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Hyperrealismus (ebenfalls: Fotorealismus oder Superrealismus) ist ein Strom in der postmoderne Malerei und Skulptur aus den 60er und 70er Jahren des zwanzigstes Jahrhundert. In diesem bildlich Stil wird die Realität so realistisch und neutral wie möglich dargestellt.
Geschichte
In dem Vereinigte Staaten entstand in den späten 1960er Jahren, vor allem in Kalifornien und in New York, einer besonders bildhaft Tendenz, die sich gegen die aufeinanderfolgenden Avantgarde-Bewegungen in der Kunst wie Körperkunst, arte povera, Konzeptkunst und Landkunst.
Auch in der Skulptur waren Formen des Hyperrealismus erkennbar, wo zum Beispiel Duane Hanson machte sehr realistische Bilder von gewöhnlichen Menschen, wie man sie in alltäglichen Situationen finden könnte, sozusagen aus dem Leben; eine Frau mit einem Einkaufswagen, ein Mann auf einer Couch, ein Penner auf dem Boden zwischen leeren Flaschen und Müll.
Besonders aktuell war der Hyperrealismus als neuer Trend in der moderne Kunst zwischen etwa 1965 und 1975; Der Stil lebt jedoch bis heute im Werk der Pioniere und späterer Generationen weiter.
Nicht nur die bildende Kunst hat im letzten Jahrhundert eine hyperrealistische Bewegung erlebt. Im Theater sehen wir Hyperrealismus in mehreren internationalen Produktionen. In den Niederlanden Ivo Van Hove bekannt für seine sehr realistischen Stücke, darunter Adaptionen von Persona von Ingmar Bergmann und Ein kleines Leben von Hanya Yanigihara. Der australische Regisseur Simon Stein hat auch einen wichtigen Beitrag zur neueren Theaterlandschaft innerhalb des Hyperrealismus geleistet. Das Dekor in seinen Auftritten Les Trois Sours und Ibsen-Haus besteht aus einem rotierenden Haus, das einen realistischen Einblick in das alltägliche, aber tragische Leben der Charaktere gibt. Andere bemerkenswerte Theaterregisseure sind Caroline Guiela Nguyen und John Gould Rubin, der eine Adaption von Hedda Gabler von Henrik Ibsen inszeniert in einem Stadthaus in Manhattan unter der Woche. Auf diese Weise wird das Theater noch realistischer.
Eigenschaften
Hyperrealismus entsteht als virtuose, fast fotografische Darstellung des Sujets, ohne Ausdruck persönlicher Emotionen, mit klinischer Präzision bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und zeigt eine fast „kühle“ Objektivität.
Merkmale des Hyperrealismus sind:
- ein Fragment von der Realität isolieren
- mehr als lebensechte Darstellung der Realität, denn alles wird gleich scharf dargestellt
- manchmal auch: Intensivierung durch Maßstabsvergrößerung
Künstler
Amerika
Australien
Belgien
- Willem Dolphyn
- Pol Mara
- Roger Wittevrongel
- Marcel Maeyer
- Ludy Sels
- Eric De Vree
Die Niederlande
Truthahn
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