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Hugo Distler
Hugo Distler
Hugo Distler auf einer deutschen Briefmarke (1992)
Allgemeine Information
Vollständiger NameHugo Distler
Geboren24. Juni1908
Verstorben1. November1942
LandFlagge von Deutschland (1867-1918).svgDeutsches Kaiserreich
Arbeit
aktive Jahre1931-1942
Genre(s)Klassisch
BerufKomponist
Organist
Instrumente)Organ
Einfluss(e)Hermann Grabner
Johann Sebastian Bach
Portal  Portalsymbol  Musik

Hugo Distler (Nürnberg, 24. Juni1908 - Berlin, 1. November1942) war ein Deutscher Komponist und Dolmetscher von LutheranerKirchenmusik. Er gilt als der bedeutendste Erneuerer der lutherischen Kirchenmusik nach 1930. Seine zwölf aktiven Jahre fielen mit dem Aufstieg der Nazismus.

Das Leben von Hugo Distler lässt sich in fünf Phasen einteilen:

  1. Er wuchs in auf Nürnberg und bekam dort auch seinen ersten Musikunterricht
  2. Da er nicht in die aufgenommen wurde Wintergarten, er betrat Leipzig studieren
  3. Bevor er sein Studium abschließen konnte, bekam er eine Anstellung als Kirchenmusiker in Lübeck
  4. Wegen des Kirchenkampfes zog er nach Stuttgart, um die zu treffen Württembergische Hochschule für Musik Lehren
  5. Er zog nach Berlin, weil er dort zum Professor berufen worden war, konnte die Spannungen aber nicht mehr bewältigen und engagierte sich Selbstmord.

Schwierige Kindheit in Nürnberg (1908 – 1927)

Hugo Distler wurde am 24. Juni 1908 als Bastard von August Louis Gotthilf Roth und Helene Distler. Seine Mutter heiratete 1912 den Amerikaner Anthony Meter und ging mit ihm nach Amerika. Die Patin wollte Hugo adoptieren, aber seine Familie war dagegen und Hugo blieb bei seinen Großeltern in Nürnberg. Der Weggang seiner Mutter gab dem sensiblen Jungen den Eindruck, unerwünscht zu sein, und er entwickelte Gefühle von Angst und Einsamkeit, die er für den Rest seines Lebens nicht überwinden würde. Da seine Großeltern eine Metzgerei besaßen, hatten sie wenig Zeit für ihren Enkel. So fehlt ihm die Liebe und Stabilität einer geordneten Familie und er zog sich immer mehr zurück.

In der Schule interessierte sich Distler besonders für das Lesen. Wenn Klassenkameraden zusammen spielten, las er leise in einer Ecke. So konnte er sich zurückziehen und allein sein. Er hat es besucht Nürnberger Realgymnasium wo er von den Lehrern und dem Schulleiter Anerkennung und Verständnis erfuhr. Sein Klassenlehrer riet seinen Großeltern, Hugo Musikunterricht nehmen zu lassen. Er lernte Klavier spielt mit Carl Dupont, mit dem er auch stundenlange Gespräche über den Sinn des Lebens führte. Als Elfjähriger gab er zusammen mit Ingeborg Heinsen sein erstes Schulkonzert. Daraus entstand eine enge Freundschaft. Hugo besuchte mit Ingeborg Konzerte und Theateraufführungen. Fast täglich waren sie zusammen, meist bei der Familie Heinsen. Für sie schrieb er seine erste - Autodidakt - Komposition. Gemeinsam nahmen sie Unterricht in Musikgeschichte und Musiktheorie. Hugo Distler war damals ein Liebhaber von Wagner.

Dreimal abgelehnt

1919 kehrte seine verwitwete Mutter mit ihrem Sohn Anton nach Nürnberg zurück. Distler wuchs fortan bei seinen Großeltern, seiner Mutter, seinem fünf Jahre jüngeren Halbbruder Anton, seiner Tante Anna und ihrem Mann und seiner fünf Jahre jüngeren Nichte Ruth Ditrich auf.

Nach dem Tod seiner Großmutter und der Krankheit seines Großvaters musste er seine von den Großeltern finanzierte Musikausbildung aus Geldmangel abbrechen. Der junge Distler versuchte, einen Platz auf der Städtisches Konservatorium wurde aber mit der Begründung abgelehnt, dass es ihm an Talent mangele. Die Absage enttäuschte ihn, doch vor allem dank der Motivation der Familie Heinsen begann er mit dem Vortraining. Nach sechs Monaten wurde er zum zweiten Mal und nach weiteren sechs Monaten zum dritten Mal abgelehnt. Die Lehrer spotten über sein Talent. Distler war überzeugt, wegen seiner ungewöhnlichen häuslichen Situation abgelehnt worden zu sein. Einer seiner ehemaligen Lehrer gab ihm daraufhin kostenlosen Unterricht. Nach dem Abitur 1927 bestand er cum laude in einem Aufnahmetest an der Landeskonservatorium in Leipzig.

Die Zeit in Nürnberg war für Hugo Distler schwierig: Die Abwesenheit seiner Mutter, seiner Großeltern, die ihn geistig nicht stimulieren konnten, und die Ablehnungen des Konservatoriums hinterließen ihre Spuren. Später tat Distler alles, um seine Arbeit in Nürnberg so oft und so gut wie möglich zu erledigen.

Studium in Leipzig (1927 – 1930)

Die Wahl für Leipzig lag auf der Hand: Dort wohnte nun seine Tante Anna und Distler konnte bei ihr zu Hause wohnen. Zum Wintergarten hat er studiert? dirigieren ("Kapellmeister") und Klavier. Als schon nach wenigen Wochen sein kompositorisches Talent zum Vorschein kam, Hermann Grabner er zu Komposition und Organ studieren gehen. Er befolgte diesen Rat, behielt jedoch den Unterricht in Dirigieren und Klavier bei. Über eine Studie Kirchenmusik er dachte noch nicht nach.

Grabner, sein Orgel- und Kompositionslehrer, mochte die moderne, avantgardistische Musik der Zeit nicht. Er wollte zurück zur Kunst des Johann Sebastian Bach und seine Vorgänger. Distler sah in ihm einen väterlichen Freund. Nach dem Studium blieben sie in Kontakt und Distler berücksichtigte seine Meinung und seinen Rat bis zuletzt. Dank eines Briefes von Grabner erhielt Distler ein Stipendium und platzierte Distler in der Orgelklasse von Günther Ramin.

Distler gefiel eine seiner Übungen aus dieser Zeit so gut, dass er sie später im Kleine Sonate für Klavier (ohne Opuszahl). Auch die Songbearbeitung Der grimmige Tod mit seinem Pfeil, die Motette Heut ist kein Kindlein geboren erstmals erschienen 1991, die Motetten Allein zu dir, Herr Jesu Christ, Ave Maria zart und der dreistimmige ChorFugeGloria in excelsis deo 1998 erstmals erschienen sind aus dieser Zeit.

Distler war kritikempfindlich: Das kleinste negative Urteil konnte ihn völlig aus dem Gleichgewicht bringen, und ein positives Urteil konnte bei ihm große Freude auslösen.

Eine Generation talentierter Organisten studierte bei Günther Ramin: Gerhard Bremsteller, Eduard Buchsel, Karl Richter und Carl Seemann. Distler nahm auch Unterricht in liturgischem Orgelspiel bei Friedrich Högner. Ramin und Högner strebten die Wiederbelebung der Barock ideal klingen. Durch Högners Konzerte lernte Distler erstmals alte historische Orgeln kennen. Um etwas dazuzuverdienen, wurde er Leiter der Gesangsabteilung eines Leipziger Sportvereins.

Thomaskirche

Die Thomaskirche in Leipzig, wo Johann Sebastian Bach bis um 1750 Kantor war und wo Mozart im 1789 Orgel gespielt

Distler war ein zierlicher Mann, aber er besaß einen eisernen Willen und Disziplin. In seinem Handwerk war er kompromisslos, zielstrebig und manchmal verbissen. Musik hat ihn begeistert.

Aufgrund seiner begrenzten finanziellen Mittel konnte er sich nur wenige Theater- und Konzertbesuche leisten. Deshalb besuchte er oft die Thomaskirche (Leipzig), woher arbeitet lassus, Palästina, Vulpius, Hassler, Gabrielic, Sweelinck, Prätorius, Schein, Schutz, pachelbel, Buxtehude, Bach, Arnold Mendelssohn, Gouverneur, Fortner und Ramin hingerichtet wurden. Distler war beeindruckt von der Musik der alten Meister, aber auch von der 1921 OratoriumLe Roi David von Arthur Honegger. Es Gewandhaus Distler fand es zu teuer und seine Programmierung zu langatmig und uninteressant. Die Leipziger Oper zog ihn an, sofern moderne Stücke aufgeführt wurden.

1927 und 1928 besuchte er die erste Nachstellung von Bachs Kunst der Fuge und der Musicalisches Angebot Biene. 1929 und 1930 lebte er im Leipziger Bachfest verschiedene Kantaten und der Johannes-Passion Biene.

1930, nach zwei Semestern, lief das Komponieren so gut, dass Distler sein erstes Hauptwerk, den Sonate für zwei Klaviere, zusammen mit Kommilitonen Carl Seemann, durfte am Konservatorium auftreten. Im selben Jahr führten beide Studenten die Arbeit für das Radio von Leipzig.

Dank an Karl Straube, Direktor des Kirchenmusikinstituts und Thomaskantor, seine ersten Werke wurden im Verlag angeboten Breitkopf & Hartel. Der Verlag wählte aus den fünf angebotenen Werken die Konzertante Sonate für zwei Klaviere opus 1 und die motette Herrlich lieb hab' ich Dich, o Herr opus 2 und nahm es in Druck. Distler erhielt seinen ersten Vertrag. Später versuchte er, diese Werke wieder aus dem Angebot des Verlags zu nehmen, da er mit ihnen nicht mehr zufrieden war, aber nicht in der Lage war, den erforderlichen Betrag zu zahlen. Das auch angebotene Kammermusik für Flöte, Oboe, Violine, Viola, Cello und Klavier Opus 3 wurde 1988 anlässlich Distlers 80. Geburtstag und 1994 von 1994 Strube-Verlag problematisch.

