WikiDer > Incipit

Incipit
Die Anfangszeilen der Beatrijs: 'Vandichten comt mi cleine bate / Die Liede errät mich dat ict spät', ca. 1374 (ex. KB).

Es incipit eines Textes besteht aus den ersten Wörtern der ersten Zeile.[1] Incipit ist Latein vor dem es beginnt. In einigen Fällen die gesamte erste Zeile oder die Anmachspruch festgenommen[2] oder ein ganzer Absatz[3] und mit Volkslieder und traditionell Kinderlieder oft die ersten beiden Zeilen.[4] In der Musik bezieht sich der Begriff auf die ersten Töne oder die Eröffnungstakte.

Der (kurze) Incipit ist statt a Titel verwendet, um einen Text zu identifizieren. Der Grund dafür kann beispielsweise sein, dass der Text keinen Titel trägt oder dass der Titel nicht original oder nicht unverwechselbar ist. Buchtitel und Titel oben Gedichte und Lieder kam erst nach der Erfindung des Druckerpresse. Ältere Schriften, wie z mittelalterliche Manuskripte, und Texte aus dem mündliche Tradition, unterscheiden sich wie Volkslieder durch die ersten Worte oder die erste Zeile des Textes. Unter anderem Tontafeln, Manuskripte, Briefe, Gedichte, Lieder, Gebete und Enzyklika werden in der Regel mit ihrem Incipit bezeichnet.

Incipits werden verwendet, um Texte zu identifizieren, klassifizieren und te Archivierung. In Gedichtbänden und Liederbüchern findet sich beispielsweise oft ein registrieren mit Eröffnungslinien.

Die Schlussworte eines Textes werden manchmal als "explizit" bezeichnet (lateinisch: explizitum est, "es steht fest"). Abwickeln ist ein Hinweis auf eine Papyrusrolle.[5]

Incipits mit unterschiedlichen Textgenres verwenden

Tontafeln

Beginn des Die Haager Song-Handschrift mit belüfteter Initiale (ca. 1400, KB).

In der alten Zivilisation Sumerien wurde archiviert auf Tontafeln die aus Listen von Incipits aus einer Sammlung verwandter Tontafeln bestand. Aufgrund der begrenzten Breite einer Tontafel waren dies kurze Zeilen (keine ganzen Sätze).

Beispiele für solche Incipits sind: „Geschätzter und edler Krieger“ und „In unserer Stadt“ (Archiv von Lerner).

Auch die babylonische Schöpfungsgeschichte der 'Enuma Elish“ wird durch das Incipit angezeigt (was so viel bedeutet wie „Dann hoch“).

Jüdische religiöse Texte

In dem jüdisch In der Tradition werden biblische und talmudische Texte normalerweise nach den ersten signifikanten Wörtern des Incipits benannt. Zum Beispiel: Genesis heißt auf Hebräisch "Bereishit" ("Am Anfang...", Genesis 1:1), Exodus heißt "Shemot" ("[Das sind] die Namen..." mit denen Exodus 1: 1) beginnt, Numbers heißt „Bamidbar“ („In der Wildnis/Wüste“, Num. 1:1). Wöchentliche Bibellesungen ("Parashat ha-Shavua") sind auch nach den ersten bedeutsamen Worten des Incipits benannt: "Lech Lecha" ("Gehe weiter!"), "Acharei mot" ("Nach dem Tod"), "Ve-zot ha-bracha" ("Und das ist der Segen"), ....

Enzyklika

Enzyklika (päpstliche Schriften zur Glaubenslehre) sind fast immer in lateinischer Sprache verfasst. Da sie immer durch die ersten Wörter identifiziert werden, werden diese sorgfältig ausgewählt, um einen aussagekräftigen Namen zu schaffen.

