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Camera Work
Startseite Kameraarbeit, 2, 1903, Entwurf Edward Steichen.

Kameraarbeit war ein amerikanisch vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für künstlerische Fotografie, in der aber auch anderen Beachtung geschenkt wurde Avantgarde Kunstformen. Die erste Ausgabe erschien 1903; bis 1917 erschienen insgesamt 50 Ausgaben und 3 Sonderausgaben.

Geschichte

Nach dem Alfred Stieglitzer 1902 wegen seiner autokratischen Leitung der Redaktion von Kamerahinweise zurückgetreten war, gründete er den Fotoclub“Foto-Sezession" auf. Die Photo-Secession war eine der ersten Bewegungen, die die Fotografie als Kunstform förderte, genauer gesagt die bildhaft. 1903 brachte der Verein seine eigene Zeitschrift heraus: Camera Work, mit Stieglitz als Chefredakteur. Camera Work positionierte die Fotografie als herausragendes Mittel des künstlerischen individuellen Ausdrucks und als ultimative Kunstform. Der Ansatz war stark Avantgarde, ständig auf der Suche nach künstlerischer Innovation.

Stielitz, von Langdon Coburn

Die erste Ausgabe von Camera Work erschien 1903 in einer luxuriösen Hochglanzausgabe mit Artikeln unter anderem aus Maurice Maeterlinck. Es hatte bald den Ruf, das schönste Magazin der USA zu sein. Die Fotos wurden beispielsweise von Hand auf farblich passende Bodenplatten aus Karton geklebt. Die Illustrationen waren alle handgefertigte, hochwertige Fotogravuren, gedruckt auf japanischem Seidenpapier. Jedes Kapitel begann mit einem imposanten gotischen Großbuchstaben. Cover und Typografie wurden gestaltet von Edward Steichen.

Ganz im Sinne der Photo-Secession war Camera Work das erste professionelle Fotomagazin, bei dem der visuell-künstlerische Fokus über dem Technischen stand. Die Einheit der vielfältigen Kunst aus aller Welt wurde durch die raffinierte Kunstfertigkeit gebildet. „Camera Work war also mehr als nur ein Magazin“, so Annie Cohen Solal: „Es war, als ob ein Stück europäische Kunst nach Amerika überflogen wäre“, was die ursprünglich europäische Ausrichtung unterstreicht.

Ab 1906 wurden die Inhalte von Camera Work oft mit Ausstellungen in der damals betriebenen Steiglitz op . verknüpft Fifth Avenue eröffnete „Kleine Galerien der Foto-Sezession“, die als erste Modernist Kunstzentrum in den USA. Der Empfang in den ersten Jahren war begeistert, auch in Europa, obwohl es auch Stimmen gab, die das Werk zu kontrovers fanden. Ab 1913 gingen die Verkaufszahlen allmählich zurück und bis 1917 erschienen nur noch sechs Ausgaben.

Wichtige Fotografen, die ihre Arbeiten in Camera Work veröffentlicht haben, waren:

Auch ältere Arbeiten von zum Beispiel Julia Margaret Cameron und David Octavius ​​HillH wurde neu veröffentlicht. Camera Work enthielt neben Fotoarbeiten auch Zeichnungen von z. Henri Matisse und Auguste Rodin. Neben kunstkritischen Essays von Steinlitz selbst enthalten viele Publikationen auch literarische Beiträge, zum Beispiel von George Bernard Shaw.

Die Kameraarbeit hatte unter anderem einen großen Einfluss auf viele spätere Kunstfotografen Man Ray, der 1914 auch einen Artikel in Camera Work veröffentlichte. Es passte zu den breiten Aktivitäten des energischen Stieglitz, der zu einem Wegbereiter der modernen Kunst in Amerika wurde.

Galerie

Literatur

  • Sarah Greenough: The Alfred Stieglitz Collection of Photographs at the National Gallery of Art, Washington, Band I & II. Harry N. Abrams, 2002, ISBN 0-89468-290-3
  • Kameraarbeit, Taschenbuch, Libero, 2008, ISBN 3-82283-784-9
  • Annie Cohen-Solal: Zum Live-Modell. Meulenhof, Amsterdam, 1985. ISBN 90-290-7264-4

Externe Links

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