Kirchenmusiker in Lübeck (1931 - 1937)

Auf Fürsprache von Günther Ramin fragte der Pfarrer nach Axel Werner Kuhl, einer der Vorgänger der St. Jacobi-Kirche im Lübeck Distler, sich um die Stelle als Organist dieser Kirche zu bewerben. Da sein Großvater, der ihn finanziell unterstützt hatte, gestorben war und die wirtschaftlich schlechte Situation es unmöglich machte, selbst genug zu verdienen, musste er dafür sein Studium unterbrechen. Am 30. November 1930 musste er mit zwei Kandidaten aus Lübeck führen. Obwohl das fachliche Urteil einhellig war, dass Distler der beste der drei Kandidaten war, wollte die Hälfte des Kirchenvorstands wegen der sich verschlechternden Wirtschaft einen Lübecker berufen. Aufgrund der Stimmengleichheit wurde eine Lotterie gezogen, die zu Gunsten von Hugo Distler ausfiel. Am 15. Dezember schickte Distler Reverend Kühl einen Brief mit a kleine Kantate, komponiert anlässlich des Abgangs seines Vorgängers, des 87-jährigen Emanuel Kemper.

Der Job bei St. Jacobi zahlte nur 60 Reichsmark pro Monat mit der Möglichkeit der Nutzung sogenannter Abendgedanken und verdienen Sie zusätzliches Geld, indem Sie den Amateurkirchenchor leiten. Als Distler erfuhr, wie seine Ernennung zustande gekommen war, schrieb er einen Brief, in dem er das Auswahlverfahren kritisierte, das Ergebnis aber von oben bestimmt sah. Er forderte völlige Freiheit in seiner Arbeit, bevor er 1931 beginnen konnte. Nun wurde sein Einkommen auf 70 Reichsmark erhöht und durch den Nebenverdienst betrug sein monatliches Einkommen schließlich 110 Reichsmark, umgerechnet auf 2008 etwa 500 Euro.

Lübeck war da Franz Tunder und Dietrich Buxtehude ein Zentrum der Kirchenmusik. Trotz der wirtschaftlichen Lage setzte Pfarrer Kühl die Berufung eines Berufsorganisten für die St. Jacobi-Kirche durch. Er war auch aktives Mitglied der Berneuchener Kreis, eine Bewegung zum Umdenken für Theologie und Liturgie. Kühl war verantwortlich für die Uraufführung der Matthäus-Passion von Heinrich Schütz im Rahmen einer Liturgie. Das Lübecker Sing- und Spielkreis hab sie zum ersten mal gesungen Guter Freitag 1930 und wiederholte dies jährlich.

Es stellwagen-Orgel der St.-Jakobs-Kirche in Lübeck, auf der Buxtehude gespielt ab 1668.

Distler wurde am 11. Januar 1931 feierlich eingeweiht. Anfangs hatte er Heimweh nach Leipzig im armen Lübeck; er fühlte sich unzufrieden und wollte sein Studium in Leipzig beenden. Aber wegen all der Arbeit und des Komponierens kam er nie dazu. Da er nun Kirchenmusiker war, tauchte er in die Liturgie und sein musikalisches Potenzial. In der Kirche hatte er zwei Orgeln, hauptsächlich die kleinere stellwagenOrgel war ein Meisterwerk der vorbarocken Orgelkunst. Durch seine Tätigkeit als Dirigent der Kirchenchöre und durch das Singen in den Lübecker Sing- und Spielkreis geführt von Bruno Grusnick er lernte die Möglichkeiten von Laienchören gut kennen. Grusnick engagierte sich gemeinsam mit Pfarrer Kühn und Hugo Distler für die Erneuerung der Liturgie. Durch Grusnick kam Distler auch zum ersten Mal in Kontakt mit dem Jugendbewegung und ihre Ideale. Darüber hinaus beteiligte sich Distler mit Begeisterung an den Aktivitäten der Gesellschaft für Neue Musik.

Schon zu Zeiten von Tunder und Buxtehude gab es das schon Abendmusiken, aber Distler und Kühl machten daraus Musical Vesper, in dem das Wort im Mittelpunkt stand und die Musik ein Mittel zur Verkündigung des Wortes war. Für diese Vesper komponierte Distler die Kleine Adventsmusik opus 4 und Christus, der du bist der helle Tag opus 6.1. Während der Vesper spielte er viel Orgelmusik alter Meister wie Bach, Samuel Scheidt, Johann Pachelbel und Buxtehude. Für ihn war klar, dass die Orientierung an der Alten Musik kein Selbstzweck war, sondern ein Weg, neue zeitgenössische Musik zu schaffen. Ausgehend von diesem Ausgangspunkt wird neben einigen kleinen Orgelsätzen die Partita Nun komm, der Heiden Retter opus 8.1; die partita Wachet auf, ruft uns die Stimme opus 8.2; und Kleine Chor-Bearbeitungen opus 8.3.

Finanzielle Unsicherheit

Um sein Einkommen aufzubessern, übernahm Distler die Leitung des Laienchores. Er unterrichtete auch Klavierschüler, insbesondere Anfänger. Später übernahm er die Leitung des Jugendchores. Für diese Chöre entstanden von Woche zu Woche kleine, einfache Werke, die später unter dem Titel Der Jarkreis wenn Distlers Opus 5 erscheinen würde. Sie waren bescheiden in Länge, Beruf und Schwierigkeit. Die Arbeit an dieser Sammlung begann unmittelbar nach seiner Berufung in Lübeck und dauerte mehr als 18 Monate.

Im April 1931 erhielt Distler den Auftrag, das 400-jährige Jubiläum der Reformation in Lübeck a Kantate schreiben über vier Lutherchoräle, die im Freilichttheater von einem 200-köpfigen Chor und einem Holz- und Blechbläserorchester aufgeführt werden. Er nahm den Auftrag widerwillig an, weil er nicht zu seinen Vorstellungen passte, aber er Gebühr machte den Unterschied. Diese Kantate galt jahrelang als verschollen, doch 1998 tauchten die Instrumenten- und Chorstimmen wieder auf.

1932 beteiligte sich Distler auch an einer Pfingstkantate, die in Form auf der Lutherkantate scheint, war aber für die Liturgie gedacht. Die Chorsätze für diese Kantate waren später Der Jarkreis inbegriffen.

Distler war beeindruckt von der Musik von Heinrich Schütz. Auch beim Jugendchor waren alte Meister beliebt. Distler sang selbst im Lübecker Sing- und Spielkreis und die Begeisterung der singenden Jugendlichen beeindruckte ihn. Distler konnte mit diesem Chor eigene Kompositionen ausprobieren, denn die Sänger konnten aus den Blättern singen. Der Chor forderte Distler heraus, sodass er zu experimentieren begann und der Chor dadurch besser wurde. Durch freundschaftliche Kontakte innerhalb des Chores lernte er die Violinliteratur kennen und lernte dort seine spätere Frau Waltraut kennen. Sie war die Schwester des Akustikers Erich Thienhaus, der bei Distler Orgelunterricht nahm.

Orgelwoche

Früher Oktober 1931 Gäste aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland besuchten die Konzerte des ersten Nordische Deutsche Orgelwoche. Eines der Werke, die hier zum ersten Mal aufgeführt wurden, war Eine Deutsche Choralmesse, Opus 3 für sechsstimmigen gemischten Chor A cappella, gesungen von der Lübecker Sing- und Spielkreis geführt von Bruno Grusnick. Ramin und Straube, die das Werk hörten, nahmen Kontakt zu Musikverlagen auf Breitkopf & Hartel, die den Chor in Druck brachte. Distler hat dafür 140 bekommen Reichsmark. Später gab Breitkopf & Hartel auch der Kleine Adventsmusik von. Trotzdem war Distler unzufrieden und unterschrieb noch im selben Monat einen Vertrag mit dem Verlag Bärenreiter. Diese Zusammenarbeit förderte die Verbreitung von Distlers Chorwerken, denn Bärenreiter war in der Gesangsbewegung aktiv.

Im neuen Stil, den Distler in Der Jarkreis begann, komponierte er auch andere Werke wie Drei kleine Choralmotetten Opus 6.2 und zahlreiche nicht nummerierte Chorsätze. Zwei Highlights dieses Stils waren die Chorleidenschaft, opus 7 und die Weihnachtsgeschichte opus 10. Die Chorleidenschaft ging am 29. März 1933 uraufgeführt in Berlin, aber gleichzeitig auch in Lübeck, Nürnberg, Wuppertal und Königsberg durchgeführt, wobei die Radiosendung diese letzte Aufführung ausstrahlte.

Trotz seines Geldmangels kaufte Distler ein Cembalo. Den Preis von 6700 Reichsmark konnte er in kleinen Raten bezahlen, es war kein Vorschuss nötig. Distler tauchte dann in das Instrument ein und entfaltete es an der Vesper ab 29.11.

Im 1932 Die Spannungen in Deutschland nahmen durch die Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Verarmung, den sich verschärfenden Klassenkampf und die Aktivitäten der Nazis zu. Distler studierte und spielte in diesem Jahr die Musik von J.S. Bach. Seine Chorsätze waren meist für seinen eigenen Jugendchor oder für den Kirchenchor. 1932 wurde Distler Dirigent der neu gegründeten Lübecker Kammerorchester, neun Spieler, die Kammer- und Kirchenmusik spielten. Distler selbst spielte auf seinem Cembalo. Er wurde auch Dirigent des Chores der Deutscher Handlungsgehilfenverband, für die er mehrere Arrangements schrieb.