Beispiele für diese Incipits sind: Rerum Novarum ("Neue Dinge"; 1891); Quadragesimo anno ("vierzig Jahre später"; 1931); Pacem in Terris ("Friede auf Erden"; 1963); und Lumen Fidei ("Licht des Glaubens"; 2013)

Mittelalterliche Handschriften

mittelalterlich Manuskripte haben keine Titel, aber das Incipit wurde manchmal in einem anderen Buchstaben oder einer anderen Farbe geschrieben und reich beleuchtet. Literarische Werke werden oft von den Hauptfiguren genannt, um die sich die Geschichte dreht (z Beatrice oder Karel und die Elegast) und im Fall von Kunstliteratur zum Thema der Abhandlung (Von den Blumen der Natur oder Der Spiegel historisch). Das Incipit wurde aber auch verwendet, um Texte zu identifizieren und Versionen zu unterscheiden. Auch in alphabetischen Registern und Kataloge von klösterlichen Bibliotheken wurden beispielsweise die Incipits der Werke als Ausgangspunkt genommen.

Beispiele für Incipits mittelalterlicher Handschriften sind: 'Vandichten comt mi cleine bate' (der Beatrice); und 'William, der Madocke gemacht hat' (Van den vos Reynaerde). Ein bekannter mittelalterlicher Glanz ist: 'Hebban olla vogala'.

Gedichte

Das Gedicht „Ich liebe die weiße Seerose“ (F. van Eeden) als Wandgemälde in Leiden.
Liederblatt mit einigen Volksliedern (19. Jahrhundert).

Gedichte können einen Titel haben, werden aber oft in einem alphabetischen Index mit dem Incipit bezeichnet. In vielen Fällen ist ein Titel wenig ausgeprägt und das Incipit ist Teil des eigentlichen Textes, so dass das Gedicht bereits erinnert werden kann. Zum Beispiel ist ein Titel wie „Zeit“ nicht sehr markant, während sofort klar ist, auf welches Gedicht er sich bezieht mit dem Incipit: „Ich habe geträumt, dass ich langsam gelebt habe“ (M. Vasalis). Und zum Beispiel ist der Titel 'Mai' sehr verbreitet, während der Incipit 'Ein neuer Frühling und ein neuer Klang' sich nur auf ein Gedicht beziehen kann (H. Gorter).

Bekannte Incipits von Gedichten sind: "Wenn ich an Holland denke, sehe ich breite Flüsse" (H. Marsman); „Ich ging nach Bommel, um die Brücke zu sehen“ (M. Nijhoff); 'Ich liebe die weiße Seerose' (F. van Eeden) und 'Nur in meinen Gedichten kann ich wohnen' (J. Slauerhoff).

Volkslieder

Volkslieder sind mündlich überlieferte Lieder, die grundsätzlich keinen Titel haben. Wenn sie in Liederbüchern enthalten sind, fügt der Compiler der Sammlung manchmal einen Titel hinzu, dieser gehört jedoch nicht ursprünglich zum Text und kann sich auch von Lied zu Liederbuch stark unterscheiden. Volkslieder und auch traditionelle Kinderlieder werden daher immer durch ihren Incipit angezeigt.

Wie bei Gedichten sind die Liedtitel oft nicht sehr ausgeprägt: Es gibt viele Lieder mit Titeln wie „Frühlingslied“, „Meiliedje“, „Ein neues Nikolauslied“, „Herdersklacht“ und so weiter. Ein Incipit identifiziert das Lied einschließlich der Melodie (wer das Lied kennt, "hört" sofort die Melodie in der Anfangszeile) und ruft so sofort das Lied selbst (sowohl Inhalt als auch Melodie) in seiner Gesamtheit hervor. Ein Titel, der außerhalb des eigentlichen Songs steht, tut das nicht.

