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Helga Paetzold
Weberin Helga Paetzold
1984 Blitzstrahlen 320x180 cm
1982 Pena Negra 430x190 cm
1990 Der Engel 328x190 cm
Grab von Helga Paetzold und ihren Eltern.
Vorsatzstein 'Weberei Helga', Sittard
Buch "Meine Mutter Helga Paetzold"

Helga Patzold (Friedeberg, Schlesien, 10. Februar1933 - Sittard, 21. Dezember1990) war ein Deutsch-Niederländer Webkünstler.

Lebenszyklus

Nach dem Zweiter Weltkrieg Paetzold musste mit 13 Jahren mit ihren Eltern fliehen, weil Schlesien wurde polnisches Territorium. Paetzold studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und zu den Jan van Eyck Akademie im Maastricht. Erst in den letzten zehn Jahren ihres Lebens hat sie die schrecklichen Ereignisse von Krieg und Flucht in ihre Wandteppiche eingearbeitet.

1955 heiratete sie den Ingenieur Johannes Hubertus Ottenheym. Er war Leiter der Bio-Abteilung bei der DSM im Geleen. Sie haben sich eingelebt Sittard auf der Kollenberg. Sie hatten fünf Kinder; vier Söhne und eine Tochter. 1976 erkrankte sie schwer. Ein Jahr später wurde sie für geheilt erklärt. 1979 wollte sie sich von Ottenheym scheiden lassen. Von 1979 bis 1980 lebte sie mit ihren beiden jüngsten Kindern in Maastricht. Ab 1980 lebten sie in der Begijnenhofstraat 7 in Sittard. Sie hat dieses Haus genannt Weberei Helga.

Paetzold ist bekannt geworden für ihre beeindruckende Wandteppiche von monumentaler Größe. Sie webte mehr als 85 große Wandbehänge, nur die ab 100 Zentimeter Breite gezählt. Sie hatte mehr als 70 Ausstellungen im In- und Ausland.

Besucht im August 1990 Königin Beatrix ihr Atelier. Die Königin, die der modernen Kunst sehr zugetan ist, und die Weberin sprachen lange miteinander. Paetzold empfand diesen Besuch als ehrenvolle Anerkennung ihrer Arbeit.

Am 21. Dezember 1990 verstarb Helga Paetzold nach kurzer Krankheit in ihrem Haus in der Begijnenhofstraat. Ihr Grab ist in Leuscheid, in Deutschland Westerwald.

Helga Paetzold hatte kurz vor ihrem Tod eine Stiftung gegründet, die sich um ihr künstlerisches Erbe kümmern sollte, die Stiftung Sammlung Helga Paetzold. Neben der eigentlichen Verwaltung der Tapisserien verfolgt die Stiftung das Ziel, regelmäßig Ausstellungen zu organisieren, damit die Werke von Helga Paetzold der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Bildung

  • 1948-1952: Staatliche Handels-u. Gewerbeschule Rheydt, Abteilung Kunst Handarbeit.
  • 1952: Gesellenprüfung Handsticker. Ihr Gegenstück war eine gestickte Landkarte von Schlesien, 120x160 cm. Damit gewann sie einen Preis, der ihr ein Studium an der Werkkunstschule Düsseldorf ermöglichte.
  • 1952-1954: Werkkunstschule Düsseldorf, Textilabteilung, Webkunst.
  • 1954-1955: Jan van Eyck Akademie Maastricht, Abteilung Gobelin.

Liste der Teppiche

Teppiche kleiner als 100x100 cm sind in dieser Liste nicht enthalten.