Im November 1932 sang Distler die Deutsche Sprüche von Leben und Tod von Leonard Lechnerwas ihn beeindruckte. Er interessierte sich auch für die Musik von Paul Hindemith, den er bei einer Hindemith-Woche in Lübeck kennenlernte. Hindemiths Musik wurde 1933 als „entartet' verboten. Hugo Distler, Paul Hindemith, Carl Orff, Armin Knab und Walter Rein unterhielt eine Beziehung zu den Jugendbewegung.

NSDAP-Mitglied

1933 beschloss Bischof Balzer, dass Küster und Organisten, hierarchisch die niedrigsten Angestellten der Kirche, gemeinsam dem NSDAP musste gemacht werden, vielleicht als 'Wechselgeld', um eine Zwangsmitgliedschaft für Pastoren zu vermeiden. Distler hatte nicht den Mut, unter den gegebenen Umständen abzulehnen. Sein Schwiegervater war wegen seiner politischen Ansichten arbeitslos geworden. Um diese Mitgliedschaft zu erlangen, benötigte Distler zwei Zeugen, die er in der Person von Personen vorfand Regierungsdirektor Wolff und Kultursenatorin Burgstaller. Zu letzterem trug er die Kantate Ein sterben Natur opus 9.1 op.

Distler machte sich unterdessen auf die Suche nach einem anderen Arbeitsplatz. Die Arbeit in Lübeck war zu zerstreut, zu wirtschaftlich unsicher und mittlerweile zu anspruchslos geworden. Im September 1933 begann er auf Honorarbasis als Lehrer an der Berliner Kirchenmusikschule. In diesem Jahr ist sein Chorleidenschaft Zwölfmal deutschlandweit fand Distler vor allem die Aufführung in seiner Heimat Nürnberg wichtig.

Im Oktober 1933 wurde es Lübecker Konzervatorium etabliert. Hugo Distler wurde zum Leiter der Abteilung Kirchenmusik ernannt. Zu seinen Schülern gehörten: Jan Bender. Sein neuer Job verursachte bei dem ohnehin schon sehr sensiblen Distler viel Spannung, da von ihm erwartet wurde, seine Lehre an der Ideologie des neuen Staates auszurichten. Distlers kirchliche und kirchenmusikalische Haltung führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit Burgstaller, aber Wolff vermittelte, damit diese nicht eskalierten. Als Burgstaller verstarb, löste sich die Spannung.

Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich 1933 aufgrund seiner arbeitsreichen Arbeit. Der fünfundzwanzigjährige Komponist war körperlich und geistig ausgebrannt. Er verband seine Tätigkeit in Lübeck mit der Tätigkeit an der Berliner Kirchenmusikschule und war zudem als Kompositions- und Theorielehrer an der Große Schule für Volksmusik in Berlin angenommen, wo er alle zwei Wochen für zwei Tage unterrichtete. Distler beantragte deshalb in Lübeck einen Rücktritt, der jedoch zu spät kam, sodass die Arbeit dort weitergeführt werden musste.

Ewiges Deutschland

Im Mai 1934 arbeitete Distler an der groß angelegten Kantate Ewiges Deutschland, wofür ihm drei Wochen Zeit gegeben wurde. Er beschränkte sich auf 17 der 36 Textteile. Er komponierte mehrere Chorstücke und die instrumentale Begleitung von Tanz und Schauspiel. Die anderen Teile bestanden hauptsächlich aus Gesängen und Geschichten. Der Aufbau dieser Kantate weist Ähnlichkeiten mit der Lutherkantate auf. Distler hat die Orchestrierung und das Kopieren wahrscheinlich anderen überlassen Klaus Billig von dem Stadttheater. Der Text war von schlechter Qualität und das Werk wurde nie veröffentlicht. Diesen Job habe Distler laut Bruno Grusnick angenommen, "um seine politische Position nicht zu gefährden". Solche Aufgaben passen aber auch in die Definition von Kirchenmusik, die Distler für sich und seine Kirchenmusikabteilung verwendet hat. Die Musik dieser Kantate besteht hauptsächlich aus unvollendeten Werken, die er später unter anderem wiederverwendete: Das Lied der Glocke Und sein Cembalo-Konzert opus 14.

Deutschland und Deutsch-Asterreich

Deutschland und Deutsch-Asterreich,
einem Stamm entsprossen,
Deutschland und Deutsch-Asterreich,
ihr wart Kampfgenossen!
Euch zerklüftet ein Verrat,
euch brennt eine Wunde!
Seid ihr treu in Wort und Tat,
schlägt die Freiheitsstunde!

Dieses Gedicht von Hermann Harder war gegen die österreichische Kanzlerin Engelbert Dollfuß gerichtet. Diese Kanzlerin war dagegen Anschluss von Österreich nach Deutschland und verbot die NSDAP in Österreich. 1934 erreichte die Konfrontation einen Höhepunkt, als Deutschland Visa viel teurer machte und die Grenze effektiv blockierte. Nationalsozialistische Radikale stürmten den österreichischen Regierungspalast und ermordeten Dollfuß.

Fünf Monate vor dem Mord fragte Harder aus Angst, Dollfuß würde seine Macht verlieren und das Gedicht überflüssig machen Bruno Grusnick das Gedicht zu vertonen und so schnell wie möglich zu veröffentlichen, damit es „in dieser Zeit der Hochspannung noch wirkt“. Grusnick leitete die Frage an Distler weiter. Das Stück ist neun Takte lang und trägt den Hinweis:Schwer und entschlossen ausschreitend“. Die Komposition erschien bei Bärenreiter, aber auch auf einer Postkarte. 1938, nach dem Beitritt Österreichs zu Deutschland, zierte die Komposition die erste Seite der Zeitschrift Lied und Leute.

Das Lied der Glocke

Der Auftrag des Hamburger Rundfunks für Friedrich von SchillerDas Lied der Glocke empfing Distler am 11. Juni 1934. Nicht begeistert von dem Auftrag verlangte er ein hohes Honorar, in der Hoffnung, dass es abgelehnt würde. Als der Radiosender einer Summe von 1000 Reichsmark zustimmte, komponierte Distler das Werk während seines Urlaubs. Für die festlicher Aufzug er benutzte die Ouvertüre von Ewiges Deutschland. Auch diesmal wagte Distler nicht, sich zu inszenieren und bat erneut Klaus Billig um Hilfe. Der Verlag interessierte sich für dieses Werk, auch wenn Kritiker es nach der Uraufführung als "negroide" Musik bezeichneten. Distler war mit dem Ergebnis nicht zufrieden und beschloss daher, alle Aufführungen zu verschieben und später sogar zu löschen. Das Lied der Glocke wurde 1956 posthum veröffentlicht.

Motetten

1934 ist auch das Jahr, in dem sich Distler inspirieren ließ Heinrich Schütz. Er schrieb die „Geistliche Chormusik“ op. 12, eine Sammlung von a cappellaMotetten. Darüber schrieb er:

"Die moderne Kirchenmusik "erschöpft (…) sich nicht in der Erweckung selbstgenügsamer frommer 'religiöser' Gefühle und Stimmungen, sondern die Kirchenmusik hat (…) in allerster Linie Verkündigung zu sein, im real Sinn 'Evandungs ​​​​Ausgelium', our Herrn Jesu Christi..."

Ursprünglich sollte es für jede Woche des Jahres eine Motette geben, doch die Sammlung umfasste neun: sechs geplante und drei für besondere Anlässe kreierte Motetten. Die erste Motette hatte den Text „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Besonders Nummer zwei; das "Totentanz", wurde berühmt.

Distlers aktives Engagement für die Kirchenmusik erschwerte den Kontakt mit dem neuen Staat zunehmend. In Veröffentlichungen in Zeitschriften machte er deutlich, dass er auf der Seite der Erneuerungsbewegung gegen die „Deutscher Christian“. Der Text der Motette „Wach auf, du Deutsches ReichOpus 12.3 wurde auch als politisches Statement gesehen. Der sechste Vers, von dem Distler den Titel ableitet, lautet:

"Wach auf, du Deutsches Reich, so gut, dein Schäflein vor dem Wolf behüt! Gehorch deins Hirten Christi Stimm, falsch Tück und Sünden nit annimm! Das rat ich dir, wirst sonst ewig Peinverführt."

Dass dieser Text auch als politischer Text angesehen wurde, beweist ein Artikel von "Lied und Leute"

"Man will uns bitte nicht falsch verstehen: es ist kein Wegs des Inhalts des Textes, der hier beanstandet WIRD, wohl aber die Haltung, sterben aus der Wahl dieses Textes spricht. Uns will scheinen, dass der Aufruf ‘Deutschland erwache’ ein politischer ist (…) und dass der Aufruf (…) in Connection mit diesem Text uns untragbar erscheint"

Um die Motette von allem Ballast zu befreien, wurde später der Anfang der ersten Strophe als Titel verwendet.

Der Leiter des Lübecker Theaters führte Distler in die Orchestermusik ein. Gemeinsam besuchten sie Konzerte und diskutierten Partituren. Während der "Kasseler Musiktage" 1935 trat Distler mit 800 Teilnehmern, vielen Kritikern und Radiosendern als Cembalist, Organist und Komponist auf. Kritiker lobten ihn nun als "große Hoffnung der deutschen Musik". Der Rundfunk strahlte seine Werke aus. Er hörte mit seinem eigenen Radio Distler auf ausländischen Sendern zu verbotener Musik.

1936 fanden zwei wichtige persönliche Ereignisse statt. Nach der früheren Geburt seiner Tochter Barbara wurde im Mai sein Sohn Andreas geboren, während seine Schwiegermutter im März starb. Für sie schrieb Distler die Motette „In der Welt habt ihr Angst" opus 12.7. Der Text dieser Motette hatte für Distler eine große Bedeutung. Als Thema wurde hier zum einen die Lebens- oder Weltangst genannt, die Distlers ganzes Leben, vor allem aber seine letzten Jahre überschattete. Zweitens der Sieg Jesu wurde Christus als Anlass für Trost und Hoffnung gemalt.Dieser Text aus dem Evangelium nach Johannes wurde später in Distlers Grabstein gemeißelt.

