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Wisconsin card sorting test

Das Wisconsin-Kartensortiertest (WCST) ist weit verbreitet in der neuropsychologische Untersuchung (npo), um Beeinträchtigungen der kognitiven Flexibilität zu erkennen. In diesem Zusammenhang wird es auch als bezeichnet Exekutive Funktionen: die kognitiven Operationen, die erforderlich sind, um zielgerichtetes Verhalten zu erzeugen.

Beispiel für WCST mit falschem (oben) und richtigem (unten) Versuch

Exekutive Funktionen beinhalten das Speichern und Manipulieren von Informationen, die wichtig sind, um eine Aufgabe in unterschiedlichen Situationen effektiv auszuführen. Auch Prozesse wie die Arbeitsspeicher, Feedback zur eigenen Aufgabenerfüllung nutzen und Fehler entdecken ('Fehlerüberwachung') sind unten aufgeführt. Der WCST zielt hauptsächlich auf das "Set Shifting" (oder "Task-Switching") ab, die Fähigkeit, Ziele während einer kognitiven Aufgabe zu wechseln.

Die Aufgabe

Beim WCST wird ein gemischter Kartenstapel präsentiert (Standard 128 Karten). Jede Karte enthält eines von drei möglichen Attributen: Farbe, Zahl und Form, wobei jedes Attribut vier Attribute hat. Diese sind: Farbe: Rot, Gelb, Grün, Blau, Zahl: 1, 2, 3, 4 und Form: Kreuz, Dreieck, Kreis und Stern). Der Patient wird nun angewiesen, die Karten in vier Stapel zu sortieren. Der Experimentator sagt nur, ob etwas falsch oder richtig gemacht wurde. Hat man beispielsweise das Attribut Farbe gewählt, sagt der Prüfer nach mehreren richtigen Sortierungen: falsch. Die Absicht ist, dass der Patient nun ein neues Kriterium (zB Form) wählt. Der Test endet, wenn der Patient eine bestimmte Anzahl von Kategorien richtig einsortiert hat oder wenn alle Karten weg sind. Die Punktzahl basiert auf der Anzahl der Fehler (insbesondere Perseverationen) und der Anzahl der Kategorien, die der Patient bestanden hat.

Abweichungen

Patienten mit Beeinträchtigungen der exekutiven Funktionen haben Schwierigkeiten mit dieser Umstellung. Sie bleiben gewissermaßen beim alten Kriterium 'kleben'. Milner hat gezeigt, dass insbesondere Läsionen im (linken) dorsolateralen präfrontalen Kortex (Brodmann-Bereich 9) Ursache Beharrlichkeit im WCST Kinder schneiden im WCST schlechter ab als Erwachsene. Dies liegt zum Teil daran, dass sie leichter abgelenkt werden können, was im WCST als „Nichteinhalten des Satzes“ angesehen werden kann (sie kennen die richtige Regel, machen aber trotzdem Fehler); teilweise aufgrund von Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen den Aufgaben. Erst spät Jugend sie erreichen das Niveau von Erwachsenen.

Verweise

  • E. A. Berg. (1948). Eine einfache objektive Technik zur Messung der Flexibilität im Denken J. Gen. Psycho. 39:15-22.
  • Milner B. Auswirkung verschiedener Hirnläsionen auf die Kartensortierung. Archiv für Neurologie 1963; 9: 90-100
  • Huizinga, M. & van der Molen M. (2007). Altersgruppenunterschiede beim Set-Switching und Set-Maintenance bei der Wisconsin Card Sorting Task. Entwicklungsneuropsychologie, 31:193-215

Externer Link

  • Eine kostenlose Implementierung der Wisconsin-Kartensortieraufgabe ist verfügbar unter: PEBL-Projekt.