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RTT-schandaal

Es RTT-Skandal war ein KorruptionSkandal von 1973 rund um die damalige belgische Telefongesellschaft RTT(Direktor für Telegraaf und Telefon) und sein damaliger Direktor Germain Baudrin. Der Fall wurde mit dem Belgische Sozialistische Partei und zusammengebracht mit dem Ibramco-Affäre sowohl die Partei als auch die belgische Regierung in einem schlechten Licht.

Der Skandal

Hugo De Ridder, einer der Journalisten, die den Fall herausbrachten.

1973 wurde der RTT-Skandal bekannt. Humor-Journalist Guido von Meira wurde durch einen ehemaligen Studienkollegen, Leo Van Beirs, über den Fall informiert. Van Beirs war Architekt in der RTT-Bauabteilung und brachte Van Meir in Kontakt mit Paul Demaegt, Chefingenieur bei derselben Firma. Demaegt sagte unter anderem, dass die für den RTT vorgesehenen Gebäude nicht mehr öffentlich ausgeschrieben, sondern an einen Unbekannten und viel teureren weitergegeben wurden Auftragnehmer des Bauunternehmens I.I.I. (N.V. Société d'Implantation et d'Investissements Immobiles). Im Gegenzug floss dann Geld in den Wahlfonds der Belgische Sozialistische Partei. Das behauptete auch Demaegt Germain Baudrin, seit Juni 1970 Generalverwalter der RTT, hatte persönliche Interessen in seiner Entscheidung, die Firma Equimo mit dem Bau und der Einrichtung der RTT-Büros zu betrauen. Baudrin war in der Tat Aktionär bei Equimo, sowie die Frau und der Sohn von AußenministerAbel Dubois. Demaegt beschuldigte Baudrin Machtmissbrauch, Korruption und Geldverschwendung, wurde aber prompt von Baudrin ohne gefeuert Wette. Darauf aufbauend veröffentlichte Van Meir eine Reihe von Dateien in Humo, "Das politische Geschäft", über berüchtigte Skandale in der belgischen Geschichte. Abschließend hatte der Journalist den brandneuen RTT-Skandal vorausgesehen.[1][2] Auf 18. Mai 1973 veröffentlichte auch die Zeitung Der Standard ein Interview mit Demaegt, geführt von einem Journalisten Hugo De Ridder, einen Monat nachdem diese Zeitung auch die Ibramco-Affäre ans Licht gebracht hatte.

Die Enthüllung war nicht ohne Risiken. De Ridder hatte nach eigener Aussage mit Drohanrufen zu kämpfen, und die Redakteure von De Standaard waren besorgt, weil die Affäre auch Bell Telephone, einen der wichtigsten Anzeigenkunden der Zeitung, in Verruf brachte.[3] Trotzdem konnte Baudrin nicht verhindern, dass der Fall weiter durchsickert. Demaegt gab Interviews für verschiedene Magazine und Zeitschriften, darunter Humor. Am 21. Mai 1973, Premierminister Edmond Leburton es Hohes Aufsichtsgremium die Sache zu untersuchen. Baudrin ging offiziell am 28. Mai in Urlaub, um die Ermittlungen nicht zu stören, aber De Standaard hatte ihn zuvor beschuldigt, belastende Beweise veruntreut zu haben. Am 30. Mai 1973 folgte in Zimmer und Senat ein Interview zur RTT-Affäre.

Strafverfolgung

Abel Dubois trat am 4. Juni 1973 als Außenminister zurück. Am 31. Juli wurde Baudrin offiziell angeklagt und zusammen mit zwei Equimo-Administratoren für Fälschung und Amtsmissbrauch festgenommen. Spätere Forschungen zeigten auch, dass Baudrin Büromaschinen hatte geliefert an Frank Pepermans, Leiter von "Bell Telephone", im Austausch für Bestechung. Viele an diesem Skandal beteiligte Personen waren auch Mitglieder der Belgische Sozialistische Partei, die Anfang des Jahres bereits gewesen war Ibramco-Affäre in einem schlechten Licht gesehen worden war. Ebenfalls VerkehrsministerEdward Anseele Jr. wurde nun in der Affäre als Ex-PTT-Minister und politisch verantwortlicher Minister benannt. Am 23. Oktober 1973 wurde auf Druck der CVP und Opposition Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen.

Die Sperre von Demaegt war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgehoben. Am 14. November übergab er dem Hohen Aufsichtsausschuss seinen geheimen Bericht an Premierminister Leburton. Dieser Bericht wurde später in Der Standard in einer Zusammenfassung veröffentlicht und erschien am 14. Januar 1974 im Buchladen.

Prozess

Am 18. Juni 1975 wurde Baudrin Justizvollzugsgericht in Brüssel zu 4 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 33 Millionen Franken verurteilt. Pepermans wurde wegen aktiver Tätigkeit zu einer Bewährungsstrafe verurteilt Korruption. Während seines Prozesses verbot er seinen Anwälten, eine Liste von Politikern zu lesen, die um seine Gunst gebettelt hatten. Am 27. Juli 1975 wurde Pepermans wegen Bestechung zu 6 Monaten Gefängnis mit Aufschub und einer Geldstrafe von 15.000 belgischen Franken verurteilt. Am 16. Dezember 1976 starb er in seinem Hotelzimmer in New York unter verdächtigen Umständen. Die Todesursache war schließlich Selbstmord beschrieben.

Quellen

  1. Brief von Guido Van Meir, in Humo, Nr. 3750, 2012, Seite 9, nach dem Humo-Interview mit Hugo De Ridder, eine Woche zuvor in Humo Nr. 3748, 2012, Seiten 28-35, geführt vom Journalisten Jan Lippens.
  2. Rückblick: Guido Van Meir. Scoop Magazinegoogle.com.
  3. LIPPENS, Jan, Humo-Interview mit Hugo De Ridder, Humo Nr. 3748, 3. Juli 2012, S. 28-35.
  • "Rückschläge aller Zeiten, politischer Mord ist neu" on www.asp.gva.be
  • Karel Van Nieuwenhuysen, "Die Klaue eines Papierlöwen: Eine politische Geschichte der Zeitung: Eine politische Geschichte der Zeitung De Standaard (1947-1976)", sehen s. 305 ff. bei Google Bücher