Cembalokonzert

Ende 1935 begann Distler seine "Konzert für Cembalo und Streichorchester" opus 14, als er die Musik von Hindemith studierte. Nach einer Reihe von Versuchen, die unvollendet oder unveröffentlicht blieben, wie z.Kammerkonzert für Cembalo und elf Soloinstrumente", ist Distlers wichtigstes Instrumentalwerk entstanden. In diesem Konzert hat er Stimmen aus der Kantate wiederverwendet"Ewiges Deutschland", die er überarbeitete. Die Uraufführung seines Cembalokonzerts am 29. April 1936 erhielt gemischte Kritiken, die von "ein Richtungweisendes Werk" von "ein Werk, das durch seine Schärfe schockiert" bis "Brutalität". Distler selbst nannte es ein furioses Stück. Die zweite Aufführung erhielt mehr Anerkennung, wurde aber in der Parteipresse als "Kultur" abgetanbolschewistisch" oder "ein ausgesprochener Beitrag zur entarteten Kunst". Das Konzert stand auf dem Programm einer Musikwoche in Weimar mit 29 Komponisten. Bis kurz vor der Aufführung war ungewiss, ob das Konzert gespielt werden konnte, da es auf der schwarzen Liste stand. Peter Raabe, der Vorsitzende des "Reichsmusikkammer“, gelang es, die Komposition von der Liste streichen zu lassen. Andere Komponisten hatten weniger Glück, ihr Werk wurde von oben gestrichen. Distler schrieb:

"Ich habe Glück gehabt. Raabe hat mir persönlich gratuliert (...) es gab entsetzliche Aufregungen – 5 meiner Kollegen (Fortner, Reutter, Hermann, Tiessen und Knorr) wurden auf Göbbels Befehl in letzer Minute verboten, d.h. abgesetzt. Göbbels war bereits auf dem Flugplatz gelandet, um die Festaufführung sich anzuhören, stieg aber gar nicht aus, flog aber sogleich nach Berlin zurück (...). Daraufhin fuhr noch in der Nacht Raabe nach Berlin usw."

Distler war sich bewusst, dass seine Instrumentalmusik eine Krise um seine Person auslöste. Er schrieb:

"Daß ich unbequem bin, weiß ich; soweit diese Unbequemlichkeit meinem heißen Bemühen um meine eigene Entwicklung dient, kann sie nicht schädlich sein. Im wurde übrigen zu allen Zeiten das Commode, das es den Beurteilern 'lower power' eingesaugt hat."

Wörter, die in der Kritik auftauchten: Wut, Kummer, Sturheit, Manierismus und bedeutungslos.

Die Rezeption von Distlers Cembalokonzert ist typisch für den Umgang mit Kultur im nationalsozialistischen Deutschland. Einerseits der Präsident des "Reichsmusikkammer“ die Verantwortung für die Aufführung, da er selbst der Dirigent war, andererseits wurde das Werk eng als „entartet“ deklassiert.

Kirchenkampf

Distler wollte neue Chorliteratur für Männerchöre komponieren, da viele Männerchöre noch in der Romantik und waren in Bezug auf das Niveau von geringer Bedeutung. Dafür hat er mit dem Dichter zusammengearbeitet Heinz Grunow. Die Zusammenarbeit führte zu dem Neues Chorliederbuch (Opus 16) für gemischten Chor. EIN Opernprojekt, für die Distler selbst die Texte geschrieben hat, Der Stallknecht Gottes, blieb unvollendet.

Während sich immer mehr Christen in den Ideen und Idealen der Deutscher Christian, Befürworter einer nationalsozialistischen Kirche, äußerten die Lübecker Pfarrer eine abweichende Stimme. Das Gestapo nahm im Januar 1937 Pfr. Kühl aus Lübeck fest und stellte neun Minister unter Hausarrest. Als die reformierte Gemeinde diese Nachricht erfuhr, startete sie spontan die Korallen Ein' feste Burg ist unser Gott singen. Die Gemeinde versammelte sich bei den Pastoren zu Hause, um gemeinsam zu beten und zu singen. Durch das offene Fenster sprachen die Pastoren mit ihrer Gemeinde. Hugo Distler griff diese Situation so sehr auf, dass er sich durch einen Studenten ersetzen ließ. Distler arbeitete damals an der Motette Warte auf, es tut euch nicht. Bruno Grusnick schrieb später über diese Zeit:

Distlers Leben glich aufgrund der enormen Spannungen in seinem Inneren einer äußerst gefährlichen Reise durch eine… Grat. Seine engsten Freunde waren immer besorgt über seinen Lebensweg und hatten immer Angst vor Katastrophen. Und: Pastor Kühl und ich taten unser Bestes, um Distler aus dem Kirchenkampf herauszuhalten. Wegen seiner übertriebenen Sensibilität regte er sich über alles auf. (...) Er war sehr misstrauisch gegenüber Senator Böhmcker und Bischof Balzer. Balzer lehnte er sogar ab.

Schließlich wurde der Knabenchor verboten und die Gottesdienste von Spionen beobachtet. Distler verließ Lübeck mit seiner Familie, weil Pfarrer Kühl ausgewiesen worden war. Da ihn die Situation in Lübeck schon länger beschäftigte, hatte er zwischenzeitlich eine Stelle als Lehrer an der Württembergische Hochschule für Musik im Stuttgart. Als Kühl am 1. April 1937 zurückkehrte, war Distler abgereist. Obwohl Distlers Rolle im Kirchenkampf eher passiv als aktiv war, unterstützte er dennoch die Bekennende Kirche.

Gleichzeitig mit dem Geistliche Chormusik entstand auch die Liturgische Sätze über altevangelische Kyrie- und Gloriaweisen, opus 13. Diese Chorsätze wurden von der Verband Evangelischer Kirchenchore Deutschlands. Die Musik wurde dem Magazin hinzugefügt Musik und Kirche und tauchte während der Diskussion darüber auf, welche Art von Musik Religion verwenden sollte. Distler für diese Sammlung verwendet Gregorianischer Gesang Gesänge mit deutschen Texten.

Aanpassen in Stuttgart (1937 – 1940)

Op 1 april 1937 begon Distler zijn werk aan de Württembergische Hochschule für Musik in Stuttgart. Over zijn vertrek naar Stuttgart schreef hij:

Ik heb de laatste tijd juist in Lübeck veel meegemaakt, zodat mijn komst hiernaartoe half eigenlijk een vlucht uit Lübeck is.

Een andere reden voor zijn vertrek naar Stuttgart was het niveau van de hogeschoolkoren. Hij werd immers dirigent van het hogeschoolkoor en van de hogeschoolcantorij en hij gaf les in compositie, harmonieleer, contrapunt, vormleer, analyse, orgel en koordirectie. Daarnaast gaf hij om de vier weken met zijn koor een concert in de “Stiftskirche”, waarbij hij zelf orgel kon spelen. Door zijn nieuwe functie kreeg hij nu ook de mogelijkheid om te publiceren in vaktijdschriften. Een laatste reden was, dat Distlers vader in Stuttgart leefde en een verhuis naar daar uitzicht bood op een betere relatie met zijn vader.

Hetze

De nationaalsocialistische studentenbond zette zich af tegen kerkmuziek in het algemeen en tegen Distler in het bijzonder. Dit ging zo ver, dat hij moest stoppen met instuderen van kerkmuziek. Vooral zijn kerkmuziek noemden de leden van de studentenbond on-Duits. Hoewel Distler naar eigen zeggen "einwandfrei" was, kon een deel van de studenten hem niet als docent aanvaarden. Nadat hij fysiek was aangevallen, dreigde Distler met ontslag als de hetze tegen hem niet zou stoppen. Dankzij de steun van zijn directeur, mededocenten en andere studenten dropen de nazisympathisanten af. Distler bevond zich in een moeilijke situatie: aan de ene kant was hij lid van de NSDAP en naar eigen zeggen onberispelijk, aan de andere kant wees de Hitlerjugend hem af en vreesde hij vervolging vanwege zijn kerkelijk verleden. De aanstelling van Distler als theoriedocent bracht grote veranderingen binnen de school mee. Tijdens vakgroepvergaderingen overtuigde hij zijn collega’s om de theorieboeken van Hermann Grabner te gebruiken. In juli gaf Distler zijn eerste concert, waarmee hij zijn naam binnen de hogeschool vestigde.

Naast zijn werk als hogeschooldocent was Distler een veelgevraagd koordirigent tijdens zangweken. Daarbij trad hij op in onder andere Bad Boll, Ratzeburg en het Zweedse Malmö. Ook kreeg hij de leiding over de Esslinger Singakademie. Kurt Thomas maakte Distlers werken bekend in Oostenrijk, Hongarije en Joegoslavië.

De nazi's hielden Distlers activiteiten in de gaten en sommigen noemden zijn muziek on-Duits of ontaard. De hogeschoolkoren en de Esslinger Singakademie zongen kleinere werken van tijdgenoten om hun neutraliteit te behouden. Distler schreef, dat het daarbij ging om muziek die "men voor het ogenblik met goed geweten kan maken”.

De NSDAP kantte zich alsmaar feller tegen de moderne kerkmuziek en legde het schrijven over kerkmuzikale onderwerpen aan banden. De staat verhinderde de opbloei van moderne werken. Toch kon Distler nog eigentijdse muziek beluisteren. Zo was hij bij de eerste uitvoering van de Carmina Burana van Carl Orff in Frankfurt am Main en zelfs bij de première van Hindemiths opera Mathis der Mahler in Zürich.

Het contract van Distler met Bärenreiter liep af in oktober 1937. Al sinds de uitvoering van het klavecimbelconcert in Weimar toonde Schott belangstelling voor een contract met Distler en deed hem een goede aanbieding. Distlers problemen met de Hitlerjugend waren niet los te zien van Bärenreiter en zijn eigenaar Karl Vötterle. Hierover schreef Distler:

Daarbij komen de nare aanvallen door de HJ. Heb je het laatste nummer van Lied und Volk gekregen, waarin ik op boosaardige wijze aangevallen wordt - een tijdschrift dat bij Bärenreiter verschijnt! Vötterle schijnt zo wankel te staan, (...) dat hij machteloos dat geraas moet aanzien.

