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Spätantike ist ein moderner Name für die Zeitspanne in dem Mittelmeerraum im Übergang von der Antike zum Mittelalter. Üblicherweise, aber unter Historikern immer noch umstritten, wird der Zeitraum zwischen etwa 300 und 600 als Spätantike bezeichnet.
Vorwort
Das Konzept der Spätantike war Max Weber Anwendung in der historischen Forschung; aber es ist der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt der 1853 den Begriff „spätantike Zeit“ prägte, der Ende des 19. Jahrhunderts von der Kunsthistorikerin übernommen wurde Alois Riegla.[1] Normalerweise der Beginn der Herrschaft der römischKaiserDiokletian (284 n. Chr.), die eine groß angelegte Neuklassifizierung und Umstrukturierung des Römischen Reiches durchführte, die als Beginn der Spätantike gilt. Diokletian teilte das Reich administrativ, teils um die Verwaltung zu vereinfachen, in einen westlichen und einen östlichen Teil auf. Später wurde aus dieser zunächst rein administrativen Teilung des Römischen Reiches eine De-facto-Teilung in die sog Weströmisches Reich und der Oströmisches (byzantinisches) Reich. Dies wird allgemein als sehr deutlicher Trendbruch zu früheren Zeiten gewertet. Die endgültige Begrenzung der Frist ist jedoch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Spätantike im Westen des Römischen Reiches zumindest bis zur Absetzung des letzten weströmischen Kaisers im Jahr 476 Romulus Augustulus dauert, oder etwas später, bis zur Invasion der Langobarden im Italien im Jahr 568. Im Osten dauert die Periode entweder bis zum Tod des oströmischen Kaisers Justinian I im Jahr 565 n. Chr. oder bis zum Arabische Expansion.
Die Spätantike ist die letzte Epoche der Antike, die sicherlich nicht mehr zur „klassischen“ Antike gehört, aber noch nicht zum Mittelalter gezählt werden kann. Es zeichnet sich durch das Nebeneinander von Alt- und Christlich-Germanischen Traditionen in einer Zeit des langsamen Wandels. Der Zeitraum von etwa 300 bis 600 wird jetzt als Periode bezeichnet Transformation des antiken Erbes, kein Niedergang mehr wie früher. Eine wichtige Transformation aus dieser Zeit war der Triumph der Christentum und das damit verbundene langsame Verschwinden vorchristlicher Kulte und Traditionen. Auch in Kunst und Literatur führte die Ablösung der klassischen griechisch-römischen durch christliche Formen und Themen zu einem eigenen, charakteristischen Stil, der auch östliche Einflüsse aufwies.
Auch die Spätantike war geprägt von einer Reform des Heeres und der Verwaltung durch Diokletian und Konstantin der Große, die Stärkung der heilig Status des Kaisers, der Migration und in der Folge schließlich die Umwandlung des westlichen Teils des Römischen Reiches in eine germanisch-romanische Welt, die das westliche Mittelalter prägen sollte.
Chronologie
Allgemeines
Die zeitliche Abgrenzung der Spätantike – wie bei Periodeneinteilungen üblich – ist unter Historikern umstritten und zum Teil willkürlich. Die Zeitalter dazwischen Diokletian und Muhammad stellen eine Übergangszeit dar, in der es schwierig ist, genaue Abgrenzungspunkte zu identifizieren. Nicht alle Forschungsrichtungen messen den politischen, kunst-, kultur- und religionsgeschichtlichen Faktoren des allmählichen Wandels die gleiche Bedeutung bei. Darüber hinaus gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Im östlichen Mittelmeerraum hielten die antiken Strukturen zweifellos länger als beispielsweise am Rhein oder in Großbritannien. Üblicherweise wird das Jahr 284 n. Chr. als Beginn verwendet. (Bestieg auf den Thron Diokletians), aber auch die Zeit Konstantins mit ihrer religiösen Neuorientierung kann als Grenze dienen. Der mögliche Zeitpunkt für das Ende der Spätantike ist dagegen sehr vielfältig, da je nach Sichtweise und Forschungsinteresse unterschiedliche Ansätze möglich sind.
Die Frage nach dem "Ende der Antike"
In der Vergangenheit fiel das Ende der Antike oft mit dem Ende der Weströmisches Reich im Jahr 476 n. Chr. assimiliert (besonders in den älteren Werken, zum Beispiel at Otto Seeckhatte eine andere ansicht Ernst Kornemann genauso wie Adolf Lippold). Diese Darstellung findet sich in den Quellen, zum Beispiel in Ammianus MarcellinusKommt zum ersten Mal erst etwa 40 Jahre später. Heutzutage stellt sich eher die Frage, ob die Menschen, die damals lebten, dieses Jahr als Wendepunkt sahen: Zwar gab es keinen weströmischen Kaiser mehr in longer Ravenna, aber im juristischen Sinne bedeutete dies, dass die Rechtsherrschaft über das Weströmische Reich nun auf den oströmischen Kaiser überging. Justinian I. wollte diese Ansprüche unbedingt verwirklichen, was ihm teilweise, wenn auch nicht lange, gelungen ist. In der neueren Forschung wird daher dem Jahr 476 nicht mehr so viel Gewicht beigemessen wie früher.
Im Allgemeinen ändert sich heute die Aufteilung des Reiches nach dem Tod der Römer KaiserTheodosius II im Jahr 395, meist aber das Ende der Regierungszeit Justinians I., im Jahr 565, als entscheidender Moment gewählt. Justinian stand noch deutlich in der Tradition der alten Kaiser, was sich unter anderem in seinen universellen Herrschaftsvorstellungen zeigt. Seine Politik zielte darauf ab, die ursprünglichen Grenzen des Römischen Reiches wiederherzustellen (Wiederherstellung Imperii), was teilweise erfolgreich war. Der letzte große Migration, die Invasion der Langobarden in Italien im Jahr 568 stattfand, nur drei Jahre nach Justinians Tod, also sind die Jahre nach 560 eine wichtige Phase für das Mittelmeer. Die Jahre 284 bis 565 bilden somit die häufigste Grenze der Epoche.
Viele Historiker lassen Sie das Ende dieser Frist später beginnen; nämlich mit den Überfällen der Araber im Mittelmeer (Pirenne-These). Dass die Kontakte zwischen Konstantinopel und der Westen zu Beginn des siebten Jahrhunderts noch eng waren, ist heute nicht mehr umstritten. Das letzte antike Monument auf dem Forum Romanum ist die Säule des oströmischen Kaisers Phocas (602–610). Pirennes Annahme, dass nur muslimische Piraten die antike "Einheit des Mittelmeers" beendeten, gilt heute als widerlegt. Trotzdem stellt die arabische Expansion eine tiefgreifende Veränderung für das Oströmische Reich dar, wie es das Imperium jetzt im Wesentlichen ist Kleinasien und der Balkan war begrenzt und löste sich unter äußerem Druck innerlich von vielen alten Traditionen. Die spätrömische Phase des Oströmischen Reiches endete damit erst unter Kaiser Heraklius (610–641). Daher halten Forscher wie Stephen Mitchell 284 und 641 für den Schluss der Spätantike.
Im Allgemeinen ist in der angloamerikanischen Welt die Ende der Antike beginnen frühestens mit dem Ende der Regierungszeit Justinians. Befürworter davon sind Averil Cameron und John B. Bury. Was schrullig wählt Arnold Hugh Martin Jones vor 602, dem Tod des Kaisers Mauricius. Die neueste Ausgabe im neuen Cambridge Alte Geschichte Cambridge deckt die Jahre 425 bis 600 ab; das Prosopographie des späteren Römischen Reiches der Zeitraum von (ungefähr) 260 bis 641.
Auch im deutschsprachigen Raum wurde die Idee, an der künstlichen Jahreszahl 476 festzuhalten, generell aufgegeben (siehe Alexander Demandt, Heinz Bellen, Jochen Martin oder Hartwin Brandt) und wird bis 565 oder höher bevorzugt.
Eine Verlängerung dieses Zeitraums bis 632/641 erscheint sinnvoll und wird verfolgt, da für Konstantinopel die Invasion der Araber (siehe auch Islamische Expansion) markierte einen entscheidenden Moment. Die arabischen Truppen eroberten nicht nur den römischen Orient, sondern zerstörten auch das Neupersische Reich der Sassaniden. Das Sassanidenreich war in der Antike als zweite Supermacht nach Rom ein wichtiger Machtfaktor und wird von vielen klassischen Historikern (wie z Josef Wiesehofer, Erich Kettenhofen, Zeev Rubin und Michael Whitby) an der Untersuchung dieser Zeit beteiligt (vgl. auch Römisch-Persische Kriege).
Auch im Westen die Zeit von Theoderich der Große eher auf die klassische Antike als auf die Mittelalter so dass es fast unmöglich ist, ein genaues Datum zu bestimmen. Bis zur Invasion der Langobarden ist die klassische Kultur in Italien spürbar; das Weströmische Senat verschwindet erst gegen Ende des 6. Jahrhunderts aus den Quellen. Ebenso die frühen Merowinger Verbindungen zum klassischen Erbe. Bereits Clovis II (482–511) schätzten das römische Ehrenzeichen. Daher ist von einer regional unterschiedlich langen Übergangszeit zu sprechen. Allerdings sollte man nicht versucht sein, das Mittelalter zu spät beginnen zu lassen. In Gallien war der Übergang der Franken zum Christentum unter Chlodwig und seinen Nachfolgern in Italien die Invasion der Langobarden, die das Mittelalter in diesen Regionen einleitete. Das Problem kann auch umgekehrt werden; viele Mediävisten, die sich mit der frühes Mittelalter besetzen – wie Friedrich Prinz, Hans-Werner Götz, Walter A. Goffart, patrick geary, Herwig Wolfran, Ian N. Wood und andere – gehen Sie bis in die Spätantike zurück, um die Veränderungen im frühen Mittelalter zu erklären.
Das Problem liegt darin, dass die Spätantike eine Zeit des Auf- und Abbaus war. Einerseits war noch von einer Fortsetzung der klassischen Antike die Rede, andererseits nahm die Welt des Mittelalters bereits Gestalt an. Mit der Spätantike war sie vor allem durch die enge Verwandtschaft der Gesellschaft mit der christlichen Kirche verbunden. Als wichtiger Unterschied zur späteren Zeit kann festgestellt werden, dass die klassischen Traditionen noch in der Spätantike vorhanden sind. Noch im 6. Jahrhundert blühte die an klassischen Vorbildern orientierte Literatur (Boethius, Cassiodorus, Corippus, Prokopius von Cäsarea, Agathias Scholastikos). Schon damals verfügte die mittelalterliche Welt mit ihrer kleinen Arbeitsteilung nicht mehr über die Mittel, die klassische Bildung in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Die antike Literatur ging nach 600 im Westen weitgehend verloren.
Die Existenz von Byzanz in einer "intakten Spätantike"
Der Oströmer, oder Byzantinisches Reich lebte in einer relativ intakten „Spätantike“ bis zum Fall von Konstantinopel 1453, weil es im Osten nicht wie im Westen einen radikalen Bruch mit der alten Tradition gegeben hatte. Der Byzantinismus beschäftigt sich mit derselben Epoche; Was im Weströmischen Reich als Spätantike gilt, gilt im Oströmischen Reich als frühbyzantinisch. Für den Osten des Imperiums sind daher beide Konzepte praktisch gleich.
Jedenfalls sind auch im Oströmischen Reich die Unterschiede zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert und der anschließenden mittel- und spätbyzantinischen Zeit beträchtlich. Im Oströmischen Reich wurde neben der arabischen Expansion die endgültige Abschaffung der Latein als Amtssprache, zugunsten des Griechischen, unter Kaiser Herakleios als deutlicher Wendepunkt.
Die Angriffe der Araber im Oströmischen Reich führten zum Untergang der spätantiken Senatsaristokratie und zu einem deutlichen Rückgang der klassischen Bildung. Darüber hinaus führte die schwere Militär- und Wirtschaftskrise im Reich nach 636 auch zum endgültigen Ende der klassischen Städte (poleis), die seit dem Archaische Zeit das Mittelmeer beeinflusst. Schließlich macht die Entwicklung der byzantinischen Rechtsordnung deutlich, dass auch im Verwaltungsbereich ein deutlicher Bruch mit der spätantiken Tradition zu erkennen ist.
Quellzustand und Statusfrage ist
Quellen
Die Schatzkammer der Spätantike ist die Beste von allen Antike, insbesondere auf der Grundlage der reichen "monumentalen" Quellen. Wir haben keine durchgehende Geschichtsschreibung. Gerade im 5. Jahrhundert versagen uns diese Quellen oft. Im Folgenden sind nur einige weitere berühmte Beispiele aufgeführt; für diesen Teil auch den Teil anschauen soziokulturelle Basis.[2]
Die Hauptquelle in lateinischer Sprache stammt aus dem 4. Jahrhundert und stammt aus Ammianus Marcellinus. Auch die im griechisch Sprache geschriebene Werke von Prokopius von Cäsarea (6. Jahrhundert) eine wichtige Quelle für die Spätantike. Beide konnten sich aufgrund ihrer Werke mit den „klassischen Autoren“ messen. Darüber hinaus sind die profanen Geschichtswerke von Jordanes, Agathias Scholastikos, Theophylactus Simocatta und Gregor von Tours überliefert. Die erhaltenen Bücher der "Neuen Geschichte" von sind nützlich, aber auch problematisch Zosimus. Jordanes und andere basierend unter anderem auf den Büchern von Priscus von Panium in Thrakien, dessen Werk selbst nur in Fragmenten überliefert ist. Auch die Fragmente aus den Werken von Eunapius von Sardes, Olympiodorus von Theben und Menander-Beschützer von Bedeutung sind. Die sogenannte Inbegriff, dies ist eine kurze Zusammenfassung einer älteren Geschichte, war schon in der Spätantike sehr beliebt (siehe zum Beispiel Aurelius Victor, Inbegriff von Caesaribus und Eutropius).
