WikiDer > Hugo de Ridder
Hugo de Ridder | ||||
Hugo de Ridder (2002) | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Geboren | 18. Juni1932 | |||
| Geburtsort | Borgerhout | |||
| Verstorben | 20. Oktober2018 | |||
| Ort des Todes | Antwerpen | |||
| Land | ||||
| Beruf | Journalist | |||
| dbnl-Profil | ||||
| ||||
Hugo de Ridder (Borgerhout, 18. Juni1932 – Antwerpen, 20. Oktober2018) war ein flämischJournalist und Essayist.[1]
Lebenszyklus
De Ridder studierte an der Xavier College im Borgerhout. In seiner Jugend war er aktives Pfadfindermitglied. Nach dem Studium der Literatur und Philosophie an den Universitäten von Namur und Löwen, begann er 1954 an der Studienabteilung der CVP. Er wurde auch politischer Journalist für die Antwerpen Zeitung Das Handelsblad. In diesen Jahren lernte er die Politiker kennen Leo Tindemans und Frank Swaelen. Zwischen ihnen entwickelte sich eine enge Freundschaft. Als Tindemans 1961 zum Parteisekretär der CVP gewählt wurde, bot er De Ridder eine Stelle als Sekretär an. So lernte er die Partei von innen kennen.
1966 verließ er die Politik und wurde Redakteur bei der Zeitung Der Standard. De Ridder war bekannt für seinen gründlichen investigativen Journalismus. Er hat unter anderem eine Reihe von Skandale rund um die RTT und die belgischen Krankenkassen. Zehn Jahre später wurde er Chef der politischen Redaktion. Dann Der Standard nach dem Konkurs 1976 in die Hände der VUM, stand Manu Ruys und De Ridder sorgten für die Wahrung der Identität und Unabhängigkeit der Redakteure. Seine Erfahrungen als Wetstraat-Journalist hat er in verschiedenen Büchern niedergeschrieben, in denen die Intrigen, Bräuche und Hintergründe der belgischen Politik skizziert wurden. 1971 erhielt er den Flämischen Pressepreis für die Serie politischer Porträts, die er gemeinsam mit Frans Verleyen schrieb.
1990 trat er von De Standaard zurück. Die Hauptgründe dafür waren die wachsende Unzufriedenheit mit dem Stand der Dinge bei der Zeitung, die immer weiter zunehmende Kommerzialisierung und das Ausscheiden von Ruys aus der Zeitung 1989. 1991 enthüllte Hugo de Ridder die Geschichte der Gespräche zwischen Poupehan, die zeigte, dass es einen intensiven informellen Kontakt zwischen Politikern gab Wilfried Martens, Gewerkschaftsführer Jef Houthuys, Banker Hubert Detremmerie und Kabinettsmitarbeiter Fons Verplaetse. Von 2000 bis 2002 war er Mitglied der Jury bei der Vergabe von Arbeitsstipendienmitteln an der Pascal-Decroos-Fonds.
Veröffentlichungen
- Wo ist jetzt mein schöner Obstgarten? 10 politische Porträts, (mit Frans Verleyen) Lannoo, 1971
- Sechs Monate mit Akte Demaegt, DNB, 1974
- Die Felsbrocken der Wetstraat, Davidsfonds, 1982
- Vierzehn Kampagnen: Wahlen 1946-1985, VUM, 1986
- War Orwell völlig falsch?: Die Schmerzmittel der Demokratie, , 198x
- Keine Gewinner in der Wetstraat, Davidsfonds, 1986
- Leo, Wilfried, Mark et les autres, Duculot, 1987,
- Politik an der Spitze, VUM, 1986
- Politiker fragten, VUM, 1987
- Sire, gib mir 100 Tage, Davidsfonds, 1989
- Vater, donnez-moi cent jours, Duculot, 1989
- Über Wilfried Martens, Lannoo, 1991
- Le cas Martens, Duculot, 1991
- Der ultimative Transfer, Lannoo, 1992
- Der Kampf um die 16, Lannoo, 1993
- Der geschlossene Raum, Lannoo, 1994
- Der ultimative Transfer, Lannoo, 1994
- Mont Ducal, Eine Biografie aus der Rue de la Loi, Lannoo, 1995
- Jean-Luc Dehaene. Mit Kommentar, Lannoo, 1996
- Le cas Dehaene, Racine, 1996
- Afterseed: eine Geschichte über morgen, Lannoo, 1997
- 50 Jahre Wahlkampf: 17 Wahlkämpfe 1946-1995, Scoop, 1999
- Press Free Valley: Eine Flucht aus der Demokratie, Lannoo, 2000
- Kein Blatt vor den Mund nehmen: Notizen zu einer Biografie, Lannoo, 2001
- Das angeschlagene Schilfrohr: Spitzenpolitiker mit Oppositionsschmerzen, Lannoo, 2004
- Brief an meine Enkel, Lannoo, 2012
- Ein charismatischer Politiker, Witsand-Verlage, 2015
Verweise
QuellenRitter, Hugo de, Machen Sie kein Blatt vor den Mund: Notizen für eine Biografie. Tielt: Lannoo, 2001, ISBN 90-209-4533-5 |