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Grieth
Grieth
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Grieth (Nordrhein-Westfalen)
Grieth
Ort
ZustandNordrhein-Westfalen
GemeindeKalkar
Koordinaten51° 47′ N, 6° 19′ O
Allgemeines
Einwohner(2005)840
Portal  Portalsymbol  Deutschland
Grieth
Grieth, Gang im Deich
Straße im historischen Zentrum
Griether Markt und Haus Grieth

Grieth ist eine alte Fischer- und Hansestadt an der Rhein im Deutschland. Der Ort gehört der Gemeinde Kalkar im Nordrhein-Westfalen und hat etwa 840 Einwohner (2005).

Geschichte

Die Geschichte von Grieth ist durch seine Lage am Rhein klar definiert. Grieth wird seit dem dreizehnten Jahrhundert von den Herzögen von regiert Stock zu einem befestigten Handelsplatz mit Hafen ausgebaut. Sie könnten wirklich ihre eigene Stadt am Rhein nutzen, um Zugang zum Schiffsverkehr zu haben. Der Ort Rees, sieben Kilometer entfernt schräg gegenüber von Grieth gelegen, stand unter der Herrschaft von Köln. Im 1254 Grieth erhielt das Stadtrecht und 1472 Zoll und customs Stapelrechte. Grieth wurde Mitglied der International Trade Union of Hansestädte. Der Name Grieth leitet sich von „Gritt“ ab, was Sand oder Kies bedeutet.

Bis ins 20. Jahrhundert bot der Rhein den Einwohnern von Grieth verschiedene Möglichkeiten, ein Einkommen zu erzielen. Die Fischer hielten sich mit dem Fang von über Wasser Aal und Lachs. Ein anderer Lebensunterhalt bestand im Ziehen Lastkähne und bei Windstille auch von Segelschiffen. Die Griether stellten hierfür die Pferde zur Verfügung und waren als Reiter und auch als Barkassenführer tätig. Sie verkauften auch Proviant von kleinen Booten an die Besatzungen vorbeifahrender Schiffe.

Das Bett des Rheins

Der Rhein schlingt sich von Südosten her in einer Schleife nördlich von Grieth um die Stadt. Die ursprünglich weitläufige Schleife wurde im Laufe der Jahrhunderte immer kleiner. Der Weiler gritherort, das heute auf der anderen Flussseite liegt, war zu Beginn des letzten Jahrtausends eine Halbinsel im Rhein, die durch eine Landzunge mit Grieth verbunden war. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde diese Landzunge durch Hochwasser überflutet und der Rhein fand sein heutiges Bett. Nördlich von Grietherort alte Rheinarme wie die Bienener Altrhein von diesem mäandernd Geschichte des Flusses.

Flussabwärts wurde der Fluss im 19. Jahrhundert zu einem künstlichen Bett gemacht; es gab eine Schleife zwischen Grieth und Dornick durchbohrt. Das Preußisch Regierung begann in 1819 zum Griether Durchstich und 1832 passierten die ersten Schiffe das neue Bett.

Stadtbild und Sehenswürdigkeiten

Grieths Silhouette wird bestimmt durch die fünfzehntes Jahrhundertspätgotische Kirche St. Peter und Paul. Diese Kirche liegt direkt hinter dem Deich und ist nur durch eine Häuserzeile vom Marktplatz abgeschirmt. Das kompakte, halbkonzentrische Straßenmuster verleiht der Stadt einen malerischen Kleinstadtcharakter. Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich die Bebauung der Stadt auf diesen mittelalterlichen Kern, wo die Menschen am besten vor Hochwasser geschützt waren, obwohl auch dort die Straßen gelegentlich vom Rheinwasser überflutet wurden.

Eines der historischen Denkmäler in Grieth befindet sich am Nordrand der Stadt Haus Grieth, die erstmals in einer Schrift aus writing erwähnt wurde 1371. Das Gebäude, das zunächst der Verteidigung von Grieth diente, wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil renoviert.

Grieths Verbundenheit mit dem Rhein äußert sich unter anderem in einem im Sommer mit Fahnen geschmückten Schiffsmast, der auf einer Plattform auf dem Deich steht, und in einem steinernen Boot auf einer Säule, das in den Auen und durch hohe das Rheinwasser kann gespült werden. Dieses Steinboot wurde vom Bildhauer Christoph Wilmsen-Wiegmann aus Kalkar geschaffen.

Es befindet sich am Marktplatz market Heimatmuseum Griethmuseum, wo Sie alte Fotos und historische Geräte und Werkzeuge von Korbmachern, Fischern und Schiffern bewundern können. Die Ausstellung vermittelt ein gutes Bild vom Leben in Grieth in früheren Zeiten. Jedes Jahr im Spätsommer wird in Grieth ein Fischmarkt veranstaltet, der viele Besucher von außerhalb anzieht. Einige hundert Meter südlich von Grieth liegt das Fischerboot Anita II, das zur Rheinfischerei, auch zur Erforschung des Fischbestandes und der Gesundheit des Fischbestandes, eingesetzt wird.

In der Sommersaison fährt die Fußgänger- und Radfahrerfähre Inseltreue zwischen Grieth und Greitherort. 2016 wurde neben dem Heimatsmuseum das Hanseladen ein genossenschaftlicher Dorfladen eröffnet, der die Lebensqualität im Dorf erhöhen und den gegenseitigen Zusammenhalt stärken soll.

Bilder

Literatur

  • Helmut Rotthauwe: Kostenbarkeit Kalkar, Pulheim, 1980, S. 316–319, ISBN 3792705583
  • Günther J. Bergmann: Kalkar – der Stadtführer für das Zentrum und die Stadtteile, Duisburg, 2002, ISBN 3874633373
  • Alois Puyn: Calcar, Du kleine Stadt am Niederrhein – Bilder von Anno dazumal 1868–1945, Goch/Kalkar, 1980, S. 132–137

Externer Link

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