In der Spätantike wird es noch ein paar geben Kirchengeschichten die von größerer und geringerer Bedeutung sind und teilweise eine detaillierte Lösung für die politische Geschichte bieten. Der wichtigste ist von Eusebius von Cäsarea, der der "Vater der Kirchengeschichte" ist. Auch die Kirchengeschichten von Theodoretos von Cyrrhus, Sokrates Scholastikus, sozomenus, Evagrius Scholasticus, Johannes von Ephesus sowie das (nur in Teilen erhaltene) Werk von Philosorgios nichts wert. Auch die Werke von Ambrosius und Augustinus wertvoll.
In der Spätantike entstanden eine Reihe von Chroniken, die zum Teil wichtige Informationen liefern (z. Marzellin kommt, Johannes Malala, Chronik Paschale, Hydatius von Aqua Flaviae; daneben auch syrische Werke – wie die "Chronik" von Joshua Stilites – und armenische Werke, wie das historische Werk von Sebeos); manche Gedichte oder Epen enthalten auch wertvolle Informationen (siehe Corippus für die Zeit Justinians und die Werke von Georg von Pisidien vor der Zeit des Herakleios). Darüber hinaus gibt es Reden wie die von Libanon, Synesius von Kyrene, Symmachus, Themistios und panegyrici Latini und eine Reihe von Urkunden (die beste Akte der klassischen Antike) von Bedeutung. Vor dem Ende der Spätantike in Gallien wurden die Briefe und Lobreden von Sidonius Apollonaris eine wichtige Quelle.
Das Notitia Dignitatum (eine Art Staatshandbuch) bietet viele Informationen über das Regieren in der Spätantike (zivil und militärisch). Auch die Arbeit Der Magistratibus von Johannes Lydos liefert wichtige Details zur spätrömischen Herrschaft. Dazu gehört das berühmte Corpus Juris Civilis (dies ist nicht der heutige Name) aus dem 6. Jahrhundert, Inschriften (die nicht mehr so zahlreich sind wie in der Hochkaiserzeit), Münzfunde und Papyrus und nicht zuletzt, und gerade in den letzten Jahrzehnten, die archäologisch findet.
Statusfrageist
Für die Erforschung der Spätantike ist es seit langem ein Problem, die relativ schwierige Grenze zwischen Spätantike und Mittelalter aufzuzeigen. Frühere Forschungen hielten die Spätantike für eine Zeit des moralischen und kulturellen Niedergangs (Dekadenztheorie zu Edward GibbonsDie Geschichte des Untergangs und des Untergangs des Römischen Reiches; ebenfalls Voltaire's Essai sur les mœurs et l'esprit des Nations; Verband der spucken mit dahinwelken, verfall). Diese Lehre war noch im 19. Jahrhundert vorherrschend. Sogar Otto Seeck verteidigte diese Position in seinem berühmten Hauptwerk Geschichte des Untergangs der Antiken Welt.
Diese negative Einschätzung der Spätantike ist inzwischen obsolet und wird in neueren Geschichtsbüchern nicht mehr zitiert; es ist jedoch immer noch in populären Ausgaben und im Film weit verbreitet. Das Studium von John B. Bury (siehe unter anderem sein Standardwerk Geschichte des späteren Römischen Reiches, Bd. 2, 1923.) und andere trugen viel mehr zu einer Aufwertung für diesen Zeitraum bei, der nicht mehr als eine Zeit des Niedergangs angesehen wird. Inwieweit der Staat in der Spätantike ein „Zwangsstaat“ war, ist bis heute umstritten, auch wenn die „harte“ Meinung der älteren Studien nicht mehr ohne weiteres akzeptiert werden kann. Ein wichtiger Opener bildet sich auch A.H.M. Jones’ Späteres Römisches Reich, die bisher ein wichtiger Ausgangspunkt für diese Zeit war.
Vor allem seit den 1970er Jahren Peter Braun in seinen Werken beleuchtete er die "Metamorphose" oder "Transformation" der antiken Welt zu seiner Zeit und konzentrierte sich dabei insbesondere auf kulturelle und religiöse Veränderungen. Dieser Initiative folgten bald Averil Cameron und andere. Generell hat das Interesse an der klassischen Spätantikeforschung in den letzten Jahren stark zugenommen. Dadurch werden gerade in der angelsächsischen Welt viele bisher selbstverständliche Annahmen und Urteile in einem anderen Licht gesehen. Das Bild dieser Zeit, das noch heute in Schulbüchern zu finden ist, hat wenig mit dem gemein, was damals an den Hochschulen gelehrt wurde. Natürlich darf die berechtigte Hommage an Kontinuitäten und die kulturellen Aspekte der „Braun Schule“ nicht vergessen werden, nämlich dass die Transformation in der Zeit der Migrationen in vielerlei Hinsicht auch mit Gewalt, Zerstörung und wirtschaftlichem Niedergang verbunden war; hebe das heutzutage besonders hervor Bryan Ward Perkins und Peter Heide in ihren neuesten Erkenntnissen, die sich teilweise als Gegner der Vertreter der Neuinterpretation um Peter Brown und Averil Cameron präsentieren. Beide - Ward-Perkins und Heather - sind der Meinung, dass die klassische Antike im Oströmischen Reich, die erst nach 600 einen wirtschaftlichen Niedergang erlebte, wesentlich länger gedauert hat als im Weströmischen Reich, wo sie im 5. Jahrhundert zu einem "Ende der Zivilisation" (Ward-Perkins).
Die Forschungsliteratur hat mittlerweile eine kaum noch nachvollziehbare Größe erreicht, doch in vielen Punkten konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Zu den am heißesten diskutierten Fragen gehört die Frage nach den Prozessen, die zum Verschwinden des Kaisers im Weströmischen Reich führten. Auch die Pirenne-These hat viele Unterstützer gefunden, natürlich mit neuen Argumenten. Viele der alten Erklärungen sind unhaltbar geworden, konnten aber noch nicht durch überzeugende Alternativen ersetzt werden. Je mehr man sich mit der Spätantike beschäftigt, desto offensichtlicher ist die Unmöglichkeit einfacher Antworten und allgemeingültiger Aussagen.[3]
Historischer Überblick
Diokletian – Stabilisierung und Reformen
Mit der Regierung von Diokletian es ging Römisches Reich in seine Endphase. Die vorangegangene Krise der Soldatenkaiser (235–284/5; siehe auch „Römische Krise des 3. Jahrhunderts") hatte das Reich destabilisiert. Von außen war das Reich regelmäßig von Mehrfrontenkriegen bedroht. Die fast gleichzeitige Entstehung der Sassanidenreich, der große Widersacher Roms im Osten (siehe Römisch-Persische Kriege) und die Entstehung organisierter germanischer Stammesbündnisse im Rheingebiet (Gentes wie Alemannen und Franken) machte die Situation noch komplizierter. Das Sassanidenreich war stärker zentralisiert als das Parthisches Reich, das durch das Sassanidenreich abgelöst wurde, und auch die Schlagkraft der neuen germanischen Stammesbündnisse war deutlich höher als die der kleineren Stammesgruppen. Inzwischen ist an der Donau unter anderem die Goten und Sarmaten der Balkan.
Innerlich war die Regierung machtlos geworden, so dass Teile des Reiches zeitweise verloren gingen (siehe Gallo-Römisches Reich und Palmyra). Zumindest waren es die Kaiser aus Aurelian gelang es langsam, die Krise zu überwinden, von der nicht alle Teile des Reiches gleichermaßen betroffen waren. Diokletian bemühte sich, den römischen Staat weiter zu stabilisieren und zu reformieren. Dabei nutzte er die Möglichkeiten, die seine Vorgänger als Reaktion auf die Krise bereits entwickelt hatten, und betrieb eine Systematisierung. Mit seinen Reformen verlassen es Historiker traditionell Schulleiter Ende.
Dies führte zu einer grundlegenden Reform der Verwaltung, die zu einer stärkeren Zentralisierung und Bürokratisierung führte. Dies machte sich auch am straffer organisierten Steuersystem bemerkbar. Der zivile Sektor wurde nun grundsätzlich vom militärischen Sektor getrennt. Dieses Prinzip wurde bis zum Ende des Zeitalters beibehalten. Es wurde auch reich an Diözesen um eine bessere Regierungsführung zu gewährleisten. Damit der Staat regelmäßig Steuergelder erhielt, war es Iugatio-Kapitulation-System (im Wesentlichen ist dies eine Kombination aus Appell und Grundsteuern, die regelmäßig wiederhergestellt wurden), was die Feststellung der Erklärung erleichterte. Gleichzeitig wurde versucht, Geld zu säubern, was jedoch erfolglos blieb.
Zentrales Element der Heeresreform war die Aufteilung in eine Feldarmee (Komitaten) und eine Grenzarmee (limitanei), die einen Durchbruch an den Grenzen zum Feldheer erleichtern sollte. Diese Reformen zielten auch darauf ab, das Römische Reich besser zu schützen; zum Chaos, das teilweise noch in der Zeit der Soldatenkaiser sich durchgesetzt hatte, machte den Grenzverteidigungen der Rhein und Donau verstärken. Im Osten trat Rom nun auch gegen die 297/298 von Diokletian Caesar geschlagenen Sassaniden auf. Galerius wurden besiegt.
Diokletian hatte mit dem von ihm entwickelten Regierungssystem weniger Erfolg Tetrarchie (Vier Kaiser), die in zwei älteren Kaisern (Augusti) und zwei jüngere Kaiser (Caesars) vorsah und das durch die künstliche Adoption durch die Götter religiös besiegelt wurde. So erhielt Diokletian, der auch in diesem System weiterhin die führende Rolle spielte, den Spitznamen Iovius auf (= Schützling und Nachkomme des Gottes Jupiter).
Wahrscheinlich war diese enge Verbindung des Kaisers mit dem traditionellen Kult der Grund für die Gründung des letzten großen Christenverfolgung, die in den letzten Regierungsjahren Diokletians begann. Jedenfalls bewies die schon so fest etablierte kirchliche Struktur, dass sie durch Verfolgung nicht mehr zerstört werden konnte. 311 endete Galerius in der Toleranz-Edikt von Nikomedia die Verfolgung von Christen und erlaubte die Ausübung der christlichen Religion.
Konstantin der Große und der Durchbruch des Christentums
Die Ereignisse in den Jahren nach dem freiwilligen Rücktritt Diokletians (305) zeigen, dass das tetrarchische System dem dynastisch Idee. Wenn der August des Westens Constantius Chlorus starb 306, seine Soldaten riefen an York sein Sohn, Konstantin der Große an seinen Nachfolger, was vertragswidrig war. Der Sohn des anderen pensionierten Tetrarch Maximian, Maxentius, meinte, ihm stehe der Titel gleichermaßen zu, der Beginn eines blutigen Machtkampfes. Diese Schlacht zwischen Konstantin und Maxentius endete 312 mit dem Schlacht an der Milvischen Brücke, und zu einer rätselhaften Umwandlung von Konstantin in die Christentum. Es heißt, ihm sei vor der Schlacht das Kreuzzeichen erschienen und er habe unter diesem Zeichen später den Sieg errungen. Konstantin hatte damit das Weströmische Reich gewonnen.
Nach 324 war Konstantin alleiniger Herrscher des Reiches, nachdem er auch seinen letzten Konkurrenten getötet hatte Licinius, mit dem er 313 einen Vertrag geschlossen hatte. Konstantin erweiterte dann Diokletians Reformen. In der Verwaltung schuf er neue Gerichtsfunktionen, änderte die Funktion von praefectus praetorio zu einem der höchsten Zivilämter und führte zusätzliche Steuern ein. Im militärischen Bereich ist das Büro von meister militär (Heerführer) und die endgültige Aufteilung des Heeres in ein Feld- und ein Grenzheer an ihn zurück. Unter seiner Herrschaft erfolgte auch der weitreichendste Schritt eines römischen Kaisers seit der Errichtung des Fürstentums, durch August, Platz; den Schutz der noch vor wenigen Jahren Verfolgten, Christentum als staatlich anerkannte und privilegierte Religion.
Konstantins eigenes Verhältnis zum Christentum, das nicht zur Staatsreligion erhoben wurde, ist in der Forschung bislang umstritten. Der Einfachheit halber kann er als Anhänger des Christentums angesehen werden, ohne dass es nötig wäre, etwas über sein Verhältnis zu den anderen Kulten zu sagen. Heiden konnten ihre religiösen Pflichten ungestört ausüben und hatten Zugang zu hohen Staatsämtern, obwohl Christen privilegiert waren. Konstantin erzog seine Söhne christlich, gab den Kirchen reiche Gaben und stärkte die Macht der Bischöfe. Außerdem sicherte er die Rhein- und Donaugrenzen. Er konnte die Goten in die Schranken weisen und schloss mit ihnen 332 einen Vertrag. Außenpolitisch war das Reich unter ihm in guter Verfassung, was seit dem zweiten Jahrhundert nicht mehr der Fall war.
Ein weiteres wichtiges Ereignis in seiner Regierungszeit war der Bau einer neuen Hauptstadt: Konstantinopel, die „Stadt Konstantins“, die Neues Rom“. Dadurch verlagerte sich der Schwerpunkt des Reiches nach Osten, in die wirtschaftlich stärkere Hälfte des Reiches. Kurz vor Beginn eines geplanten Feldzugs gegen das Sassanidenreich starb Konstantin nahe Nikomedia. Er war kurz vor seinem Tod getauft worden, was damals nicht ungewöhnlich war.
