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documenta
Thomas Schütte: Fremde (d.IX)
Fridericianum Kassel
documenta-Halle
Fredericianum mit zwei von Beuys . gepflanzten Eichen
Bürgel und Noack

Das documenta ist die wichtigste seit 1955 Ausstellung zeitgenössischer bildender Kunst in der Welt. Diese Ausstellung findet alle fünf Jahre in Kassel (Deutschland). Die Ausstellung dauert genau hundert Tage und erstreckt sich meist über die ganze Stadt. Hauptgebäude ist es Fridericianum.

Arnold Bode

Arnold Bode (1900-1977) war Initiator der ersten "Weltausstellung zeitgenössischer Kunst" in Kassel. Bode war Maler und Pädagoge und geriet im Mai 1933 mit dem NS-Regime in Konflikt. Seine Arbeit wurde sofort als Entartete Kunst 1948 gründete Bode mit seinen Kunstfreunden aus Kassel die Kunstakademie, die bereits 1932 geschlossen hatte. Sein Plan, im völlig zerstörten Kassel eine große internationale Kunstausstellung zu organisieren, wurde 1955, zeitgleich mit der in Kassel veranstalteten Bundesgartenschau, Wirklichkeit und wurde sofort ein großer Erfolg.
Die sukzessiven "documentas" wuchsen zu einem gigantischen Medienereignis und einem touristischen Asset erster Größenordnung mit allen damit verbundenen Handelsvorteilen.

Die erste documenta

Der Fokus der ersten documenta lag jedoch nicht so sehr auf der zeitgenössischen Kunst, also der Kunst, die nach 1945 entstanden ist, sondern auf der Darstellung der Arbeiten jener Künstler, die mit ihr verbunden waren Entartete KunstDabei rückte die Abstrakte Kunst und insbesondere die Abstrakte Malerei der 1920er und 1930er Jahre in den Mittelpunkt. Viele Bewegungen aus dieser Zeit waren vertreten, wie zum Beispiel: Fauvismus, Kubismus, Expressionismus, Futurismus, Der Blaue Reiter, usw. Erst in späteren Episoden der documenta verlagerte sich der künstlerische Schwerpunkt auf die zeitgenössische Kunst und insbesondere auf die neuesten Strömungen. Während sich die erste documenta fast ausschließlich an Künstler aus Europa richtete, erweiterte sie sich später um Werke von Künstlern aus Amerika, Afrika und Asien.

Standorte

  • Fridericianum
  • Neue Galerie
  • documenta-Halle
  • Friedrichsplatz
  • Park Karlsaue, mit dem 1992 de Aue Pavillons (temporärer Aufbau für Documenta IX)
  • Ab 2007: Schlo Wilhelmshöhe im Park Wilhelmshöhe (mit einer Konfrontation von zeitgenössischer Kunst und der bestehenden historischen Kunstsammlung, darunter die berühmte Rembrandt-Kollektion)
  • Kulturzentrum Schlachthof
  • Kultuurbahnhof Kassel (Teile von Kassel Hbf, die aufgrund des eingeschränkten Zugverkehrs von der Deutschen Bahn nicht mehr genutzt werden.)
  • Darüber hinaus werden mehrere verstreute Standorte in der Stadt genutzt. Auf der dOCUMENTA(13) gibt es beispielsweise Aufführungen im Grand City Hotel Hessenland und in einem ehemaligen Finanzamt werden Arbeiten von Tacita Dean ausgestellt.

Treuhänder

Für die documenta, man Chefkurator ernannt. Dieser bestimmt das Thema und wählt gemeinsam mit einem Team von Mitarbeitern die Künstler aus, die ausstellen dürfen. 1982 Rudi Fuchs Chefkurator, 1992 war das Jan Hoet. 2017 war Hendrik Folkerts einer der Chefkuratoren.[1]

Niederländische Teilnehmer[2]

Dokumente 1 - 1955:

Dokumente 2 - 1959:

Dokumente 3 - 1964:

Dokumentation 4 -1968:

Dokumente 5 - 1972:

Dokumentation 6 - 1977:

Dokumentation 7 - 1982:

Dokumentation 8 - 1987:

Dokumente 9 - 1992:

Dokumentation 10 - 1997:

Dokumente 11 - 2002:

Dokumentation 12 - 2007:

Dokumente 13 - 2012:

Dokumente 14 - 2017:

Dokument 12 (2007)

Im 2007 die zwölfte documenta fand vom 16. Juni bis 23. September statt. Die Führung lag beim Paar Roger-Martin Bürgel (Generaldirektion) und Ruth Noack (Chefkurator). Die Compiler behaupteten, nicht ihre persönlichen Obsessionen zu zeigen, sondern den ästhetischen Geist, der in den Künstlern lebt. Dennoch trafen sie eine etwas eigenwillige Wahl, indem sie Künstlern, die nur begrenzt bekannt sind, eine internationale Bühne boten. Das Streben nach Ästhetik war dabei ein markanter Leitgedanke, bei dem auf harte Effekte verzichtet wurde, sodass eher auffällige Ensembles zum Einsatz kommen. Dieser ästhetische Ansatz drückt sich auch in der Auswahl der Kunstwerke selbst aus, wie z Installation von Trisha Braun und Iole De Freitas. Die Präsentation insgesamt sieht raffiniert aus und museumsartig mit eng angeordneten Löchern in bewusst farbigen Räumen wie lachsrot, lila und himmelblau und roter Teppich. Im Erdgeschoss der "Neuen Galerie" sind die Wände dunkelgrün, die Teppiche lila und die Vorhänge grün oder weiß. In einem hellgrünen Nebenraum des Fridericianum das licht fällt sanft auf a Scharlachrot Tuch von Lee Lozano um Raum, Dekoration und Kunst optimal in Einklang zu bringen.
Auch Kunst und Politik treffen in dieser documenta aufeinander: Bedrängende Situationen aus Afrika, Asien und Lateinamerika werden durch Installationen und Aufführungen verklagt. Wie die große zusammengeflickte Schaluppe von Romuald Hazoume von Benin, "als Zeichen der Trauer für alle Familien Afrika die nicht wissen, wo die Leichen ihrer Söhne sind, die in Booten sind illegal links für Europa". Auch die arabische Welt wird thematisiert. Auffallend ist diesmal die Chinesisch Beitrag mit Ai Weiwei. In kurzer Zeit hat diese Gruppe Asiaten beherrschte die westlichen Strömungen und fügte sie in ihre eigene lange Tradition ein.

