WikiDer > Elisabeth Badinter

Élisabeth Badinter

Elisabeth Badinter (geboren Bleustein-Blanchet) (Boulogne Billancourt, Frankreich, 5. März1944) ist ein bekannter Franzose Feminist und Philosoph.

Élisabeth Badinter leistet mit ihren Artikeln und Büchern einen aktiven Beitrag zur öffentlichen Debatte in Frankreich über die Stellung der Frau.

Die Tatsache, dass Frauen in der französischen – und europäischen – politischen Landschaft immer noch unterrepräsentiert sind, ist, so Élisabeth Badinter, keineswegs auf wahrgenommene frauenfeindliche Ansichten in der Gesellschaft zurückzuführen, wie von einigen anderen feministischen Schriftstellerinnen behauptet wird. Aus ihrer Sicht sind es vor allem die traditionellen Rollenmuster zu Hause, die erklären, dass sich relativ wenige Frauen politisch engagieren. Solange Männer nicht bereit sind, sich mehr um die Kinder und den Haushalt zu kümmern, werden viele Frauen in Wirtschaft oder Politik nicht an ihre Grenzen gehen können.

Frauen brauchen keine diskriminierenden Gesetze, um die Politik zu durchbrechen, so Élisabeth Badinter. Politiker mögen Segolene Royal und Michele Alliot-Marie sind der lebende Beweis dafür, dass fähige Frauen es alleine an die Spitze schaffen. Initiativen wie Frauenquoten findet sie anstößig.

Élisabeth Badinter denkt darüber nach muslimischer Fundamentalismus als ernsthafte Bedrohung, insbesondere für die Stellung von Frauen. Sie ist gegen das Tragen von Kopftüchern in der Schule und wendet sich vehement gegen die Beschneidung von Mädchen und Phänomene wie Polygamie. In ihrem Buch Fausse-Route ("The Wrong Way") aus dem Jahr 2003 kritisiert sie unter anderem scharf Feministinnen und Intellektuelle, die sich mit dem abfinden, was sie für inakzeptabel hält und in positive Diskriminierung glauben, eine Lösung zur Beseitigung von Nachteilen zu sehen. Diskriminierung ist laut Badinter immer negativ.

2010 vertritt sie die Position, dass Mütter begonnen haben, sich zu sehr auf die (angeblichen) Interessen des Kindes zu konzentrieren, wodurch sie zu sehr auf Individualität und eigene Wünsche verzichten[1].

2013 lehnt sie das Prostitutionsverbot noch immer ab.[2]

Élisabeth Badinter ist die Ehefrau des sozialistischen Ex-Politikers Robert Badinter, der als Justizminister Anfang der 1980er Jahre die Todesstrafe in Frankreich abgeschafft hat.

Mehrere ihrer Bücher wurden ins Niederländische übersetzt.

Publikationen von Badinter

  • L'Amour en plus : histoire de l'amour maternel (XVII.-XX. siècle), 1980, ISBN 2-253-02944-0 . Erschienen auf Niederländisch mit dem Titel Der Mythos der Mutterliebe: Geschichte eines Gefühls (Utrecht, Bijleveld, 1983, Sammlung Ianvs bifrons, ISBN 9789067660648)
  • Les Goncourt : « Romanciers et historiens des femmes », Vorwort zu « La Femme au XVIIe siècle d'Edmond et Jules de Goncourt », 1981,
  • Émilie, Émilie, L'ambition feminine au XVIIIe siècle, 1983, ISBN 2-08-210089-8
  • Les Remontrances de Malesherbes (1771-1775), 1985,
  • L'Un est l'autre, 1986, ISBN 2-7381-1364-8
  • Kondorket. Un intellektuell und politisch, 1988,
  • Korrespondenz von Condorcet und Madame Suard (1771-1791), 1988,
  • Madame d'Epinay, Histoire de Madame de Montbrillant ou les Contreconfessions, Vorwort d'Elisabeth Badinter, 1989,
  • Thomas, Diderot, Madame d'Epinay : Qu'est-ce qu'une femme ?, Debattenvorwort von Élisabeth Badinter, 1989
  • Condorcet, Prudhomme, Guyomar: Paroles d'hommes (1790-1793), präsentiert von Élisabeth Badinter, 1989,
  • XY, de l'identité maskulin, 1992, ISBN 2-253-09783-7
  • Madame du Châtelet, Discours sur le bonheur, Vorwort 1997,
  • Les Passions intellectuelles, Wälzer 1: Désirs de gloire (1735-1751), 1999,
  • Les Passions intellectuelles, Wälzer 2: L'exigence de dignité (1751-1762), 2002,
  • Simone de Beauvoir, Marguerite Yourcenar, Nathalie Sarraute, 2002. Conférence d'Élizabeth Badinter, Jacques Lassalle und Lucette Finas, ISBN 2-7177-2220-3
  • Fausse-Route, 2003, ISBN 2-253-11264-X
  • Sackgasse Feminismusmin, 2006, ISBN 0-7456-3380-3
  • Madame du Chatelet, Madame d'Epinay : Ou l'Ambition feminine au XVIIIe siècle, 2006, ISBN 2-08-210563-6
  • Les conflash d'une mèreMarie-Therese d'Autriche. Flammarion, 4. November 2020, ISBN 978-2-0815-1807-0

Fußnote