Dynastie von Konstantin
Nach Konstantins Tod 337 brach ein blutiger Machtkampf aus, der Dynastie von Konstantin dezimiert (Reinigung von 337). Konstantins Sohn Constantius II führte die Regierung seit 351 als Alleinherrscher fort, nachdem er den Usurpator getötet hatte Magnentius besiegt hatte. Magnentius hatte 350 den Bruder von Constantius, Konstante, ermordet. Der dritte überlebende Sohn Konstantins des Großen, Konstantin II, war bereits 340 im Krieg gegen Constans gefallen.
Constantius II. unterstützt im sogenannten so Arianischer Kampf das Homousianer und war sehr erfolgreich bei der Stabilisierung der Grenzen, obwohl der Krieg gegen die Perser unter Schapur II verlief mit unterschiedlichem Erfolg. die, durch die christologisch Kampf, erzeugte einen Riss innerhalb der Reichskirche er konnte jedoch nicht überbrücken. Für die Zeit von 353 bis 378 haben wir den letzten großen, lateinisch geschriebenen, Historiker Werke aus der klassischen Antike; die kaiserliche Geschichte des römischen Offiziers Ammianus Marcellinus. Seine Arbeit ist jedoch nicht ganz frei von Unparteilichkeit, insbesondere gegenüber Julian, dem Neffen von Constantius. Dieser war auch bei der von ihm geführten gallischen Armee sehr beliebt, so dass es bald zu Spannungen zwischen ihm und dem Kaiser kam. Julian, der zumindest vorerst die Rheingrenze gesichert hatte, wurde 360 von den Truppen in Paris zum Kaiser ausgerufen. Nur der Tod von Constantius kurz darauf verhinderte, dass ein neuer Bürgerkrieg im Reich ausbrach.
Wir kennen den neuen Kaiser, der hochgebildet und auch literarisch tätig war, unter dem Namen Julian Apostata ("Julian der Abtrünnige"), weil er kurz nach seiner Erhebung im Jahr 361 n. Chr. eine Wiederbelebung der Heidentum trat ein. Dies hatte jedoch keinen dauerhaften Erfolg. Trotz Julians Versuch, aus den vielen Kulten eine vereinte heidnische Staatskirche aufzubauen, um das Christentum zurückzudrängen, scheiterte er. Nach dem Tod Kaiser Julians während eines Feldzugs gegen die Sassaniden im Jahr 363 n. Chr. und einer der größten Militäroperationen der Spätantike blieb das Christentum die vorherrschende Religion.
Alle nachfolgenden Kaiser waren Christen, auch Julians unmittelbare Nachfolger, der nur kurz regierende, Jupiter. Nach dem gescheiterten Feldzug seines Vorgängers konnte er mit den Persern Frieden schließen. Die unter Galerius eroberten Gebiete um Nisibis fiel beim Frieden von 363 zurück zu den Sassaniden. Der Osten wurde zunehmend christianisiert, aber der Westen, der vor Konstantins Herrschaft noch weitgehend heidnisch war, öffnete sich immer mehr dem Christentum, auch wenn die Kirche in der Folgezeit eine Reihe schwerer innerer Krisen durchlebte. Schon zur Zeit Konstantins gab es einen Konflikt zwischen den Spender und den Arianern, später im Osten kam das Problem der Monophysitismus Biene. Sicher ist, dass das "Heidentum" bis zum Ende der Spätantike existierte, aber im 4.siehe unten).
Außenpolitisch herrschte im Reich kein Frieden mehr. Entlang des Rheins und der Donau war es von Deutsche, und später von der Hunnen bedroht, während im Osten die Gefahr durch die Sassaniden weiterging.
Von Valentinian I. bis zum Tod von Theodosius dem Großen
Das Reich wurde Kaiser Valentinstag I, die Jovianus in 364 opvolgde, opnieuw door twee keizers geregeerd. Blijkbaar waren ze niet bij machte, de buitenlandse bedreigingen de baas te worden.
Valentinianus zette zijn broer Valens in het Oosten in, en wijdde zichzelf intensief aan de grensverdediging. Het lukte hem om de Rijn- en Donaugrenzen langdurig te stabiliseren en meerdere militaire successen te boeken. Terzelfder tijd vond in het Oosten een grote omwenteling plaats. In de jaren 70 van de vierde eeuw kwam de Volksverhuizing in Europa op gang: De Hunnen, een volk uit Centraal-Azië, namen eerst het rijk van de Alanen aan de Kaspische Zee in, en vernietigden rond 375 het Gotenrijk van Ermanarik (Greuthingi) in de huidige Oekraïne. Aansluitend verdrongen ze andere volkeren, waaronder ook de Donaugoten (Tervingi), in de richting van het West-Romeinse Rijk. De, onder Fritigern, voor de Hunnen over de Donau gevluchte Goten werden in het Imperium opgenomen, maar kwamen vervolgens in opstand vanwege een gebrek aan voedselleveranties. Ze brachten de Oost-Romeinse keizer Valens op 9 augustus 378 in de slag bij Adrianopel een verpletterende nederlaag toe, waarbij de keizer zelf ook het leven liet. Door veel tijdgenoten werd deze nederlaag geïnterpreteerd als een voorteken van de neergang van Rome.
Gratianus, de oudste zoon van Valentinianus I, en sinds diens dood in 375 keizer van het Westen, plaatste in 379, de uit Hispania afkomstige, Theodosius als keizer in het Oost-Romeinse Rijk. Theodosius nam de zware taak op zich, het Oosten van het rijk ten minste voorlopig verder te stabiliseren. In 382 sloot hij een verdrag met de Goten. Ze mochten in het rijk blijven, konden als soldaten (foederati) dienen, en hielden het zelfbeschikkingsrecht. Dit Gotenverdrag effende de weg voor het ontstaan van Germaanse rijken binnen het Imperium en stabiliseerde voorlopig de situatie, omdat Theodosius nu weer over voldoende troepen kon beschikken.
In 387 volgde een verdrag met de Perzië met betrekking tot de oude twistappel Armenië, dat sinds eeuwen omstreden was geweest tussen de twee grootmachten. Rome kreeg één vijfde deel, Perzië de rest van het land (het zogenaamde Persarmenië). Met deze oplossing waren beide partijen blijkbaar tevreden, want, afgezien van twee korte conflicten, heerste tot 502 vrede tussen de Romeinen en Sassaniden. De rust aan het front bij de Eufraat zou dan een belangrijke reden zijn geweest, dat de oostelijke rijkshelft de vijfde eeuw kon doorstaan. Daar kwam nog bij dat Theodosius een anti-heidense kerkpolitiek voerde, waarvoor hij door de christenen later de bijnaam de Grote kreeg.
Het heidendom werd eerst via onder andere het edict Cunctos populos (380) achtergesteld. Het edict maakte praktisch een einde aan de godsdienstvrijheid. Het heidendom werd door verdere wetgeving in de jaren 391 en 392 praktisch verboden. Hoewel het heidendom daarop wel afnam, bleef het zeker nog twee eeuwen bestaan.
In het West-Romeinse Rijk waren de gebeurtenissen elkaar intussen in snel tempo opgevolgd. Gratianus, die enkele succesvolle veldtochten tegen de Alamannen had gevoerd, werd in 383 als gevolg van een soldatenopstand in Britannia, die zich in snel tempo over het vasteland had uitgebreid, in Lyon vermoord. Theodosius kon zich enige tijd met de usurpator Magnus Maximus verenigen maar overwon hem uiteindelijk in 388 en liet hem terechtstellen. Daarop gaf hij de zeventienjarige Valentinianus II, de jongere broer van Gratianus, de heerschappij over het Westen. De feitelijke macht van de magister militum van het Westen, de Frank Arbogast, was ontoereikend en hij kon de jonge keizer niet tegemoetkomen. Valentinianus II vond reeds in 392 een gewelddadige dood door moord of zelfmoord.
Na Valentinianus' dood liet Arbogast de heidense redenaar Eugenius tot keizer verheffen, waarna zij gezamenlijk een poging ondernamen om de heidense tradities te herstellen. Deze situatie was voor Theodosius niet acceptabel, zodat hij gedwongen was opnieuw te velde te trekken. Theodosius versloeg het leger van Eugenius in de slag aan de Frigidus (394). Eugenius werd terechtgesteld, waarna Arbogast zelfmoord pleegde.
Van de rijksdeling in 395 tot de verovering van Rome in 410
Theodosius verenigde het rijk nog eenmaal, en voor korte tijd, vóór het na zijn dood onder zijn zonen Honorius (in het Westen) en Arcadius (in het Oosten) in 395 tot een definitieve rijksdeling kwam. De tijdgenoten zagen deze deling, die toevallig de laatste in een lange rij was, niet als een keerpunt. En in de praktijk werd het principe van de rijkseenheid ook verder uitgedragen. De wetten van de keizer golden voor het gehele rijk en de consuls uit het Westen werden, tot de afschaffing van het consulaat onder Justinianus, net zo goed in het Oost-Romeinse Rijk erkend als omgekeerd de Oost-Romeinse consuls in het Westen. Desondanks groeiden de beide rijkshelften na 395 feitelijk steeds verder uit elkaar. Het West-Romeinse Rijk stond er rond 400 economisch slechter voor dan het Oosten. Aan het begin van de regering van Arcadius werd het afgebroken conflict met het West-Romeinse Rijk over het bezit van Illyricum bijgelegd. Arcadius en Honorius waren nog tieners toen ze aan de macht kwamen. De werkelijke macht lag in de handen van de respectievelijke Magister militum.
De magister militum van het Westen, was de machtige generaal Stilicho. Zijn leven lang zal hij een kat en muis spel spelen met de opstandige, voormalige Romeinse generaal, de VisigootAlarik I. In 405 of 406 staken de Vandalen en Alanen de Rijn over. Later volgden ook de Sueben, Bourgonden en Franken. In feite woonden vele van deze volkeren al vele decennia binnen het rijk, en waren deze ook gedeeltelijk geromaniseerd. Ze vormden echter een continue bedreiging voor de politieke macht van het rijk. In 407 kwamen de Romeinse troepen gelegerd in Britannia in opstand onder generaal Constantijn en staken het Kanaal over.In 408 werd Stilicho, met medeweten van zijn schoonzoon Honorius, omgebracht, hij werd verdacht van het samenspannen met Alarik.
Nu had Alarik vrij spel en in 410 plunderde hij Rome en schaakte de halfzus van de keizer, Galla Placidia . Alhoewel Rome al lang niet meer de hoofdstad van het westelijke deel van het Romeinse Rijk was, was het nog steeds een prestigeobject. Vooral mentaal was dit een enorme schrok voor de Romeinen. De val van Rome was een waarschuwing; voor de heidenen was dit een onweerlegbaar teken dat de goden het rijk wilden straffen voor de afvalligheid. Augustinus van Hippo schreef als reactie daarop zijn grootste werk De Civitate Dei („Over de Staat Gods“), als direct antwoord op deze stelling.
Het Westen verloor definitief de imperialistische controle over zijn rijk. Door Germanen en Hunnen bedreigd, waarbij altijd het gevaar dreigde van een staatsgreep door een legeraanvoerder, uitgespeeld, en deels door ongeschikte keizers geregeerd, verloor het West-Romeinse Rijk keer op keer zijn belangrijkste provincies aan de Germanen en lokale grootgrondbezitters. Deze grootgrondbezitters hadden veel te verliezen, en kozen dan uit noodzaak ook vaker de kant van de Germanen en andere 'barbaarse' volkeren. Toen de bevolking van Britannia in 410 om hulp vroegen tegen de invallende Saksen, antwoordde keizer Honorius dat ze voor zichzelf moesten zorgen. Britannia was voor goed verloren.
Stabilisering
De redding kwam van de latere keizer Constantius III, die in 411 werd aangesteld als magister militum. Hij slaagde erin verschillende stammen in zijn leger in te lijven. Intussen waren de Westgoten zich gaan vestigen in Aquitanië. Constantius sloot hen in en dreigde hen uit te hongeren. In ruil voor voedsel en het vrijlaten van Galla Placida, sloten de Visigoten een loyaliteitsverdrag en als foederati mochten ze zich vestigen in Zuid-Frankrijk en Noord-Spanje. Ze richtten een staat binnen een staat op, wat echter voortdurend in goed overleg met de lokale aristocratie gebeurde. De Germanen namen stap voor stap de plaats in van de Romeinse centrale regering, zonder dat deze oog leek te hebben gehad voor de merkbare gevolgen voor de bevolking in deze gebieden. Over de precieze voorwaarden voor vestiging (kregen ze land of een deel van de belastingopbrengsten) wordt nog door onderzoekers gediscussieerd.[4] Voor bewezen diensten kreeg Constantius in 417 de titel van consul en de hand van Galla Placida, waarmee hij twee kinderen had. Uiteindelijk werd hij in 421 tot medekeizer benoemd, lang genoot hij er niet van, want 7 maand later stierf hij.
Intussen was de keizer in het oosten, Arcadius, gestorven en werd hij opgevolgd door zijn zevenjarige zoon Theodosius II. In 414 nam zijn zus Aelia Pulcheria het regentschap over. Pulcheria was een orthodox christen, en ontketende een nieuwe Romeins-Perzische oorlog 421-422, om de moord op bisschop Abdas van Susa te wreken.
In 423 stierf de West-Romeinse keizer Honorius kinderloos. De Oost-Romeinse keizer Theodosius II wist niet onmiddellijk hoe daarop te reageren en de magister militum van het westen, Flavius Castinus, riep de hoogste hof functionaris (primicerius notariorum), Iohannes, uit tot keizer. Anderhalf jaar later werd hij van de troon gestoten en werd de zesjarige Valentinianus III tot West-Romeinse keizer gekroond. Zijn moeder Galla Placida werd regentes.
