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Koen Blijweert | ||
Koenraad Julien Marie (Koen) Blijweert (Willebroek, 2. Juni1956[1] - Löwen, 8. Februar2021[2]) war ein flämisch Geschäftsmann und Lobbyist.
Lebenszyklus
Koen Blijweert war der Sohn von Renaat Blijweert, der in den 1960er und 1970er Jahren Antwerpen Bauunternehmen Amelinckx zum größten Bauunternehmen von Mehrfamilienhäusern in Belgien. Sein Bruder Peter ist CEO von Blyweert Aluminium,[3] und war zuvor Gründer und Eigentümer des Aluminiumherstellers Aliplast, an dem auch Koen Blijweert beteiligt war.[4]
Neben seiner Tätigkeit als Lobbyist war Blijweert auch als Immobilienmakler tätig. Sein Versicherungsbüro Assumax mit Sitz in Waasmünster, wurde im Januar 2020 vom Versicherungsmakler AlliA übernommen.[5][6]
Kontroversen
Blijweert wurde „der Mann der siebzig Verhöre“ genannt, weil er bereits mehrmals in verschiedenen Akten und Betrugsfällen verhört worden war. Er wurde jedoch nie verurteilt.
Als Lobbyist wurde Blijweerts Name oft in Akten erwähnt CVP-Politiker Leo Delcroix. Unter anderem war er bei einem Werbe- und Immobilienunternehmer Maurice De Velder aktiv als Lobbyist für suchende Unternehmen Staatsausgaben. So war das Duo beispielsweise an den Ausschreibungen für die Umweltboxen. In den späten 1980er Jahren, Luc Biesemans, damals Privatsekretär der Zukunft PremierministerJean-Luc Dehaene (CVP), für 480.000 Franken Möbel aus Blijweert in der Zeit, in der Dehaene damals Verkehrsminister, über Verträge mitentschieden, um Flüsse frei von Ratten zu halten. 1997 wurde die Brüssel Kammer, dass es keinen Prozess geben würde. Außerdem schenkte Blijweert 1989 Wilfried Terryn, dem damaligen Generaldirektor der flämischen öffentlichen Beschaffungsverwaltung, ein Auto. Während der Untersuchung durch den Hohen Aufsichtsausschuss wurde der Zahlungsnachweis von der betroffenen Person vorgelegt und das Verfahren eingestellt.[7][8]
Blijweert finanzierte Action Trading, ein Import-Export-Unternehmen auf dem on Flughafen von Zaventem von Charles De Pauw (Enkel des Projektentwicklers Charly De Pauw). Im Juni 1999 wurde er wegen Beihilfe zum Mehrwertsteuerbetrug mit Mobiltelefonen und Untreue angeklagt.[9] Er wurde festgenommen, aber am nächsten Tag auf Bewährung freigelassen. Im Oktober 2000 wurde er auch wegen aktiver Korruption angeklagt und erneut festgenommen,[10] aber im November desselben Jahres wurde er wieder freigelassen.[11]
Ende der 1990er Jahre würde Blijweert auch Bordellbesuche Biene Yab Yum im Amsterdam für Dirk Merckx bezahlt haben, dann zunächst Stellvertreter bei der Brüsseler Staatsanwaltschaft. Laut Blijweert hätte ihm Merckx Tipps zu Steuerprüfungen gegeben. Im Jahr 2000 wurde Blijweert von einem ehemaligen Garagen- und Discobesitzer veröffentlicht Vilvoorde mit einem Foto von ihm im Beisein von Merckx für 2,5 Millionen Franken erpresst. Im November 1996 ließ Blijweert den Mann aus seiner Zelle entfernen, um Blijweerts Anteile an seiner Disco unter Zwang und im Beisein von Polizeibeamten zu übernehmen.[12][13] Im März 2012 wurde die Untersuchung ohne Folgen eingestellt.[14][15]
Im August 2010 war Blijweert bei einem Gipfeltreffen zwischen Didier Reynders, Louis Michel und Jean-Claude Fontinoy des HERR und Bart De Wever und Siegfried Bracke des N-VA im Brüsseler Restaurant Bruneau. Das Treffen fand während der Bildung der Bundesregierung.[16][17] Im Juli 2015 organisierte Blijweert ein Abendessen, bei dem auch De Wever anwesend war, genau wie Jan Jambon (N-VA), die restliche Parteiführung der N-VA und weitere prominente Persönlichkeiten der flämischen Baubranche.[18]
Im Februar 2016 Journalist Georges Timmermann von Apache bekannt, dass Blijweert seit Jahren das rechtsextreme Satiremagazin ist 't Schelde finanziert.[19] Timmerman hatte bereits Ende der 1990er Jahre Blijweerts betrügerische Praktiken aufgedeckt. Blijweert und sein Anwalt, Hugo Coveliers, drohte Apache im November desselben Jahres zu verklagen.[20]
Im März 2017 wurde Blijweert im Fall des Niederländisch Immobilienmakler Frank Zweegers und der ehemalige Brüsseler Polizeidirektor Glenn Audenaert. Blijweert hätte sich zugunsten von Zweegers' Immobiliengruppe für Audenaert eingesetzt standhaft, wem gehörte die Staatliches Verwaltungszentrum, ein Bürokomplex in Brüssel an der Bundespolizei wurde vermietet. Blijweert wurde letztendlich nicht verurteilt.[21] Nach einigen Tagen wurde Blijweert aus gesundheitlichen Gründen freigelassen.[22]