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Andries van Dantzig

Andries van Dantzig (Gouda, 23. Dezember1920 - Amsterdam, 8. November2005) war ein Holländer Psychiater.

Biografie

Am 23. Dezember 1920 wurde Andries van Dantzig als ältester von zwei Söhnen in einer sozialdemokratischen Familie in Gouda geboren. Sein jüdischer Vater Eduard van Dantzig war Textilvertreter in einem örtlichen Kaufhaus und aktiv in der sozialistischen Bewegung.[1] Seine Mutter Jacoba Nicolina van Dantzig-Melles kam von a reformiert Umwelt und wurde Stadtrat für die SDAP und nach dem Zweiter Weltkrieg Stadtrat für die Arbeiterpartei in Gouda.

Van Dantzig studierte 1938 Medizin an der Universität Amsterdam (UvA) und besuchte dort auch Vorlesungen Psychoanalyse. 1944 konnte er seinen Abschluss machen, wurde aber wegen Widerstandsarbeit verhaftet. Durch die Campingplatz Amersfoort er landete im Konzentrationslager Neuengamme wo er in einem arbeiten musste Outdoor-Camp Biene Husum-Schwesing (am 22. April 2005 erhielt er das erste Exemplar eines Buches über Holländer in diesem Lager). Er ging dorthin Tuberkulose und nach seiner Rückkehr in die Niederlande im Mai 1945 musste er jahrelang heilen, sodass er erst 1952 Arzt wurde.

Zwischen 1956 und 1959 spezialisierte er sich auf die Psychiatrie und etablierte sich als unabhängiger PsychiaterPsychotherapeut. In dem sechziger Jahre würde er die Bücher von . lesen Hugo Brandt Corstius verkauft, als er für eine Beratung nicht bezahlt hatte. Das kam ein Jahr lang zu Van Dantzig Fehde stehen, in dem er ausnahmslos Von der polnischen Hafenstadt nannte sich.[2] 1965 wurde Van Dantzig Direktor des Instituts für Medizinische Psychotherapie in Amsterdam. Am 21. Dezember 1972 promovierte er an der P.C. Kuiper und G. J. Kloosterman und wurde Leiter der psychiatrischen Ambulanz der UVA. Außerdem bekleidete er verschiedene Vorstandspositionen und führte fast bis zu seinem Tod eine Privatpraxis.

In der Nacht zum 11. August 2002 war Van Dantzig zu Gast im RVU Radio-Talkshow Simek bei Nacht, in dem unter anderem diskutiert wurde, ob persönliche Gefühle geäußert werden, die Rolle des Therapeuten für den Erfolg oder Misserfolg einer Therapie und sein Aufenthalt im Konzentrationslager. Fast bis zu seinem Tod machte er darauf aufmerksam Kindesmissbrauch und der Mangel an Aufmerksamkeit, den die Gesellschaft den Folgen von psychischem Missbrauch schenkt. Am 10. Dezember 2004 wurde ihm der Clara Meijer-Wichmann Penning ausgezeichnet.

Kurz vor seinem Tod, am 14. Juni 2005, nahm er an der Sendung teil Gott existiert nicht des RVU in dem er für seine Atheist Glaube entstanden.

Am 8. November 2005 starb er im Alter von 84 Jahren an den Folgen eines Gehirnblutung.

Literaturverzeichnis

  • Homosexualität beim Mann (1969)
  • Chips; Artikel über Psychiatrie und Psychotherapie (1972; Dissertation)
  • Normal ist nicht gewöhnlich; Reflexionen über Psychiatrie und Psychotherapie (1974)
  • Psychotherapie, ein eigener Beruf; Entwurf über Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie (1990)
  • Ist alles erlaubt, wenn Gott nicht existiert? Über psychische Gesundheitsversorgung und Gesellschaft (1995)
  • Menschen untereinander; Aufsätze zur psychischen Gesundheit (2000)