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Bonnefanten | ||||
| ehemals: Limburger Museum für Kunst und Antiquitäten | ||||
| Ort | Avenue Ceramique 250, Maastricht, Die Niederlande | |||
| Koordinaten | 50° 51′ N, 5° 42′ E | |||
| Oberfläche | 12.400 m² | |||
| Art | Antike, moderne und zeitgenössische Kunst | |||
| Etabliert | 1863/1884 | |||
| Menschen | ||||
| Direktor | Stijn Huijts (Künstlerischer Leiter), Els van der Plas (Geschäftsführer) | |||
| Kurator | Lars Hendrikman (Kunst vor 1850), Paula van den Bosch (Zeitgenössische Kunst) | |||
| Besucherzahl | 147.000 (2019)[1] | |||
| Detailkarte | ||||
| Webseite | ||||
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Es Bonnefanten ist ein Museum für bildende Kunst in Maastricht, die Hauptstadt der Provinz Limburg. Es ist eines von drei Provinzmuseen in Limburg (neben dem kontinuierlich im Kerkrade und der Limburger Museum im Venlo). Das Bonnefantenmuseum ist vor allem für seine mittelalterlichen Sammlungen bekannt Skulptur, Südniederland Malerei und moderne Kunst. Bei letzterem liegt der Schwerpunkt auf Konzeptualismus, arte povera und amerikanisch Minimalismus.
Namensgebung und Geschichte
Der Name Bonnefanten leitet sich von ersterem ab Kloster Bonnefanten im Zentrum von Maastricht, wo sich das Museum von 1951 bis 1978 befand. Auf der Website des Museums heißt es: "Im 18. Jahrhundert erhielt dieses Kloster im Volksmund den Namen Couvent des bons enfants (Kloster der braven Kinder), weil die Jugend so vorbildlich von den Nonnen erzogen wurde. Die Maastrichter Sprache ist als Bonnefanten bekannt."
Tatsächlich begann das Museum 1863 mit der Bildung einer Antiquitätensammlung durch die Société d'archéologie dans le Duché du Limbourg, später Limburger Gesellschaft für Geschichte und Altertümer (LGOG). Erst 1884 wurde die Sammlung öffentlich zugänglich, was bedeutete, dass sie ein Antiquitätenmuseum wurde. Das erste Gehäuse war die Sakristei des ehemaligen Augustinerkirche zum Kesselskade. Im Laufe der Jahre wurde das Museum sukzessive in der Ding Haus (1869-1914), das evangelische Waisenhaus (heute Theaterakademie; 1914-1952), die Kloster Bonnefanten (1952-1978) und die Entre DeuxKomplex (1978-1994). 1967 wurde das Museum als Limburger Museum für Kunst und Altertümer / Stiftung Bonnefantenmuseum verselbstständigt.[2]
Das aktuelle Gebäude auf dem Avenue Ceramique wurde 1995 vom italienischen Architekten entworfen Aldo Rossic realisiert an einem Standort auf der Gittergewebe Im Distrikt Keramik.[3] 1999 wurde die archäologische Sammlung an die Gemeinde Maastricht übertragen. Ein Teil dieser Sammlung ist nun in wechselnden Ausstellungen im Zentrum Keramik. Zuvor war die Archäologieabteilung der LGOG weitgehend in die Limburger Museum im Venlo. Ein kleiner Teil (antike Möbel und Maastricht Silber) ist im zu sehen Museum im Vrijthof. Seit 1999 ist "het Bonnefanten" ausschließlich ein Kunstmuseum.[4]
Von 2006 bis 2016 hatte das Museum Zugang zu einer Darlehen von 300 Werken aus der privaten Nachkriegssammlung des Paares Jeanne und Charles Vandenhove. 2011 erhielt das Land Limburg die Möglichkeit, die Kunstsammlung des Ehepaares Jo und Marlies Eyck zu erwerben und anschließend unter Verwaltung an das Bonnefantenmuseum zu übertragen. Seit 2012 ist die Ausbeutung von Schloss Wijlre, die dazugehörigen Gärten und die Rad Arets entworfen Heckenhaus in den Händen der Stiftung Bonnefanten-Hedge-Haus. Schlossgarten und Heckenhaus in Wijlre dienen derzeit als Außenstandort des Bonnefantenmuseums.
Bemerkenswerte Regisseure in der langen Geschichte der Bonnefanten waren Pierre Cuypers, Joseph Timmers, István Szenássy und Alexander von Grevenstein. Letzterer war dem Museum von 1976 bis 1979 als Kurator und von 1986 bis 2011 als Direktor verbunden. Unter seiner Führung entwickelte sich das Museum zu einer der führenden Kunstinstitutionen in den südlichen Niederlanden. Seit 1. März 2012 ist Stijn Huijts künstlerischer Leiter.