Schott beloofde Distlers problemen op te lossen. Toch verlengde hij het contract met Bärenreiter tegen gunstige voorwaarden:

Ik kreeg (...) een aanbod voor een contract met Schott, maar sloeg het af, mogelijk onverstandig. Maar Bärenreiter heeft zich de laatste tijd erg voor me ingezet en is steeds zuiver gebleven in zijn houding. Daarom heb ik mijn contract met hem op zeer gunstige voorwaarden (300,- per maand) met vijf jaar verlengd.

Erkenning kreeg Distler op het Fest der Deutschen Kirchenmusik van 7 tot 13 oktober 1937 te Berlijn, dat voor hem een heel avondconcert reserveerde. Het klavecimbelconcert gold als het meest omstreden werk van die dagen. Over dit feest wordt nu nog gediscussieerd: heeft de kerkmuziek door dit feest zichzelf een vrijplaats geschapen binnen de nazi-cultuurpolitiek, of heeft ze zich door dit feest juist laten gelijkschakelen?

Kerkmuziek

De tegenstelling tussen kerk en staat werd groter. Openbare concerten konden enkel nog plaatsvinden in overleg met de nazistische 'Kulturgemeinde' . Om neutraal te blijven voerden koren de werken van Grabner, Pepping en Distler niet meer uit. Als componist voelde Distler zich vanwege zijn liefde voor de kerkmuziek in de verdrukking komen. Distlers voormalige student Jan Bender moest vanwege de kerkstrijd in Lübeck een paar maanden in het concentratiekamp Sachsenhausen doorbrengen. Ondanks zijn activiteiten en zijn betrokkenheid bij zijn nieuwe werk miste Distler de steun, die hem de kerk tot dusver bij zijn werk had geboden. Zijn betrokkenheid bij de kerk werd nu tegen hem gebruikt. Toch kwam hij tot het besluit, dat hij niet voor de druk mocht zwichten:

"Wer sich dazu berufen weiß, Kirchenmusik zu schreiben, muß es tun, allerdings von der Kirche her; äußerlich von ihr getrennt, vermag er es nicht, da er – das Entscheidende – sich innerlich und äußerlich von ihr getragen wissen muß; mit anderen Worten: ich muß mir die naive Freiheit des Schaffens bewahren; ich darf nicht denken: ‘was werden die Leute dazu sagen’, ich darf nicht erst, wie ich es schändlicherweise schon habe tun müssen, ‘Rechtfertigungen’ der Kirchenmusik unternehmen. (…) Ich bin hier gerade zu der Überzeugung gekommen, daß mein Auftrag nicht der ist, irgendeine Musik zu machen, die sich nach dem und dem richtet, sich umstellt womöglich, wie ich es von anderen weiß; das bedeutete, daß meine Musik schlecht würde."

Hierop besloot hij voorlopig alleen nog kerkmuziek te schrijven en zich een huisorgel aan te schaffen met een voorschot van Bärenreiter en de verkoop van zijn klavecimbel. De samenstelling van dit orgel was:

Hoofdwerk:
Lieflijk gedekt 8’; Prestant 4’; Woudfluit 2’; Nasard 2 2/3’; Cymbel 2- tot 3-sterk.
Bovenwerk:
Houtregaal 8’; Fluit gedekt 4’; Prestant 2’; Kwint 1 1/3’; Sifflet 1’; Ters 1 3/5’;.
Pedaal:
Trechter Dulciaan 16’; Pommer 8’; Gedekt 4’; Ruispijp 2 2/3’.

Tijdens een vakantie in Zweden begon Distler aan een a capella-passie volgens het Evangelie volgens Johannes. Bij terugkeer in Stuttgart schreef hij:

"Heute begann der Unterricht und ich bin schon wieder mitten drinnen in der Hetze. Trotzdem habe ich mir einen Freiplatz behauptet, an den der Alltag nicht heranreicht: ich arbeite zur Zeit an einem höchst unzeitgemäßen Werk, an einer neuen Acapellapassion nach dem Evangelisten Johannes, eine Arbeit, die mich über vieles tröstet. Jetzt erst scheint sich der Segen der Beschäftigung mit Kirchenmusik und damit mit dem Wort Gottes an mir auszuwirken, indem es mir, wie gesagt, Ruhe im Sturm gewährt."

Voor Distler was de passie een weg tot zelfreflectie; een poging God te vinden in de gebeurtenissen van zijn tijd. Hij had al onderhandeld met uitgeverij Schott over een eventuele uitgave van die passie. Distler begreep dat, als het tot een contract zou komen, het niet raadzaam zou zijn om met een passie naar buiten te komen. Ook in zijn tijd in Berlijn heeft Distler nog aan de passie gewerkt, maar het werk bleef onvoltooid.

Eind 1937 onderbrak Distler het werk aan de passie voor drie Geistliche Konzerte voor hoge stem en orgel (of klavecimbel), opus 17. In tegenstelling tot zijn grote voorbeeld Heinrich Schütz, die in zijn kleine Geistliche Konzerte het orgel als continuoinstrument inzette, schreef Distler het orgel een concertante rol voor. Ook heeft hij in deze tijd nog aan zijn Kleine Orgelchoral-Bearbeitungen opus 8,3 gewerkt.

Halfwereldlijke muziek

Begin 1938 begon Distler te begrijpen dat het componeren van enkel kerkmuziek zonder de ruggensteun van de kerk niet was vol te houden en dat er 'voor de kerkmuziek een zeer ontmoedigende tijd dreigt, waarin men zich veel moet ontzeggen'. Daarom besloot hij de drie voltooide motetten uit zijn Johannespassie als zelfstandige werken te laten uitgeven en het werk aan de passie af te breken. Hij stelde vast dat 'ook onze christelijke vroomheid zich steeds meer uit het bereik van de vervolgingsmogelijkheid terugtrekt in het huis, in de familie'.

Distler was zich ervan bewust, dat hij buiten spel kwam te staan:

"Ich bin an die Peripherie gedrängt, vielleicht selber geraten. Und ich könnte noch mehr sagen, daß mein ganzes gegenwärtiges Leben nur noch peripherisch ist, ohne die Mitte und das große Ziel. Ich unterrichte hier furchtbar viel (…), eine ewige Hetze, aber völlig ohne wesentliche Bedeutung für mich, nicht einmal für andere, wie es sein könnte. Meine Komposition: ich komponiere ‘halbweltiches’, wie ich sage. Und das ist nicht das rechte so. Man beginnt sich leicht meiner zu schämen wegen meiner Kirchenmusikalischen Belastung."

Hierdoor bleef, afgezien van enkele kleine koorzettingen en de koraalcantateNun danket all und bringet Ehr, de drie Geistliche Konzerte het laatste omvangrijke en afgesloten werk voor kerkelijk gebruik. Ook voor dit werk waren de kritieken erg uiteenlopend. “Musik und Kirche” schreef:"geniaal zoals weinig andere werken van Distler." Het oordeel van de officiële cultuurpolitiek in Zeitschrift für Musik luidde:

"nicht nachahmenswert (…) spröde und eintönig"

en

"Das Neutönertum Distlers erinnert aber fast an die Richtung einer glücklich überwundenen Epoche."

Het 'halbweltliche' werk van Distler bestond vooral uit orgelmuziek voor de woonkamer. Vanaf 1937 werkte hij aan Dreißig Spielstücke opus 18,1 en de Orgelsonate opus 18,2". Een tweede reden om orgelmuziek te componeren was de Zweite Freiburger Tagung für Deutsche Orgelkunst. Distler zou er zijn huisorgel tentoon stellen en Karl Vötterle van Bärenreiter vroeg Distler hiervoor passende muziek te componeren. Al snel bleek, dat Distlers ideeën niet bij die van de organisatie pasten. Een bijdrage van Joseph Müller-Blattau luidde:

"Die Orgel ist das totale Instrument des totalen Staates. Sie symbolisiert einerseits – dank der Verwantschaft mit Speers Monumentalbauten – die monumentale Macht des Reiches, ja sie repräsentiert das mächtige Reich und seine untergeordneten Glieder, sofern sie selbst ein ‘Gesamtmusikreich’ ist, und es dürfte nicht schwer sein, sich aus zu denken, wer als der omnipotente Organist dieses Reich beherrscht."

Distler, zijn orgel en zijn orgelmuziek bleven weg van het congres. Hierover schreef hij:

"Zu Freiburg: da haben sich, was die Zuziehung meiner Person betrifft, häßliche Schwierigkeiten ergeben, die zur Folge haben, daß ich nicht dorthin fahre und – vertraulich mitgeteilt – meine Orgel dort nicht ausgestellt wird. Näheres darüber mündlich. Für heute andeutungsweise nur soviel, daß die Schwierigkeiten offenbar zurückgehen auf eine antipathie Müller-Blattaus gegen mich, der, wie sie vielleicht wissen, sehr stark in der HJ usw. arbeitet. Aber bitte nicht darüber sprechen."

Een paar van zijn stukken werden uitgevoerd, maar de media negeerden ze. De politieke druk op het algemene muziekleven nam toe. Bij de opmerkingen, die Distler maakte over het ontstaan van de Spielstücke rijst de vraag, of Distler zich hier aan de nazi-ideologie heeft aangepast. Formuleringen als

"einer totalen Neuordnung unserer gestalterischen Kräfte of im Gefüge des großen Neuaufbaus unserer Musikformen"

sluiten aan bij de gangbare retoriek van toen. Toch lijken de Spielstücke veraf te staan van het streven naar monumentaliteit, zoals Müller-Blattau schreef. Ook lijken de stukken minder geschikt voor de vrije tijd van de manschappen. Als laatste stuk schreef Distler variaties over een lied met de tekst:

"Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst, so arbeit’ jedermann umsonst; wo Gott die Stadt nicht selbst bewacht, so ist umsonst der Wächter Macht”.