Vandalen en Hunnen
De Hunnen, een verbond van steppevolkeren uit Centraal-Azië, staken in 370 al plunderend de Wolga over. Dit veroorzaakte in Oost-Europa voor een Grote Volksverhuizing. Een van die volkeren waren de Vandalen. Na veel omzwervingen bevonden ze zich in 429 in Zuid-Spanje. Met hulp van de Romeinse generaal Bonifatius maakten ze de oversteek naar Africa. Uit hun midden verrees de charismatische koning Geiserik. In korte tijd veroverde hij in 439 Carthago, daarmee nam hij de rijkste provincie van het West-Romeinse Rijk uit handen van de West-Romeinse keizers. Hij werd heer en meester over Middellandse Zee en stichtte het Vandaalse Rijk
De Hunnen waren na hun intrede in Europa, geliefde huurlingen, tot een krijgsheer, Attila de Hun, de huurlingen verenigde en het heft in eigen handen nam. Hij werd de 'Gesel Gods' over land. De rots in de branding was de Romeinse generaal Aëtius, die sinds de jaren dertig van de vijfde eeuw de machtigste man was van het West-Romeinse Rijk. In 451 kon Aëtius, Attila stuitten tijdens de Slag op de Catalaunische Velden. Na de Slag aan de Nadao (454) verlieten de Hunnen het Romeinse Rijk.
In 454 liet keizer Valentinianus III, Aëtius, uit angst voor diens invloed, ombrengen. Kort daarop werd keizer Valentinianus III door Petronius Maximus vermoord. Als keizerin Licinia Eudoxia om hulp vroeg aan Geiserik, ging hij daar met veel plezier op in. In 455 plunderde hij Rome en schaakte de weduwe van Valentinianus, Licinia Eudoxia en haar twee dochters Eudocia en Placidia. Ze werden meegenomen naar Carthago, de hoofdstad van het Vandalenrijk. Eudocia huwde met de zoon van Geiserik, Hunerik, moeder en zuster werden voor losgeld naar Constantinopel gestuurd.
Val van het West-Romeinse Rijk
Intussen was in het Oost-Romeinse deel Theodosius II gestorven, na een val van zijn paard (450). Om de continuïteit te verzorgen, arrangeerde Magister militum Aspar een huwelijk tussen Aelia Pulcheria en zijn vertrouweling Marcianus. Marcianus was een bekwaam heerser vooral op diplomatisch en financieel vlak. Hij weigerde bijvoorbeeld de Hunnen nog tribuut te betalen. Het economisch levensvatbaarder en dichter bevolkte Oost-Romeinse Rijk kon zich, in tegenstelling tot het West-Romeinse Rijk, prima redden. Blijkbaar lukte het de staat hier, in een eerder stadium, veel beter om een beroep te doen op de reserves. In de vijfde eeuw bedroegen de staatsinkomsten in de oostelijke rijks helft een veelvoud van die in het Westen.
Sinds 455 bestond er geen krachtdadig Romeins leger meer in het West-Romeinse Rijk. De Westgoten konden daarom in de volgende decennia, samen met de Sueben, Hispania in bezit nemen, terwijl de Franken Belgica, in het noorden van Gallia, in bezit namen. Na de moord op Petronius Maximus, riep het leger een zekere Avitus uit tot keizer, maar aangezien hij zijn troepen niet kon betalen werd hij al vlug afgezet. Een nieuwe sterke man kwam aan de macht in het Westen, Magister militum Ricimer. Hij was zich bewust van zijn afkomst en zijn positie en begreep dat hij het Oost-Romeinse deel beter te vriend dan te vijand hield.
Keizer Marcianus stierf in 457 en werd opgevolgd door een andere vertrouweling van Aspar, Leo I. Ricimer probeerde zijn gekozen kandidaat, goed te laten keuren, door de Oost-Romeinse keizer. De eerste was zijn strijdmakker Majorianus. Majorianus was een energieke keizer die zich tot doel had gesteld het Romeinse gezag in Gallië en Spanje te herstellen, maar na een schandelijke nederlaag tegen de Vandalen hield hij de eer aan zichzelf. De volgende kandidaat dat Ricmer naar voren schoof was Libius Severus. Hij werd niet door Keizer Leo I aanvaard, dus als Libius kwam te sterven in 465 werd er geen nieuwe kandidaat voorgesteld. Paus Hilarius diende te onderhandelen tussen Leo I en Ricimer. De compromisfiguur werd Anthemius, de schoonzoon van de vorige keizer Marcianus. Leo I en Ricimer kwamen overeen voor een gemeenschappelijke operatie van het West- en Oost-Romeinse Rijk tegen de Vandalen. De Slag bij Kaap Bon (468) werd eens te meer een pijnlijke nederlaag.
Tussen 471 en 474 vielen er veel kopstukken weg, magister militum in het oosten Aspar (471), magister militum in het westen Ricimer (472) en keizer Leo I (474). Leo I werd opgevolgd door zijn schoonzoon Zeno van Byzantium. Zeno, in theorie, keizer van het Romeinse Rijk, stuurde de neef van Leo I, Julius Nepos naar het Westen om daar orde op zaken te stellen. Nepos maakte de fout om de onbetrouwbare Orestes tot Magister Militum te benoemen, betekende dit zijn ondergang. Orestes greep zelf de macht en zette zijn tienjarige zoon, Romulus, op de troon.
Met het afzetten van Romulus Augustulus in 476 door Odoakerverdween het West-Romeinse keizerschap. Het West-Romeinse Rijk was reeds sinds de rijks deling, op zijn laatst echter na het instorten van de Rijngrens, nauwelijks levensvatbaar geweest. In Noord-Gallia hield echter nog tot 486 een Gallo-Romeins Rijk stand, dat door Aegidius en Syagrius werd geregeerd. De koningen van de Germaanse foederatenrijken beschouwden nu in naam de Oost-Romeinse keizer als hun soeverein.
Van Oost-Romeinse Rijk naar Byzantijnse Rijk
Door allerlei paleisintriges duurde het meer dan tien jaar vooraleer Zeno het ambt van keizer ten volle kon uitoefenen. Belangrijker dan de afzetting van Romulus door Odoaker, was het terugsturen van de regalia naar Constantinopel. Gedurende de vijfde eeuw waren de Foederati geëvolueerd naar autonome vorstendommen. Deze vorsten konden leven met een keizer ergens ver in het Oosten, maar niet met iemand die boven hen een post bekleedde en hun autonomie in de weg stond.
Eenmaal aan de macht zag Zeno de situatie wel in, maar het loslaten van het Oude Rome viel toch zwaar. Zeno sloot in 488 een verdrag met de Oost-Gotische koning Theodorik en stuurde hem in het jaar 489 naar Italië. De achtergronden zijn echter omstreden. De keizer profiteerde hier in elk geval tot in zoverre van, dat hij een potentieel gevaar wegstuurde, terwijl Theoderik nieuwe en rijke vestigingsgronden verlangde. Theoderik, de man die later op grond van zijn verdiensten „de Grote“ werd genoemd, slaagde er spoedig in, het hele land onder zijn controle te brengen. In 493 vermoordde hij Odoaker en regeerde formeel als stadhouder van de keizer in Italië, waarbij hij echter een zeer eigenzinnige politiek bedreef. In het koninkrijk van de Oost-Goten hield men vast aan de Romeinse bestuursstructuur, terwijl het land cultureel een late bloeitijd beleefde.(zie ook Boëthius).
Van de antieke wereld naar de middeleeuwen
In de loop van de 6e eeuw onderging het Westen een langzame transformatie naar een Germaans-Romeinse wereld. In Britannia ging de Romeinse cultuur al in de 5e eeuw ten onder na de verovering door de Angelen, Saksen en Juten, die oorspronkelijk, na de aftocht van de keizerlijke troepen rond 407, door de Romeinse bevolking als foederaten naar hun land waren geroepen. Alleen in Wales werden nog in de 6e eeuw Latijnse teksten geschreven.
Het Tolosaanse rijk van de Visigoten, dat zich sinds de late 5e eeuw over geheel Spanje uitbreidde, is daarentegen in veel opzichten een voorbeeld voor de symbiose van de Romeinse samenleving en Germaanse heerschappij. De Westgoten verloren het grootste deel van Gallia reeds rond 507 aan de Franken en trokken zich grotendeels terug op het Iberisch Schiereiland. Hoofdstad werd nu Toledo (Toledaanse rijk). Hun rijk werd in de vroege 8e eeuw door de, naar het noorden opdringende, moslims overlopen en vernietigd.
Het door Geiserik in Noord-Afrika gestichte rijk van de Vandalen beleefde in de 5e eeuw een bloeitijd, kwam vervolgens onder steeds sterker wordende druk van Mauretanische stammen, en ging in 533 ten onder door de aanval van het Oost-Romeinse leger onder leiding van Belisarius.
In 443 stichtten de Bourgondiërs hun eigen koninkrijk in de streek rond Genève. Enkele decennia later stichtte Aegidius het Gallo-Romeinse Rijk, die in 486 een deel werd van het Frankische Rijk. Al in het jaar 498 had de Frankenkoning Clovis I zich laten dopen en daarmee het Romeinse erfgoed in Gallia geadopteerd. De geschiedenis van het Frankenrijk gaat vloeiend over in de middeleeuwen, zodat het moeilijk is, hier een duidelijke grens te trekken.
Ondertussen had Odoaker Italië veroverd en er zijn eigen rijk gesticht. Op vraag van keizer Zeno werd hij door de Oostgoot Theoderik de Grote verjaagd, die op zijn beurt het Ostrogotische Rijk, naar Romeins voorbeeld, stichtte. Het Rijk van de Oostgoten verdween rond het midden van de 6e eeuw in de veldtochten die door Justinianus I werden ingezet (Restauratio Imperii). Toen de Longobarden in 568 grote delen van Italië veroverden, was dit de laatste Germaanse rijksstichting op West-Romeinse bodem en daarmee tegelijk het einde van de grote volksverhuizing. De West-Romeinse Senaat verdween aan het einde van de 6e eeuw uit de bronnen.
Over het algemeen accepteerden de Germaanse rijken nog lang de Oost-Romeinse keizer als opperste heer. Hun heersers zochten de keizerlijke erkenning en de verlening van Romeinse titels. Een duidelijk teken dat alleen de keizer en de Sassanidische grootvorst echte soevereine monarchen waren, was onder andere het privilege om de afbeelding van de vorst op gouden munten te slaan. In de 6e eeuw werd dit ook nog door de meeste Germaanse koningen geaccepteerd. Zij beeldden hun eigen portret alleen af op de zilveren munten. Alleen de Merovingische koning Theodebert I liet gouden munten met zijn afbeelding slaan. Dit veranderde fundamenteel toen de keizers sinds ongeveer 600 te verzwakt waren door de aanvallen van de Perzen en Arabieren om verder aandacht te kunnen schenken aan het Westen. De Arabische invasie vernietigde daarmee definitief de betrekkelijke eenheid van de wereld rond de Middellandse Zee (zie ook Islamitische expansie en vgl. Pirenne-these). Ook de contacten tussen Constantinopel en het Westen verslapten nu zienderogen.
De vroege middeleeuwen nam in de volgende decennia langzaam haar positie in. In het Westen werd dit zichtbaar door een sluipend verval van de cultuur, onder andere de achteruitgang van de geletterdheid en het verval van de steden. Vaak werden klassieke geschriften, zoals CassiodorusVivarium gered door de kloosters, waarbij het zwaartepunt lag op de inhoud van de christelijke werken. Veel regio's van het vroegere rijk vielen terug in volledige anonimiteit; gebeurtenissen werden niet meer opgetekend zodat de redenering van donkere eeuwen tussen ongeveer 560 en 800 niet geheel ten onrechte is, ook wanneer er sprake was van grote regionale verschillen. In nieuw onderzoek wordt aangetoond, dat er deels ook sprake was van een zekere continuïteit.[5]
Volledig verdwenen waren de klassieke oudheid en haar cultuur in de middeleeuwen niet, hoewel er onmiskenbaar sprake was van een dramatisch verlies aan cultuurgoed en een teruggang van de materiële cultuur, die regionale verschillen kende, en in het Westen vroeger inzette dan in het Oost-Romeinse Rijk. Toch fungeerde juist de kerk als drager van het (nu in de christelijke traditie geplaatste en "gefilterde") klassieke erfgoed (vgl. onder andere Augustinus, Boëthius, Cassiodorus), waarbij men vooral op Isidorus van Sevilla en Martianus Capella steunde. Er was weliswaar sprake van een duidelijke heroriëntatie van de beschaving (weg van de klassieke Paideia), maar dit bewerkstelligde tegelijkertijd een relatieve culturele eenheid in de vroeg-middeleeuwse wereld. Deze eendracht strekt zich echter alleen over getuigenissen van christelijke monniken uit de „hoogkultuur“, die in de latere eeuwen de overlevering goed genoeg vonden.
Aan de andere kant is voor de daarop volgende tijd vaak niet eens het voortbestaan van de belangrijke bisdommen vastgesteld. Keulen kent een gat in de bisschopslijst tussen ongeveer 400 tot het midden van de 6e eeuw. Toch schijnt de materiële en economische antieke cultuur in vele plaatsen, ook in het noorden; een voorbeeld is Trier, langere tijd te hebben voortbestaan, terwijl zij deze duistere periode afwachtten. De middeleeuwen verhieven zich niet overal in dezelfde tijd uit deze duisternis. De Frankische middeleeuwen met de Merovingische rijksstichting en dynastieke consolidatie, op de fundamenten van de Romeinse bestuursstructuren, zette reeds vroeg in. Romeinse steden verder in het noorden en noordoosten waren een ander lot beschoren. Zo wordt Wenen (Laat-antieke Vindomina of Vindomana) voor het laatst genoemd door Jordanes in zijn Gotengeschiedenis en pas in het jaar 881 is er weer sprake van de stad (nu Wenia).
