WikiDer > Schinkentor
Das Schinkentor ist ein Stadttor ab 1688 in der Festungsstadt Grab in der niederländischen Provinz Nordbrabant.
Geschichte
Das Tor wird erstmals 1309 urkundlich erwähnt. Dieser Hampoort stand jedoch nicht an der Stelle des heutigen. 1626 im Auftrag des Allgemeine Staaten der Hampoort wurde in Richtung Kreuzung Hamstraat-Gasthuisstraat verlegt. Die Eroberung von Grave von den Franzosen durch Wilhelm III 1674 führte zu schweren Schäden an der Festungsanlage, die einen Neubau erforderlich machten. 1688 wurde beispielsweise ein neuer Hampoort als Teil der neuen Befestigungsanlagen gebaut.
Benutzen
Der Hampoort ist im Stil der Niederländischer Klassizismus. Das Torhaus besteht aus einem überdachten Gang mit rippenlosen Kreuzgewölbe die auf der Stadtseite in eine Halle mündet. Die Passage hat zwei Knicke. Das war eine zusätzliche Abwehrmaßnahme. Wegen der Knicke war es nicht möglich, direkt durch das Tor zu schießen. Es Tympanum auf der Landseite neben der Jahreszahl 1688 das Wappen der Republik der Vereinigten Niederlande und von König-Stadthalter Wilhelm III.
Im 17. und 18. Jahrhundert konnten sich zwei Bataillone von Fußsoldaten in den Torräumen aufhalten. In Zeiten, als in Grave keine Truppen stationiert waren, diente das Gebäude lediglich als Stadttor. Vorbeiziehende Truppen könnten dort möglicherweise die Nacht verbringen. Um 1814 wurde das Tor als Bäckerei und als Lazarett genutzt.
Heute hat das Gebäude keine Torfunktion mehr. Der Durchgang ist geschlossen. Das Graafs Museum und das Zunftzimmer der Cloveniers Gilde sind in den Flügeln des Hampoort untergebracht.
Tunnel
Unter dem Tor befindet sich ein Tunnel, der jetzt über die Sint Elisabethstraat zugänglich ist. Der Korridor von ca. 50 Metern verläuft unter dem Hampoort bis zur Mitte des Eingangstors (Landseite). Dieser (End-)Punkt liegt auf Höhe des Wasserspiegels des Kanals. Es wird vermutet, dass der Korridor als Fluchtweg und/oder Abwasserkanal genutzt wurde.
Monument
Der Hampoort wurde bezeichnet als Nationaldenkmal und gehört zu den 'Top 100 des Nationalen Amtes für Denkmalpflege“ von 1990.
Fotogallerie
Externer Link
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