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EIN Fernglas (oder einfach Zuschauer) ist ein optisch Instrument zur Vergrößerung entfernter Objekte. Das Instrument wurde 1608 von einem Holländer erfunden Hans Lippershey von Middelburg.
Heutige Ferngläser sind in der Regel doppelt (Fernglas) und besteht dann aus zwei gleichen Teleskope mit kleiner Vergrößerung. Beide Viewer-Hälften enthalten a objektiv und ein Okular und sind mit einem System von Prismen um das Bild zu begradigen (ein astronomisches Teleskop ohne diese Prismen ergibt ein umgekehrtes Bild). Ferngläser werden daher auch genannt Prismenbetrachter erwähnt. Außerdem verkürzen die Prismen das Fernglas, indem sie den Strahlengang kollabieren.
Das von Lippershey erfundene Fernglas hatte im Gegensatz zu den heutigen Ferngläsern eine Negativlinse als Okular. Dies ergibt ein aufrechtes Bild ohne die Notwendigkeit von Prismen, aber der Blickwinkel ist klein und eine große Vergrößerung ist nicht sehr machbar. Dieser Typ wird auch genannt Niederländischer Zuschauer erwähnt. Die sogenannten Operngläser verwenden manchmal noch dieses System.
Es werden zwei Arten von Prismen-Arrays verwendet. Auf der einen Seite gibt es die Dachkantprismen (auch Pentaprismen genannt), erkennbar am geraden Strahlengang (bei dem Objektive und Okulare gerade hintereinander stehen). Auf der anderen Seite gibt es die Porroprisma's, die eine Parallelverschiebung im Strahlengang ergeben. Wie auf dem Foto zu sehen, sind Objektive und Okulare gegeneinander verschoben.
Eigenschaften
Ferngläser werden in der Regel durch zwei Zahlen gekennzeichnet, zum Beispiel 10×50 oder 8×22. Die erste Zahl (10× oder 8×) gibt die Vergrößerung (die 'Stärke') an, in diesen Beispielen 10-fach oder 8-fach; die zweite Zahl gibt den Durchmesser von dem objektiv (offiziell: von der defokussiert) im mm Auf.
Dieser Durchmesser bestimmt die „Lichtsammelkapazität“ des Betrachters. Je größer die Frontlinse, desto mehr Licht fällt ein. Dividiert durch die Vergrößerung ergibt dies den Durchmesser des Austrittspupille. Selbst in der Abenddämmerung sollte es etwa so groß sein wie der Durchmesser des Pupille: etwa 7 mm. Ein 8×22 Viewer hat eine Austrittspupille von 2,75 mm und dieser Viewer ist daher besonders für den Tagesgebrauch geeignet, wenn auch unsere Augenpupille nicht groß ist. Ein 7×50 Viewer hat eine Austrittspupille von 7,1 mm und ist somit auch bei schwachem Licht einsetzbar. Es gibt einen noch besseren Hinweis auf die Nutzbarkeit in der Dämmerung Dämmerungszahl: Dies ist die Quadratwurzel (Vergrößerung mal Durchmesser). Die Quadratwurzel von (10×50) beträgt 22,4, die Quadratwurzel von (7×50) beträgt 18,7, sodass gemäß der Dämmerungszahl eine 10×50 bei weniger Licht etwas weniger brauchbar ist als eine 7×50.
Neben der Vergrößerung und dem Objektivdurchmesser sind auch die allgemeine Qualität der Objektive und die Größe des Sichtfeld von Interesse. Ein großes Sichtfeld macht es einfacher, ein sich bewegendes Objekt zu verfolgen, aber Optiken, die ein großes Sichtfeld bieten, sind komplexer und daher teurer in der Herstellung. Das Sichtfeld wird oft am Betrachter angegeben, entweder durch Angabe der Sichtweite in 1000 m Entfernung (zB 105 m auf 1000 m) oder durch Angabe des Blickwinkels in Grad (zB Bildwinkel 6,1° .). ). Im letzteren Fall lässt sich der „scheinbare Blickwinkel“ leicht berechnen: Dieser entspricht der Vergrößerung mal dem Blickwinkel. Dieser scheinbare Blickwinkel ist die Größe des Kreises, den Sie vor sich sehen, wenn Sie durch das Fernglas schauen. Bei sehr guten Ferngläsern liegt der scheinbare Blickwinkel in der Regel bei etwa 60°. Ein scheinbarer Blickwinkel von mehr als 70° macht den Betrachter sehr teuer oder macht die Bildqualität, insbesondere am Rand des Sichtfeldes, mittelmäßig.
Ferngläser werden auch auf kurze Distanzen verwendet. Viele Betrachter im Luxussegment können noch bis zu 2 Meter scharfstellen, was bei der Beobachtung von Schmetterlingen und Libellen sehr nützlich ist. Einige Spezialmodelle erreichen bei 8-facher Vergrößerung bis zu 50 cm.
Auch gasdichte Ferngläser mit Innenfokus finden wir im Luxussegment. Dadurch kann keine Kondenswasserbildung entstehen und die optischen Teile sind vor Wasserschäden geschützt.
Ein anderer häufig verwendeter Begriff ist APO. Dies beinhaltet die Beseitigung der chromatische Abweichung, oder Farbdispersion, indem Glas mit hohem und niedrigem Brechungsindex in einer Linse kombiniert wird, so dass alle (in der Praxis drei verschiedene) Wellenlängen (Farben) des Lichts fast die gleiche Brennweite haben. Dafür ist es oft Fluoritglas verwendet und LD-Glas (Low Dispersion). Die Entspiegelung der Linsenoberflächen und Prismen mit Hilfe von Beschichtungen hilft, Lichtverluste zu begrenzen und störende interne Reflexionen zu reduzieren.
Für Brillenträger, die mit Brille durch den Betrachter schauen möchten, ist es außerdem wichtig, wie weit die Austrittspupille hinter dem Okular liegt und ob sich die Schutzkanten des Okulars wegklappen lassen. Befindet sich die Austrittspupille weit hinter der letzten Linse des Okulars, sagen wir 18 mm, dann kann der Betrachter gegen die Brille gehalten werden und trotzdem ist das volle Sehfeld sichtbar. Ein Hersteller gibt oft an, dass ein Fernglas für Brillenträger geeignet ist, aber in vielen Fällen ist die Austrittspupille für viele Brillenträger noch etwas zu nah an der Optik, sodass der Rand des Sehfeldes verschwindet.
Da bei hohen Vergrößerungen die Bewegungen der Hand proportional vergrößert werden, ist es bei Betrachtern mit einer Vergrößerung von 10x oder mehr oft schwierig, ein stabiles Bild zu erhalten. Einige Betrachter sind daher mit elektronischen oder optischen Stabilisierungssystemen ausgestattet.
Viewer, die größer als 12×50 sind, sind normalerweise Einzelbetrachter und werden von einem Stativ aus verwendet. Diese Ferngläser werden oft als Teleskop bezeichnet und sind unter anderem beliebt bei Vogelbeobachter.
Siehe auch
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