Zesde eeuw: Oost-Romeinse hegemonie
In het Oosten duurde de antieke oudheid voort tot in de 7e eeuw, en de invloed van het rijk, met zijn Laat-Romeinse karakter, was op de geschiedenis van het Westen in de gehele zesde eeuw aanzienlijk. Keizer Anastasius I bevrijdde de Oost-Romeinse staat vlak voor 500 van de invloed van de Isauriërs en liet, op basis van een slimme economische politiek, zijn opvolger de grootste staatsschat in de Romeinse geschiedenis na. Hij bestreed met succes een aantal pogingen tot een staatsgreep en toonde in de politiek-godsdienstige zaken respect met betrekking tot de positie van de paus. Pas zijn opvolger Justinus I beëindigde in 519 het Acaciaanse schisma, dat de kerken van Constantinopel en Rome ongeveer 30 jaar lang had verdeeld. Hij verscherpte door deze toenaderingspoging tot het Westen echter het conflict met de monofysieten.
Justinius neef Justinianus I, een van de grote heersers in de late oudheid, kon vanaf 534 een groots opgezette restauratiepolitiek gaan uitvoeren. Deze poging tot herstel van het Imperium had een beperkt, maar opmerkelijk resultaat tot gevolg: met Noord-Afrika, Italië en Zuid-Spanje werden de kerngebieden van het rijk weer aan het Romeinse gezag onderworpen. Spoedig gingen belangrijke delen van Italië, die eerst na harde gevechten waren veroverd, kort na de dood van Justinianus weer verloren aan de Longobarden. Tegelijkertijd werd het rijk vanaf 541 getroffen door een verschrikkelijke pestepidemie wat tot een demografische en – daaruit voortvloeiende – economische en militaire crisis leidde. In het Oosten moest Justinianus zich bovendien teweer stellen tegen de Perzen, waarbij hun koning Khusro I zich tot een grote tegenstander van de keizer ontwikkelde. Desondanks beleefde de cultuur van de late oudheid onder Justinianus een laatste hoogtepunt. De op zijn bevel voorgenomen codificatie van het Romeinse recht bewees in de praktijk een duurzame aanwinst te zijn, en de keizerlijke machtsaanspraken werden door de meeste overgebleven Germanenrijken (waarschijnlijk met uitzondering van de Frankenkoning Theudebert I) geaccepteerd. Toen Justinianus in 565 na een regeerperiode van 38 jaar stierf, was Constantinopel ondanks alle crisissymptomen dé supermacht van het Middellandse Zeegebied.
In het Oost-Romeinse Rijk leefde het Imperium Romanum staatsrechtelijk voort. Ook ging de beschaving van de antieke wereld verder. Het culturele leven in het Oosten onderging in de volgende eeuwen een keerpunt en het rijk ging reeds spoedig na Justinianus, die als laatste keizer het Latijn als moedertaal kende, zijn eigen weg. Een aantal interne hervormingen lieten het Rijk langzaam zijn Laat-Romeinse karakter verliezen. Daar kwam bij dat de druk op de grenzen van buitenaf steeds verder toenam. Tussen 540 en 630 bevond het Oost-Romeinse Rijk zich, gedurende een lange tijd, in een steeds verbetener oorlog met het Sassanidenrijk die slechts door twee korte periodes van vrede (562 tot 572 en 591 tot 602) werd onderbroken (zie Romeins-Perzische oorlogen). 15 jaar na de val van keizer Mauricius, die in 591 een gunstige vrede kon sluiten met Perzië en succesvol had gestreden tegen de Avaren en Anten op de Balkan gingen de Balkanprovincies grotendeels verloren aan de Avaren. De laatste keizer, die nog actief en effectief in de geschiedenis van het westen kon ingrijpen, was de, in de bronnen slecht bekendstaande, Flavius Phocas.
Zevende eeuw: de „ondergang“ van de oude wereld
In de eerste jaren van de 7e eeuw veroverden de Sassaniden tot het jaar 619 achtereenvolgens Egypte, Syrië en Klein-Azië. Slechts met veel moeite lukte het de Romeinen om onder Heraclius enig succesvol verweer te bieden. Heraclius startte in 622 een tegenoffensief en kon de Perzen, die nog in 626 tevergeefs Constantinopel belegerden, eind 627 definitief verslaan. Grootvorst Khusro II werd vervolgens onttroond en vermoord. De Sassaniden droegen de veroverde gebieden weer over aan Constantinopel, terwijl Perzië in chaos wegzonk.
Het militair en economisch verzwakte Oost-Romeinse Rijk kon weinig uitrichten tegen de Arabieren. Het verloor in 636 de strijd in de Slag aan de Jarmuk en verloor in de daaropvolgende jaren opnieuw zijn oostelijke en zuidelijke provincies, ditmaal definitief. Als laatste viel in het jaar 698 ook het Oost-Romeinse Carthago. De resten van het, nu geheel vergriekste, rijk bevonden zich in de volgende decennia in een vertwijfelde strijd om het hoofd boven water te houden, zodat de keizer het West-Romeinse Rijk geheel aan zichzelf moest overlaten. De kortstondige verschuiving van de keizerlijke residentie naar Italië onder Constans II bleef een eenmalige gebeurtenis.
Toen de situatie in de late 8e eeuw weer was gestabiliseerd, was uit het laatklassieke Constantinopel definitief het middeleeuwse, Griekse Byzantium ontstaan, dat nog eeuwen stand zou houden. De Perzen daarentegen werden in 636 en 642 door de Arabieren vernietigend verslagen. De laatste grootvorst Yazdagird III werd in 651 vermoord, waarmee het Sassanidenrijk ophield te bestaan.
Socio-culturele basis
Culturele leven
De laat-klassieke literatuur toonde lange tijd nauwelijks tekenen van verval. Anders dan in de middeleeuwen kon men in de 6e eeuw nog teruggrijpen op het gehele literaire oeuvre van de klassieke oudheid, dat pas daarna voor het grootste deel verloren ging. Juist de Syrische literatuur bracht nu enkele belangrijke werken voort. In de Latijnse literatuur steken de laatste grote, in Latijn geschreven, geschiedkundige werken van de klassieke oudheid, de Res gestae van Ammianus Marcellinus en de gedichten van Claudianus, de laatste belangrijke dichter van het heidense Rome († na 404), erboven uit. De laatste Latijnse epische dichter van belang was Corippus, die in de 6e eeuw het stilistisch op Vergilius georiënteerde werk Johannis schreef.[6]
Ook in Gallië en Spanje bloeide nog lang de, sterk retorisch beïnvloedde, dichtkunst, zoals het werk van Ausonius. Van belang is het werk van de Gallo-RomeinSidonius Apollinaris, wiens Lofredes en Brieven een gedetailleerde inzage mogelijk maken in de laatste dagen van het Gallo-Romeinse Rijk. Rond 600 verzamelde Isidorus van Sevilla, de laatste grote Latijnse geleerde van de late oudheid, de, voor hem nog bereikbare, kennis van de oudheid en legde het daarmee in de fundamenten van de middeleeuwse wereld.
De christelijke filosofie bracht met Over de vertroosting der wijsbegeerte van Boëthius en de geschriften van de kerkvader Augustinus werken van wereldliterair belang voort. De literatuur stelde zich veelvoudig tot doel, de klassieke Romeinse teksten door gelijkwaardige christelijke tegenhangers te vervangen. (Prudentius) schiep echter ook nieuwe vormen (zoals de Hymnen van Ambrosius en de werken van Arator). Als tegenzet probeerden vertegenwoordigers van de „oude“ opleiding, deze in filologische werken te bewaren en te verzamelen. Daarbij hoorden Quintus Aurelius Symmachus en de Symmachuskring, waartoe onder anderen Virius Nicomachus Flavianus en Vettius Agorius Praetextatus hoorden, maar ook Donatus, Servius en Macrobius kunnen hiertoe worden gerekend. De Noord-Afrikaan Martianus Capella ondernam na 470 een laatste poging de heidens-Romeinse kennis in een grote Godenallegorie samen te vatten. Samengevat kan het langzame verlies van de antieke filosofie onder andere zeker ook verklaard worden door de absolute waarheidsaanspraken van het christendom, dat ten slotte geen ruimte meer liet voor alternatieve opvattingen.
De belangrijkste Grieksehistoricus van de late oudheid was zonder twijfel Procopius van Caesarea. In het Oost-Romeinse Rijk bloeide de antieke geschiedschrijving nog tot in de vroege 7e eeuw (Theophylactus Simocatta), voor ze ten slotte in het kielzog van de neergang van de antieke cultuur, als gevolg van de oorlogen van Constantinopel tegen de Arabieren, verdween. In het oosten van het rijk zijn daarnaast in het bijzonder de redenaars Libanios en Themistios naar voren te halen, terwijl hier op het gebied van het neoplatonisme door de gehele 6e eeuw heen een groot aantal filosofische werken ontstonden. Naast Plotinus (die wat tijd betreft niet tot de late oudheid gerekend mag worden) kan aan Porphyrius, Proclus, Iamblichus van Chalcis, Isidorus en Damascius worden gedacht. Het grote Aristotelescommentaar van Simplicius (ongeveer 550) geldt als de laatste belangrijke prestatie van de antieke filosofie. Na de sluiting van de Akademeia door Justinianus I, in het jaar 529, ging ook de heidense filosofie langzaam haar einde tegemoet. In Harran hield nog gedurende langere tijd een heidens-filosofische school stand. Onder Justinianus was het ook nog in kleinere steden mogelijk, een degelijke retorisch en literaire opleiding te volgen. Het opleidingsideaal was sterk conservatief beïnvloed in de late oudheid.
Gelijktijdig verving het boek (Codex) langzamerhand de schriftrol en er ontstonden nieuwe bouwstijlen (basilica). Terwijl het aantal nieuwe openbare gebouwen langzaam achteruitging (ook omdat de lokale elite verdween die zich vroeger door schenkingen hadden vereeuwigd), steeg het aantal kerkgebouwen sinds de kerstening in het rijk gestaag. Hoogtepunt was daarbij de nieuwbouw van de Hagia Sophia, die op initiatief van Justinianus I de laatste grote prestatie van de antieke architectuur was. Van betekenis was ook in de late oudheid de mozaïekkunst, ook wanneer in deze kunst (in vergelijking met de „klassieke oudheid“) eenvoudiger vormen domineerden. De, in de beeldende kunst sinds ongeveer 300 dominerende ontindividualiserende, frontale uitbeeldingsstijl (vergelijk bijvoorbeeld de keizerportretten van Caracalla met Constantijn of Valentinianus II) wordt daarbij vaak door oriëntaalse invloed verklaard.
In het Westen zette reeds in de 5e eeuw een transformatieproces in, dat langzaam, door het ontstaan van de Germaanse rijken op het grondgebied van het Imperium, naar de overgang in de vroege middeleeuwen leidde. De Germanen probeerden echter niet, de Romeinse cultuur uit te schakelen, zoals de Romeinse bestuursstructuur van Theodorik de Grote of de rechtsstructuur bij de Westgoten aantonen.
Dan nog waren de tijdsgrenzen arbitrair. In het Oosten werden meer elementen van de antieke cultuur bewaard dan in het Westen. Voor Italië waren de Tweede Gotenoorlog (sinds 541) en de inval van de Longobarden van betekenis. De inval van de Arabieren, aan het begin van de 7e eeuw, vernietigde ten slotte de culturele eenheid van het Middellandse Zeegebied (zie Islamitische Expansie), die de oudheid minstens 500 jaar lang – sinds het ontstaan van het Romeinse wereldrijk – had beïnvloed. De klassieke oudheid werd daarmee definitief door de middeleeuwen afgelost.
Talen in Oost en West
In het Westen was het Latijn vrijwel overal ingevoerd. De Griekssprekende gebieden in Italië en op Sicilië verdwenen, de kennis van het Grieks liet tot ongeveer 400 sporen na in de bovenlaag. Pas na de veroveringen door Justinianus I kwam het tot een hernieuwde vergrieksing van enkele gebieden. Maar toen de hoogopgeleide latere paus Gregorius I in de late 6e eeuw als gezant in Constantinopel verbleef, had hij reeds met taalproblemen te maken. In enkele gebieden in het Westen hadden ook andere talen de storm van de volksverhuizingen overleefd. Maar of de kerkvader Augustinus rond 400 werkelijk de oude Semitische taal van de Carthagers bedoelde, toen hij schreef, dat in Noord-Afrika nog steeds Punisch werd gesproken, is omstreden.
De Latijnse taal in het Westen begon in de loop van de late oudheid te veranderen. Terwijl in de literatuur nog in de 6e eeuw werken in het algemeen beschaafde klassieke Latijn ontstonden, ontwikkelde het gewone volk dialecten, die later de basis zouden gaan vormen voor de Romaanse talen.
In het Oosten (waar in grote gebieden ook Syrisch gesproken werd) was het Grieks sinds lange tijd de voornaamste lingua franca. In het leger, aan het hof, in het bestuur maar ook in delen van Thracië en Illyrië sprak men nog lange tijd Latijn. Door de veroveringen van Justinianus werden met Italië, Noord-Afrika en Zuid-Spanje ook andere Latijnsprekende gebieden in het Imperium geïntegreerd. Over het algemeen is de verbreiding van de tweede onderwijstaal op de bovenlagen (in het Westen Grieks, in het Oosten Latijn) terug te voeren, terwijl men in het Oosten nog onder Justinianus aanwijsbaar een gedegen opleiding in de Latijnse literatuur en taal kon waarnemen. In die tijd ontstonden in Constantinopel nog belangrijke Latijnse werken van Corippus en Jordanes.
Pas onder Herakleios werd Grieks hier tot enige ambtstaal verheven. Sinds deze tijd verdiepte, op basis van de taalbarrière ook de kloof tussen Byzantium en het Latijnse westen. Daarbij verschilde het Grieks van de Middenbyzantijnse Tijd in velerlei opzichten sterk van het Oudgrieks (volkstaal en grammatica).