Dinghuis, ca. 1900

Evangelisches Waisenhaus, 1912

Bonnefantenkirche

Entre Deux
Gebäude und Layout
Mit dem raketenförmigen, 28 Meter hohen Turm auf der Aan Gittergewebe das Bonnefantenmuseum ist eines der modernen Sehenswürdigkeiten in Maastricht. Trotz der Postmodernist Das Aussehen des Turms verleiht dem Museum ein klassisches Aussehen. Die Fassaden sind in rotem Backstein gehalten, trachit rosso und irischer Freestone. Der Turm ist mit Zink verkleidet.
Der Grundriss des Museums basiert auf dem Großbuchstaben E. Der Mitteltrakt mit dem zentralen Treppenhaus bildet die Achse des Gebäudes. Das monumentale Treppenhaus mit hohen Backsteinwänden durchschneidet das Gebäude wie ein Oberlicht von Ost nach West. Bei der Gestaltung der Treppe ließ sich Aldo Rossi von den Montagne de Bueren im Lüttich.[5] Der Mitteltrakt hat vier Stockwerke, die Seitenflügel drei. Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Bereiche, der Museumsshop, die Kunstbibliothek und das Restaurant Ipanema. Die anderen Etagen sind als klassische Ausstellungsräume für die Dauerausstellung und Wechselausstellungen eingerichtet.
In der Nähe des Eingangs befindet sich der Leuchtturm, ein teleskopförmiger Innenturm, der sozusagen den Turm an der Maas ergänzt. In beiden Türmen sind bedeutende Werke der Sammlung zeitgenössischer Kunst ausgestellt. Zum Beispiel im 'Raketenturm' die Wandzeichnung 801 Spirale von Sol LeWitt wurde mehrfach gezeigt und im inneren Turm unter anderem die Werke L'Entrée de l'Exposition von Marcel Broodthaers, Die Geburt der Venus von Luciano Fabro und Schale mit Perlen von Ai Weiwei ausgestellt.
Das Museum nutzt seit mehreren Jahren eine angrenzende Fabrikhalle der Société Céramique, die sogenannte Wiebengahal. Letztlich erwies sich dieses Industriedenkmal als weniger geeignet für die Ausstellung von Kunst. Künftig will das Bonnefantenmuseum mit „Schaudepots“ unterirdisch expandieren, diese Pläne wurden jedoch aufgrund von Budgetkürzungen des Hauptfördergebers, der Provinz Limburg, vorerst verschoben.
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'Raketenturm' an der Maas

Museumseingang

Innerer Turm

Zentrale Treppe
Sammlung
Die Museumssammlung besteht größtenteils aus einer Dauersammlung antiker Kunst aus beiden Malerei wenn Skulptur aus der Zeit von 1200-1700, und eine ziemlich neu erstellte Sammlung moderne Kunst. Außerdem gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen organisiert.
Antike Kunst (bis ca. 1850)
Im ersten Stock befindet sich die Abteilung für antike Kunst (manchmal in Verbindung mit zeitgenössischer Kunst). Hier befindet sich die bedeutende Sammlung mittelalterlicher Holzskulpturen und die sog Neutelings-Kollektion (mittelalterliche Skulpturen und Artefakte aus Holz, Marmor, Elfenbein, Alabaster und Metall).
- Mittelalterliche Holzskulpturen, darunter ein Dutzend Statuen von Jan van Steffewert (einige Zuschreibungen), verschiedene Bilder der Meister von Elsloo und spätmittelalterliche Schnitzereien aus Brüssel, Mecheln, Antwerpen, Frankreich und der Niederrhein Bereich;
- Marmor-, Elfenbein- und Alabasterskulpturen von Süden der Niederlande, Frankreich, Deutschland, England;
- E-Mail abarbeiten Limoges (12.-13. Jahrhundert).

