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Offsetdruk
MAN Roland Offsetdruckmaschine für einfarbigen Druck, Bj. 1980
MAN Roland Presse
Druckerei der Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zeitungsdruckmaschine mit Offsetplatten

Offsetdruck ist einer der am häufigsten verwendeten Drucktechniken. Die Technik bezieht sich auf die Flachdruck. Viele Akzidenzdrucksachen, Zeitungen und Zeitschriften werden im Offsetdruck gedruckt.

Technik

Die Druckform besteht in der Regel aus einem dünnen Aluminium Platte, auf der über fotografisch entfernt wurde ein Bild platziert. Um einen Ausdruck davon zu erhalten versetzte Platte es muss zuerst angefeuchtet werden. Alle Nicht-Bildteile nehmen diese Feuchtigkeit auf. Dann wird die fettige Tinte aufgetragen. Da die nassen Nicht-Bildbereiche die Tinte abstoßen, wird sie nur auf die Bildbereiche angewendet. Die Tinte wird nun auf ein Gummituch gedruckt und dann druckt dieses Gummituch das Bild auf das Papier. Durch die zwischenzeitliche Übertragung ("Offset") auf Gummituch darf das Originalbild auf der Offsetplatte nicht gespiegelt werden.

Heute unterscheidet man zwischen konventionellen Offsetplatten, also Platten, die mit Hilfe einer Folie durch eine starke ultraviolett Lampe (Plattenkopie) und Computer-to-Plate (CtP), bei der die Offsetplatte mit einem computergesteuerten Laserstrahl ist entblößt. So wird nicht nur die zeit- und arbeitsaufwendige Plattenkopie in letzter Instanz überflüssig, auch die Qualität der fertigen Drucksachen ist höher und stabiler.

Der Offsetdruck lässt sich gut für hohe Auflagen einsetzen, die schnell gedruckt werden müssen, wie beispielsweise eine Tageszeitung. Die allermeisten Zeitungsrotationen basieren auf dem Offset-Prinzip. Eine einzige Druckerei in England verwendet das Flexo-Prinzip (eine Art Stempelkissen), aber die dafür verwendeten Tinten sind schlecht recycelbar und daher bei der Regierung weniger beliebt.

Bei einer Vollfarbproduktion (Vierfarbdruck - CMYK, mit dem der Drucker alle Farben machen kann) - Cyan, Magenta, Gelb, Key, wobei Key oft, aber nicht immer schwarz ist) werden vier separate Durchgänge für den zu druckenden Bogen verwendet. Ganz wichtig ist natürlich, dass die vier Einzelfarben exakt übereinander gedruckt werden. Um dies zu gewährleisten, können Zusatzgeräte installiert werden. In diesem Fall muss auch die Luftfeuchtigkeit gut kontrolliert werden, damit sich das Papier zwischen den verschiedenen Druckläufen nicht ausdehnt oder schrumpft. Besser ist der Einsatz einer Vierfarbenmaschine, also vier integrierte Offsetmaschinen, wobei jede Maschine das bedruckte Papier an die nächste weitergibt. Moderne sogenannte "Nass-in-Nass"-Druckmaschinen benötigen keine Trocknung der Farbe, bevor sie das Papier in den nächsten Farbbereich weitergeben.

Geschichte

Offset wurde aus dem Lithographie, der flache druck mit Litho-Steine das in 1796 durch Alois Senefelder wurde erfunden. Der Engländer Robert Barclay patentiert im 1875 ein Rotationspresse was er drauf hat aussehen drücken könnte. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der Amerikaner Ira W. Rubel New Jersey und der Deutsche Caspar Hermann unabhängige Offsetdruckmaschinen, die einen hochwertigen Druck auf Papier liefern konnten.

Heute werden etwa zwei Drittel des gesamten Drucks weltweit im Offsetdruck hergestellt.

Siehe auch