Sociale structuur
Sinds Caracalla in het jaar 212 alle vrije rijksbewoners het Romeinse burgerrecht had verleend (Constitutio Antoniniana), viel het ooit zo belangrijke onderscheid tussen burgers en niet-burgers weg. De sociale structuur van de late oudheid was nu fundamenteel onderverdeeld in een kleine groep van potentes (de „machtigen“) en de rest van de bevolking, de humiliores. Met name juridisch was dit onderscheid van belang, omdat de potentes veel mildere straffen tegemoet konden zien.
Onder de potentes vormden de senatoren een bijzonder geprivilegeerde groep. Sinds Constantius II genoot de Senaat van Constantinopel daarbij dezelfde voorrechten als de senatoren van Rome. Vroeger ging men daarbij vaak ervan uit, dat de aristocraten zich op hun landgoederen hadden teruggetrokken maar intussen heeft men het bestaan van paleisachtige stadshuizen aangetoond. De senatoren verdeelden zich weer in verschillende rangen (clarissimi, spectabiles en illustres), die nog van betekenis waren onder Justinianus.
In de vroege 4e eeuw verdween de betekenis van de „Ridderstand“ en werd door nieuwe sociale categorieën, zoals de perfectissimi etc., vervangen. De lokale aristocratie, de curiales, beleefde sinds de 3e eeuw, waarschijnlijk op basis van stijgende fiscale lasten, een langzame neergang. Daarom probeerden zij om zich aan hun verplichtingen te onttrekken door geestelijke te worden, in keizerlijke dienst te treden of zich op hun landgoederen terug te trekken en op deze wijze te ontkomen aan de collectieve greep om de stedelijke belastingen te betalen. Dit lukte echter alleen een minderheid, zodat de verschillen binnen de rijksaristocratie sterk toenamen. De kleine kring van werkelijk machtigen en rijken domineerde nu ook de politiek van de landsteden van dat ogenblik, terwijl de curiales steeds meer aan betekenis verloren. Tegenwoordig wordt in het onderzoek overigens ook een andere verklaring voor de zogenaamde curialenvlucht overwogen: het zou de promotie van de welvarendste curiales naar de rijksaristocratie zijn geweest die de andere, armere, grondbezitters in hun plaats lieten treden en waardoor, op basis van deze collectieve greep, de belastingdruk versterkte. De toenemende zwakheid van de lokale curia's zou dan een neveneffect kunnen zijn geweest van de sociale groei van haar rijkste leden.
De omvang van het verenigd privévermogen in handen van enkelen schijnt in het Westen veel groter te zijn geweest dan in het Oosten. Dat kan een reden zijn voor de hogere belastinginkomsten in het Oost-Romeinse Rijk, omdat de machtigen in het West-Romeinse Rijk zich gemakkelijk aan hun financiële verplichtingen konden onttrekken. Terwijl het westelijke keizerschap, niet in de laatste plaats door geldgebrek, ten onder ging, sloot de rijke Italiaanse senaatsadel een akkoord met de Goten en verloor rond het midden van de 6e eeuw zijn economische grondslag. Die Oberschicht war stolz auf ihren Status und ihre klassische Bildung (payeia), die auch als Symbol ihres Status dienten und schließlich mit ihnen verschwanden (im Westen im 6. Jahrhundert, im Osten im 7. Jahrhundert).
Wie die Rolle der Sklaven hier angebracht bleibt in der Untersuchung umstritten. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass es keinen wirklichen Bruch in der bestehenden Praxis gab und auch die Sklaverei später eine nicht unwesentliche Rolle spielte.
Wirtschaft
Im Weströmischen Reich war im 4. Jahrhundert ein gewisser Bevölkerungsrückgang zu beobachten, der sich im 5. Vor allem die großen Städte Rom, Karthago, Trier, Konstantinopel, Antiochia und Alexandria, hatte eine lange Blütezeit und verfiel erst im Westen nach der Eroberung durch die Deutschen, im Oströmischen Reich noch später. Verstärkt durch die Invasionen der Germanen erlebte das Weströmische Reich im 5. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Niedergang. Außerdem wurden die reichsten Gebiete (insbesondere Nordafrika) aus der Reichweite des Kaisers entfernt.
Von großer Bedeutung für die wirtschaftliche und demografische Entwicklung war schließlich die Pest von Justinian, die von 541–543 im gesamten Mittelmeer verheerende Schäden angerichtet und Millionen von Opfern gefordert hat. Für Italien war der Zweite Gotische Krieg (541–552) ein Wendepunkt. Die langwierigen, gnadenlosen Kämpfe ruinierten das ehemalige Kerngebiet des Imperiums. So entging die Stadt Rom, die um 530 noch etwa 100.000 Einwohner gehabt haben muss, nur knapp der totalen Zerstörung. Dennoch schien Italien 568 Langobarden, trotz allem, ein attraktives Ziel. Dass dort nach über 30 Jahren Krieg und Plünderungen noch Beute zu gewinnen war, zeigt, wie reich die Halbinsel vorher gewesen sein muss.
Der Osten schnitt lange Zeit deutlich besser ab als der Westen, auch weil die wichtigen Industrie- und Handelszentren im Osten lagen. Das ist, wo die Seidenstraße und es gab einen lebhaften Handel mit Persien. Die Forscher schätzen, dass noch vor der Zeit Justinians etwa 900 größere und kleinere poleis im Bereich des Oströmischen Reiches, von dem Konstantinopel mit etwa 500.000 Einwohnern das bedeutendste war. Es sollte jedoch daran erinnert werden, dass die griechisch-römische Gemeinschaft das "zivilisierte" Leben mehr oder weniger mit dem Leben in der Stadt gleichsetzte. Einige Gebiete innerhalb des Reiches – wie Ägypten oder Palästina – erlebten noch im 6. Jahrhundert ihre wirtschaftliche Blütezeit. Der vermeintliche Niedergang der Kurien (siehe "Sozialstruktur") ist daher nicht einfach mit der allgemeinen Krise in den Städten gleichzusetzen. Immer noch unter der Regierung von Justinian I In vielen Städten im Osten werden Bauten realisiert, die von Privatpersonen finanziert wurden.
Die in der älteren Studie von (A.H.M. Jones) teilweise verzerrte Ansicht, dass die Wirtschaft in der Spätantike zu wenige Produzenten und zu viele Konsumenten gehabt hätte, wird heute in Frage gestellt. Auch die Annahme, dass die Bevölkerung unter einer stetig wachsenden Steuerbelastung gelitten hätte, was vor allem aus den Klagen in verschiedenen Quellen hervorgehen sollte, scheint durch Papyrusfunde und archäologische Ausgrabungen widerlegt. Von einer allgemeinen Wirtschaftskrise in der Spätantike kann noch nicht ausgegangen werden. Die Proportionen waren orts- und zeitbedingt grundlegend anders und zum Teil vor allem im Osten deutlich günstiger als im Westen.
Das Privatvermögen verteilte sich auf eine relativ kleine und wohlhabende Oberschicht (siehe "Gesellschaftsstruktur"), die sich gerne auf die schönen Ländereien zurückzog und was früher teilweise als Beginn der Feudalismus, blieb aber gleichzeitig auch in den Städten präsent. Andererseits galt die Mehrheit der Bevölkerung als arm, was jedoch bedeutete, dass man nicht von einem schönen Job oder Landbesitz leben konnte, sondern für seinen Lebensunterhalt arbeiten musste. Eine einfache Unterteilung in „arm“ und „reich“ trägt dem in der komplexen Realität kaum Rechnung.
Zahlreiche kaiserliche Verordnungen legten fest, dass die Söhne an den Beruf des Vaters gebunden waren. Während der Schulleiter es wäre fast selbstverständlich gewesen, den Beruf von den Vorfahren zu erben. Die erhöhte soziale Mobilität in der Spätantike scheint jedoch durch diese Maßnahmen, die offenbar die Zeit zurückdrehen sollten, nicht wesentlich reduziert worden zu sein. So war der Kaiser Justin ich ein einfacher Bauernsohn, der es schaffte, die Spitze zu erreichen.
Auf dem Land waren die Pächter von Großgrundbesitzern in der Regel an das zu bearbeitende Grundstück gebunden, die sogenannte Bodenbindung (vgl Kolonatus). Mit dieser Maßnahme sollte die Bewirtschaftung des Landes und damit ein stabiles Einkommen des Staates gewährleistet werden. Eine generelle, regierungsweite Verarmung der Kleinbauern und deren tatsächliche Vertreibung durch die Coloni kann nicht festgestellt werden. An Land, besonders in Gallien, es gab selten Aufstände der sogenannten Bagaudae, deren Ursachen noch immer umstritten sind. Dabei handelte es sich vermutlich um Reaktionen auf germanische Überfälle. Insgesamt gibt es für die Spätantike, einschließlich der Aufstände und Unruhen in den Städten, weniger soziale Unruhen als in früheren Epochen der römischen Geschichte.
Kaisertum und Herrschaft
Der Kaiser nahm im Spätrömischen Reich seit Diokletian eine heilige Stellung ein, nicht weniger als die des "Vizekönigs Gottes auf Erden" (mehr dazu im Artikel "Kaiser"). In Porträts und auf Münzen verloren sie bereits seit der Zeit von Diokletian die individuellen Züge des Herrschers und unterstreichen die Verherrlichung und Heiligkeit ihres Amtes. Das sich ständig erweiternde Gerichtszeremoniell wurde unter Justinian abgeschlossen. Der Herrscher war nach altrömischen Grundsätzen noch an die Fürsorgepflicht gebunden, und neue Kaiser wurden wie immer durch Akklamation erhoben. Das Kaisertum war nicht erblich. Um die Nachfolge durch Verwandte zu sichern, wurde in der Regel versucht, den angestrebten Nachfolger in der vorangegangenen Zeit als Mitkaiser an der kaiserlichen Macht teilhaben zu lassen. (z.B. Justinian von Justinius I.).
Darüber hinaus war die Rechtsordnung keineswegs ausgenommen, wie dies häufig beim Begriff der dominieren wurde in den älteren Studien vorgeschlagen. Vielmehr sind die zahlreichen Verkündungen in der Kodifizierungen gaben an, dass sich die Kaiser noch immer an das Gesetz als solches gebunden fühlten (siehe z Codex Justinianus, 1,14,4).
Eine gängige Praxis in der Spätantike war die Ernennung eines Mitkaisers (Caesar) neben einem Oberkaiser (August) und die Trennung der Herrschaft zwischen zwei Augusti, Wie mit Valentinstag I und valens. Die Einheit des Reiches blieb ungestört, denn die Gesetze eines Kaisers galten auch in der anderen Reichshälfte. Erst nach dem Tod von Theodosius' I aus der administrativen Teilung ist eine sachliche Teilung entstanden. Trotzdem hielt sich die Idee der Reichseinheit noch lange nach dem Ende des Weströmischen Reiches.
Intern wurde der Trend zu einer stärkeren Zentralisierung der Governance sichtbar. Vor allem Konstantin schuf zahlreiche neue Gerichtsämter. Der Ehrwürdige Konsulat, das seit August kaum wirkliche Macht hatte, bestand sie bis 542 weiter, hatte aber keinen politischen Einfluss mehr.
Die in Rom bis dahin unbekannte Aufteilung in Zivil- und Militärverwaltung ist ein typisches Phänomen der Spätantike. Darüber hinaus war die bürgerliche Hierarchie seit Diokletian und Konstantin im Wesentlichen wie folgt: Direkt unter dem Kaiser standen die praefecti praetorio (Singular: praefectus praetorio). Die von ihnen verwalteten Präfekturen waren in Diözesen unterteilt, die von Vikaren geleitet wurden und die wiederum aus Provinzen bestanden. Die Grundeinheit blieb die Stadt bis ins 6. Jahrhundert (Politik oder civitas), wobei traditionelle städtische Ämter seit dem 4. Jahrhundert an Bedeutung verlieren. Dennoch blieb die städtische Selbstverwaltung weitgehend intakt.
Der spätrömische Hof (komitatus) hatte eine Vielzahl von Ämtern, von denen das wichtigste der Gerichtsrat war (Konsistorium) gehört. Zu den wichtigsten Gerichtsämtern gehört die Magister officiorum, der Vorstandsvorsitzende, der kommt sacrarum largitionum, der für die Staatsfinanzen zuständig war, und die Präpositus sacri Cubiculi kubisch. Letzteres war oft ein Eunuch und leitete den kaiserlichen Haushalt, was ihm erlaubte, den Zugang zum Kaiser zu kontrollieren. Das quaestor sacri palatii war Chef der Reichskanzlei. Es war normalerweise ein Anwalt, weil er auch mit der Verwaltung der Reichsgesetze betraut war. Außerdem veröffentlichte er die kaiserlichen Edikte und verwahrte deren Abschriften. Personen, die sich in ihrem Amt besonders hervorgetan hatten, wurde teilweise auch der hohe Titel verliehen Patrick unterscheiden.
Das Steuerbelastung wuchs in der Spätantike ebenso wie die Bürokratie. Letzteres wurde von früheren Forschern überschätzt, denn im Vergleich zu den aktuellen Zahlen kann man mit Sicherheit sagen, dass der spätrömische Staat an Beamtenmangel litt. Die Probleme waren eher auf einen „Mangel“ als auf einen „Überschuss“ an Regierungsführung zurückzuführen. Zwar hatte die Reichsverwaltung um 400 etwa drei- bis viermal so viele Beschäftigte wie zu Zeiten der Schulleiter, aber schon damals kamen auf 60 Millionen Einwohner etwa 30.000 "Beamte". Jedes Vorstandsmitglied bediente durchschnittlich etwa 2000 Personen.