Galerieübersicht mittelalterliche Skulpturen
Sedes sapientiae
Hausaltar, Antwerpen? (1518)

Mittelalterliche Elfenbeinkunst
Ein wichtiger Teil der Abteilung für antike Kunst sind die Gemälde von früh italienisch, Deutsche und Südliche Niederlande Meister, größtenteils Leihgaben der Agentur für Kulturerbe.
- Frühe italienische Malerei u.a. Giovanni del Biondo, Domenico di Michelino, Jacopo del Casentino, Sano di Pietro, Pietro Nellic und Pasqualino da Venedig;
- Deutsche Renaissancemaler u.a. Lucas Cranach der Ältere und Jan Polack;
- Südniederländische Malerei, u.a. meist aus dem 16. Jahrhundert Colijn de Coter, Jan Mandijn, Jan Provoost, Roelant Savery, Pieter Coecke van Aelst und Pieter Aertsen. Eine besondere Arbeit ist die Zweifache Gerechtigkeit (ca. 1475) des Maastrichter Malers Johannes von Brüssel, nicht so sehr wegen der künstlerischen Qualitäten, sondern umso mehr wegen des (rechtlichen) historischen Wertes;
- Unter anderem nord- und südniederländische Malerei aus dem 17. Jahrhundert Pieter Brueghel der Jüngere, David Teniers der Jüngere, Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Jan Siberechts, Hendrik van Steenwijk der Jüngere, Hendrik de Fromantiou, Gerard de Lairesse, Wallerant Vaillant, Melchior d'Hondecoeter und Jan van Goyen.

St. Stephan (vor 1399), Giovanni del Biondo
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Grablegung (um 1505), Colijn de Coter

