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Cross-border lease

Cross-Border-Leasing-Verträge (CBL-Verträge), auch genannt Exportleasing genannt, ist eine Form von Leasing wenn Vermieter und Mieter unterschiedliche Nationalitäten haben.

Diese Finanztransaktionen laufen – im Wesentlichen – auf Folgendes hinaus:[1]

  • Der Besitzer von a Kapitalgüter schließt einen langfristigen Vertrag mit einem Investor ab, der häufig in den USA ansässig ist. Auf dieser Basis erhält der Investor die wirtschaftliche Eigentum oder ein langfristiges Nutzungsrecht (bis zu 100 Jahre) des Anlagevermögens und zahlt bei Abschluss der Transaktion eine Pauschale. Der ursprüngliche Eigentümer mietet das Anlagevermögen dann für eine bestimmte, oft kürzere Laufzeit zurück. Der ursprüngliche Eigentümer zahlt dem Investor regelmäßig Miete. Am Ende dieser Laufzeit hat der ursprüngliche Eigentümer die Möglichkeit, das Anlagevermögen zu einem zu Beginn der Transaktion vereinbarten Preis zurückzukaufen. Bei CBL-Verträgen spielen häufig steuerliche Motive eine Rolle.[1]
  • Der Vermieter bleibt jederzeit der rechtliche Eigentümer der Ware, aber da sich die Ware in großer Entfernung vom Vermieter befinden kann und die Ware für eine eventuelle Produktion verwendet werden kann, kann es unmöglich werden, die Ware zurückzuerlangen.

Betrachtet man Cross-Border-Leasing aus der Sicht, dass Leasing gleich Objektfinanzierung, kann man sagen, dass Exportleasing kein „reines“ Leasing ist. Wie bereits erwähnt, bleibt der Vermieter der rechtliche Eigentümer, wird sich jedoch um zusätzliche Garantien bemühen, da die Immobilie selbst keine Bürgschaft mehr darstellt. Dies betrifft in der Tat die wesentliche Eigenschaft des Leasings.

Niederländische Versorgungsunternehmen

Im Zeitraum 1990 bis 2000 schlossen verschiedene niederländische Versorgungsunternehmen CBL-Verträge mit Amerikanern ab. Bei dem Investitionsgut handelte es sich dann um ein Kraftwerk oder ein Netz. Auf dem Papier ist die Immobilie in die Hände eines amerikanischen Investors übergegangen, aber der niederländische Energieversorger kann die Anlage oder das Stromnetz weiter nutzen. Aufgrund der besonderen Vertragsgestaltung hat der amerikanische Investor die Möglichkeit, die Immobilie abzuschreiben, was ihm einen Steuervorteil verschafft. Dieser Vorteil wird mit dem niederländischen Versorgungsunternehmen geteilt.[1]

Im Jahr 2007 haben drei niederländische Netzbetreiber mit CBL-Verträgen betraute Netzwerke, nämlich: DELTA, Stadt (komplettes Netz) und kontinuierlich (Teil des Netzes).[1]

Siehe auch