Verloren im Westen Rom kurz nach 300 erlangte es schließlich seine zentrale Stellung als Kaiserresidenz, nicht aber seine Stellung als symbolische Hauptstadt des Reiches. Die Kaiser residierten lange Zeit in der Nähe der bedrohten Grenzen, wie in Trier oder in Sirmium. Im Westen zusätzlich Mailand und wegen seiner geographischen Lage und lange Zeit als uneinnehmbar galt Ravenna als Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Im Oströmischen Reich hingegen residierten die Kaiser seit Theodosius II immer von Konstantinopel.
Die spätrömische Armee
Auch das spätrömische Heer veränderte sich. Die Armee wurde in ein Feld (Ausschüsse) und eine Grenzarmee (limitanei). Die ältere Vorstellung, letztere seien praktisch wertlose Milizionäre gewesen, wird nun zunehmend in Frage gestellt. Vor allem im Westen wurde die römische Armee (nach traditioneller Auffassung) durch die regelmäßige Einbeziehung von Deutschen zunehmend barbarisch gemacht. Die Quellen geben jedoch keinen Hinweis darauf, dass die Barbaren, die in den Dienst eingetreten waren, illoyal waren. In Wirklichkeit, anders als in der Zeit des Schulleiter, noch viel seltener, dass sie rebellierten. Noch im 6. Jahrhundert konnte eine eng geführte römische Armee eine zahlenmäßig unterlegene Barbarenarmee besiegen.
Ein größeres Problem waren die Kämpfe unter ihren eigenen Führern, foederati, die vor allem im Westen immer wichtiger wurde und von den Kaisern mehr und mehr kontrolliert werden konnte. Vermutlich durften die Westgoten bereits während ihrer Ansiedlung in Aquitanien „ihren“ Anteil an den Steuereinnahmen selbst eintreiben. Im Weströmischen Reich gipfelte dieser Prozess schließlich im 5. Jahrhundert in der Selbstauflösung der regulären Armee, da dem Westen bald die finanziellen Mittel fehlten, um die Armee zu unterhalten. Die germanischen Truppen lösten nun die weströmischen Armeen ab und ihre Kommandeure übernahmen bald die Rolle des aus ihrer Sicht überflüssig gewordenen Staates.
Einige Forscher vermuten, dass in diesem Zusammenhang die blutige Schlacht am Frigidus 394, in der Theodosius II der Usurpator Eugenius erobert, war ein Wendepunkt. Damals starben nicht nur unzählige germanische Hilfstruppen auf beiden Seiten, sondern auch die besten Einheiten der regulären weströmischen Armee wurden getötet. Diese waren offenbar nicht zu ersetzen, obwohl die Truppenstärke beim Tod von Theodosius I. noch relativ groß war. In der Zeit danach mussten mehrere Einheiten im Westen verlegt werden, was zu Lasten der Qualität dieser neuen Einheiten ging. Später waren die Kaiser im Weströmischen Reich viel stärker auf den Einsatz von Barbaren angewiesen foederati als ihre Kollegen im Osten.
Da die Bezahlung der Truppen die Aufgabe ziviler Beamter war, war die militärische Hierarchie des römischen Heeres wie folgt: direkt unter dem Kaiser (bzw. den Kaisern) standen die meister militär (bzw. die magistri militum, weil es im Oströmischen Reich meist mehrere gab). Dann folgte die Ausschüsse (Singular: kommt) und die lokalen Kommandeure in den Provinzen, die duziert (Singular: dux).
Die strikte Trennung zwischen militärischer und ziviler Verwaltung wurde um 600 aufgehoben. In dem Exarchaten, die die oströmischen Kaiser Ende des 6. Jahrhunderts in Karthago und Italien gründeten, wurden beide wieder vereint.
Die Truppenstärke des spätrömischen Heeres ist unter Forschern umstritten, da die Quellen nicht eindeutig sind.[7] Die Anzahl der Legionen war unter Diokletian auf insgesamt etwa 60 gestiegen, gleichzeitig aber auch ihre Truppenstärke abgenommen. Statt früher 6.000 Soldaten dienten nur noch 1.000 Mann in einer Legion, und selbst diese Zahl wurde selten erreicht. Später wurden die Legionen noch kleiner und verschwanden am Ende fast vollständig, auch dann noch unter dem Kaiser Mauricius separat benannte Einheiten wurden aufgelistet.
Lactantius schreibt: "Diokletian hat die Stärke der Armee vervierfacht" (Der mortibus persecutorum VII2). Diese Darstellung ist jedoch nicht sehr glaubwürdig, da Lactantius die Tetrarchie über die Armee. Im 4. Jahrhundert lag die Truppenstärke vermutlich bei etwa 400.000 Mann, etwas höher als in der frühen und hohen Kaiserzeit. Zur Aussage im Notitia Dignitatum die Nennstärke betrug etwa 400 bis etwa 600.000 Mann. Agathias Scholastikos berechnet um 570 eine Nennfestigkeit von 645.000 (5,13,7). Wie er zu dieser Schätzung kam, ist unklar, aber er hat wahrscheinlich die Armee des Weströmischen Reiches miteinbezogen, die nicht mehr existiert. In der Zeit von Justinian seinen Angaben zufolge dienten nur 150.000 Mann (5,15) in der oströmischen Armee. Diese Zahl war wohl eindeutig zu niedrig. Vielmehr spricht die Studie von einer doppelten Stärke. Damit hätte Justinians Armee ungefähr die gleiche Größe wie die von August.
Die Gesamtstärke der Truppen des spätrömischen Heeres wurde zwar erhöht, reichte aber kaum aus, auch weil das Heer oft an die Grenzen gebunden war. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die meisten Militäreinsätze in der Spätantike mit relativ wenigen Soldaten durchgeführt wurden. Kaiser Julian Apostatas' Kampagne gegen die Sassaniden war mit ca. 65.000 Mann einer der größten Militäreinsätze der Spätantike (die teilweise deutlich höheren Zahlen in den Quellen sind weniger glaubwürdig). Im Allgemeinen waren die größten römischen Armeen normalerweise an der Ostgrenze stationiert. Stilicho 40 Jahre nach Julian im Westen mit nur 20.000 Mann operiert, während Belisar im Jahr 533 mit nicht mehr als 15.000 Elitesoldaten gegen die Vandalen nachdem er drei Jahre zuvor mehr als 30.000 Mann im Feld gegen die Sassaniden geführt hatte. Kaiser Anastasius I mobilisierte 503 mehr als 50.000 Mann, um einen persischen Angriff abzuwehren, und in den Jahren nach 550 operierten römische Armeen sowohl in Italien als auch im Kaukasus mit etwa 30.000 Soldaten. Trotzdem hätten im Orient wesentlich größere Heereseinheiten eingesetzt werden können, deren Schlagkraft dann meist begrenzt war. Das kaiserliche Heer, das 636 gegen die Araber kämpfte und vernichtet wurde, soll aus mehreren Zehntausend Männern bestanden haben.
Die Kirche
Die Kirche, die über effiziente Verwaltungsstrukturen verfügte (siehe auch Geschichte des frühen Christentums) etablierte sich in der Spätantike. Bereits Konstantin der Große hatte die Kirche unterstützt, so dass sie nun Einfluss auf die Gesellschaft hatte, die sie unter anderem in der Armenhilfe einsetzte. Durch die Gewährung staatlicher Privilegien wurde es auch für die Oberschicht des Reiches interessant. Doch es kam zu einigen Kontroversen innerhalb der Kirche. Beide Heidentum, die im 5. und 6. Jahrhundert noch aktiv war, und aufgrund theologischer Unterschiede (insbesondere zum Wesen Christi) innerhalb der Kirche, innere Einigung (siehe Erstes Konzil von Nicäa, Arianismus, Nestorianismus, Monophysitismus). Auch die fünf ökumenischen Räte in der Spätantike konnte keine Einheit herbeiführen.[8]
Dabei ist zu bedenken, dass religiöse Fragen damals nicht im Theologenkreis diskutiert wurden, sondern dass diese Diskussionen auch in den unteren Bevölkerungsschichten mit großem Enthusiasmus diskutiert wurden. Schließlich ging es um das persönliche Heil jedes Einzelnen. Wer eine falsche Lehre vertrat, hatte seine Seele verloren. Die Etablierung der "orthodoxen" Positionen war für die Gläubigen von entscheidender Bedeutung. Hinzu kamen beunruhigende Ereignisse wie die kurzlebige heidnische Renaissance unter Kaiser Julian und der Schock der Plünderung Roms im Jahr 410, als Augustinus von Hippo, Orosius und andere reagierten literarisch. Bis zum Ende der Epoche (der Osten voran) bestimmten theologische Diskurse, meist untrennbar mit Machtfragen, den Lauf der Geschichte entscheidend.
Darüber hinaus ist es falsch zu glauben, dass das Heidentum nach Konstantin verschwunden ist. Es hielt, trotz der antiheidnischen Gesetzgebung des Kaisers gratian und Theodosius II, blieben vor allem im Westen lange Zeit auf dem Lande und freuten sich darüber, dass sie von Teilen des hochgebildeten Adels geliebt wurden. Um 400 hätte es ungefähr so viele Heiden wie Christen gegeben, während die Christianisierung regionale Unterschiede aufwies. Die Städte waren stärker christianisiert, während auf dem Land, vor allem im Westen, die Entwicklung langsamer war. Noch im frühen 6. Jahrhundert haben die heidnischen Zosimus ein historisches Werk schreiben, in dem die Christen für den Fall Roms verantwortlich gemacht werden. Im Oströmischen Reich fanden die arabischen Eroberer im 7. Jahrhundert einige Regionen und Städte, die noch eine polytheistische Religion hatten. Doch spätestens seit etwa 400 wurden die Heiden zu einer immer unbedeutenderen Minderheit. In der Spätantike entwickelte sich auch das Amt des Bischofs von Rom zum Pontifikat. Den entscheidenden Schritt in diese Richtung hat Gregor der Große, der zugleich als letzter Kirchenvater der Spätantike und als erster mittelalterlicher Papst gelten kann.
Im Osten, um genau zu sein in Ägypten, gegen Ende des 3. Jahrhunderts die Mönchtum mit Antonius der Große, die sich gegen Ende des 4. Jahrhunderts langsam über das Reich ausbreitete. Die Jahre zwischen etwa 300 und 600 waren geprägt vom Auftreten der „Heiligen Männer“ (P. Brown), die vor allem im Oströmischen Reich als Säulenheilige galten und Einsiedler sorgte für Aufsehen. Dieses Phänomen war vermutlich eine Reaktion auf die zunehmende Säkularisierung des Christentums, der Preis für die Zusammenarbeit mit dem römischen Staat. Die gestärkte Stellung der Kirche drückte sich auch darin aus, dass sich immer mehr geeignete Personen für eine Stelle im Dienst der Kirche statt des Staates entschieden. Dazu gehörten auch die Ehrgeizigen und Energiegeladenen Ambrosius denen es gelang, die Kaiser Gratian und Theodosius I. zu beeinflussen, ebenso wie Gregor der Große am Ende dieser Frist.
Im Mittelalter rettete die Kirche, die sich seit dem 4. Jahrhundert zur Staatskirche entwickelt hatte, Teile des klassischen Wissens. Als sich die römische Armee und der öffentliche Dienst allmählich zurückzogen und schließlich verschwanden, bestand die Kirche weiter und ersetzte den untergegangenen Staat im 5. und 6. Jahrhundert.
Religiöse Entwicklungen außerhalb der christlichen Kirche
In der Spätantike gelang es nicht nur dem Christentum, einen dominierenden Platz in der römischen Welt einzunehmen, sondern es entstanden neue Religionen mit der Weiterentwicklung etablierter Religionen.
Das Heidentum blieb im Römischen Reich bis ins vierte Jahrhundert eine blühende Religion, und um 600 waren die alten Kulte nicht überall verschwunden. Es stimmte, dass es sich um kleine Religionen handelte und zusammen keine Einheit bildeten, sondern eher eine Mischung aus sehr unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Neben den Kulten, die man zu den Traditionellen gehört Römische Religion zählen kann, es war hauptsächlich der östliche mysteriöse Religionen sinnvoll (dazu später mehr). Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Sonnenreligionen; auch Konstantin der Große war lange Zeit ein Anhänger von Sol. In Ergänzung, Mithras in der römischen Armee eine große Zahl von Anhängern; Mithras und Sol wurden oft miteinander in Verbindung gebracht: Der Haupttempel von Sol Invictus Mithras im Baalbek war nur unter Justinian I durch Feuer zerstört. Auch der Synkretismus und der Neuplatonismus hatte eine besondere Bedeutung innerhalb des spätantiken Heidentums, wo Philosophie und Religion oft nicht klar voneinander getrennt waren.
Das Heidentum hielt lange Zeit an, vor allem in der ländlichen Bevölkerung. Bereits in der Antike ist die (falsche) Herleitung des Ausdrucks heidnisch (nicht-christlich) für "Landbewohner" gebräuchlich. Auch Teile der Senatsaristokratie und verschiedene philosophisch Kreise blieben länger heidnisch; allerdings nahm die Zahl der Heiden im 4. Jahrhundert deutlich ab (siehe Abschnitt: Kirche).[9] Trotzdem gab es viele Kontakte zwischen Heiden und Christen, die sich gegenseitig beeinflussten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Christen, beeinflusst von der Sonnenkultideologie, in Jesus bald die „Sonne der Gerechtigkeit“ sahen.[10]
Ein besonderes Phänomen in der Spätantike ist die Manichäismus. Es wurde im 3. Jahrhundert von den Persern gegründet Mani, die von verschiedenen Aspekten verschiedener Religionen reichen, wie dem Christentum, aber auch der Zoroastrismus und der Buddhismus Diener. Der Manichäismus ist eine dualistische Buchreligion (Gut und Böse, Licht und Dunkelheit im ewigen Kampf), die sich bald zu einer einflussreichen religiösen Bewegung entwickelt hat, die im Reich der Sassaniden wurde zunächst unterstützt. Der neue Glaube fand von Spanien nach Zentralasien Anhänger, die im Römischen Reich und in Persien teilweise verfolgt würden.