Een orgelmuziek passend in de ideologie valt hier niet te ontdekken.

Mörike

Ook de sonate voor twee violen en de koorcyclus “Kalendersprüche” werden uitgegeven. Nog in de ban van zijn huisorgel schreef hij een triosonate. In die tijd ontdekte Distler de werken van de dichter Eduard Mörike, die hem zo fascineerden, dat hij met Bärenreiter afsprak om een Mörike-koorliederenboek te schrijven. Uitgever Vötterle van Bärenreiter had Distler gevraagd Lothringer liederen te componeren, maar Distler kreeg geen band met die teksten. Hij schreef:

"Ich hatte, bevor ich den Gedanken eines Liederbuches über Möricke faßte, eine große Auswahl zeitgenössischer Lyrik studiert und mich nebenher ebenso eifrig ins alte Lied versenkt (…), als ich, freilich des öfteren hingewiesen durch eine meine Schülerinnen an der Stuttgarter Musikhochschule, eine Nachfahrin des Meisters, auf Möricke stieß."

Distler bewonderde in de teksten van Mörike de

"elementare rhytmische Kraft und Freizügigkeit und (…) jene in hohem Maße an das alte Deutsche Vokslied gemahnende Objectivierung des poetischen Gehalts durch die künstlerische Formung, die sich (…) durchaus mit inniger Subjectivität und charaktervoll-eigenständiger Prägung in jedem einzelnen Fall vereinen läßt."

In de tijd voor het “Möricke-Chorliederbuch” kwam Distler tot een nieuwe opvatting over harmonieën. Hierover schreef hij aan Jan Bender:

"Warum haben sie Angst vor dem Dreiklang? Er ist die – im Ernst – modernste Errungenschaft der musikalischen Technik. Ich war soeben zur Aufführung des "Mathis der Mahler" gefahren – eine sehr kostspielige, aber höchst Aufschlußreiche Premiere; darüber gegebenenfalls mündlich ausführlicher. Nur soviel: die Musik ist überraschend einfach, Durdreiklangs-gebunden, im übrigen das schönste an moderner Musik, was ich kenne. Ich wollte damit nur das bestärkt haben, was ich Ihnen vorher sagte in Bezug auf die Wirklich neue Dreiklangsbezogenheit. Es muß natürlich eine neu-eroberte sein, keine fünktionsmäßige verwaschene."

In september begon hij te componeren. Hij schreef:

"Ich mache nun sehr viel auch Weltliche Chormusik und fühle mich dabei ganz wohl, wie ich überhaupt es als angenehm empfinde, etwas aus dem Kamp in und um die Kirche herausgeraten zu sein."

Tegelijkertijd werkte Distler aan het laatste deel van zijn “Neuen Chorlieder”. In de tijd waarin hij aan het “Möricke-Chorliederbuch” werkte, het componeren hield hem tot april of mei 1938 bezig, besloten hij en zijn vrouw te scheiden. Vanaf oktober woonde Distler alleen. Zijn dochter Barbara Distler schreef daarover in 2002:

"Hugo Distler nahm in seiner Stuttgarter Zeit eine tiefgehende Liebesbeziehung zu einer ihm offenbar wesensverwandten jungen Frau auf, die ihn zur Komposition seines Möricke-Chorliederbuches inspirierte. Drohende Gefahr der Scheidung: Waltraut Distler zog für ein par Monate mit uns Kindern zu unserem Großvater nach Lübeck zurück. In Berlin setzte Distler seine Frau zuliebe einen entgültigen Schlußstrich unter die für ihn lebenswichtige Beziehung und legte damit den Todeskeim in sich selbst."

1938 was het jaar van de Oostenrijkse Anschluß en de inval in Sudetenland; een Europese oorlog hing in de lucht. De Eßlinger Singakademie werd opgeheven, omdat Distler zonder toestemming de Johannespassie van Bach had uitgevoerd. Distler nodigde de zangers uit, om in het conservatoriumkoor mee te zingen.

1939

In juni 1939 nam Distler met zijn conservatoriumkoor deel aan het “Fest der Deutschen Chormusik” in Graz, Oostenrijk. Het feest was al vanaf de “Anschluß” van Oostenrijk gepland en was een mengeling van cultuur en politiek. Distler was zich bewust van het belang van dit feest, aangezien veel musici en personen uit de cultuurpolitiek er aanwezig gingen zijn. Hij bereidde alles zorgvuldig voor. Als een soort generale repetitie werden de, in Graz geplande Mörikeliederen al opgevoerd tijdens een hogeschoolconcert, waarbij ook de orgelsonate haar première beleefde. Het ministerie keurde de financiën voor de koorreis pas na lang touwtrekken goed. Twee concerten op dit propagandafeest droegen als titel “Chöre aus Liederbüchern von Hugo Distler”. Behalve het koor van het conservatorium zong de “Sing- und Spielkreis” uit Lübeck hieraan mee.

In de loop van de jaren had Distler veel ervaring opgebouwd in het onderwijs. Die ervaring vatte hij samen in een muziektheoretisch werk “Funktionelle Harmonielehre”. Omdat hij het moeilijk vond in oorlogstijd te componeren, gebruikte hij de gedwongen lesvrije periode om dit werk te schrijven als gaatjesvulling. Een van Distlers uitgangspunten:

"Unser Begriff der Tonalität entspricht den Naturgegebenheiten des Klanges als Solchem. ‘Atonalität’ ist naturwidrig."

Oorlog

In november 1939 hervatte het onderwijs aan de Musikhochschule. Meerdere leerkrachten waren opgeroepen om hun dienstplicht te vervullen. Ook het aantal studenten was geslonken. Distler gaf vooral nog les aan vrouwen. In januari 1940 kreeg Distler een eerste oproep voor het leger, maar dankzij de inzet van collega’s en de directeur kreeg hij vrijstelling. Het werk op school werd moeilijker: Distler voelde zich door zijn politiek rechtse collega’s onder druk gezet. Ondanks de sirenes, verduisteringen en een tekort aan kolen voelde Distler zich thuis dankbaar.

Het voor Distler positief verlopen “Chorfest“ in Graz leek zijn loopbaan een veelbelovende wending te geven. Het geluk was van korte duur, omdat de Tweede Wereldoorlog uitbrak. De Musikhochschule werd tijdelijk gesloten en Distler en zijn familie verbleven drie weken in Lübeck. Terug in Stuttgart hoorde hij berichten over gesneuvelde koorzangers en studenten. Distler maakte zijn woning lichtdicht. Hij dacht erover, om zijn gezin te evacueren naar Beieren. Distler leefde in angst om opgeroepen te worden. In die tijd van heftige gemoedswisselingen begon hij weer te componeren. Al vanaf 1938, tijdens het werk aan het “Möricke Chorliederbuch” plande Distler een oratorium, maar het onderwerp was ongeschikt voor publicatie. Dit vormde voor Distler een reden om te beginnen met een “Streichquartett” opus 20,1 waarschijnlijk voor het kwartet waarin de directeur van de Stuttgarter Musikhochschule speelde. Hij schreef voor een verzamelalbum acht kleine, driestemmige koraalmotetten. Daarnaast bestudeerde hij, ondanks het nazi-verbod, werken van Paul Hindemith. Hij schreef:

"So habe ich den Plan (een oratorium te componeren) einstweilen zurückgesetzt, was ja nicht weiter schadet, und ein Streichquartett angefangen (...").

Hij beschikte over genoeg tijd nu de hogeschool toe was, maar ondervond moeite om te componeren. Soms vertrouwde hij in de toekomst, soms was hij neerslachtig. Hij schreef:

"Ich sehe meiner baldigen Einberufung entgegen. Daher komme ich nicht so recht zu einer geruhsamen Arbeit. Ich habe wenigstens glücklich noch, vor purer Angst, ein Streichquartett ausgeschwitzt (…) Zur Zeit übe ich meinen sehr begrenzten militärischen Fähigkeiten bei der Vormilitärischen Ausbildung".

Naast het het strijkkwartet, werkte hij ook aan een bewerking voor twee piano’s. Het strijkkwartet was begin februari af en kort daarop het “Klavierstück” ook. Het strijkkwartet ging pas in februari 1942 in première, nadat hij het in de zomervakantie van 1941 nog bewerkt had.

In de periode waarin hij aan het strijkkwartet werkte, dacht Distler erover Duitsland te verlaten. Hij schreef aan zijn Zweedse vriend Ingvar Sahlin:

"Seltsam: immer träume ich davon, nach diesen stürmischen Zeiten einst bei euch im Norden zur Ruhe zu kommen. Immer noch, und mehr denn je, könnte ich mir nichts seligeres denken, als in Euren großen Wäldern namenlos unterzugehen. Denkt auch weiter an uns: vielleicht ist die Zeit nicht fern, da unsere Sehnsucht zu konkreterer Gestalt gezwungen wird."

Ook tijdens zijn latere verblijf in Berlijn dacht hij erover naar Zweden te emigreren. Zijn weduwe schreef in 1992:

"Letztlich kam das Auswandern doch eigentlich doch nicht in Frage. So ein unruhiger Geist hätte in dem saturierten Märchenland Schweden doch nicht leben können."

In februari 1940 ontving Distler een oproep om zich "vrijwillig" te melden bij de SS in Polen. Distler was gechoqueerd. Omdat hij zo niet kon componeren, schreef Distler zijn "Funktionelle Harmonielehre" aan de hand van aantekeningen en ervaringen die hij tijdens het lesgeven had opgedaan. Hierna begon hij weer meer in het openbaar een rol te spelen met concerten en composities, om zich zo onmisbaar te maken om uit de handen van het leger te blijven. In mei 1940 werd hij tot professor benoemd. Hij zag dit als erkenning en als een extra bescherming. In de zomer van dat jaar volgde Distler Kurt Thomas op als professor aan de "Staatliche akademische Hochschule für Musik" in Berlijn-Charlottenburg. Vanwege het gevaar voor bombardementen zocht Distler een huis in een voorstad.