Die Ausstellungsfläche wurde um 9.500 m² erweitert: ein gläserner Neubau (ähnlich, aber in keiner Weise vergleichbar mit zwei bisherigen gläsernen Ausstellungspavillons, der Kristallpalast von 1851 in London und die Grand Palais von 1900 in Paris), die sogenannte Aue-Pavillon zentral gelegen Karlsaue-Park. Dieser temporäre Bau, der hundert der mehr als fünfhundert Kunstwerke aus Stahl beherbergt, Polycarbonat und natürlich musste viel glas leicht und transparent aussehen. Silberne Vorhänge und eine große Klimaanlage müssen die Hitze draußen halten. Bisher hat dieser temporäre Pavillon die Erwartungen nicht erfüllt: wenig Aura, zu hohe Luftfeuchtigkeit, eine geschlossene Box ohne Außensicht und ohne Bezug zum umliegenden Park. Kurz gesagt, eine inakzeptable Architektur für eine so prestigeträchtige Veranstaltung. Erstmals ist auch im Schloss und im Park Kunst zu sehen Wilhelmshöhe wo ein Thai Künstler hat ein Reisfeld gepflanzt.

Die Documenta 12 jongliert mit Zahlen und bestätigt einmal mehr die Mega-Größe des Events. Nach drei Jahren Vorbereitung mit a Budget von 20 Millionen Euro werden 650.000 Kunstliebhaber erwartet. Während 100 Tagen werden 500 Werke von 113 Künstlern gezeigt. Allein die Pressepräsentation wurde von 2600 . empfangen Journalisten besucht.[3]

Für die zwölfte Ausgabe der documenta erhielten die über 100 eingeladenen Künstler des Duos Bürgel/Noack drei zentrale Themen bzw Leitmotiv, die bei ihrer/seinen Einreichung(en) eine Rolle spielen mussten:

  • Ist das Moderne unsere Antike? (Sind die Modernen unsere Klassiker?)
  • War es das bloße Leben? (Was ist nackte Existenz?)
  • War tun? (Was sollen wir tun?)

Lili Dujourie zeigt die Belgier Beitrag mit einem Trio Installationen, bestehend aus federleichten Konstruktionen aus Eisendraht und einer Gruppe abstraktBilder, die sich durch Einfachheit und Raffinesse auszeichnen.

dOKUMENTA (13) (2012)

Die Amerikaner Carolyn Christov-Bakargiev aus dem Kunstmuseum Museo d'Arte Contemporanea del Castello di Rivoli oder auch es Museo di Arte Contemporanea di Torino del Castello di Rivoli in dem ItalienischTurin wurde zum Treuhänder von dOKUMENTA (13). Sie war auch Kuratorin der Sydney Biennale 2008. Die dreizehnte Ausgabe der Documenta lief vom 9. Juni bis 16. September 2012.

Dokument (14) (2017)

Die Manifestation findet 2017 erstmals in zwei Städten statt: ab Athen, vom 8. April bis 16. Juli und etwas später, vom 10. Juni bis 17. September, in Kassel. Der polnische Kunstkritiker und Kurator Adam Szymczyk Ist verantwortlich. Szymczyk (* 1970) war unter anderem Direktor der Kunsthalle in Basel. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität von Warschau und besuchte auch die kuratorische Ausbildung der Amsterdam Kunstzentrum Der Apfel.

Übersicht documenta 1955 bis 2012

JahrChefkuratorTeilnehmerArbeitenBesucher
documenta I1955Arnold Bode148670130 000
documenta II1959Arnold Bode, Werner Haftmann3921770134 000
Dokument III1964Arnold Bode, Werner Haftmann2801450200 000
4.documenta196824 Tassen Figur documenta-Rat1501000220 000
Dokument 51972Harald Szeemann218820228 621
Dokument 61977Manfred Schneckenburger6222700343 410
Dokument 71982Rudi Fuchs1821000378 691
Dokument 81987Manfred Schneckenburger150600474 417
DOKUMENTA IX1992Jan Hoet1891000603 456
Dokument X1997Catherine David120700628 776
Dokumentation 112002Okwui Enwezor118450650 924
Dokument 122007Roger-Martin Bürgel114> 500754 301
dOKUMENTA (13)2012Carolyn Christov-Bakargiev> 300-860 000
Dokument 142017Adam Szymczyk163-891 500
Panorama Friedrichsplatz

Bilder

Siehe auch

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