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ZDF
ZDF
ZDF
LandFlagge von Deutschland Deutschland
ProgrammdirektorThomas Bellut
Anfangsdatum1. April1963
Übertragungsartöffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt
GenreFamilie
AdresseZDF-Straße 1
55127 Mainz-Lerchenberg
Webseite
Liste der Fernsehsender
Portal  Portalsymbol  Fernsehen

Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) ist der zweite Deutsche öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Das ZDF hat einen Zuschaueranteil von 11,8 % (2011). Der Hauptsitz befindet sich in Mainz.

ZDF-Hochhaus

Geschichte

Das ZDF entstand als Reaktion auf eine gescheiterte Initiative zur Gründung eines vom Bund unterstützten privaten Privatsenders, der Freies Fernsehen Gesellschaft, zu etablieren. Am 3. November 1956 debütierte die Fernsehwerbung in Deutschland mit der Bayerischer Rundfunk. Im selben Jahr schlossen sich Verlage, Werbetreibende und Industrie in einem „Studienausschuss für Radio- und Fernsehwerbung“ zusammen. Im selben Jahr hatten die öffentlich-rechtlichen Sender bereits zwei Versuchskanäle auf dem neuen UHFFrequenz, mit der Absicht, nach einigen Jahren einen zweiten nationalen Fernsehkanal zu starten. Der Studienausschuss wollte zunächst verhindern, dass diese neuen Frequenzen endgültig dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zugeteilt werden. 1957 stellte sie einen Antrag auf Frequenzzuteilung bei der Deutschen Post (Deutsche Bundespost).

Es war die christdemokratische Kanzlerin Konrad Adenauer ein Dorn im Auge, dass die britische Labour-Regierung so viele Sozialdemokraten in die Führung der mitteldeutschen Nachrichtenagentur (DPD, später DPA) und des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) gebracht hatte. Auf der Grundlage des deutschen Grundgesetzes hatte die Bundesregierung jedoch nichts über den Sender und die Presse zu sagen. Nach dem Prinzip des sogenannten Kulturhöhe die in die ausschließliche Zuständigkeit der Länder fielen.

Die Bundesregierung versuchte, diese Beschränkung zu umgehen, indem sie darauf hinwies, dass die Hörfunk- und Fernsehanstalten zum Postdienst gehörten, der in die Zuständigkeit des Bundes fiel.
Adenauer unterstützte damit die Initiative für a Freies Fernsehen Gesellschaft (FFG) mit einem zweiten Fernsehnetz. Pläne für ein zweites Netz wurden von der Bundesregierung genehmigt und heimlich mit einer Bankgarantie von 20 Millionen Mark abgesichert. Am 5. Dezember 1958 wurde es Freies Fernsehen Gesellschaft offiziell gegründet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der FFG wurden gemeinsam von Adenauer und dem Bundesverband der Deutschen Industrieunternehmen bestellt. Am 3. August 1960 kaufte die FFG ein Ateliergelände Eschborn mit der Absicht, kurzfristig mit der Ausstrahlung beginnen zu können. Einige Fernsehserien wurden bereits gekauft bei CBS und ABC.

Deutschland-Fernsehen GmbH

Mit einem Appell an die Kulturhoheit würden die Bundesländer den neuen Sender über die Bundesverfassungsgericht blockieren kann. Um die Länder davon abzuhalten, wurde die FFG in eine eilig gegründete Holding eingebracht, de Deutschland-Fernsehen GmbH, an dem sich die Bundesländer beteiligen könnten. Die Post würde dieser neuen Holding die Sendelizenz erteilen, die Sendungen würde aber die FFG übernehmen.

Zwischen dem 19. August und 19. September 1960 beriefen sich die Bundesländer mit SPD-Regierung (Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Hessen) dennoch auf das Bundesverfassingsgericht. Dieses Gremium hat am 17. Dezember, zwei Wochen vor dem geplanten Sendebeginn, entschieden summarisches Verfahren: Die Sendungen wurden abgebrochen. In der abschließenden Entscheidung vom 28. Februar 1961 stellte das Bundesverfassingsgericht fest, dass die Zuständigkeit der Postbehörden auf die technische Seite der Signalübertragung beschränkt sei und nur die Länder für die inhaltliche Regelung der Sendungen zuständig seien.

Gründung des ZDF

Da für eine Sekunde klar war, dass die Zeit reif war, entschieden sich die Länder für „eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen: Zweites Deutsches Fernsehen“. Am 6. Juni 1961 schlossen die Länder den Vertrag zur Gründung des ZDF. Die Studios der FFG in Eschborn und eine Vielzahl bereits vorbereiteter Programme wurden übernommen.

Die erste ZDF-Sendung wurde am 1. April 1963 aus einem provisorischen Fernsehstudio auf dem Gelände des Bayern Filmstudios in Wiesbaden. Hier befanden sich in wenigen Kasernen die ersten ZDF-Studios.

Am 26. März 1974 wurde der erste Teil des neuen Studiokomplexes in Mainz eingeweiht; ein Hochhaus, in dem die Geschäftsführung, Redaktionen und Support-Dienste untergebracht waren und eine Garage für die berichtenden Fahrzeuge. Seit dem 6. Dezember 1984 ist das ZDF vollständig in Mainz-Lerchenberg angesiedelt. An diesem Tag hat sich das ZDF voll ausgeschöpft Sendezentrum offiziell im Einsatz, bestehend aus drei Fernsehstudios unterschiedlicher Größe. Die ersten Sendungen aus dem neuen Sendezentrum waren die Waren Olympische Winterspiele 1984 im Sarajevo. Einzigartig an diesen Studios ist, dass sie komplett rund sind und ausschließlich für Live-Übertragungen genutzt werden.

3sat, ARTE und ZDF Enterprises

Am 13. Juli 1984 haben die deutschen Sender ZDF und ARD, der österreichische Sender ORF und der Schweizer Sender DRS eine Partnerschaft für einen deutschsprachigen Satellitensender: 3sat. Seit 1991 beteiligt sich das ZDF auch am deutsch-französischen Kulturkanal ARTE. Seit dem 30. Januar 2001 ist 3sat in ZDF-Sendezentrale 2 auf der anderen Seite der Essenheimer Straße in Mainz-Lerchenberg.

ZDF-Unternehmen wurde 1993 gegründet und befindet sich zu 100 % in Privatbesitz des ZDF. Das Unternehmen vertritt die wirtschaftlichen Interessen des ZDF, wenn es um Verkaufsförderung der Artikel, die mit den Sendungen des ZDF verlinkt sind, wie zum Beispiel DVDs und Kleidung. Darüber hinaus verantwortet das Unternehmen den weltweiten Vertrieb von ZDF-Programmen, die Umsetzung internationaler Koproduktionen, den Lizenzvertrieb von Programmformaten und die Online-Vermarktung des ZDF. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Geschäftsführung und eigene Räumlichkeiten, die sich außerhalb des Sendegebiets in Mainz-Lerchenberg befinden.

Werbung

Das ZDF ist ein öffentlich-rechtlicher Sender. Die Werbezeit ist von Montag bis Samstag vor 20:00 Uhr auf 20 Minuten pro Tag begrenzt. Kurze Cartoons der Mainzelmännchen Übertragung.

Bekannte Programme

Berühmte Moderatoren

Externe Links

Mediendateien zu diesem Thema finden Sie auf der Seite ZDF auf Wikimedia Commons.