De laatste jaren in Berlijn (1940 – 1942)

Ondanks de bombardementen kende Berlijn een bruisend muziekleven. Distler kwam in Berlijn in een werkomgeving met een harde concurrentie, waar hij zich opnieuw moet bewijzen. Hij werd dirigent van de hogeschoolcantorij en onderwees harmonieleer, contrapunt, compositie en orgel. Al snel kreeg hij ook de leiding over het grote hogeschoolkoor. Studenten van Distler waren onder anderen Klaus Fischer-Dieskau en Siegfried Reda. Zijn gezin kwam pas twee maanden later over, toen hij buiten Berlijn, in Strausberg, een landhuis had gehuurd. Door de oorlog voelde Distler zich terneergeslagen. In deze tijd hield hem de tekst "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwonnen" erg bezig. Hij gebruikte die tekst zelfs om mensen te begroeten. Het is ook de tekst van een van zijn motetten.

Ritter Blaubart

Al in 1938 kreeg Distler een aanvraag om filmmuziek te componeren. Distler twijfelde, of hij hierop zou ingaan, maar uiteindelijk liep dit project op niets uit. Kort na zijn aankomst in Berlijn ontstond er opnieuw contact tussen Jürgen Fehling en Distler, die dit keer wel tot een samenwerking leidde. Distler componeerde toneelmuziek bij TiecksRitter Blaubart. Distler was ingenomen met die opdracht, vooral omdat hij al eens eerder had geprobeerd om een sprookje van Grimm te bewerken, namelijk Gevatter Tod, in het Nederlands bekend als De dood als peet[1], en omdat hij door de contacten met de theaterwereld hoopte zijn droom van een eigen opera te kunnen waarmaken. Distler voltooide de muziek, maar de productie werd geschrapt. Daarover schreef hij:

Ik schreef ondertussen een toneelmuziekstuk in opdracht. U kent zeker de in Lübeck geboren regisseur Jürgen Fehling, een van de besten; voor hem schreef ik toneelmuziek voor Tiecks Ritter Blaubart voor een geplande opvoering in het Schillertheater. Het is net klaar, en dan gebeurt het volgende: Jürgen Fehling maakt ruziek met de intendant van het Schillertheater, (Heinrich) George (met wie ik inmiddels kennis gemaakt heb), en Blaubart gaat niet door! Daar zit je dan. Maar de muziek is gecomponeerd, dat maakt niemand ongedaan, en eens zal ze wel uitgevoerd worden. En ik heb er heel veel van geleerd. En, niet het onbelangrijkste: mijn honorarium heb ik ook gekregen.

Voor Distler en Fehling was Ritter Blaubart het begin van verdere samenwerking. De muziek van Ritter Blaubart is in 1999 herontdekt in de nalatenschap van Bruno Grusnick en in het archief van Bärenreiter, en in 2002 in première gegaan. Volgens de administratie van Grusnick zou het stuk overigens al in 1956 onder leiding van Herman Posschier op de radio zijn uitgezonden. Distler componeerde voor drie gezongen delen nieuwe muziek, voor alle andere delen bewerkte hij al bestaande muziek, zoals het complete Konzertstück für zwei Klaviere, delen uit het cembalokonzert en twee van de Elf kleine Klavierstücke voor kamerorkest.

Johannespassie

Na Ritter Blaubart begon Distler weer aan zijn a capella-passie, maar midden in het werk kreeg hij het advies om ermee te stoppen en geen kerkmuziek meer te publiceren, om dirigent van het Staats- und Domchor te kunnen worden. In januari 1941 werd zijn derde kind Brigitte geboren. Een maand later werd hij weer opgeroepen, ditmaal met een bevel om te verschijnen. Hij dacht afstel te kunnen krijgen door een actieve concertpraktijk. Hij schreef:

Inderdaad is het voor mij op dit moment erg belangrijk om, hetzij door mijn composities of orgelspelenderwijs of door mijn koor of gecombineerde mogelijkheden publiekelijk aan het woord te komen. Ik ben zojuist gekeurd en verwacht inlijving - als met het oog op mijn werk en mijn bekendheid de dingen niet anders lopen, wat ik zelf graag zou willen, want ik vind dat iemand zijn vaderland even goed kan dienen met zijn werk als in uniform.

Ook dit keer kreeg hij weer vrijstelling. Distler leed onder de onzekerheid over zijn toekomst. Het zoeken naar rust en geluk, ook privé, maakte dat hij steeds meer vluchtte in zijn werk en al snel verlangde hij terug naar een baan als organist. In april begon hij verder te werken aan zijn Johannespassie:

Ik geniet zeer van mijn werk, en na allerlei kleine afleidingen gaat het nu snel vooruit. (...) Met de grote vakantie moet het werk af zijn; er wordt overigens zogezegd 'van de hand in de mond' gewerkt, omdat elke zin meteen door het koor geoefend wordt voor de 'Hamburger Kirchenmusiktage' van dit jaar, die in de herfst plaatsvinden, verdeeld over een aantal zondagen. Het koor moet bij het begin van de vakantie klaar zijn met oefenen. (...) Publicatie zal, midden in de oorlog, wel langer op zich laten wachten.

Desondanks bleef de passie onvoltooid. Het feit dat hij twee delen als zelfstandige motetten liet uitgeven bevestigt dat hij niet meer verwachtte het project af te ronden.

De Berlijnse school liet stilzwijgend nog wat vrijheden toe. Intern werden er werken uitgevoerd van joodse componisten en van buitenlandse componisten die op de zwarte lijst stonden. Enkele professoren lieten de studenten kennis maken met werk van Bartók, Webern en Schönberg. Distler bezocht regelmatig voorstellingen van buitenlandse verboden films die zijn collega van Film- und Gebrauchsmusik vertoonde. In zijn Berlijnse tijd componeerde Distler ook gelegenheidswerken, onder andere de Kleine Sommerkantate voor twee sopranen en strijkkwartet. Ook de Kleine Sing- und Spielmusik opus 21,2 is waarschijnlijk ontstaan in Berlijn.

Soldatenliederen

De soldatenliederen die Distler in het Derde Rijk bewerkte stamden vooral uit de volksmuziek. Het Chorliederbuch für die Wehrmacht was een bundel meerstemmige gezangen voor de troepen die in 1940 uitkwam. Hugo Distler, Kurt Thomas, Armin Knab en Hermann Grabner schreven dit in opdracht in polyfone stijl. Het boek kende al een voorloper in de Eerste Wereldoorlog.

Distler was verantwoordelijk voor vier liederen: Musketiers sein lust’ge Brüder, Abendlied, Sankt Michael en Morgen marschieren wir. Bij enkele liederen zijn kleine tekstveranderingen doorgevoerd, waardoor sommige coupletten een andere lading kregen. Van Musketiers sein lust’ge Brüder liet Distler het couplet Siegreich woll’n wir Frankreich schlagen weg. Maar in een schoolboekversie werden alleen de oorlogscoupletten afgedrukt, waardoor het gezellige soldatenlied veranderde in een ophitsende mars.

Das Volkslied

Ook het Gesellige Chorbuch II bevat, naast enkele Mörikeliederen, vier nieuwe toonzettingen: Ich hab die Nacht geträumet, Weiß mir ein Blümelein blau, Wach auf, wach auf, en Ich wollt gern singen, weiß nicht wie. Distler wilde ze in een verzameling Das Volkslied (opus 20) laten uitgeven. In november 1941 ontstonden koorzettingen van twee kerstliederen: Vom Himmel hoch, o Englein kommt en Den geboren hat ein Magd. En Distler kreeg nog meer opdrachten voor kerstliederen. Daarover schreef hij aan zijn vrouw:

Weet je dat Preussner kerstliederen van me wil? Ik meldde dat ik alleen christelijk geïnspireerde liederen kan schrijven. Nu ben ik benieuwd, hij zal hopelijk niet denken dat ik over dennenaalden en zonnewendes wil zingen

Van oktober 1940 tot juni 1941 nam Distler koorles bij Paul Gümmer. Voor hem schreef hij het Lied am Herde. De delen van deze cantate nam hij mee naar de zanglessen. Distler omschreef het Lied am Herde als een 'vreet- en zuipcantate'. Gümmer was ook de solist bij de eerste uitvoering, die een succes was. Het componeren ging Distler weer goed af:

Mijn componeerwerk leed eerst nogal onder de oorlog. Daarom schreef ik een harmonieleer, waarvan Vötterle me net gezegd heeft dat hij goed loopt. (...) Nu stroomt het weer: hier ligt het correctiewerk voor twee grote motetten (Geistliche Chormusik Nr. 8,9) (...). Beide motetten hebben we in juli op de hogeschool opgevoerd. Dan heb ik hier nog de correctie voor pianostukken voor kinderen, voor een cantate ('Lied am Herd') voor bassolo en orkest of vierhandige piano, waarvan Gümmer op onze reis naar Bielefeld de première heeft gegeven - en ook nog een nieuwe sonate voor twee piano's. En nu werk ik aan een avondvullend, 'werelds' maar tragisch oratorium.

Oratorium

In die tijd werkte Distler tien uur per dag aan zijn oratorium. Op 9 februari was de tekst af: Die Weltalter. Hij wilde een avondvullend werk componeren met meerdere koren, dubbel orkest en solostemmen voor een theateruitvoering, geïnspireerd door Monteverdi. In de praktijk bleek de tekst te uitgebreid. Volgens Bruno Grusnick wilde Distler de mensen met dit oratorium een spiegel voorhouden. Als tekst gebruikte hij hiervoor beelden uit de Griekse mythologie en de Italiaanse renaissance waarin hij Bijbelse gelijkenissen integreerde. Zo hoopte hij mensen te bereiken die niet meer naar de christelijke boodschap luisterden. Een voorbeeld is het slotkoor met een tekst ontleend aan Romeinen 8, 38-39:

Wohl ihm, glücklich der Mann, der die Arme der Götter herbeiruft! Da ist keine Macht der Welt, die ihm zu trotzen vermöcht, weder Tod noch Leben, weder Hohes noch Tiefes noch kein andere Kratur, nicht Gegenwärtiges noch Zukünftiges, nicht Sichtbares noch Unsichtbares, keine Macht im Himmel noch auf Erden! ('Gelukkig is hij, die de hand van God te hulp weet te roepen! Want ik ben verzekerd, dat noch dood, noch leven, noch engelen, noch overheden, noch machten, noch tegenwoordige, noch toekomende dingen, noch hoogte, noch diepte, noch enig ander schepsel ons zal kunnen scheiden van de liefde Gods, welke is in Christus Jezus, onze Heer.')