1956Puppen64x101 cm
Zahlen85x123 cm
1958(ohne Titel)66x97 cm
1960Puppenspiel240x100 cm
Drachen120x160 cm
1961Riese152x280 cm
Feuer148x264 cm
Boden240x120 cm
1962Feuerbaum160x320 cm
Licht236x128cm
1963Leben400x160 cm
Energie160x160 cm
Baum280x150 cm
1964Der Wunderteppich76x318 cm
1965Maya500x150 cm
Kinderteppich74x171 cm
Marc320x160 cm
1966Kreuzvogel300x160 cm
Rote Maya150x140 cm
1967Frühling300x150 cm
Symbol220x160 cm
1969Kreuzzug der Kinder885x44 cm
1970Märchen144x137 cm
Haar160x200 cm
Der Vorhang öffnet sich150x180 cm
1971Abschluss100x250 cm
Die große Straße320x260 cm
Märchen160x120 cm
1973Marokko200x160 cm
1974Baum200x380 cm
1975Nachtschatten180x120 cm
Nachtblumen160x230 cm
Koen205x156 cm
1976März200x160 cm
Kann160x130 cm
1977Antibes200x160 cm
Erwachen300x160 cm
1978vuuvogel I200x300 cm
Feuervogel II200x300 cm
Feuervogel III200x300 cm
Wein Feuer155x230 cm
Flamme135x270 cm
Fliegend135x158 cm
Wasserleben222x155 cm
Erwachen155x120 cm
Helga156x278 cm
Frühling240x160 cm
1979Feuervogel200x300 cm
Wein Feuer135x160 cm
Feuerblumen235x160 cm
Urbaum240x160 cm
Sonnenaufgang230x160 cm
La Provence135x160 cm
1980leichte Bäume160x240 cm
Juli 198088x197
1981drei Vögel160x90
Garten370x162
Felsenblumen162x125cm
1982Wasser-Sonne-Wind120x240 cm
„Und ich werde singen“160x65
Begrabene Blume86x160 cm
Pena Negra430x190 cm
1983Und in der Nacht330x200 cm
Tränen155x155 cm
Flamme160x120 cm
Tanz des Todes155x85 cm
unterirdisch90x203
Farbe Mann-Wassermann90x170 cm
1984Wunderblumen240x150 cm
Feuerblumen160x120 cm
Blitzstrahlen320x180 cm
Weiße Flamme78x200 cm
1985Aber dieses Blut steigt205x336
Aber dieses Blut steigt (2)185x90 ​​cm
Luftteppich190x348 cm
Hell dunkel480x100 cm
1986Herz schwer verletzt100x196 cm
Herzblut ich235x190 cm
1987Herzblut II330x190 cm
Herzblut III265x190 cm
1989Grabbäume350x190 cm
1990Der Engel328x190cm

Ausstellungen

1961Eindhovender Krabbentanz
1962AmsterdamGalerie Die drei Hendricken
1963Nimwegenwiegen
HengeloKunsthalle Hengelo
LeuchtendenSchloss Terborg
1965Den HaagKunsthalle Nouvelles Images
RotterdamAusstellungshalle Lijnbaan
BrunssumDie Gallerie
Krefeld (D)arbeitende Kunstschule
1966SittardKrtitzraedthuis
AmsterdamHeineken-Galerie
1968Brügge (B)Hautpflegehaus
WijnandsradeSchloss Wijnandsrade
1974AmsterdamGalerie Facette
1975Brüssel (B)Kunstgalerie La Rose Traversée
1976SittardKritzraedthuis
1977AmsterdamAmro Galerie
1978Cannes (Fr)Kunstgalerie Mont Fleury
1979VenloKulturzentrum
1981RoermondGalerie Baldachin
1983SittardKritzraedthuis
1984MaastrichtGalerie J. van Reyn
1985RoermondOrangerie
1991SpijkenisseGalerie 't old Raadhuys
1993Sittardkritzraedthuis
2002Hasselt (B)Kulturzentrum
2012SittardDie Domäne

Gruppenausstellungen

1963DelftDer Prinzenhof
1964hoesbroekSchloss Hoensbroek
HilversumJubiläumsgesellschaft kollaborierender Kunsthandwerker
1965Hannover (D)Kunsthandwerk aus Hannover
ApeldoornVan Reeckum Galerie
1966Lüttich (B)Musée de l'Art Wallon
MaastrichtBonnefantenmuseum
EmmeloordDomänenbüro
AmsterdamGalerie Die drei Hendricken
AlmeloKunstkreis De Waag
1967NimwegenDas Wiegehaus
LeeuwardenKunstzentrum Prinsetuin
ApeldoornVan Reekum Galerie
DelftPrinsenhof
AmsterdamGalerie Die drei Hendricken
1968HaarlemFrans-Hals-Museum
1969VenloKulturzentrum
MedemblickSchloss Radboud
Bochum (D)Städtische Kunstgalerie
1971HaarlemFrans-Hals-Museum
SittardKritzraed-Haus
1972DelftPrinsenhof
Maaseick (B)Kulturzentrum
1973Aachen (D)Bastelstudio
1974HaarlemFrans-Hals-Museum
1975AmsterdamGalerie d'Endt
Deurle (B)Kreative Benelux
1976MaastrichtAugustinerkirche
1977VenloKulturzentrum
1979HeerlenDas Rathaus
Beauvoorde (B)„Das Kind in der Kunst“
Deurle (B)Museum Leon de Smet
Lüttich (B)Musée de l'Art Wallon
1980Hannover (D)'Handwerksform'
DelftCOSA
Hasselt (B)Kulturzentrum
1982AmsterdamZentrum für textile Kunstformen
1983VenloMuseum Bommel van dam
DelftCOSA
MaastrichtEurohalle
LarenSängermuseum
1985MaastrichtEurohalle
1987Mönchengladbach (D)Schloss Rheydt
HeusdenSchloss Dussen
RoermondStädtisches Museum
MaastrichtEurohalle
Valjevo (Jugoslawien)'Austausch Valjevo'
1988HeerlenStadttheater

Bücher

  • 1993 Die kreative Kraft des Webstuhls ISBN 9068251260
  • 2012 Maja Gabriel-Ottenheym, Meine Mutter Helga Paetzold ISBN 978-3-86386-336-4
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