In Persien, wo Christen, Juden und Manichäer lebten, der Häuptling und durch die Großherzöge privilegiert und unterstützt, Religion it Zoroastrismus. Viele Aspekte dieser Religion sind in der Forschung umstritten, da die meisten Zeugnisse aus der Zeit nach der Antike stammen. Auch ist nicht schlüssig bewiesen, ob der Zoroastrismus, wie in älteren Studien oft suggeriert, als regelrechte „Staatsreligion“ bezeichnet werden kann. Neuere Studien haben eine konservativere Schätzung vorgenommen, da andere Kulte, einschließlich der Sassaniden, in der Regel toleriert. Der Zoroastrismus (bzw. Mazdeismus) war noch bis zum Aufkommen des Islam, die einflussreichste Religion im Iran. Die Existenz zahlreicher christlicher Gemeinden im westlichen Teil des Reiches änderte sich ebenso wenig wie die religiös-"sozialrevolutionäre" Bewegung der Mazdeismus, die in den Jahrzehnten um 500 das Reich in seinen Grundfesten erschütterte.
Es Judentum litt in der Spätantike weiter unter der Diaspora. Die meisten römischen Kaiser waren (trotz einiger missbilligender Kommentare in der Gesetzgebung) nicht wirklich judenfeindlich, zumindest solange die öffentliche Ordnung nicht gestört wurde. Es gab jedoch große Spannungen zwischen Juden und Nichtjuden. Mehrere christliche Kaiser schränkten die jüdische Religionsausübung ein oder verhängten ein Bauverbot für neue Gebäude Synagogen. Dennoch blieb das Judentum nach 391/92 die einzige erlaubte nichtchristliche Religion in den Vereinigten Staaten Empire Romanum. Mehrere christliche Kaiser hielten auch bestimmte Schutzmaßnahmen für Juden aufrecht, die trotz hektischer Bemühungen vertrieben worden waren. Bereits 429 wurde die Institution des "Patriarchats der Juden" abgeschafft und Palästina in vier Provinzen aufgeteilt. Die Kirche lehnte jedoch die Einbeziehung von zwangsbekehrten Juden (theoretisch) strikt ab. Ein besonderes Problem war die Samariter, eine jüdische Minderheitengruppe, die regelmäßig Konflikte mit den römischen Behörden und insbesondere unter Justinian I war in blutige Schlachten mit den kaiserlichen Truppen verwickelt.
Insgesamt war in der frühen Spätantike unverkennbar eine allgemeine religiöse Tendenz in Bezug auf die Henotheismus bzw. die Monotheismus, was eindeutig dem Christentum zugute kam. Das Christentum bot mit seiner Heilsbotschaft eine attraktive Alternative, auch weil die Kirche im Bereich der Nächstenliebe tätig war. Sogar der letzte heidnische römische Kaiser des vereinigten römischen Reiches, Julian ApostataEr bewunderte diesen Aspekt und versuchte vergeblich, ihn in seine (vermutlich) geplante "heidnische Staatskirche" zu integrieren. Die heidnischen Kulte waren den missionarischen Turbulenzen schließlich spätestens seit der festen Unterstützung des Christentums seit Konstantin nicht mehr gewachsen.
Zeitleiste
- 284: Beginn der Herrschaft von Diokletian. Staatsreformen und erfolgreiche Grenzstabilisierung.
- 285: Ernennung von Maximian bis um Caesar.
- 286: Maximian wird August des Weströmischen Reiches.
- 293: Constantius Chlorus ist im Westen, Galerius im Osten zum Cäsar erhoben (Tetrarchie).
- 298: Galerius erringt einen wichtigen Sieg über die Sassanidenreich, was für die Römer eine erhebliche Gebietserweiterung bedeutete.
- 1. Mai 305: Abdankung Diokletians, der auch Maximian zur Abdankung zwingt.
- 306: Tod von Constantius Chlorus. Konstantin der Große wird in York zum Kaiser ausgerufen. Krise des Tetrarchischen Ordens.
- 308: Kaiserliche Konferenz von Carnuntum, die jedoch keine nachhaltige Lösung bietet.
- 311: Galerius duldet offiziell Christen im Osten des Reiches (Edikt von Nikomedia).
- 28. Oktober 312: Schlacht an der Milvischen Brücke; Sieg Konstantins über Maxentius und der "Traum von Konstantin".
- 313: Mailänder Kongress: Die Christen werden offiziell von Licinius und Konstantin geduldet (Edikt von Mailand).
- 324: Herrschaft Konstantins nach dem Sieg über Licinius in Chrysopolis.
- 325: Erstes Konzil von Nicäa.
- 337: Taufe und Tod Konstantins in Achyrona, einem Vorort von Nikomedia. Anschließend kommt es zu a Reinigung von 337, die die Dynastie von Constantine dezimieren. Constantius II hält 338 den östlichen Teil des Reiches, sein Bruder his Konstante I und Konstantin II der Westen.
- 340: Constans ist alleiniger Herrscher im Westen, wird aber 350 erobert Magnentius getötet.
- 351: Constantius' II. Sieg bei Mursa über den Usurpator Magnentius. Nach dem Selbstmord von Magnentius im Jahr 353 ist Constantius II. alleiniger Herrscher.
- 361: Kaiser Julian, später Julian Apostata genannt, marschiert gegen Constantius, der, bevor es zu einer Zusammenkunft kommt, stirbt und Julian zu seinem Nachfolger ernennt. Letzte Blüte des Heidentums.
- 363: Tod von Julian während seines Perserfeldzugs. Jupiter folgt ihm und schließt Frieden mit den Sassaniden, wodurch die unter Galerius eroberten Gebiete an Persien zurückgegeben werden.
- 364: Valentinstag I wird Kaiser. Er führt erfolgreiche Feldzüge gegen die Deutschen am Rhein und schlägt seinem Bruder vor valens als Kaiser des Ostens.
- 365: Erdbeben im Kreta, gefolgt von einem großen Tsunami im östlichen Mittelmeer.
- Ab 375: Beginn der Migration. Das Hunnen zerstöre das Reich der Ostgoten in Südrussland. gratian wird Kaiser im Westen.
- 376: De Goten die Donau überqueren. Eingliederung in das Römische Reich.
- 378: Schlacht von Adrianopel. Strategischer Fehler, der zur Zerstörung des größten Teils der römischen Armee und zum Tod von Valens führte.
- 379: Gratian schlägt vor Theodosius als Kaiser des Ostens.
- 382: Vertrag der Goten. Theodosius begründet die Donaugoten als foederati auf römischem Boden.
- 383: Mord Gratian.
- 384: Kampf um den Victoria-Schrein.
- 388: Theodosius lässt den Usurpator Magnus Maximus hinrichten und spendet Valentinstag II der Westen.
- 392: Valentinian II. stirbt unter ungeklärten Umständen, Eugenius durch Arbo-Gast zum Kaiser des Westens gemacht.
- 394: Theodosius marschiert nach Westen und trifft die Erhebung des Eugenius im blutigen Schlacht der Frigidus Nieder. Dies ist zugleich der endgültige Triumph des Christentums. Die nationale Einheit wird zum letzten Mal hergestellt.
- 17. Januar 395: Tod von Theodosius dem Großen und zusammenhängende "Teilung des Reiches". Sein Sohn Arkadius bekommt den Osten, sein anderer Sohn ehrenhaft der Westen. In der Folgezeit kommt es zu subkutanen Spannungen zwischen den beiden Reichshälften. Überfälle der Goten unten Alarik I auf der Balkan.
- Silvester 406/407: Zusammenbruch der Rheingrenze. Germanische Stämme wandern in großer Zahl nach Gallien und Spanien aus.
- 24. August 410: Plünderung von Rom von den Goten unter Alarich. Endzeitabstimmung im Weströmischen Reich.
- 418: Gründung der Westgoten als Römer foederati im Aquitanien.
- 439: Einnahme Karthago bis zum Vandalen unten Geiserik und der daraus resultierende Verlust von fast 100 Jahren der Provinz Afrika.
- 451: Hunnen dringen in das Weströmische Reich ein. Der Heerführer des Westens, Aetius, stoppt Attila in Gallien.
- 455: Plünderung Roms durch die Vandalen.
- 468: Eine konzertierte Aktion westlicher und oströmischer Armeen gegen das Vandalenreich endet katastrophal.
- 476: Ablagerung von Romulus Augustulus vom germanischen Odoaker. Ende des Weströmischen Reiches.
- 480: Tod des letzten von Konstantinopel anerkannten Kaisers, Julius Nepos.
- 482–511: Clovis II gründet es Merowingerreich
- 491-518: Anastasius I stabiliseert het Oost-Romeinse rijk.
- 493–526: Theoderik de Grote heerst over het Oostgotische Italië.
- 527–565: Justinianus I heerst over het Oost-Romeinse rijk.
- 529: Sluiting van de Atheense Akademeia.
- 533: Herovering van Noord-Afrika door Oost-Romeinse troepen.
- 535–552: Herovering van Italië door het keizerlijke leger.
- 541: Uitbreken van de pest in het Middellandse Zeegebied.
- 552: Herovering van Zuid-Spanje door Oost-Romeinse troepen.
- 568: Inval van de Longobarden in Italië. Einde van de volksverhuizing.
- Om 580: Begin van de Slavische kolonisatie op de Balkan.
- 602–630: Laatste oorlog tussen het Oost-Romeinse Rijk en de Sassaniden onder Herakleios.
- Rond 625: In het Oost-Romeinse Rijk vervangt het Grieks definitief het Latijn als ambtstaal.
- 632: Dood van Mohammed en begin van de Islamitische expansie.
- 636: De slag aan de Jarmuk heeft het verlies van de oostelijke Romeinse gebieden (Syrië en Egypte) aan de Arabieren tot gevolg.
- 651: De laatste Sassanidische grootkoning wordt vermoord: einde van het Perzische rijk.
- 693: In de door de Islam veroverde gebieden wordt Grieks als ambtstaal officieel door het Arabisch vervangen.
Zie ook
- Portaal:Oudheid
- Lijst van Romeinse keizers
- Sassanidenrijk
- Romeins-Perzische oorlogen
- Dominaat
- Antieke filosofie
Literatuur
Antieke bronnen
- Ammianus Marcellinus, Res Gestae
- anoniem, Chronicon Paschale, de Paaskroniek (tot 628)
- Augustinus van Hippo, De Civitate Dei
- Georgios Pisides, lofdichten op keizer Herakleios
- Libanios, Redes en Brieven
- Michael Maas (ed.): Readings in Late Antiquity. A Sourcebook, London/New York 2000, ISBN 0-415-15988-1 . Een goede keuze van Laatantieke bronnen in Engelse vertaling.
- Johannes Hymonides,
- Themistios, Redes
- Prokopios van Caesarea, Historiën
- Sidonius Apollinaris, Brieven en Lofredes
- Zosimus, Historia Nea
Secundaire literatuur
De secundaire literatuur met betrekking tot de late oudheid is uiterst omvangrijk, waaruit slechts een keuze gemaakt kan worden. Nadrukkelijk wordt gewezen op de bibliografieën van de besproken werken (met name de gebruikte delen van de Cambridge Ancient History evenals de Reallexikon für Antike und Christentum) en de literatuuropgaves in de artikelen, waarnaar in de tekst verwezen wordt.
Uitgaven van oudere datum
Lezenswaardig is nog steeds Edward GibbonsThe History of the Decline and Fall of the Roman Empire, Hoewel dit klassieke werk uit de late 18e eeuw natuurlijk niet de moderne wetenschappelijke stand van zaken weergeeft.
Het uitvoerigste Duitse werk komt van de hand van de historicusOtto Seeck.
- Otto Seeck, Geschichte des Untergangs der antiken Welt, 6 dln., Stuttgart, 19212 (= Darmstadt, 1966/2000). De uitgave is echter sterk door zijn sociaal-darwinistische achtergrond beïnvloed en daarom deels volledig achterhaald.
Twee andere, ook nu nog nuttige werken van oudere datum, dewelke bovendien volledig op de bronnen zijn gebaseerd en nog altijd als standaardwerken worden beschouwd:
- Ernst Stein, Geschichte des spätrömischen Reiches, I, Wenen, 1928.
Stein, die door de Neurenberger wetten als Joods werd bestempeld en Duitsland moest verlaten, weigerde vervolgens, zijn werk nogmaals in de Duitse taal te laten verschijnen. Er bestaat echter een Franse vertaling, dat ook een tweede, postuum, verschenen deel bevat: Histoire du Bas-Empire, ed. J.-R. Palanque, 2 dln., Parijs - Brussel - Amsterdam, 1949-1959 (= 1968). - John B. Bury, History of the Later Roman Empire. From the death of Theodosius I. to the death of Justinian, 2 dln., New York, 1923 (= 1958). Burys werk vormt het uitvoerigste Engelse beschrijving van de politieke geschiedenis tussen 395 en 565 en is ook tegenwoordig nog zeer bruikbaar, met name op basis dat het dicht bij de bronnen staat.
Externe links
- (de) Verzameling van links van het Dölger-Instituuts
- (en) knipselverzameling uit verschillende bronnen
- (de) Uittreksel uit de geactualiseerde bibliografie van de tweede oplage van Demandts handboek
- (en) Overzicht van het ORB-projekt
- (en) Worlds of Late Antiquity
- (en) Society for Late Antiquity
- (de) Plekos: Periodicum Online zur Erforschung der Kommunikationsstrukturen in der Spätantike
- (en) Geoffrey Greatrex: The Reception of the classical Texts and Images. The Classical past in the Classicising Historians
| Bronnen, noten en/of referenties Bronnen
Referenties
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