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Injectiemotor

EIN Einspritzmotor ist ein Verbrennungsmotor bei dem der Kraftstoff durch Einspritzen (Einspritzung) in den Brennkammer anstatt in einen Luftstrom durch a Vergaser. Dies führt zu einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch.

Frederick William Lanchester des Vorwärts-Gasmotorenunternehmen im Birmingham experimentiert in 1889 zuerst mit Kraftstoffeinspritzung.

Bereits am Ende des 50er Jahre wurde in Luxusautos verwendet (zum Beispiel Mercedes 300 "Adenauer") eingebaute mechanische Kraftstoffeinspritzsysteme, während in Kleinwagen bis Anfang der die 90er Vergasermotoren verwendet wurden.

Seit Anfang der 1990er Jahre mussten Motorenhersteller in Europa die Euro-Abgasnorm. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, hat sich die Einspritztechnik durchgesetzt. Auch weil Motoren mit viel Leistung auch mehr verbrauchen und es schwerer haben, die Normen zu erfüllen, ist die Einspritzung daher für den Consumer-Markt interessant. Aber erst gegen Ende des 20. Jahrhundert der Vergaser wurde komplett durch elektronische Benzineinspritzung ersetzt. Bei Motorrädern dauerte das etwas länger. So erhielten die beliebten Topmodelle wie die Honda CBR Fireblade und die Kawasaki ZX9R erst 2000 bzw. 2002 eine Einspritzung.

Geschichte

Die Idee der Kraftstoffeinspritzung ist fast so alt wie der Verbrennungsmotor selbst. Bereits in 1884 entworfen Johannes Spiel ein stationärer Motor mit mechanischer Einspritzpumpe. Bosch getestet in 1912 ein Motor mit umgebauter Schmierölpumpe (Bosch ler) für Kraftstoffeinspritzung; jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Ein Unikat von 1930 blieb ein Rennen Motorrad von Moto Guzzi mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung.

Kraftstoffeinspritzung ist von der 20er Jahre angewendet in Dieselmotoren. Zu dieser Zeit wurde die Wassereinspritzung auch in Schiffsdieselmotoren eingesetzt. Das Vernebeln von kaltem Wasser in der Brennkammer gibt etwa 10-15% zusätzliche Leistung.

Mechanische Injektion

Das erste in Serie gefertigte mechanische Kraftstoffeinspritzsystem war Mitte der die 30er von Bosch in Zusammenarbeit mit Daimler-Benz entwickeltes System für den Zwölfzylinder-Motor Daimler-Benz DB 601 aus dem Kampfflugzeug BF 109 und spätere Versionen der Wright R-3350Flugzeugtriebwerk, wie es in der B-29 Superfestung. Der Hauptvorteil besteht darin, dass die Einspritzung positionsunabhängig ist und nicht wie bei Vergasern verweigert wird. Hans Scharenberg, damals Technischer Konstrukteur bei Daimler-Benz, später Entwicklungsleiter im Unternehmen Gutbrod. Dort setzte Scharenberg das erste in einem Pkw eingesetzte Benzineinspritzsystem im Gutbrod Superior. Später würde der Designer dieses Autos Mercedes Benz ging zur Arbeit, wo er für den Motor der 300SL ab 1954 (Flügeltürer). In den 1950er Jahren wurden beide Kleinwagen mit Zweitaktmotoren (Gutbrod - 1951), Luxusautos (Mercedes 220SE - 1958) und Sportwagen (Mercedes-Benz 300SL), die bereits mit mechanischer Kraftstoffeinspritzung ausgestattet sind.

In den 1960er Jahren hatte das Unternehmen Kugelfischer auch eine mechanische Kraftstoffeinspritzung entwickelt, die beispielsweise in der BMW 2000 tii (1969), Ford Capri RS 2600 (1970) und Peugeot 504. Auch die erste (1973) Serienmotorrad mit Kraftstoffeinspritzung (München Mammut TTS/E) wurde mit diesem System bereitgestellt. 1979 wurde Kugelfischer von Bosch übernommen.

Die mechanische Kraftstoffeinspritzung mit (sehr komplizierter) stanzender Einspritzpumpe wurde nach 1970 wegen des schwierigen und teuren Herstellungsverfahrens nicht mehr viel verwendet. Porsche setzte das System in seinem Topmodell bis 1976 ein 911 Carrera mit 210 PS. Der letzte Pkw mit mechanischer Einspritzung und Pumpe war der luxuriöse Mercedes 600 die bis 1981 gebaut wurde.

Elektronische Einspritzung

Das erste Serienfahrzeug mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung war der Chrysler 300 von 1958. Das erste elektronische Einspritzsystem von Bosch (D-Jetronic) war die erste in den USA Version des version VW 1600 geliefert. Erst Ende 1967 wurde der VW 1600 auch in Deutschland angeboten. Gebraucht ab Anfang 1969 Mercedes Benz das System in der W115 CE 250. Später im Jahr 1969 auch eingeführt Volvo mit dem 1800E und Zitrone mit dem DS dieses System. Porsche folgte mit dem 914-4 und Opel 1970 der vierte deutsche Automobilhersteller, der die Kommodore GS/E weiter mit D-Jetronic elektronische Einspritzung.

Bosch entwickelte 1970 in enger Zusammenarbeit mit Porsche das K-Jetronic-System, das im Vergleich zu den Systemen der 50er und 60er Jahre weniger kompliziert ist. Porsche wendete dieses System ab 1973 in der 911. Der erste Audi mit K-Jetronic wurde ab 1975 im AUDI 80 (B1) GTE. Im folgenden Jahr, die, Volkswagen Golf GT mit dem gleichen Motor.

Eigentlich ist die K-Jetronic keine elektronische Einspritzung, sondern eine mechanische. Die Anzeige/Kraftstoffverteiler arbeitet rein mechanisch. Ein Auto mit K-Jetronic kann in bestimmten Fällen auch ohne elektrischen Eingang (außer der elektrischen Kraftstoffpumpe) gut funktionieren, obwohl es Probleme mit Kaltstarts und dergleichen geben wird. Von echter elektronischer Einspritzung spricht man bei der MotronicSysteme.

Die Firma Bosch produziert die Typen:

  • D-Jetronic (1967)
  • K Jetronic (1973)
  • L-Jetronic
    • LU-Jetronic
    • LH-Jetronic
  • Motronic (1979)
    • ME-Motronic (1995) mit elektronischem Gaspedal
    • MED-Motronic (2000) mit Direkteinspritzung
    • MEG-Motronic: integrierte Getriebesteuerung
    • MEV-Motronic: integrierte Ventilsteuerung
    • monomotronisch

Siehe auch