WikiDer > Proat

Proet
Proet
Proet
Länge953 km
Höhe (Quelle)- m
fließen- m³/s
Einzugsgebiet27.500 km²
Quelledas Beskiden
Munddas Donau
Fließt durchUkraine, Rumänien, Moldau
Der Prut in Tatariw
Portal  Portalsymbol  Erdkunde

Das Proet (rumänisch: prut; Russisch und ukrainisch: рут, Proet) ist ein Nebenfluss der Donau im Ukraine, Rumänien und Moldau. Seine Länge beträgt 953 km. Damit ist die Prut der zweitlängste Nebenfluss der Donau. Der Prut bildet einen Großteil der Ostgrenze Rumäniens. Die größten Nebenflüsse des Prut sind die Cheremosh und der Jijia.

Der Prut entspringt in der südwestlichen Ukraine im Beskiden. Die Quelle ist in der Nähe des hoverla, der höchste Berg der Ukraine, der der Wasserscheide bildet mit einem etwas längeren Nebenfluss der Donau: die Theiß. Dies ist der Bereich der Hösuls, einem ukrainischen Bergvolk.

Der Prut fließt kurz nach Norden und biegt dann nach Ost-Südost ab. Sie passiert die Stadt Kolomyja (das Vorherige galizisch Kolomea) und nach der Mündung des Cheremosh Czernowitz (ehemals Czernowitz), die Hauptstadt der Bukowina. Diese beiden Städte sind die größten am Prut.

Östlich von Czernowitz wird der Prut die Grenze zu Rumänien und über Darabani hinaus, die zwischen der Republik Moldau und Rumänien verläuft (Rumänisch Moldawien). Der Prut knickt jetzt nach Südosten und später nach Süden. Der gesamte Grenzabschnitt ist extrem verwinkelt. Im Norden befindet sich ein großer Stausee: der Lac Stanca-Costeşti, gebildet von einem Damm, der Stanca-Costeștidam, in dem sich ein Wasserkraftwerk befindet. An diesem Grenzabschnitt gibt es kaum größere Städte. Die größte Stadt auf moldauischer Seite ist Ungheni, nicht weit weg von Iași, die größte Stadt im rumänischen Moldawien. Hier ist eine Tür Gustave Eiffel entworfene Eisenbahnbrücke von 1874.

Die Mündung der Prut in die Donau liegt 15 km östlich von Galai, ein wichtiger Binnenhafen.

Der Proet als Grenzfluss

Der Proet war in 1812 (Vertrag von Bukarest) erstmals ein Grenzfluss: Russland dann erobert Bessarabien auf der Fürstentum Moldawien. Dieses Fürstentum ging in 1878 (Berliner Kongress) in den neuen Staat Rumänien, wobei der Prut zur rumänisch-russischen Grenze wird. Im 1920 Bessarabien kam an Rumänien und wurde zum Grenzfluss Prut. Im 1947 (Vertrag von Paris) Rumänien musste Bukowina und Abtretung von Bessarabien an die Sovietunion: Der Prut wurde zur Grenze zwischen Rumänien einerseits und den Sowjetrepubliken Ukraine und Moldawien andererseits. Im 1991 diese Republiken wurden innerhalb ihrer bestehenden Grenzen unabhängig: Seitdem haben drei Länder den Pruth als ihre Grenze.