Volkszählung in Bethlehem (um 1610), Pieter Brueghel der Jüngere
Porträt von Pater Jan Neyen (1607), Peter Paul Rubens
Moderne Kunst (1850–1950)
Das Bonnefantenmuseum hat eine kleine Sammlung modern-klassisch Malerei und Skulptur, die aufgrund ihrer bescheidenen Größe selten zu sehen ist.
- Flämische Expressionisten: James Ensor, Konstanter Permeke, George Minne und Oscar Jespers;
- 'Limburger Schule': Rob Graafland, Charles Eyck, Edmond Bellefroid, Henri Jonas und Joep Nicolas. Das Werk des Maastrichter Dichter-Malers Pierre Kemp und die Fotosammlung von Werner Mantz nehmen hierzu gesondert Stellung.
Zeitgenössische Kunst (nach 1950)
Die Sammlung moderne Kunst wurde in den letzten Jahren teilweise durch Leihgaben privater Sammler stark ausgebaut. Der Kauf der Eyck-Kollektion bedeutete eine wichtige Verstärkung der Kollektion der Konzept- und Minimalisten.
Ein Überblick über die wichtigsten Strömungen und Künstler, die in der Sammlung Bonnefanten (einschließlich der Sammlung Eyck) vertreten sind:
- Kobra: Karel Appel und Shinkichi Tajiri;
- Amsterdam-Limburger: Pieter Defesche, Gene Eggen, Ger Lataster und Lei Molin;
- Minimal Art: Sol LeWitt (einschließlich Lange Pyramide), Robert Ryman, Robert Mangold und Richard Serra (einschließlich Die Stunden des Tages);
- Konzeptkunst: Jan Dibbets, Anzeigendekker, Peter Struycken, Mark Manders, Marcel Broodthaers, Joseph Beuys, Richard Long, Gilbert & George, Barry Flanagan, Bruce Nauman und Ai Weiwei;
- arte povera: Luciano Fabro, Mario Merz, Giuseppe Penone und Jannis Kounellis;
- Neo-Expressionismus: René Daniels und Hugo Debaere;
- Neue Figuren: Marlene Dumas, Helen Verhoeven, Luc Tuymans, Neo Rauch, Peter Doig, Gary Hume und Grayson Perry;
- Unter anderem Fotografie und Videokunst Joelle Tuerlinckx, David Claerbout, Francis Alÿs, Römischer Unterzeichner und Pawel Althamer;
- Installationen von Künstlern wie Atelier Van Lieshout, Patrick Van Caeckenbergh, Franz West und Istvan Csakány.
Im zweiten Stock befindet sich eine kleine Präsentation des Werks des italienischen Architekten-Philosophen Aldo Rossic (Studio Rossic). Auch Teile aus dem umfangreichen persönlichen Archiv des deutschen Künstler-Aktivisten werden regelmäßig präsentiert Joseph Beuys, die es 1975 dem Bonnefantenmuseum schenkte.
BACA Award und wechselnde Ausstellungen
Ab 2000 alle zwei Jahre die BACA-Auszeichnung (Biennale-Preis für zeitgenössische Kunst, zunaechst Der Vincent-Preis verliehen wurde, der wichtigste Preis für internationale bildende Kunst in den Niederlanden. Der Preis ist mit einem Geldpreis von 50.000 Euro, einer Publikation und einer Einzelausstellung im Bonnefantenmuseum verbunden. Gewinner wurden nacheinander Eija-Liisa Ahtila (2000), Neo Rauch (2002), Pawel Althamer (2004), Bethan Huws (2006), John Baldessari (2008), Francis Alÿs (2010), Maria Heilmann (2012), Laura Lima (2014) und Cai Guo Qiang (2016).
Weitere bedeutende Künstler mit Einzelausstellungen im "het Bonnefanten" waren: Richard Deacon (1987), Robert Mangold (1988/89, 1997), Richard Serra (1990), Peter Doig (2003), Gilbert & George (2006) und Grayson Perry (2016). Im Jubiläumsjahr 2009 fanden große Gruppenausstellungen statt (Exil an der Hauptstraße, mit Richard Artschwager, William Copley, Steve Gianakos, Alfred Jensen, Peter Saul, John Tweddle, John Wesley, HC Westermann und Joe Zucker), im Jahr 2011 das Abschiedsjahr des Regisseurs Alexander von Grevenstein (Erweiterte Zeichnung, mit Arbeiten von Sol LeWitt, Richard Serra, Robert Mangold und Bruce Nauman), 2012 (Sammlung Fischer), im Jahr 2013 (Die große Veränderung, russische Avantgarde-Kunst von u.a. Malewitsch, Kandinsky, Maschkow, Lentulov und Filonov) und 2015/16 (KERAMIK, Keramikkunst von u.a. Matisse, Rodin, Picasso, Schütte und Ai Weiwei).
Auch im Bereich der antiken Kunst werden Wechselausstellungen organisiert. Aktuelle Ausstellungen waren Der Weg ins Paradies (2003) über romanische Skulptur in Maastricht, Aus Vulkans Schmiede (2007) mit Bronzestatuen aus der Sammlung der Rijksmuseum Amsterdam, Palazzo (2008-2010) mit früher italienischer Kunst in niederländischen Sammlungen und Auf dem Weg nach Süden (2010) mit südniederländischen Meistern des 16. und frühen 17. Jahrhunderts aus der Sammlung des Rijksmuseums. 2011 eine Ausstellung modern-klassischer Werke aus Lüttich MAMAC (einschließlich Chagall, Ensor, Gauguin, Kokoschka, Liebermann, Léger und Picasso). 2015 fand eine Retrospektive des in Maastricht geborenen Barockmalers statt Hendrik de Fromantiou.
Siehe auch
Externer Link
Literatur, Quellen und Referenzen
- Szenassy, I.L. (Hrsg.), Bonnefantenmuseum. Das Gebäude. Das Museum. Die Kollektionen. Maastricht, 1984
- Szenassy, I.L. (Hrsg.), Kunst im Bonnefantenmuseum. Maastricht, 1984
- Szenassy, I.L. (Hrsg.), Antiquitäten im Bonnefantenmuseum. Maastricht, 1984
- Poel, P. te, Bonnefantenmuseum. Sammlung mittelalterliche Holzschnitzereien. Maastricht, 2007
- Poel, P. te, Bonnefantenmuseum. Sammlung Neutelings. Maastricht, 2007
- Quik, T., Bonnefantenmuseum. Die Geschichte. Maastricht, 2007
- Timmers, J.J.M., Katalog der Gemälde und Skulpturen. Maastricht, 1958
- Roads, R. van und T. Quik (Hrsg.), Bonnefantenmuseum Maastricht. Maastricht, 1995
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