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Marschrutka (Russisch, bulgarisch und ukrainisch: маршрутка) ist ein häufig verwendetes Mittel für urbane öffentlicher Verkehr in der ehemaligen Sovietunion und in Bulgarien und halte es in der Mitte Taxi und Stadtbus. Marshrutka ist eine Kurzform des russischen маршрутное такси, des bulgarischen маршрутно такси oder des ukrainischen маршрутне таксі und bedeutet „Linientaxi“.
Ein Marshrutka ist ein Minivan, der etwa 10 Personen Platz bietet und eine feste Route fährt. Im Gegensatz zu Buslinien hat die Marshrutka jedoch keine stoppt, aber Sie können überall entlang der Route ein- und aussteigen. Marshrutkas können ihre eigene Route haben sowie eine Buslinie ergänzen/verdoppeln. Der Preis für eine Fahrt mit einer Marshrutka ist in der Regel etwas höher als die Fahrpreise für Bus und Straßenbahn. Der Service der Marshrutka kann sich von Stadt zu Stadt leicht unterscheiden.
Kritik und Maßnahmen
Kritikpunkte
In Russland haben Marshrutka-Fahrer oft einen schlechten Ruf, weil sie aggressiv fahren, viele unsichere Situationen schaffen und jedes Jahr viele Unfälle durch Kollisionen verursachen. Außerdem gibt es viel Konkurrenz, was dazu führt, dass die Fahrer oft lange arbeiten, um so viel wie möglich zu verdienen. Hinzu kommt die Korruption der verschiedenen Regierungsstellen, die am Marschrutka-Transport beteiligt sind, was den Preis steigen lassen kann. Manchmal weigern sich die Fahrer, zu fahren, bevor die Marschrutka voll ist, um so viel Geld wie möglich zu verdienen, was sich auf die Ankunftszeit am Zielort auswirken kann. Manchmal wird die Anzahl der Sitzplätze in den Marshrutkas erhöht, um mehr Passagiere unterzubringen. Dies hat jedoch zur Folge, dass der Platz pro Passagier abnimmt und breitere Personen weniger bequem sitzen können. Dies gilt insbesondere für die GAZelles, die am häufigsten verwendet werden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Marschrutkas andere öffentliche Verkehrsmittel benutzen (insbesondere Straßenbahn und Oberleitungsbus) übertreffen, ohne selbst eine vollwertige Alternative zu bilden. Dies liegt unter anderem daran, dass in Marshrutkas alle Reisenden zahlen müssen, während viele Fahrgäste (zB ältere Menschen und Kinder aus kinderreichen Familien) kostenlos mit der Straßenbahn und dem Trolleybus fahren dürfen. Die Kommunen tragen die Kosten des kostenlosen Transports, zahlen aber sehr oft nicht. Infolgedessen geraten Straßenbahn- und Trolleybusunternehmen in finanzielle Schwierigkeiten.
Woronesch
Das bekannteste Beispiel ist die Stadt Woronesch. In relativ kurzer Zeit schrumpfte die örtliche Straßenbahngesellschaft von zwanzig auf drei Linien und die Trolleybusgesellschaft von achtzehn auf drei Linien. Bürgermeister Kovalev plante sogar, Straßenbahn und O-Bus ganz abzuschaffen. Immerhin kosten diese Transportmittel die Gemeinde viel Geld, während Marschrutkas Einnahmen durch Steuern erzielen.
Inzwischen wurden die Folgen der "Marschierung" sichtbar. Marshrutkas konnten die Fahrgastströme der ehemaligen Straßenbahn- und Trolleybuslinien nicht bewältigen (eine KTM-5-Straßenbahn kann beispielsweise 180 Personen befördern, bis zu 18 Marshrutkas), was zu weiteren Staus führte. Um das Blatt zu wenden, hat das Komitee Woroneschtsy - Sat tramwaj (Einwohner von Woronesch sind für die Straßenbahn). Das Komitee führte zahlreiche Kampagnen für die Straßenbahn und den Obus durch. 2006 kam ein neuer Bürgermeister an die Macht, und Pläne zur Abschaffung von Straßenbahnen und Trolleybussen wurden auf Eis gelegt.
Politik
In letzter Zeit kritisieren Regierungsvertreter in Russland die Marschrutkas zunehmend. Insbesondere die Zahl der Unfälle aufgrund gefährlichen Fahrverhaltens von Fahrern der GAZelles ist vielen Stadtführern ein Dorn im Auge. Verschiedene Städte versuchen daher, die Zahl der Marschrutkas zu reduzieren. Nach in Dauerwelle, Barnaul und Nowosibirsk begann im Jahr 2006, weitere Städte folgten 2007, wie z Jekaterinburg. In Moskau wurden noch keine Maßnahmen ergriffen, weil das Verkehrssystem dort bereits überlastet ist, sodass es keine Alternativen zur Marschrutka gibt.
Ein Problem für den staatlichen Ansatz ist die Tatsache, dass die meisten Marschrutkas private Eigentümer haben. Die Stadtverwaltung legt jedoch fest, welche Leitungen bestehen dürfen und legt jährlich durch Verträge fest, wer diese Leitungen nutzen darf. Damit lassen sich Anforderungen an Sicherheit und Komfort sowie an die Transportart festlegen. Darüber hinaus hat der Verkehrsminister Igor Levtin gab 2006 bekannt, dass alle älteren Kleinbustypen der Marke GAZ sollte durch neuere Modelle ersetzt werden. Ob diese letzte Maßnahme die Zahl der Unfälle reduzieren wird, bleibt abzuwarten, da viele Experten die meisten Unfälle auf die Fahrweise der Fahrer zurückführen.
Quellen
- Komitee Woroneschtsy za tramvaj Die Website enthält Erklärungen über die Ursachen der Verschlechterung der Straßenbahn und des Oberleitungsbusses von Woronesch und deren Folgen.
- (ru) оссия избавляется от маршруток-убийц. utro.ru (7. Juni 2007). Zugegriffen unter 8. Juni 2007.
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