WikiDer > Transi-Grab
EIN Transitgrab (Memento Moric-tombe) ist ein Grabdenkmal, auf dem - manchmal in Kombination mit a Riese oder anbetend - ein Bild eines sich zersetzenden Körpers oder Skelett platziert wird, oder ein Denkmal nur mit dem Skelett. Diese Form der Skulptur entstand im 15. Jahrhundert und ihr Zweck war es, allegorisch Weise die Vergänglichkeit des irdischen Lebens darzustellen, aber auch das Vertrauen in die Auferstehung.
Ein bekanntes Beispiel für ein Transitdenkmal ist das von René von Chalon in der Kirche St. Etienne in Bar-le-Duc. Das ist übrigens ein Kenotaph; René van Chalon wird in der Grote of . begraben Liebfrauenkirche zu Breda.
In den Niederlanden ist das wohl beeindruckendste Beispiel das sogenannte „Doppeldeckergrab“ von Reynoud van Brederode (gest. 1556) und Philippote van der Marck (gest. 1537) in der Grote Kerk von Vianen. Beide Verstorbenen sind in Leichentüchern auf der obersten Grabplatte abgebildet, darunter ein einziger Transi, der von Würmern gefressen wurde. Der Künstler war wahrscheinlich Colijn de Nolea aus den südlichen Niederlanden.
Daneben gibt es auch Grabsteine mit gravierten oder geschnitzten Transi-Bildern. Eine in England noch verbreitete Variante ist das sogenannte 'Shroud Brass': eine kupferne Grabplatte mit einer in ein Leichentuch gehüllten Darstellung des Verstorbenen. Auf solchen kupfernen Grabplatten finden sich auch andere Varianten der Transi.
Veröffentlichung
- Antoine-Andersen, V. Kunst um die Welt zu verstehen. NBD/Biblion, 2005. ISBN 9789054835691
- Oosterwijk, S. Kadaver, Würmer, Kröten und Doppeldecker. Transi-Denkmäler in Nordeuropa, madoco, 20:3 (2006), 146-57