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Selen
Stammesgebiet der Selen ca. 1200

Das Selen oder Selonen (Lettisch: Sēļi) waren a baltisch Stamm, der bis zum 15. Jahrhundert lebte Seli, im heutigen SüdostenLettland und NordostenLitauen wohnte. Sie sprachen die OstbaltikSelische Sprache und mündete schließlich in die Ethnogenese der Moderne Letten und Litauer.

Der Begriff "Selen" stammt wahrscheinlich von der deutschen Adaption des livländischen Namens "Highlanders". Auf Lettisch heißt die Region auch Augszeme oder Hochland erwähnt. Dies führt zu der Hypothese, dass die lettische Selen und die litauische Aukstaitiers gehörte derselben Nation an.[1]

Geschichte

Über die Selen ist wenig bekannt. Es gibt kaum archäologische Beweise und historische Quellen beschreiben das Gebiet oft als "dünn besiedeltes Land". Schriftliche Quellen erwähnen die Selen nur wenige Male.

Archäologische Funde führen die Selen bis ins frühe Mittelalter zurück, als sie beide Seiten des Westliche Dwina wohnte. Aber ab dem 6.-7. Jahrhundert findet man ihre Siedlungen nur am linken Flussufer.

Die selianische Kultur wurde stark von der Letgallen. Die Bestattungstraditionen von Selian und Letgal unterscheiden sich kaum.

Das Chronik Heinrichs von Livland erwähnt die Selen zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als sie erobert und getauft wurden. Der Autor der Chronik bezeichnet sie als litauische Verbündete. Ihr Land unterstand den Letgal-Fürstentümern jersika und Koknese, die ihrerseits Vasallen der Fürstentum Polozk Waren. Die südlichen Gebiete wurden jedoch von litauischen Monarchen regiert.

1207 belagerten die Deutschen Orden der Schwertbrüder zusammen mit ihnen Leiche und lettische Verbündete slpils, die wichtigste Festung der Selen. Der Grund für den Angriff waren deutsche Behauptungen, dass Sēlpils als Stützpunkt für litauische Überfälle auf Livland genutzt wurde. Nach einer langen Belagerung stimmten die Selen der Taufe und der deutschen Herrschaft zu.

Die Selen wurden zuletzt im 15. Jahrhundert in schriftlichen Quellen erwähnt.