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Vingerzetting
Ein Detail der ersten Größe von Bewerbung in C-Dur, BWV 994, aus dem Klavierbuch für Wilhelm Friedemann Bach in dem ein Fingersatz notiert ist. Dies ist eines von nur zwei Werken von Bach in der ein Fingersatz in seiner eigenen Handschrift notiert ist.
Ein Beispiel für Fingersätze mit grafischen Symbolen in a Tokkata von Alessandro Scarlattic

EIN Fingersatz ist die Wahl der Finger und Handpositionen beim Spielen a Musikinstrument. Auf einen Klavier beispielsweise können Akkorde oder Melodien oft mit unterschiedlichen Fingern gespielt werden. Fingersatz ist in diesem Zusammenhang die Wahl, welcher Finger welche Taste anschlägt. Der Fingersatz kann sich im Laufe eines Stücks je nach Kontext ändern. Die Wahl eines guten Fingersatzes ist entscheidend, um eine angenehme Spielweise zu erreichen, bei der die Hand so weit wie möglich in natürlichen Positionen verbleiben kann und ein Gleichgewicht zwischen den Bewegungen und den verwendeten Fingern besteht. Ein Fingersatz kann vom Komponisten, Verleger oder Interpreten ausgedacht und im Ergebnis.

Fingersätze sind auf vielen Instrumenten üblich, die mit Fingerbewegungen gespielt werden, wie bei den meisten Prüfung-, Blase- und Streichinstrumente.

Fingersätze werden normalerweise mit kleinen Zahlen in der Nähe der Noten im . notiert Ergebnis, wobei jede Zahl einem Finger entspricht. Auf einem Klavier gilt: der Daumen ist 1, der Zeigefinger ist 2, der Mittelfinger 3, der Ringfinger 4 und der kleine Finger 5. Auf einer Geige zählt man vom Zeigefinger (1) bis zum kleinen Finger ( 4).

Johann Sebastian Bach führte eine Innovation in den Fingersätzen für Tasteninstrumente ein. (Ein ähnliches, aber laut Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel Bach weniger radikale Innovation kommt von François Couperin ungefähr zur gleichen Zeit im Jahr 1717, in seinem Buch L'art de toucher le clavecin.) Vor Bach wurde der Daumen beim Spielen kaum gebraucht. Bachs neue Fingersätze hatten noch viele Aspekte der konventionellen Technik, wie das Übertragen oder Unterlegen eines Fingers über oder unter einen anderen Finger. Zum Beispiel wird oft der dritte Finger über den vierten und der vierte über den fünften gelegt. Die Verwendung von mehr Daumen ermöglichte mehr Fingerfertigkeit, erhöhte aber auch den Bedarf an größeren Tasten.

Bei modernen Fingersätzen wird der Daumen auch zum Unterlegen verwendet, das Unterlegen und Überlagern anderer Finger ist jedoch seltener.[1]

Für das Spielen bestimmter Passagen und Tonleitern auf Tasteninstrumenten wurden im Laufe der Zeit viele verschiedene mögliche Fingersätze entwickelt. Zum Beispiel wird man Daumen und kleine Finger auf schwarzen Tasten generell vermeiden und lieber Fingersätze spielen, die das Herunterdrücken auf ein notwendiges und effizientes Minimum beschränken. Bei Terzen oder Oktavpassagen ist beispielsweise auch der Fingersatz wichtig, um die Bindung halten zu können (legato). Einige Musikpädagogen haben für bestimmte Passagen verschiedene Optionen mit allen spielbaren Fingersätzen tabellarisch aufgelistet. Debussy hasste seine Schüler vor dem Kauen Fingersätze und weinte in seinem and Douze Etüden der Schüler seinen eigenen Fingersatz entdecken. Beim Spielen von Akkorden sollte der Fingersatz so gewählt werden, dass eine minimale seitliche Spreizung der Finger erforderlich ist Einige ausübende Musiker bevorzugen die Urtextversionen von Notenbüchern, da diese meist nur die Fingersätze des Komponisten selbst enthalten, während später Editionen wurden oft von Interpreten dieser Zeit konzipiert und nachgedruckt. Oftmals enthalten diese bearbeiteten Versionen nicht die optimalen Fingersätze, und es wird oft nicht angegeben, von wem die Fingersätze stammen.

Siehe auch