Als inleidende of afsluitende tekst wilde hij een tekst van Novalis gebruiken:

Nur die Religion kann Europa wieder auferwecken und die Völker versöhnen und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr altes, friedenstiftendes Amt installieren. ('Slechts de religie kan Europa weer opwekken en de volkeren met elkaar verzoenen en het Christendom met nieuwe heerlijkheid zichtbaar op aarde in zijn oude, vredestichtende ambt installeren'.)

Neerslachtig

De klokken van de Marienkirche te Lübeck na het bombardement

Door de groeiende onrust van de oorlog en de hoge werkdruk kwam hij nauwelijks nog aan componeren toe. De omstandigheden maakten Distler depressief. Alle wil om te componeren week uit hem. Hij hield zich bezig met geloofsvragen en met de vraag: waarom keren mensen zich van God af?

Het gezin Distler woonde nog altijd buiten Berlijn. Distler zelf betrok een werkkamer in het centrum van de stad. Een koorzangeres, die in een fabriekskeuken werkte, bracht hem elke dag eten. Hij was ondertussen dirigent geworden van het “Staats- und Domchor”; een gemengd koor met jongensstemmen, voor Distler op koorgebied de vervulling van een ideaal. Dit werk bracht spanningen en problemen met de Hitlerjugend. Distler onderhandelde met een vertegenwoordiger van de NSDAP, maar het antwoord was even duidelijk als onverbiddelijk: hij mocht alleen nog wereldlijke muziek instuderen en uitvoeren of de Hitlerjugend zou al haar jongens uit het koor terugtrekken. Distler ging alle scholen af, om aanmeldingen voor het koor te werven en zo de voorbereidingen voor het 100-jarig bestaan te kunnen starten. Van de 200 aanmeldingen werden 80 kinderen toegelaten.

In de nacht van palmzondag 28 op 29 maart 1942 bombardeerde de Britse luchtmacht Lübeck. Een paar dagen later kocht hij vergif omdat er volgens hem “een eind komt aan wat een mens kan verdragen”. Hij had ondertussen vernomen dat zijn enige broer Anton bij Leningrad was gesneuveld. Als hij in september naar Lübeck reisde om een concert voor te bereiden, was hij verslagen door de aanblik van de uitgebrande Dom, Marienkirche (beide orgels vernield) en St.-Petri-Kirche. Ook in Lübeck maakte hij duidelijk, dat volgens hem mensen uit deze wereld mochten treden als de menselijke waardigheid te veel onder druk kwam te staan.

Distler was lichamelijk en geestelijk op: een lesrooster van 34 uur per week samen met veel muzikaal en organisatorisch werk; de spanningen door de oorlog en politieke klimaat; al die factoren putten hem uit. Hij had angst voor aanvallen op Berlijn en leed onder het idee dat het culturele erfgoed van Duitsland in puin kon veranderen. Zijn afkeer tegen Hitler groeide. Zijn werk als kerkmusicus werd vaker en feller aangevallen: Duitsland voerde oorlog tegen de joden. Joden en christenen zijn één en dus hielpen kerkmusici de vijand van Duitsland.

Zelfmoord

Een laan van het kerkhof waar Distler begraven is

Nu leefde Hugo Distler zeer in angst om opgeroepen te worden. Op 25 oktober onderging hij een eerste keuring en op 3 november volgde de oproep. Hij was ervan overtuigd, dat God hem had verlaten en, hoewel de directeur van de hogeschool hem verzekerde dat de vrijstelling waarschijnlijk al onderweg was, besloot hij een einde aan zijn leven te maken. Eén dag na zijn dood zou de vrijstelling aankomen. Het weekend bracht Distler door met zijn gezin. Na de dienst op zondag stuurde hij hen naar huis. Hij ging naar zijn Berlijnse werkkamer, deed de gordijnen dicht en draaide de gaskraan open. Toen hij niet terugkwam zocht zijn vrouw hem op. Ze vond hem op de grond met in de ene hand een foto van haar en de kinderen en in de andere hand een kruis. Naast hem lag zijn afscheidsbrief.

"Meine liebste, beste Waltraut,
ich habe nur noch eine Bitte in der Welt: daß du mir nicht zürnst; wer weiß wie Du, welche Lebensangst in mir gesessen hat, seit ich lebe; alles, was ich schaffte, stand unter diesem Zeichen, noch zuletzt mein geplantes Oratorium.

Laß die Kinder gut von mir denken: es kommt die Zeit, und sie ist nicht fern, wo auch die meinen letzten Schritt verstehen, die es heute nicht tun.

Meine lieben, lieben Kinder.
Ach, wenn Du wüstest, was an Schmerzen in mir umgeht.
Betet für mich. Ich sterbe als ein armer sündiger Mensch, und hoffe auf die Barmherzigkeit Gottes – was wollte ich noch singen lassen in Schützens Requien: “aber sie sind in Frieden.” Denke an deine Mutter: Auch ihr darf niemand ein Wort nachsagen wegen ihres letzten Entschlusses. Es war zuletzt alles schwer.
Ich kann nicht mehr
Ihr Guten
Liebe Tante, Onkel, Ruth und Inge
Liebe Großmutter
Liebe Alfred, Frau Kreuz
Liebe Mutter – Du wirst mich am wenigsten verstehen.
Und ihr wieder meine Waltraut, meine Kinder
Ich will im kleinen Kreis zur Ruhe gebracht sein; meiner Mutter, ebenso deinen Verwandten erst nachträglich Mitteilung geben.
Ich vermache Dir alles, was ich habe und an Einkünften besitze.
Dein Hugo"

Zijn begrafenis op 5 november, op het kerkhof in Stahnsdorf, werd begeleid door zijn Staats- und Domchor. Als preektekst diende Efeziërs 6,12: Want onze strijd is niet gericht tegen vlees en bloed, maar tegen de heerschappijen, tegen de machten, tegen de wereldbeheersers van de duisternis en tegen de geesten van het kwaad in de hemelse regionen. De Duitse pers kon onder politieke druk niet uitvoerig over zijn dood berichten. Alleen in Musik und Kirche verscheen een lang verhaal over zijn leven en de werken.

In oktober had de hogeschool gevraagd om Distler als ambtenaar aan te stellen. Het korte en cynische officiële antwoord op die aanvraag volgde op 7 december:

De zaak is inmiddels opgelost, omdat Distler zelfmoord gepleegd heeft. In de muzikale kringen van Berlijn gaat het gerucht dat hij niet opgewassen zou zijn tegen het conflict tussen zijn christelijk-confessionele instelling en de van hem geëiste bekering tot het nationaalsocialisme. Heil Hitler!

Oeuvre

Zie Oeuvre van Hugo Distler voor het hoofdartikel over dit onderwerp.

Niettegenstaande Distler dus maar twaalf jaar actief componeerde en daarnaast uitvoerde, dirigeerde en les gaf, schreef hij toch een uitgebreid oeuvre bij elkaar van 21 opusnummers en nog een veelvoud van wereldlijke en geestelijke, instrumentale en vocale muziek zonder opusnummer.

Externe links

Literatuurlijst

  • Bruno Grusnick, Wie Hugo Distler Jakobiorganist in Lübeck wurde, Sonderdruck uit Musik und Kirche, jaargang 28, Heft 3, 1958
  • Bruno Grusnick, Hugo Distler und Hermann Grabner, Aangevulde Sonderdruck uit Musica, jaargang 18, Heft 2, 1964
  • Karl Friedrich Reimers, Lübeck im Kirchenkampf des Dritten Reiches; Nationalsozialistisches Führerprinzip und evangelisch-Lutherische Landeskirche von 1933 bis 1945, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 1965
  • Ursula Hermann, Hugo Distler, Rufer und Mahner, Evangelische Verlagsanstalt Berlin (DDR), 1970
  • Sabine Kruse, Das Werk Hugo Distlers Probleme des Komponierens in der Zeit von 1920 – 1945, Lübeck, 1988
  • Grabner, Hermann, Messmer, Pontz, Thein, Komponisten in Bayern, Band 20: Hugo Distler, Hans Schneider Verlag Tutzing, 1990
  • Stefan Hanheide (ed), Hugo Distler im Dritten Reich. Vorträge des Symposions in der Stadtbibliothek Lübeck am 29. September 1995, Universitätsverlag Rasch Osnabrück, 1997
  • dr. Stefan Hanheide, Arndt Schoor, Nachrichten zur Distler-Forschung, Heft 1, Hugo-Distler-Kuratorium in Zusammenarbeit mit Stadtbibliothek Lübeck, 1998
  • Nachrichten zur Distler-Forschung, Heft 2, Hugo-Distler-Kuratorium in Zusammenarbeit mit Stadtbibliothek Lübeck, 1999
  • Dirk Lemmermann, Studien zum weltlichen Gesangswerk Hugo Distlers. Analytische, ästhetische und rezeptionsgeschichtliche Untersuchungen unter besonderer Berücksichtigung des Mörike-Chorliederbuches. Frankfurt am Main 1996.
  • Winfried Ludemann, Collectanea Musicologica, Band 10: Hugo Distler, eine musikalische Biografie, Wißner – Verlag Augsburg, 2002
  • Bettina Schlüter, Hugo Distler. Musikwissenschaftliche Untersuchungen in systemtheoretischer Perspektive. CD-ROM mit elektronischen Ressourcen. Stuttgart 2000.

Hinweis