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Semperoper
Die erste Semperoper 1841
Die zweite Semperoper um 1900

Das semperoper in der deutschen Stadt Dresden hat als Hof- und Staatsoper von Sachsen eine lange historische Tradition. Die Oper heißt offiziell Sächsische Staatsoper, der Name Semperoper bezieht sich auf den Architekten, Gottfried Semper. Das Orchester der Semperoper ist das Dresdner Staatskapelle.

Die erste Semperoper

1838 begann der Architekt Gottfried Semper mit dem Bau der ersten Königlichen Staatsoper. Die Oper wurde am 12. April 1841 mit Goethes spiele Torquato Tasso und Carl Maria von Webers Ouvertüre zum Jubiläum. Im Mai 1849 kam es wie in vielen anderen europäischen Städten auch in Dresden zu einem Aufstand. Der Aufstand wurde von Soldaten bekämpft Preußen und Sachsen blutig geschlagen. Weil sie die Ideen der Aufständischen unterstützten, Gottfried Semper und Richard Wagner die Stadt fliehen. 1869 wurde die erste Semperoper durch einen Brand zerstört, nachdem Bauarbeiter nachlässig auf dem Dachboden gearbeitet hatten. Innerhalb von sechs Wochen wurde ein hölzernes Notgebäude errichtet, in dem von 1869 bis 1878 Vorführungen für 1800 Zuschauer stattfanden.

Die zweite Semperoper

Am 26. April 1871 begann der Bau der zweiten Königlichen Staatsoper. Der Sohn von Gottfried Semper war für den Bau verantwortlich, Manfred Semper. Am 2. Februar 1878 wurde die neue Oper mit WebersJubiläumsjalousie und Goethes Iphigenie auf Tauris wieder geöffnet. Am 31. August 1944 wurde die Semperoper geschlossen. Bei der Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde die Semperoper vollständig zerstört.

Der Wiederaufbau

Die Semperoper 1999

Zwischen 1952 und 1956 wurden zunächst die Außenwände des Gebäudes umgebaut, um einen späteren Wiederaufbau zu ermöglichen. In den 1970er Jahren wurde nach langen Diskussionen beschlossen, das ursprüngliche Gebäude zu rekonstruieren. Allerdings wurde der Saal leicht vergrößert und nach dem Umbau gab es nur noch 1300 statt 1600 Sitzplätze. Dies war notwendig, da die Bühne 12 Meter breiter gebaut wurde, um moderne Bühnentechniken anwenden zu können. 1977 wurde der Grundstein für den Wiederaufbau gelegt. Nach 8 Jahren Bauzeit wurde die Semperoper am 13. Februar 1985 wiedereröffnet. Webers Oper wurde aufgeführt Der Freischütz. Nach dem dass Wende die Semperoper wurde wieder aufgebaut. Den Musikern wurde mehr Platz eingeräumt und der Orchesterraum von 105 auf 140 Quadratmeter vergrößert. Dafür wurde die erste Sitzreihe entfernt. Dieser wurde jedoch so konstruiert, dass für kleinere Orchester die erste Reihe wieder abgestellt werden kann. Am 3. Oktober 1996 wurde die neu eingerichtete Halle eröffnet.

Die Flut im August 2002

sehen Hochwasser in Mitteleuropa 2002 für den Hauptartikel zu diesem Thema.
Die Flut im Jahr 2002

Während der Flut im Jahr 2002, bei der viele Städte der Elbe getroffen wurden, befand sich auch die Semperoper im Überschwemmungsgebiet. Am 13. August gab es kein Zurück. Dennoch pumpte eine Feuerwehr weiter Wasser ab, was vermutlich massive Schäden verhinderte. Das Restaurant im Keller wurde durch das Wasser komplett zerstört. Auch Kostüme, Bühnenbilder, Musik und Instrumente wurden schwer beschädigt. Die Bühne selbst sowie der Probe- und Ballettsaal blieben unbeschädigt. Nach umfangreichen technischen Reparaturen wurde die Semperoper am 9. November 2002 teilweise für Produktionen ohne komplizierten Maschinenpark wiedereröffnet. Der Gesamtschaden belief sich auf 27 Millionen Euro.

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