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Abdālīs ist ein alter Name für groß afghanisch Stämme, besser bekannt als Durrānī seit der Herrschaft von Aḥmad Shah Durran (1747-72). Es wird gesagt, dass es Namensgeber der Abdāls ist Abdāl.
Abdāl war der Sohn von Tarīn, Sohn von Ḫaršbūn. Er, Abdāl, lebte im 11. Jahrhundert und war der Ursprung zweier bedeutender Clans: der Sadūzays und der Bārukzays. Das Saduzays stammen von Aḥmad Shah (1747-1772) ibn Muḥammad Zamān Khan ibn Sar Mast Khan ibn Šīr Khan ibn Ḫāje Ḫeḍr Khan ibn „SadS“ ab. Das Bārukzāys werden auch Muḥammadzays genannt, weil ihr Namensgeber Muḥammad Khan ibn ‛Umar Khan ist. Der Vater von ‛Umar Khan ist ibn Ḫeḍr Khan ibn Ismā‛īl ibn Nīk ibn Dārū ibn Sīfal ibn Nūr al-Dīn ibn Bāruk, und von diesem Zweig werden sie Bārukzay genannt.
Rund um die Gründung des Durranīden neben den Abdālī, die sich später Durrānī nannten, gab es noch eine weitere große Gruppe von Pathanen und diese waren die lzāys. Die Pathan-Stämme bewohnten den Süden und Osten des Landes, und es waren die südlichen Pathan (Abdālīs), die den modernen Staat Afghanistan gründen sollten. Die Pathaner behaupten, von Kays zu sein, einem Gefährten des Propheten Muhammad. Daher betrachten sie sich als semitische Rasse, obwohl Anthropologen sie als Indoeuropäer ansehen, die sich im Laufe der Geschichte mit zahlreichen ethnischen Gruppen vermischt haben. Die Durrānīs behaupten, dass sie von Kays' ältestem Sohn Sarbanar abstammen, während die Ġīlzāy ihre Abstammung auf seinen zweiten Sohn zurückführen. Der dritte Sohn von Kays soll der Vorfahre anderer Pathan-Stämme sein, wie der Kakar in Kandahār und der ṣāfī um Pīšāwar.
Das Sprache dass die Pathans sprechen wird Paschtu genannt und ist eine Mischung aus indo-persischen Sprachen. Was die paschtuische Sprache angeht, haben drei bedeutende Gelehrte, Henderson, Mackenzie und Dvoryankov, verschiedene Unterteilungen dieser Sprache vorgenommen. Mackenzie fasst es in vier Dialekte zusammen, was im Grunde die gleiche Einteilung wie die von Henderson ist. Dvoryankov teilt Paschtu in drei regionale Varianten auf.
Quellen
- Iranica, siehe Eintrag Abdālī, S. 175-176.
- Kātib Hazāreh, Mullā Feyḍ Muḥammad, Sirāj al-Tawārīḫ, Bd. ich, s. 48.
- Kātib, F. M., Sirāj al-Tawārīḫ, Bd. II, s. 2.
- Rashid, Aḥmad, Taliban, p. 29.
- Louis Dupree, Eine Fußnote zu „Vier Varianten von Pashtu“, Zeitschrift der American Oriental Society, Voll. 104, Nr. 4. (Okt. - Dez. 1984), p. 761.