'Eigenschaftsrechte' auf das oberste 'Root'-Objekt erhält und diese Rechte auf alle untergeordneten Objekte erbt . Ein IRF (Inheritance Rights Filter) kann jedoch die Rechte, die ein Benutzer durch Vererbung erbt, (teilweise) blockieren. Um zu verhindern, dass ein IRF alle Rechte blockiert und damit einen toten Zweig in der Baumstruktur erzeugt, ist es wichtig, dass vor dem Platzieren des IRF ein neuer Netzwerkbenutzer mit allen Rechten „hinter“ dem (noch zu platzierenden) Filter angelegt wird. Diese Methode ist die geeignete Methode, um Orte zu realisieren, an denen die absolute Garantie absoluter Privatsphäre erforderlich ist. Bis heute (2021) ist dies mit keinem anderen Betriebssystem möglich, eine faktische und sehr seltsame Situation.

Veröffentlichte Versionen

  • Novell NetWare 1.00 (1981)
  • Novell NetWare 2.12 (1986)
  • Novell NetWare 2.15 (1985)
  • Novell NetWare 2.15a (1986)
  • Novell NetWare 3.00 (1990)
  • Novell NetWare 3.10 (1991)
  • Novell NetWare 3.11 (1991)
  • Novell NetWare 4.0 (1993)
  • Novell NetWare 3.12 (1994) (diese Version wurde speziell veröffentlicht, um besser mit V4 und höher zu funktionieren)
  • Novell NetWare 4.1 (1996)
  • Novell Netware 3.20 (1998) (letzter Teil der 3.x-Serie mit u.a. Fixes für den 'Millennium/Y2k Bug')
  • Novell NetWare 5.1 (2000)
  • Novell NetWare 6 (2002)
  • Novell NetWare 6.5 (2002)
  • Open Enterprise Server (NetWare 6.5 SP3) (2004)
  • Open Enterprise Server 2 (NetWare 6.5 SP7) (2007)

Siehe auch