WikiDer > Hoftanz
Das Hoftanz oder höfischer Tanz sich nach und nach als verfeinerte Form aus dem Volkstanz entwickelt.
Vor 1500
Die Trennung zwischen Volkstanz und Hoftanz erfolgte vermutlich im frühen Mittelalter. Der Volkstanz wurde zunächst hauptsächlich gesprungen, der höfische Tanz trat auf.
Zu den ältesten Hoftänzen gehören die 'esampie', das 'Saltarello“ und das „Trotto“. Vor dem 15. Jahrhundert werden zahlreiche Hoftänze erwähnt, darunter die 'Kantilene', das 'Ballade', das 'Rondeau', die 'gofenanz', die 'ridewanz', der 'treialter'.
Das 15. Jahrhundert ist das Jahrhundert der 'Basstanz'. Darüber hinaus wurden im 15. Jahrhundert höfische Tänze praktiziert: die bereits erwähnten 'Saltarello“ (auch „pas de Brabant“ und in Italien oft „saltarello tedesco“ genannt) und die „quaternia“. Aufgrund ihres schnelleren Rhythmus wurde die „Piva“ nur kurze Zeit als höfischer Tanz praktiziert. Im 15. Jahrhundert traten die Tanzmeister erstmals an den italienischen Höfen auf. Sie entwarfen selbst erfundene Balli, wie die Hoftänze.
Ab 1500
Unter dem Einfluss der ständigen Wechselwirkung zwischen Volkstanz und Hoftanz wurden im 16. Jahrhundert neue Tänze praktiziert. Im Volkstanz ist jeder langsame Tanz (predance) seit langem mit einem schnellen Tanz (afterdance) verbunden. Aus dieser Verschmelzung des langsamen Vortanzes und des schnellen Nachtanzes entsteht der musikalische Suite sich langsam.
Zu den neuen Hoftänzen nach 1500 gehörten:
Die französische 'volte' und der deutsche 'dreher' waren Vorformen der späteren Walzer.
Die letzte Blütezeit des Hoftanzes begann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit:
- es Menuett
- das passepied
- das bourrée
- Frankreich importierte eine neue jeder in dreiteiliger größe, eigentlich der erwähnte dreher. Sie blühte erst im 18. Jahrhundert auf.
Im 18. Jahrhundert wurde die Kontratanz als Hoftanz eingeführt.
Literatur
- P. Deses, 'Hoftanz', in: Musiklexikon Band 4, 1981, S.273-274
Siehe auch
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