Besonders bei Liedern gibt es eine Gewohnheit, den Song mit dem ersten zu beginnen zwei Regeln festzulegen. Erstens gibt es Lieder, bei denen die erste Zeile einfach nicht unverwechselbar genug ist (z. B. "Will meinen Song jetzt hören"). Aber es gibt auch, besonders im 16. und 17. Jahrhundert, viele Kontrakte geschrieben (ein neuer Text zu einer bestehenden Melodie). Die Präambel des Originaltextes wurde regelmäßig kopiert (Erstausleihe). Ein kurzes Incipit kann sich daher auf zwei oder mehr verschiedene Lieder beziehen. Die Verwendung von zwei Zeilen zur Identifizierung vermeidet diese Probleme.[6]

Beispiele für Volksliedincipits: „In Den Haag lebt ein Graf“ (Kinderlied); 'Öffne im Namen von Orange das Tor' (A. Schüler); "Siehe, der Mond scheint durch die Bäume" (Sinterklaas-Lied, J. P. Hallo); und 'Die Hirten lagen bei Nacht' (Weihnachtslied).

Beispiele

Weitere Beispiele für Incipits:

Wissenswertes

  • Neben 'the' Incipit wird auch 'the' Incipit verwendet.

Siehe auch

  • Anmachspruch, Anfangssatz eines Romans oder einer Geschichte (aus einem gedruckten Buch, das einen Titel zur Identifizierung hat)
  • Endstation, der letzte Satz eines Textes
Genres episch und Texttyp:Anekdote · Ballade · moderne Sagen · Epos · Fabel · Gedicht · Genre · Vorwort · Kurzgeschichte · Legende · Literarisches Genre · Mythos · Novelle · Überlieferung · Gleichnis · Rahmengeschichte · Reisebericht · Roman · Saga · Legende · Märchen · starke Geschichte · Texttyp · Thriller · Geschichte · Vignette · Volksballade · Volksmärchen
Farbverlauf und Handlung:Katharsis · Cliffhanger · Höhepunkt · deus ex maschine · Drei-Akt-Struktur · Epilog · Ausstellung · Fabel · Handlung · Plotpunkt · Prolog · Faden · Szene · Konfiguration · Anfangshandlungsszene · Zusammenfassung · Handlung
Beginn und Ende:ab ovo · in Medienauflösung · incipit · Eröffnungsszene · Anmachspruch · Endstation
Charakter:Anmelder · alter Ego · Alterität · Gegner · Antiheld · Nebendarsteller · unterstützende Rolle · Schurke · byronischer Held · Deuteragonist · flacher Charakter · Held · Hauptfigur · Hauptrolle · Charakter Charakter · Protagonist · runder Charakter · tritagonist · Art · Auserwählter · Außenseiter
Stromspannung:Cliffhanger · Stromspannung
Narrative Perspektive und Instanz:wechselnde Perspektive · auktorialer Erzähler · Fokussierung · dramatisiert · homodiegetisch · heterodiegetisch · Ich-Perspektive · Unzuverlässiger Erzähler · persönlicher Erzähler · Rhema · Voice-over
Motiv & Thema:abstraktes und konkretes Motiv · Isotopie · Leitmotiv · Motto · Thema · Topos
Zeit & Raum:Einheitskonvention · Rückblende · Flashforward · mise en abyme · Zeitachse verschieben time · Paralleluniversum · Präsens Historicum · Zeitverlängerung · Märchenstunde · erzählte Zeit
Stil & Storytelling-Technik:direkte Rede · dramatische Ironie · indirekter Grund · Hering retten · den Boten erschießen · registrieren · Stil · Strom des Bewusstseins · Aussetzung der Ungläubigkeit · zeigen, nicht erzählen · Storytelling-Technik · freie indirekte Rede
Szenario:PrämisseZusammenfassungBehandlungSzenarioDrehbuchStoryboard
Stilperiode:Mittelalter · Renaissance · Manierismus · Barock · Beleuchtung · Sentimentalität · vorromantisch · Romantik · Realismus · Impressionismus · Naturalismus · neoromantisch · Symbolismus · Expressionismus · Konstruktivismus · Dadaismus · Surrealismus · neues Geschäft · magischer Realismus · Existentialismus · fünfziger Jahre · Modernismus · Postmodernismus
Studie:Kommunikationsmodell · Dreieck von Petersen driehoek · Literatur-Kritik · Narratologie · aktuelle Fragen · Story-Analyse